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Smarte Gesundheit: Kuriose Health Gadgets für Tech-Freaks

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Nach den Feiertagen und guten Vorsätzen für das neue Jahr kommen Gesundheits-Gadgets gerade recht. Unsere Übersicht zeigt Health-Gadgets zum Tracken, Trinken und Trainieren.

Gleich nach dem Aufstehen erinnert die smarte Trinkflasche auf dem Nachttisch daran, wie wichtig ein Schluck Wasser für einen optimalen Start in den Tag ist. Das Fitnessarmband am Handgelenk bescheinigt beim ersten Augenaufschlag per Vibration eine unruhige Nacht und erinnert ans Zähneputzen - da muss erst mal eine heiße Tasse Kaffee her. Gut, dass der smarte Becher die perfekte Temperatur anzeigt und hält, während das Ganzkörper-Training mit einem kleinen Kunstoff-Gadget ansteht. Nein - dies ist keine Szene aus einem futuristischem Blockbuster. Diese Health Gadgets existieren wirklich! Unsere Übersicht zeigt die interessantesten Modelle.

Als “mobiles Fitnessgerät” bewirbt das US-amerikanische Unternehmen ActivBody das kleine Sport-Gadget namens Activ5. Die “5” im Namen steht dabei nicht nur für ein “E”, sondern verrät bereits das Grundprinzip des Produkts. Das tragbare Gadget führt nämlich pro Einheit durch ein fünf-minütiges Training und soll bei regelmäßiger Anwendung die Kraft um bis zu 30 Prozent steigern können. Doch wie soll das mit einem kleinen Kunstoff-Stein und einer App möglich sein? Wir haben das kuriose Fitnessgerät unter die Lupe genommen.

Das kleine Trainings-Gadget Activ5 passt in eine Handfläche und verfügt lediglich über einen An- und Ausschalter sowie einer LED-Anzeige. Das Training erfolgt ausschließlich in Kombination mit der kostenfreien Hersteller-App, die bei der ersten Verwendung durch ein Tutorial führt. Nachdem wir grundlegende Werte wie Alter, Geschlecht, Größe und Gewicht in der App hinterlegt haben, wird das Smartphone in einen mitgelieferten Smartphone-Ständer gestellt und der Activ5, der ein wenig wie eine futuristische Computer-Maus aussieht, kommt zum Einsatz. Zunächst legen Nutzer das Gerät auf die Handinnenseite zwischen Handgelenk und Handmitte auf den Ballen. Nun fordert die App ganz viel Muskelkraft, denn das Gerät misst, wie viel Kraft der Nutzer aufwenden kann, indem es mit beiden Händen so fest wie möglich zusammengedrückt wird. Innerhalb der App erscheint das Ergebnis in Kilogramm. Die anfängliche Kraft ist dann der Ausgangswert für zahlreiche Spiele und Workouts.

Das Trainingsprinzip basiert dabei auf sogenanntes isometrisches Krafttraining, also der An- und Entspannung von Muskelpartien. Laut Experten soll isometrisches Training die Muskelkraft mit vergleichsweise geringem Zeitaufwand erhöhen. Die Hersteller von Activ5 setzen dabei auf ein ganzheitliches Trainingskonzept. Vor jeder Übung können Nutzer auswählen, welche Körperpartien trainiert werden sollen. Von Bauch-Beine-Po über Bizeps und Rückenmuskulatur ist alles möglich. Dafür wird im Sitzen, Stehen oder Liegen immer wieder Druck auf das Gerät ausgeübt. Die App ist dabei entscheidend, denn sie gibt dem Nutzer mithilfe von kleinen Etappen auf dem Bildschirm vor, wie fest oder gemächlich zugedrückt werden muss, um die Übung perfekt auszuführen. Neben einfachen linienförmigen Visualisierungen stehen zahlreiche lustige Spiele bereit, mit denen nicht nur Fitness-Nerds ihre Kraft steigern können. Denn besonders praktisch ist die Mobilität des Health Gadgets. Dank seiner geringen Größe passt es wirklich in jede Tasche und lässt sich so auch mit ins Büro oder den Urlaub nehmen - nichts für Meister der Sport-Ausreden.

Activ5 misst laut Hersteller Körperkraft über 90 Kilogramm (wir haben im Test je nach Person zwischen 20 und 35 Kilogramm mit der Armpresse geschafft) und ist somit für Anfänger sowie fortgeschrittene Kraftpakete geeignet. Das spielerische Training per App macht Spaß und lässt einen beinahe vergessen, wie ansprengend das Drücken des kleinen Gadgets wirklich ist. Je nach Training spürt man die beanspruchten Muskelpartien am nächsten Tag sehr deutlich. Der sportliche Spaß hat seinen Preis: Rund 150 Euro kostet das Basispaket mit Activ5, Tablet- oder Smartphone-Ständer und App. Wer mehr möchte, zahlt knapp 220 Euro und erhält zusätzlich eine Transporttasche sowie Klettbänder für Hand, Beine und Körper, mit denen sich das Gerät an bestimmten Körperstellen zum Training fixieren lässt.

