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Smart, hell & schick: Das richtige Licht fürs Homeoffice

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Helligkeit und Farbtemperatur beeinflussen, wie wir uns fühlen. Das ist gerade im Homeoffice sehr wichtig. Wir stellen gute Schreibtischleuchten vor und geben allgemeine Tipps.

Laut einer Bitkom-Studie vom 8. Dezember 2020 arbeiten Corona-bedingt 25 Prozent aller Arbeitnehmer ausschließlich im Homeoffice, weitere 20 Prozent zumindest teilweise. Doch nur selten entsprechen die Arbeitsbedingungen zu Hause denen im eigentlichen Büro.

Das betrifft auch das Licht, welches im Büros meist richtig gut ist. Das liegt auch daran, dass es gewissen Normen entsprechen muss. Wer sich nun im Homeoffice einfach einen Tisch ins Schlafzimmer stellt oder am Esstisch im Wohnzimmer arbeitet, erreicht das nur selten von Haus aus. Viele Heimarbeitsplätze sind zu dunkel. Das Problem verstärkt sich noch in den dunklen Monaten, wenn die Sonne bereits früh untergeht.

Wir haben uns für diesen Vergleich die Monitorleuchte Screenbar von Benq und die Schreibtischleuchte Lightcycle Morph von Dyson genauer angeschaut. Außerdem probieren wir die smarten Kachelleuchten Canvas von Nanoleaf aus und geben ganz allgemein Tipps, worauf man bei der richtigen Beleuchtung für das Homeoffice achten sollte. Viele weitere essentielle Gadgets stellen wir in unserem Ratgeber Homeoffice: Maus, Tastatur, Headset, Licht & Co vor.

In Büroräumen gilt die Vorgabe, dass der gesamte Raum mit mindestens 500 Lux ausgeleuchtet sein muss. Dies schont die Augen und hilft, Müdigkeit vorzubeugen. Je älter man ist, desto heller sollte die Beleuchtung sein.

Für das Smartphone gibt es verschiedene Luxmeter-Apps. Diese sind nicht genau, geben jedoch eine ungefähre Vorstellung davon, was 500 Lux sind: nämlich nicht viel. Wer jedoch keine gesonderte Schreibtischleuchte nutzt, erreicht diese Mindestvorgabe im Homeoffice dennoch häufig nicht. Oft sind Deckenleuchten, sollte es sich nicht gerade um leistungsstarke LED-Panels handeln, schlicht zu schwach und zu weit weg.

Hier ist die Schattenbildung zu stark.

Um sicherzustellen, dass zumindest direkt am Homeoffice-Arbeitsplatz die 500 Lux erreicht werden, sollte man eine helle Schreibtischleuchte nutzen. Mindestens genauso wichtig wie die Helligkeit der Leuchte ist ihre Bauform, insbesondere wie das Licht abstrahlt, und ihr Aufstellungsort. Denn es gilt unbedingt, Blendungen zu vermeiden. Das gilt nicht nur für den Aufstellungsort des Bildschirmarbeitsplatzes, welcher im besten Fall parallel zum Fenster steht. Sondern auch für die Schreibtischlampen, deren Licht sich nicht im Bildschirm spiegeln sollte. Auch sollte man eine übermäßige Schattenbildung verhindern. Am besten gelingt das mit indirektem Licht. Insgesamt sollte das Verhältnis zwischen der Helligkeit des Bildschirms und der Helligkeit der Schreibtischleuchte angemessen sein.

Ebenfalls wichtig ist die richtige Lichtfarbe am Homeoffice-Arbeitsplatz. So ist ein neutrales Weiß mit etwa 4000 Kelvin ideal, künstliches Tageslicht mit etwa 6000 Kelvin ist auch okay. Wer warmweiße Beleuchtung verhindert und mit seiner Beleuchtung Tageslicht imitiert, bleibt wacher. Unterschiedliche Lichtfarben sollte man vermeiden.

Eine sehr gute Alternative zur klassischen Schreibtischleuchte ist die Screenbar von Benq. Sie ist ein schmaler, etwa 45 Zentimeter langer Zylinder, der über eine Aufhängung direkt am oberen ein bis drei Zentimeter dicken Rand des Monitors hängt und sein Licht am Display entlang nach unten strahlt. Ihr Licht geht etwa von 0 bis maximal 45 Grad von Displayrand in Richtung des Nutzers. So erhellt sie den wichtigsten Teil des Schreibtisches, in dem sich üblicherweise Tastatur und Maus befinden. Das Beste: Ihr Licht ist für den Nutzer blendfrei, Reflexionen im Display des Monitors konnten wir im Test nicht feststellen. Auch leuchtet sie dem Nutzer nicht direkt ins Gesicht.

