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Smartphone-Halterung fürs Auto: Darauf kommt es an

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Wer sein Smartphone im Auto für den Fahrer gut sichtbar fixieren will, hat unzählige Möglichkeiten. Wir haben uns die beliebtesten angeschaut und zeigen, worauf es beim Kauf ankommt.

Das Smartphone als Fahrzeugführer während der Fahrt in die Hand zu nehmen und zu bedienen, ist verboten. Wer dennoch die Handy-Navigation im Blick haben oder eingehende Nachrichten sehen will, braucht eine Smartphone-Halterung. Dabei ist die Auswahl verschiedener Smartphone-Halterungen sehr vielfältig. Einige kleben auf dem Armaturenbrett oder halten per Saugnapf an der Frontscheibe. Andere klemmen am Lüftungsgitter. Sie halten das Smartphone mit einer Klammer oder magnetisch. Es gibt auch Varianten, die das Telefon gleichzeitig laden. Doch beim Kauf gilt es einige Punkte zu beachten. Wir zeigen die beliebtesten Lösungen.

Smartphone-Halterungen, die sich per Saugnapf befestigen lassen, sind der Klassiker unter den Fixierungsmöglichkeiten. Sie halten üblicherweise an der Frontscheibe. Wenn die Oberfläche des Armaturenbretts ausreichend glatt und gerade ist, auch dort. Auf Leder hält der Saugnapf nicht. Erfahrungsgemäß ist bei den meisten Fahrzeugen eine Befestigung an der Frontscheibe wegen des besseren Halts vorzuziehen.

Grundsätzlich sollte man auf einen möglichst kurzen und stabilen Arm achten. Denn je länger und wackliger der Arm ist, desto mehr bewegt sich das Smartphone während der Fahrt, was sowohl das Ablesen des Bildschirmes als auch die Touch-Steuerung erschwert. Bezüglich ihrer Kompaktheit sticht die Herbert Richter Quicky Smart S KFZ-Halterung positiv hervor. Bei ihr sollte nichts wackeln.

Wichtig ist auch die Klemmvorrichtung für das Smartphone. Die darauf wirkenden Kräfte sind zwar nicht so groß wie zum Beispiel bei einer Fahrradhalterung für das Smartphone (Vergleichstest). Trotzdem will man dringend vermeiden, dass sich das Handy bei engen Kurven oder Bremsmanövern aus der Befestigung löst. Dafür sollte die Klemme fest genug sitzen und möglichst innen gummiert sein.

Sehr viele Klemmen haben das Problem, dass sie ungewollt die Laut-/Leisewippe oder den On-/Off-Taster drücken. Deshalb sollte man beim Kauf unbedingt darauf achten, dass sie nicht zu ausladend breit ausfallen und zum Tastenlayout des eigenen Smartphones passen. Dabei machen Telefone, welche ihre Knöpfe recht weit oben oder bestenfalls nur an einer Seite ansetzen, weniger Probleme.

Bei KFZ-Halterungen sehr verbreitet sind Klemmen, die das Smartphone mit zwei Haken seitlich halten und es zusätzlich mit zwei Füßchen an der Unterseite sichern. Das iOttie Easy One Touch 4 und das Celly Mount Flex Plus sind solche Modelle.

Mittlerweile lassen sich die allermeisten Modelle bis zu einer Breite von 85 mm ausfahren, was auch für große Smartphones mit angelegter Schutzhülle reicht. Aufpassen muss man jedoch mit an das Smartphone geklebten Haltehilfen wie Popsockets. Diese können den Abstand zwischen Smartphone und der KFZ-Halterung derart vergrößern, dass das Smartphone nicht mehr sicher sitzt.

Smartphone-Halterungen für den Lüftungsschlitz haben gegenüber Befestigungen an der Frontscheibe und dem Armaturenbrett den Vorteil, dass sie nicht das Sichtfeld des Fahrers einschränken. Auch kühlen sie im Sommer gleich das empfindliche Telefon. Vor dem Kauf sollte man jedoch prüfen, ob das Lüftungsgitter ausreichend groß ist, damit die Halterungen daran sicher befestigt werden können. In einigen Autos befindet sich der Lüftungsschlitz nah an Bedienelementen oder dem Autoradio. Diese könnten dann durch die Halterung und dem eingespannten Smartphone verdeckt werden.

Bei der Art der Befestigung am Lüftungsgitter gibt es grundsätzlich zwei Unterscheidungen. Die verbreitetste Variante beschreibt einen Gummi-Clip mit einfachem oder Kreuzschnitt am Ende, der schlicht in das Lüftungsgitter geschoben wird. Erfahrungsgemäß hält diese Variante gut. Sind die Lamellen des Gitters jedoch zu dünn, zu dick oder liegen sie zu nah beieinander, könnte das den Halt negativ beeinflussen. Der Gummifinger kommt zum Beispiel beim Hama Flipper (Testbericht) und Ugreen LP130 (Testbericht) zum Einsatz.

Hama Flipper in der Praxis (3 Bilder)

Die Halterung kann im Auto vertikal ...

(Bild: Techstage)

Bei der zweiten Variante kommt etwas mehr Mechanik ins Spiel. Hier greifen dann zum Beispiel wie beim Luxa 2 Vent Clip (Testbericht) per Federn gestraffte Haken in den Lüftungsschlitz oder zwei gummierte Finger umfassen eine Lamelle, die der Nutzer anschließend mit einer Stellschraube festzieht. Diese Lösungen sind flexibler und passen so in mehr verschiedene Autotypen. Sie haben den Nachteil, dass ihre Mechanik anfälliger gegenüber Fehlern ist als der reine Gummifinger.