Die Fitnessarmbänder des chinesischen Herstellers Xiamoi sind seit Jahren ein Geheimtipp in der Tech-Szene. Mit dem Aufsteigen der Marke und der damit verbundenen Verfügbarkeit in hiesigen (Online-)Stores wurden die Mi-Bänder auch der breiten Masse zugänglich. Was die Mi-Bänder besonders attraktiv macht ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. In Xiaomi-Manier gibt’s nämlich zahlreiche Features und ausgeklügelte Technik zum vergleichsweise günstigen Preis.

Abstriche machen Nutzer hier jedoch oft bei der Verarbeitung der Hardware. Das aktuelle Mi Band 4 (Testbericht) konnte in Sachen Design in unserem Test nämlich so gar nicht überzeugen. Wer nicht schon Fan der Mi-Reihe ist, wird dem Plastik-Look des Fitness-Trackers womöglich nichts abgewinnen können. Bei der Verwendung dieses Gadgets rückt die Ästhetik jedoch schnell in den Hintergrund. Das Mi Band 4 kommt mit OLED-Touch-Display, das für eine farbenfrohe Darstellung mit knackigen Kontrasten sorgt. Ohne App läuft bei den meisten Fitnesstrackern jedoch nichts, und so muss auch das Mi Band 4 mit der zugehörigen Xiaomi-App gekoppelt werden, bevor die wilde Trackerei losgehen kann. Denn das Mi Band 4 zeichnet nicht nur klassische Sporteinheiten wie Joggen oder Fahrradfahren auf, sondern erlaubt es dem Nutzer auch ungewöhnliche Tätigkeiten wie Zähneputzen oder die Schlafqualität zu erfassen. Der große Funktionsumfang, das leichte Gewicht und eine grandiose Akkulaufzeit überzeugen auf voller Linie. Das Mi Band 4 ist ein Must-Have für Gadget-Liebhaber und Tracking-Freunde und für knapp 30 Euro ein echtes Schnäppchen.

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Weniger kurios, trotzdem erwähnenswert für Sportler, die akkurate Fitness-Daten erfassen wollen, sind die Fitnesstracker von Garmin. In unserem Test des Garmin Vivosport fällt vor allem die enorm umfangreiche App auf. Auch der smarte Aspekt der Smartphone-Anwendung überzeugt und gilt als Alleinstellungsmerkmal der Garmin-Tracker. Denn anders als bei vielen gängigen Fitness-Trackern werden Trainingsziele bei der Verwendung der Garmin Vivosport dynamisch angepasst.

Wer also seine vordefinierten Ziele nicht erreicht, erhält auf Wunsch automatisiert kleinere Ziele, deren Erreichung dann realistischer ist. Das motiviert auf Dauer. Ein integrierter GPS-Tracker, Schlafmessung sowie eine gute Akkulaufzeit überzeugen ebenfalls. Die ausgeklügelte Technik kostet jedoch vergleichsweise mehr: Der Fitnesstracker Vivosport (Testbericht) ist ab 80 Euro erhältlich. Das Topmodell Garmin Vivoactive 3 Music (Testbericht) schlägt gar mit über 200 Euro zu Buche.

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Wer Sport treibt, muss viel trinken. Auch sonst sollten Erwachsene über den Tag verteilt zwei bis drei Liter Wasser zu sich nehmen. Das Trinken lässt sich heutzutage zum Glück kinderleicht dokumentieren. Zahlreiche App-Hersteller bieten eine Art Tracking-Tagebuch für die Flüssigkeitszufuhr an. Dabei erinnert das Smartphone seinen Besitzer in regelmäßigen Abständen daran, ein Glas Wasser zu trinken. Wenn da nicht das Problem der Bequemlichkeit wäre: So eine Notification lässt sich mit einer einzigen Berührung ausblenden. Außerdem könnte der Gang in die (Büro-)Küche, um das Wasserglas aufzufüllen, zu anstrengend sein. Eine Lösung für dieses Problem bietet der Hersteller von smarten Trinkflaschen “Bellabeat”. Mit der Wasserflasche “Spring” kann in Echtzeit jeder getrunkene Schluck dokumentiert werden.

Denn die 450-ml-Flasche wird per App mit dem Android- oder iOS-Gerät gekoppelt. Einmal eingerichtet, zeichnet die App nicht nur die Flüssigkeitszufuhr auf, sondern erinnert NutzerInnen durch Vibrationen auch regelmäßig daran, einen Schluck zu nehmen. Der Hersteller verzichtet dabei auf die Verwendung von Kunstoff im Behälter und setzt auf Glas. Geschützt wird die Bellabeat Spring dabei von einem Silikon-Überzug, der gleichzeitig auch vor Verbrennungen schützt, die durch eingefüllten Tee oder Kaffee entstehen könnten. Die Spring-Flasche ist zudem auch für kohlensäurehaltige Getränke geeignet.