Sie holt sich ihren Strom über einen USB-A-Port. So kann man sie alternativ zum Netzteil etwa über ein USB-Dock, einem USB-A-Port am Monitor oder direkt über den Rechner speisen. In unseren Fall schaltet sie sich dank Dock (Ratgeber USB-C-Docks ab 30 Euro) sehr praktisch mit dem Computer ein und aus.

Benq Screenbar (12 Bilder)

BenQ Screenbar

Die Screenbar erkennt über einen Sensor an der Oberseite die Beleuchtung des Raumes und passt ihre Helligkeit und ihre Farbtemperatur automatisch daran an. In der Praxis funktioniert das sehr gut. Neben der Benq Screenbar gibt es auch eine Benq Screenbar Lite für Notebooks. Wer will, kann alternativ zur Benq Screenbar Plus greifen. Diese kommt zusätzlich mit einer externen Steuerungseinheit, um etwa die Helligkeit und die Farbtemperatur mit einem Handgriff über ein auf dem Schreibtisch stehendes Drehrädchen einzustellen. Wir schätzen an der Benq Screenbar ihr unauffälliges Design und ihre perfekte und komplett blendfreie Ausleuchtung des Arbeitsbereiches.

Die Dyson Lightcycle Morph ist der Porsche unter den Schreibtischleuchten. Das zeigt sich auch am Preis: Sie kostet mindestens 526 Euro. Noch teurer wird es, wenn man statt der Schreibtischvariante zur in weiten Teilen baugleichen Stehleuchte greift. Diese kostet nochmal etwa 200 Euro mehr. Wir haben uns die Schreibtischleuchte genauer angeschaut.

Optisch scheiden sich an ihre die Geister: Die einen vergleichen sie leicht abwertend mit einem Baukran, die anderen schätzen ihr funktionales Industriedesign. Vom Standfuß führt ein gut vier Zentimeter dicker Zylinder, an dessen unterem Ende ein USB-C-Port zum Laden von Geräten sitzt, 45 Zentimeter weit nach oben. Am oberen Ende steht ein zusammengeklappt 29 Zentimeter langer Arm im rechten Winkel ab.

In diesem zusammengeklappten Modus leuchtet die Lampe direkt in den hohlen und in weiten Teilen perforierten Zylinder. So ergibt sich ein wunderschönes Stimmungslicht, welches sanft leuchtet und entfernt an ein Feuer erinnert. Clever: Derart zusammengeklappt schließt ein Verbindungsstück magnetisch den Raum zwischen Lampe und Zylinder. Dieser Arm lässt sich frei im 360 Grad drehen. Ausgeklappt verlängert er sich auf 59 Zentimeter. Diese Länge sollte für die meisten Homeoffice-Arbeitsplätze ausreichen.

Am Ende des Arms sitzt das Leuchtmittel in Form von drei hellen LEDs, die in einem klar abgegrenzten Kegel nach unten strahlen. Auf Schreibtischhöhe messen wir per App zwischen 2700 und 2900 Lux. Diese Messung ist ungenau und soll nur einen ungefähren Anhaltspunkt liefern. Der Arm lässt sich um 360 Grad drehen, so kann man mit ihr sehr viele Beleuchtungswinkel einstellen und etwa auch eine indirekte Beleuchtung wählen. Die Verarbeitungsqualität ist auf allerhöchstem Niveau und die gewählten Materialien machen den Eindruck, viele Jahre durchzuhalten.

Dyson Lightcycle Morph (13 Bilder)

Dyson Lightcycle Morph

Dyson betont auf seiner Webseite den Einsatz einer effektiven LED-Kühlung, der die Lichtleistung des Leuchtmittels über Jahrzehnte konstant halten soll. Tatsächlich fühlt sich das offene Kupferrohr, welches die Temperatur von der Lampe ableitet, am Anfang des Arms wärmer an als der Leuchtkopf am Ende des Arms.

Auf der Oberseite des Arms sitzen zwei Bedienelemente zum Einstellen der Farbtemperatur und der Helligkeit. Auf der gleichen Höhe auf der Unterseite sind drei Taster. Einer davon aktiviert den Bewegungsmelder. Diese Funktion empfinden wir als besonders praktisch. So schaltet sich die Leuchte sanft ein, wenn man sich ihr nähert. Nach fünf Minuten ohne Bewegung schaltet sie sich ab.

