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Smarte Küchenmaschinen: Kochen via Smartphone

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Mehrgängige Menüs mit nur einem Gerät und ohne großen Aufwand. Das versprechen Küchenmaschinen. Was die smarten Ableger für Android und iOS können, haben wir uns angesehen.

Sie heißen Ambiano, Iprep & Cook, Monsieur Cuisine, Quigg oder Thermomix – smarte Küchenmaschinen. Via WLAN oder Bluetooth kommunizieren die Geräte mit Apps auf Smartphone oder Tablet. Das Ziel: Kochen einfacher machen. Was smarte Maschinen wirklich können, zeigt dieser Ratgeber. Wer hingegen wissen will, wie er Fleisch und Fisch smart zubereitet, sollte sich den Meater (Testbericht) ansehen.

Küchenmaschinen von Aldi, Krups, Lidl oder Vorwerk erleichtern den Kochalltag, egal ob für Semi-Profi oder Kochanfänger. Die Maschinen regeln die Temperatur automatisch, erklären Rezepte Schritt für Schritt und geben exakte Zeitvoraben, bis das Essen fertig ist. Smarte Küchenmaschinen sollte man aber nicht mit smarten Kochtöpfen verwechseln, denn die kommen ohne Knethaken, Rührstab & Co.

Smart wird es, sobald die Küchenmaschine mit dem Smartphone oder Tablet kommuniziert. Einerseits gibt es hier Rezepte, Kochvideos und Einkaufslisten. Andererseits sprechen App und Kochgerät miteinander – beispielsweise über Meldungen wie „Jetzt umrühren“ oder „Essen ist fertig“.

Bild: Vorwerk Der Thermomix TM6 ist mit rund 1300 Euro das teuerste Modell unter den smarten Küchenmaschinen

Die Einrichtung der smarten Modelle funktioniert beim Ambiano beziehungsweise Quigg von Aldi Nord / Süd, beim Monsieur Cuisine von Lidl und beim Thermomix von Vorwerk via WLAN. Man aktiviert die Küchenmaschine und sucht nach dem entsprechenden WLAN. Der Nachteil bei der Maschine von Aldi: Während des Kochens ist das jeweilige Gerät – beispielsweise ein Smartphone – nicht mehr mit dem Internet verbunden, sondern direkt mit WLAN der Küchenmaschine. Das nervt, wenn man sich nebenbei noch etwas ansehen oder lesen will.

Unser Tipp: Ein altes Smartphone oder Tablet als Küchengerät reaktivieren. Nur der Monsieur Cuisine und Thermomix verbindet sich mit einem bereits vorhandenen Netzwerk. Somit kann man auch während des Kochens im Web surfen oder eine Serie anschauen.

Bild: Lidl Der Monsieur Cuisine ist optisch ein Thermomix-Klon

Krups setzt bei der Verbindung des Iprep & Cook auf Bluetooth. Hier ist die Reichweite eingeschränkt, das verbundene Gerät muss in der Nähe der Küchenmaschine bleiben. Immerhin ist das Smartphone oder Tablet weiter mit dem Internet verbunden.

Wer seine Küchenmaschine gerne mit einem Sprachassistenten, etwa Alexa oder Google Assistant, verbinden will, wird enttäuscht sein. Das ist bei keinem der Geräte möglich.

Die Modelle von Aldi, Krups und Lidl in der Übersicht:

Smarte Küchenmaschinen bieten einen Katalog an vorprogrammierten Funktionen – Kneten, Garen und Anbraten gehören in der Regel zum Repertoire. Alle Maschinen bis auf die Krups bieten eine integrierte Waage. So weit, so gut, das können auch die "dummen" Gegenstücke.

Den smarten Küchenmaschinen ist das Kochen ganzer Rezepte mit Anleitung vorbehalten. Hier führt die Maschine beziehungsweise App den Koch von den Zutaten bis zum fertigen Essen. Die Küchenmaschine informiert, wenn der nächste Schritt eingeleitet wird und was dann zu tun ist. Sie meldet beispielsweise, wenn man umrühren oder die nächsten Zutaten in den Topf geben muss.