Wer die zugehörige App mit weiteren Health-Daten von Drittanbietern koppelt, bekommt sogar täglich individuelle Empfehlungen für eine optimale Flüssigkeitszufuhr, die auf Schlafqualität, absolvierte Fitnesseinheiten oder gegangene Schritte basieren. Alle Teile der Flasche bis auf den Bodensensor sind zudem spülmaschinenfest. Tracking-Fans können die smarte Trinkflasche für knapp 90 Euro erstehen.

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Noch nerdiger wird das Trinken mit diesem Produkt: Eine Tasse, die sich mit dem Smartphone verbinden lässt und dabei die Temperatur ihres Inhaltes kontrolliert und hält. Nicht nur Koffein-Junkies könnten ihre Freude an der “Ember Mug” haben. Tee-Trinker sehen zudem die perfekte Temperatur zum Aufbrühen von grünen, schwarzen oder weißen Tees direkt auf dem Smartphone-Display. Denn die Ember-Kaffeetasse verfügt am Boden über ein Thermometer zur Temperaturmessung und einer Heizfunktion, um Getränke auf Temperaturen bis 62,5 Grad zu halten. In unserem Test fanden wir die Kaffeetasse, einen zugehörigen Untersetzer und ein Netzteil vor. Dabei dient der Untersetzer zum Aufladen der Tasse. Ohne Untersetzer kann die Ember Mug mit voll aufgeladenem Akku laut Hersteller zwischen 80 und 90 Minuten die voreingestellte Temperatur der eingefüllten Flüssigkeit halten.

Wer die Tasse an einem festen Ort, wie beispielsweise im Büro, verwendet, kann dank Untersetzer das Getränk dauerhaft warmhalten. Zwar ist die Ember-Tasse nicht in der Lage, Temperaturen über 62,5 Grad zu erzeugen, dafür zeigt die App aber auch Temperaturen bis 100 Grad an. Ideal also, um empfindliche Teesorten wie grünen Tee, der nur bei akkurater Temperatur volles Aroma und Wirkung entfaltet, zum Zeitpunkt der gewünschten Wassertemperatur in die Tasse zu geben. Schön wäre an dieser Stelle außerdem ein Timer innerhalb der App. So könnte das Ende der Ziehzeit von Tees sehr einfach mithilfe der Leucht-LED am unteren Tassenrand angezeigt werden.

Das Koppeln zwischen Becher und zugehöriger Smartphone-App funktioniert reibungslos und schnell. Viele Einstellungsmöglichkeiten haben Besitzer der smarten Keramik-Tasse dann jedoch nicht. Lediglich die Farbgebung der LED lässt sich einstellen. Unterschiedliche Wunsch-Temperaturen, etwa für Kaffee oder Tee, konnten wir ebenfalls definieren. Beim Einfüllen genügt dann die korrekte Auswahl des Getränks, woraufhin die Tasse beim Erreichen der Wunschtemperatur aufleuchtet und den Warmhaltevorgang startet. Generell tut die smarte Kaffeetasse was sie soll. Sie hält Flüssigkeiten warm. Doch wer schon einmal Kaffee in der Mikrowelle aufgewärmt hat, kennt den bitteren Nachgeschmack, der dadurch entstehen kann. Ähnlich verhält es sich bei der Ember-Tasse: Nach etwa einer Stunde ist der Kaffee zwar immer noch heiß, schmeckt aber nicht mehr so gut wie frisch aufgebrüht. Obwohl die Ember Mug einen Spülmaschinen-Durchgang bei 40 Grad überlebt hat, ist sie laut Hersteller zudem nicht spülmaschinenfest.

Die Ember Mug ist in den Farben Weiß oder Schwarz und wahlweise mit Fassungsvermögen von 295 oder 414 Millilitern verfügbar. Der Hersteller bietet neben der Tasse auch einen transportfähigen To-Go-Becher an, der mit rund 200 Euro deutlich teurer, dafür aber wasserdicht und spülmaschinenfest ist.

Health Tracking nimmt Jahr für Jahr neue Ausmaße an. Wo wohl alles mit einem eher ungenauen Schrittzähler begann, lassen sich heute nahezu alle körperlichen Aktivitäten im Bereich Fitness, Körperpflege und Nahrungsmittelzufuhr kleinlichst dokumentieren. Nostalgiker werden sagen: “Hat man früher auch nicht gebraucht!”, Tech-Fans und Körper-Optimierer profitieren hier von immer smarter werdenden Gegenständen. Viele Produkte stellen dabei eine kostspielige Anschaffung dar - je nach Verwendungszweck lohnt sich der Kauf somit mehr oder weniger. Bei neueren und somit besonders kuriosen Health Gadgets wie einem smarten Kaffeebecher oder kleinen Fitness-Spielereien lohnt sich oft auch das Warten auf Konkurrenz-Produkte oder zweite Auflagen des Herstellers, die bereits weiterentwickelt sein können und fehlende Features ausgleichen oder vorhandene Funktionen noch einmal verbessern.

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