Außerdem aktiviert man über die Knöpfe den Umgebungsmodus, in dem sich die Helligkeit und die Farbtempertatur der Umgebung anpasst. In unserem Test funktioniert das jedoch nicht gut. Nach dem Einschalten des dritten Knopfes richtet die Dyson Lightcycle Morph ihre Helligkeit und Farbtemperatur nach der Tageszeit und dem Stand der Sonne des jeweiligen Ortes. Das funktioniert nur mit aktiviertem Bluetooth und nachdem man die Leuchte mit der Dyson-App gekoppelt hat. Im Test gefällt uns dieser Modus, wir haben das Gefühl, stets das richtige Licht zu bekommen. Schade finden wir jedoch, dass sich die Dyson Lightcycle Morph nicht ins Smart Home integrieren lässt. So reagiert sie zum Beispiel nicht auf Alexa, Siri oder Google Assistant.

Die Dyson Lightcycle Morph ist teuer. Viele werden sich scheuen, derart viel Geld in eine Schreibtischleuchte zu investieren. Wenn einem das Design zusagt, bekommt man jedoch eine hervorragende Leuchte, die gerade für das Homeoffice ein fantastisches Licht erzeugt. Glaubt man den Langlebigkeitsversprechen von Dyson, könnte es sein, dass die Lightcycle Morph für lange Zeit die letzte Schreibtischleuchte ist, die man sich zulegt.

Wer im Homeoffice effizient arbeiten will, sollte sich dort auch wohl fühlen. Dabei kann Licht eine ganz besondere Rolle spielen. Wir haben die rechteckigen Lichtkacheln Nanoleaf Canvas ausprobiert. Im Starterpack liegen insgesamt neun Lichtfliesen, eine davon ist die “Master-Kachel”. In dieser steckt das Kabel vom Netzteil zur Stromversorgung. Außerdem gibt es auf ihr verschiedene Bedienelemente. An diese Master-Fliese, die wie jede andere Kachel auch an jeder Seite über einen Port verfügt, schließt man weitere Kacheln über Verbindungsstücke an. So sind quasi beliebig viele Formen möglich. Das System ist modular mit zusätzlichen Fliesen erweiterbar.

Nanoleaf Canvas (5 Bilder)

Nanoleaf Canvas

Einmal mit der App gekoppelt, verbindet sich Nanoleaf Canvas mit dem heimischen WLAN und lässt sich nun auch über die üblichen Sprachdienste steuern. Per App stehen unzählige Farbszenen zur Verfügung, die nachträglich angepasst werden können. Einige Szenen reagieren auf Geräusche, andere auf Berührung der Muster. So gibt es etwa die Möglichkeit, eine Art Memory zu spielen. Alternativ kann man auch selbst Szenen erstellen. Alle Szenen lassen sich nach dem Download direkt über Sprachbefehle aktivieren. Die App ist sehr umfangreich, teilweise wirkt sie gar etwas überladen. Wer sich jedoch reinfuchst, findet in ihr unzählige Möglichkeiten.

Uns beeindruckt die Farbvielfalt und die Farbintensität der einzelnen Fliesen. Ihre Gesamthelligkeit ist gut, dürfte aber für unser Empfinden gerne noch etwas höher sein. Dafür schaffen es die Fliesen, auch bei sehr geringer Helligkeit nach wie vor hervorragende Farben zu erzeugen.

Insgesamt gefällt uns Nanoleaf Canvas ausgesprochen gut. Leider ist der Preis zu hoch. So kostet das Starterset mit neun Fliesen über 190 Euro. Für jeden weitere Fliese kann man grob mit etwa 20 Euro rechen. Das ist zu viel, gerade weil der Effekt erst bei mehr als neun Fliesen so richtig zur Geltung kommt.

Bezogen auf das Licht ist eine blendfreie und helle Ausleuchtung des Arbeitsplatzes besonders wichtig. Wenn man gewisse Regeln beachtet, reichen dafür schon sehr günstige Schreibtischleuchten ab etwa 15 Euro. Wer es minimalistisch und praktisch will, der sollte sich die Benq Screenbar genauer anschauen. Sie leuchtet den Arbeitstisch hervorragend aus und bietet ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis. Viel teurer ist die Dyson Lightcycle Morph, die besonders dank ihrer flexiblen Einsatzmöglichkeiten überzeugt. Toll finden wir den integrierten Bewegungsmelder. Wer seinem Homeoffice das gewissen (Leucht-)Extra verpassen will, der sollte sich die Lösungen von Nanoleaf anschauen, etwa die Nanoleaf Canvas. Ihre Lichtfarbe ist fantastisch, leider dürfte auch hier der Preis den meisten Nutzern zu hoch sein.

Viele weitere essentielle Gadgets stellen wir in unserem Ratgeber Homeoffice: Maus, Tastatur, Headset, Licht & Co vor.

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