Maximaltemperatur bei smarten Küchenmaschinen:
Ambiano / Quigg iPrep&Cook Thermomix
Temperatur 30 bis 130 Grad 30 bis 150 Grad 30 bis 160 Grad

Bei den Geräten von Aldi, Lidl und Vorwerk reguliert man wahlweise Geschwindigkeit, Temperatur und Zeit über die App. Allerdings lassen die Modelle von Lidl und Vorwerk einen Zugriff aus der Ferne zu, beispielsweise vom Arbeitsplatz. So aktiviert man etwa den Kochprozess einer Suppe, wenn man sich auf den Weg von der Arbeit nach Hause macht. Die Bluetooth-Küchenmaschine von Krups kann man nur nutzen, wenn man in der direkten Nähe der Maschine ist. Die App überträgt Rezepte auf die Maschine und zeigt die Kochzeit der einzelnen Schritte an – das war's.

Bild: Aldi Die Ambiano Küchenmaschine von Aldi Süd ist optisch wie technisch veraltet. Dafür kostet sie nur rund 200 Euro

Bei Thermomix, Monsieur Cuisine und Iprep & Cook verlangen die Hersteller Name und E-Mail-Adresse für die Einrichtung des zwingend nötigen Nutzerkontos. Erst nach der Eingabe kann man die Funktionen nutzen und Rezepte an die Küchenmaschine senden. Krups verlangt zudem, dass man Cookies zur Produktforschung akzeptiert. Das muss man zwar nicht, allerdings bleib dann dauerhaft ein grauer Infobalken in der App sichtbar, bis man doch irgendwann auf Akzeptieren drückt. Die App zu Aldis Quigg beziehungsweise Ambiano verzichtet auf eine Anmeldung, die Daten werden lokal auf dem Smartphone oder Tablet gespeichert.

Bild: Krups Das Modell von Krups verbindet sich via Bluetooth mit einem Smartphone oder Tablet

Bei allen Modellen ist das Anlegen eigener Rezepte möglich, allerdings verzichten die Maschine von Aldi auf Community und Rezeptaktualisierung. Heißt: Man kann nur die programmierten 150 beziehungsweise 200 Rezepte kochen – oder eigene Kreationen. Updates mit neuen Rezepten gibt es bei Monsieur Cuisine, Iprep & Cook und Thermomix.

Gleiches beim Thema Einkaufsliste. Während die Produkte von Krups, Lidl und Vorwerk anbieten, dass man eine Einkaufsliste zugehörig zu den Rezepten führt und mit anderen Menschen teilt, verzichtet Aldi darauf.

Aktuell gibt es vier smarte Küchenmaschinen. Das Modell von Kitchen Aid, der Cook Processor, fällt aber raus – die App funktioniert zurzeit nicht. Von hochpreisigen Modellen wie dem Thermomix oder dem Iprep & Cook kann es auch bis zur 200-Euro-Grenze runtergehen – etwa beim Abmiano von Aldi.

Smarte Küchenmaschinen sind eine sinnvolle Weiterentwicklung ihrer dummen Vorgänger. Mit ihnen kocht man ganze Menüs Schritt für Schritt und überträgt hunderte von Rezepten direkt auf die Maschine. Das Modell von Aldi ist ein netter Einsteiger, aufgrund der stark eingeschränkten Funktionsweise der App aber keine langfristige Freude.

Der Monsieur Cuisine von Lidl ist dem Aldi-Modell technologisch überlegen, erhitzt Speisen aber ebenfalls nur auf maximal 130 Grad. Wer mehr Power, laufend neue Rezepte und eine durchdachte App will, kommt am Iprep & Cook oder Thermomix nicht vorbei. Die Modelle kosten aktuell rund 925 Euro beziehnugsweise 1300 Euro.

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