TechStage
Logo Qwant

Ein Angebot von

Sechs USB-C Dockingstationen im Vergleich

4
von  //  Twitter

Dank USB-C lassen sich Notebooks und Macbooks einfach mit wichtigen Anschlüssen nachrüsten. Wir vergleichen sechs USB-Dockingstationen ab unter 100 Euro.

USB-C-Dockingstationen sind praktisch im Büro und zu Hause, um Laptops und Computer um wichtige Anschlüsse für weitere Monitore, USB-Geräte oder LAN-Kabel zu erweitern. Gerade wenn Hersteller der Meinung sind, bei Laptops nur noch einen einzigen USB-C-Port zu verbauen, werden Docks unter Umständen für den Anschluss weiterer Monitore, zusätzlicher USB-Peripherie oder Netzwerkkabel sogar notwendig.

Im Vergleich haben wir uns folgende Modelle näher angesehen:

In diesem Test vergleichen wir die Docks miteinander. Details zu jedem einzelnen Gerät finden sich in den jeweiligen Einzeltests.

Das Testfeld: Alle getesteten USB-C-Dock in diesem Artikel.

Die meisten Hersteller optimieren ihre Docks für ihre eigenen Laptops und PC-Systeme. So wird beispielsweise die Kompatibilität vom Lenovo-Dock nur für Lenovo-Geräte garantiert. Das betrifft jedoch hauptsächlich Funktionen wie den Powerknopf, der den Laptop in den Standby-Modus schickt oder daraus wieder aufweckt oder wie beim HP-Dock das Weiterreichen der IP- und MAC-Adresse des angeschlossenen Geräts.

Das Thinkpad USB-C Dock von Lenovo

Je nach Funktionsumfang unterscheiden sich die Designs der Docks der einzelnen Hersteller deutlich. Während das Minix so klein und kompakt ist, dass es in die Hosentasche passt, sind andere Dockingstationen wie die von HP stationär auf dem Schreibtisch besser aufgehoben. Das liegt vor allem daran, dass Minix weniger Anschlüsse zur Verfügung stellt und die größeren Docks für einen eigenen Stromanschluss ein dickes Netzteil mitbringen.

Lenovo gestaltet sein USB-C-Dock im Design passend zu seinen Thinkpads, Raidsonic orientiert sich wie Belkin an einer dem Macbook-Pro-ähnlichen Farbe und Oberfläche. Dell setzt auf eine neutrale, schwarze Lösung. HP ist der einzige Hersteller im Test, der keine quaderförmige Leiste mit Anschlüssen nebeneinander, sondern einen Würfel mit Anschlüssen übereinander baut.

Das WD15 USB-C Dock von Dell.

Welches Dock am besten zu welchem Schreibtisch passt, hängt vor allem von den bereits vorhanden Geräten ab. Ist der Monitor nur VGA-fähig, helfen die Docks von Belkin und Minix nicht weiter. Alle anderen Geräte im Test verfügen über diese Videoschnittstelle. Wer einen HDMI-Anschluss braucht, wird bei Belkin, Dell, Raidsonic und Minix fündig. Wer dagegen Displayport-Anschlüsse benötigt, kann auf Lenovo und HP zählen. Mini-Display-Ports finden wir bei Dell und Raidsonic.

Alle getesteten Geräte verfügen über einen LAN-Anschluss. Kopfhörer oder Lautsprecher werden mit fast allen Dockingstationen per Klinke verbunden, lediglich Minix stellt diesen Anschluss bei seinem Gerät nicht zur Verfügung. Dafür finden wir beim Neo C Plus Dock von Minix einen integrierten SD-Kartenleser. Raisdsonic hat diesen ebenfalls an Bord.

Weitere Details zu den einzelnen Anschlüssen für jedes der getesteten Docks haben wir in der nachfolgenden Übersicht zusammengestellt.

USB-C-Docks im Vergleich
Modell Thinkpad USB-C Dock Thunderbolt Dockingstation 120W G2 USB-C 3.1 Express Dock HD WD15 USB-C Dock ICY BOX USB-C Dock (IB-DK2102-C) Neo C Plus USB-C Dock
Hersteller Lenovo HP Belkin Dell Raidsonic Minix
Farbe schwarz schwarz silber schwarz dunkelgrau silber
USB-C-Anschlüsse 1 (nur Daten) 1x laden, Daten und Displayport, 1 (laden und Daten) 1 (nur laden) 1 (nur laden)
(zusätzlich zum Verbund mit Laptop) 1x laden und Daten
USB 3.0 Anschlüsse 3 3 3 3 3 3
USB 2.0 Anschlüsse 2 2
Thunderbolt
Displayport 2 2 1 Mini-Display-Port 1 Mini-Display-Port
VGA
HDMI 1 1 1 2
Speicherkartenslot nein nein nein nein ja, SD und microSD ja, SD und microSD
Kombianschluss für Mikrofon/-Kopfhörer 1 1
LAN-Anschluss
Sicherheitsanschluss
Separater Stromanschluss
Das USB-C 3.1 Express Dock HD von Belkin.