Ugreen LP130 - im Auto (5 Bilder)

Am Lüftungsgitter ...

(Bild: Techstage)

Bei der Klemmhalterung des Smartphones gilt es das Gleiche zu beachten wie oben bei den Saugnapfhalterungen beschrieben. Sehr verbreitet und unserer Meinung nach zu Recht beliebt sind die gerade bei den Lüftungsschlitzhalterungen häufig zu sehenden Magnethalterungen, wie sie etwa Aukey HD-C5 (Testbericht), Herbert Richter Magnet Ball und Hama Magnet Vent bieten. Sie integrieren einen vergleichsweise starken Magneten. Damit das Smartphone daran hält, muss der Nutzer zunächst eine meist mitgelieferte Metallplatte an die Rückseite des Telefons kleben oder unter die Schutzhülle legen. Diese Magnethalterungen sind zum einen meist recht günstig. Zum anderen kann der Fahrer sein Smartphone mit nur einer Hand anbringen und wieder lösen. Unserer Erfahrung nach hält der Magnet auch größere Smartphones bei wilden Fahrten sicher in Position. Mit angelegter Metallplatte funktioniert induktives Laden jedoch nicht mehr oder nur noch eingeschränkt.

Wer über ein Smartphone verfügt, das induktives Laden unterstützt, kann auch zu Wireless Car Chargern greifen. Damit erspart sich der Fahrer das umständliche Anstecken eines Ladekabels, was gerade im Auto Sinn ergibt. Hier genügt es, das Telefon in die Halterung zu spannen, schon saugt sich der Akku voll. Wer sich für diese praktische Lösung interessiert, sollte sich unseren Vergleichstest Wireless Charger fürs Auto von PNY, Terratec und Belkin durchlesen.

Eher exotisch sind U-förmige Klemmhalterungen wie die Spigen Stealth. Seine große und ganzflächig gummierte Klammer umfasst das Smartphone auf einer Breite von fast 5 cm. Dadurch hält es sicher. Allerdings drückt die Spigen Stealth bei zentriert eingesetztem Smartphone fast zwangsläufig auf dessen Knöpfe. Hier muss der Nutzer sein Telefon etwas asymmetrisch nach links oder rechts versetzen.

Spigen Stealth Smartphone-Halterung (16 Bilder)

Das Smartphone hält aber auf dem Armaturenbrett, auch dank der großen, selbstklebenden Unterseite der Halterung. Etwas fummelig gestaltet sich das Einsetzen des Smartphones, dafür braucht man stets zwei Hände. Die Klammer lässt sich mit etwas Gewalt bis zu 16 cm weit aufbieten. So hält sie Smartphones auch hochkant. Sogar kleine Tablets sind kein Problem. Fahren sollte man dann jedoch nicht, da der Halt durch das hohe Gewicht eines Tablets nicht mehr gewährleistet ist. Ein Vorteil der Spigen Stealth: Sowohl mit als auch ohne Smartphone sieht sie sehr stylisch aus und fügt sich gut ins Design des Autos ein.

Ebenfalls auf eine Klammerlösung setzt die Matein Kfz-Halterung. Wer lieber saugt als klebt, sollte sich die Joyeky KFZ-Halterung genauer anschauen. Nochmal einen etwas anderen Weg geht der Hama Uni-Smartphone-Halter. Dieser kommt mit zwei Klammern: eines für das Smartphone und eines zur Befestigung an hervorstehenden Teilen des Armaturenbretts.

Besonders günstig sind Silikonmatten für das Armaturenbrett mit Aussparungen für das Smartphone im Landscape-Format. Wir haben eine vorliegen, deren weiche Silikonseite nur knapp 2 cm um das Telefon greift. Das ist viel zu wenig. Schon beim Anfahren klappt das Smartphone um. Etwas besser ist da die Remax Handyhalterung die das Smartphone großzügiger umfasst.

Wer jedoch unbedingt eine Halterung aus Silikon will, um zum Beispiel das Armaturenbrett zu schonen, kann zu den beinahe baugleichen Halterungen von Beeasy, Cinaty oder Lanhiem greifen. Beeasy bietet auch eine Variante mit induktivem Ladefeld.

Grundsätzlich ist beim Kauf einer Smartphone-Halterung für das Auto auf dessen sicheren Halt zu achten. Hier haben sich Saugnapflösungen für die Frontscheibe und Lüftungsgitter-Clips bewährt. Auch das Smartphone selbst sollte unbedingt fest darin halten. Abzuraten ist in dem Zusammenhang von reinen Silikonmatten, die das Smartphone kaum umgreifen. Befestigungen mit einem langen Arm gilt es zu vermeiden. Hier könnte das Smartphone während der Fahrt unangenehm herumwackeln.

Die Klammern sollten nicht zu groß und breit sein, damit sie nicht versehentlich die seitlichen Knöpfe am Smartphone drücken. Richtig gut finden wir KFZ-Halterungen mit Magneten wie die Aukey HD-C5 (Testbericht). Wer über ein Qi-fähiges Smartphone verfügt, kann auch zu Halterungen greifen, die gleichzeitig den Akku laden. Hierzu empfehlen wir unseren Vergleichstest Wireless Charger fürs Auto von PNY, Terratec und Belkin.

Wer in seinem etwas älteren Auto das Smartphone zum Navigieren nutzt, für den könnte vielleicht ein nachrüstbarer Moniceiver mit Android Auto und Apple Carplay (Vergleichstest) etwas sein. Diese unterstützen dann häufig auch Funk-Rückfahrkameras (Ratgeber). Eine günstigere Alternative sind DAB+-Adapter ab 25 Euro (Ratgeber).

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