Beim Testen waren wir mit jedem Modell auf seine Weise zufrieden. Je nach vorhandener Ausstattung und Funktionsumfang konnten wir mehrere hochauflösende Monitore betreiben und den Schreibtisch besser organisieren. Die meisten Docks funktionieren sogar unter Linux problemlos. Nur das Gerät von HP war im Test mit unserem Linux-System nicht zum Laufen zu bekommen.

Erwähnt seien an dieser Stelle noch Details, die für den ein oder anderen kaufentscheidend sind: Bei der Bildqualität fielen uns beim Modell von Dell weiße Streifen auf, die ab und zu über den Monitor blitzten. Das Belkin-Dock generiert leider beim Betrieb einen Pfeifton, der Nutzern mit empfindlichem Gehör nerven könnte. Raidsonics Dock und auch das von Minix sind recht scharfkantig. Bei Minix haben wir außerdem des Öfteren Audiostotterer bemerkt.

Das Icy Box USB-C Dock (IB-DK2102-C) von Raidsonic.

Wer zwei 4K-Monitore gleichzeitig betreiben will, kann bei der Auswahl unserer getesteten Geräte nur zum HP-Dock greifen. Alle anderen verringern die Auslösung auf Full-HD, sobald zwei Monitore angeschlossen werden.

Im Test zeigt sich sehr gut, warum man nicht direkt bei den Herstellern kaufen sollte. Die UVPs unterscheiden sich deutlich von den Straßenpreisen, entsprechend empfehlen wir vorab einen Preisvergleich.

HP Thunderbolt Dock G2, 120W (2UK37AA#ABB)

HP Thunderbolt Dock G2, 120W

MiniX Neo-C Plus USB 3.0 auf HDMI/Gb LAN Multiport Adapter, silber (NEO-C-PLSI)

MiniX Neo-C Plus USB 3.0

RaidSonic Icy Box IB-DK2102-C USB-C 3.0 Docking Station (60389)

RaidSonic Icy Box USB-C 3.0

Belkin USB-C Express Dock 3.1 HD silber, USB-C 3.0 (F4U093vf)

Belkin USB-C Express Dock 3.1 HD

Dell Dock WD15, 180W (JP3KP/452-BCCW)

Dell Dock WD15, 180W

Lenovo ThinkPad USB-C Dock (40A90090EU/40A90090US)

Lenovo ThinkPad USB-C Dock

Das Neo C Plus USB-C Dock von Minix.

Je nachdem welcher Laptop oder Computer an das Dock angeschlossen werden soll, ist es sinnvoll, zuerst beim passenden Hersteller nach Docks zu schauen, die eventuelle Zusatzfunktionen mitbringen. Doch auch Fremdhersteller-Produkte sind dank USB-Standard kompatibel und decken den persönlichen Bedarf an Anschlüssen vielleicht sogar besser ab.

Am umfangreichsten fühlen wir uns vom HP-Dock (Einzeltest) unterstützt. Diese Dockingstation bietet die meisten praktischen Anschlüsse und auch das Preis/Leistungsverhältnis stimmt. Hier finden wir aber keinen HDMI-Anschluss. Lenovos Dock (Einzeltest) ist auch zu empfehlen und kann durch seine Größe und Gewicht im Gegensatz zum HP-Dock auch einfach transportiert werden.

Das Thunderbolt Dockingstation 120W G2 von HP

Wer auf jeden Fall einen HDMI-Anschluss braucht, wird bei Dell (Einzeltest) fündig. Dessen VESA-Halterung erlaubt es auch, das Gerät sauber hinter einem Monitor zu verstauen. Wer auf die Metalloptik der Macs steht, findet bei Belkin (Einzeltest) und Raidsonic (Einzeltest) passende Geräte. Und wer seinen Laptop nur um wenige Standardanschlüsse erweitern möchte, bekommt mit dem Minix-Dock (Einzeltest) ein sehr kompaktes Gerät, das sich außerdem gut transportieren lässt.

Einloggen, um Kommentare zu schreiben

Anzeige