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Rucksäcke mit Diebstahlschutz – Hauptsache sicher

von und Willy Flemmer  // 

Rucksäcke sollen nicht nur funktionell und schick, sondern im besten Fall auch diebstahlsicher sein. Wir zeigen, worauf es beim Kauf ankommt.

Rucksäcke können häufig mehr als einfach nur Dinge transportieren. Sie spezialisieren sich auf Zielgruppen wie Gamer oder Fotografen (Fünf Kamerarucksäcke im Vergleich). Teilweise laden sie gar Akkus (Solarrucksack: Die perfekte Ergänzung zur Powerbank?) oder bieten große LED-Displays (Pix und Klon im Vergleich) auf denen man sogar Tetris spielen kann. Viele solcher Funktionen sind Spielereien. Im Ernstfall wirklich wichtig sind dagegen sicherheitsrelevante Features. Diese Kaufberatung zeigt anhand verschiedener Rucksäcke und ihren Sicherheitsansätzen, worauf man beim Kauf achten sollte.

Es genügt nicht, Wertsachen mit einem Reißverschluss zu sichern. Besser ist es, die Schiebegriffe eines Reißverschlusses zusätzlich mit einem Schloss zu sichern. So haben es Langfinger schwerer. Inzwischen gibt es weitere nützliche Sicherheits-Features. Während ein Schloss am Rucksack eher die Ausnahme ist, hat sich das Verstecken des Reißverschlusses durchgesetzt. Will ein Dieb den Rucksack unbemerkt öffnen, muss er den Zipper erst finden. Von Vorteil sind auch verstärkende Elemente in Schultergurt und Trageriemen. Sind Träger und Außenhaut etwa mit Geweben aus Metall verstärkt, können Diebe sie schwerer unbemerkt mit Rasierklinge oder Teppichmesser durchtrennen.

Im Internet-Zeitalter ändern sich auch Präferenzen und Methodik der Diebe. Sie klauen nicht mehr nur physisch Dinge, sondern können es auch virtuell auf Daten und Geld abgesehen haben. Deshalb sollte ein Rucksack mit einem RFID-Schutz ausgestattet sein, sodass Ausweise, Kredit- und Kontokarten vor Datendiebstahl sicher sind.

Auch Material und Verarbeitung sind wichtig. Besteht die Tasche aus billigem oder hochwertigem Stoff? Wie ist er verarbeitet? Sind die Inhalte vor Wettereinflüssen geschützt? Hat der Hersteller auf ökologische Nachhaltigkeit geachtet und die Tasche aus umweltfreundlichen bzw. recycelten Materialien gefertigt? Ausreichend wattierte Wände und Böden schützen den Inhalt. Nützlich sind auch Features wie die Verschließbarkeit der Gurte vor der Brust, Hüftgurte sowie Schlaufen und Ösen.

Wichtig sind Anzahl und Art der Taschen und Fächer, innen wie außen, in denen der Träger sein Allerlei verstauen kann. Nicht vernachlässigen darf man auch den Tragekomfort. Hier gilt das Hauptaugenmerk neben dem Leergewicht den Tragegurten, die ausreichend gepolstert und ergonomisch gehalten sein sollen. Das Gleiche gilt für die Rückseite des Rucksacks. Ist er atmungsaktiv und ergonomisch geformt, trägt sich der Rucksack komfortabler.

Zuletzt hat sich bei Laptoptaschen ein schlichtes und elegantes Design durchgesetzt. Fächer und Taschen befinden sich meist innen. Das hat auch sicherheitsrelevante Gründe. Denn Gegenstände, die im Innern der Tasche verstaut und zusätzlich durch diverse Schutzvorrichtungen gesichert sind, können nicht so leicht entwendet werden.

Die Antidiebstahlvorrichtungen des Boostbag Anti Theft von Boostboxx reichen vom versteckten Reißverschluss bis hin zum Sicherheitsschloss für den Reißverschluss. Zudem hat der Rucksack eine RFID-Tasche für Kreditkarten und Pässe. Im Innern gibt es neben den gepolsterten Fächern für Notebook (bis 15,6 Zoll) und Tablet weitere Fächer. An der Außenseite, genauer am unteren Bereich des linken Gurts, ist ein USB-Ladeport integriert. Die wasserabweisende und schnittfeste Außenhülle soll die Inhalte vor Regen und Dieben, reflektierende Elemente den Träger bei Dunkelheit schützen. Das ergonomische Design der gepolsterten Schultergurte sowie die atmungsaktive, ebenfalls gepolsterte Rückseite erhöhen den Tragekomfort. Optisch setzt Boostboxx auf funktionalen Minimalismus. Mit der Ausnahme zweier Taschen für Flasche und Regenschirm befinden sich alle anderen Fächer im Innern. Die Reißverschlüsse sind zudem gut abgedeckt.

Funktionale Elemente wie Fächer und Reißverschlüsse im Außenbereich sucht man auch beim Neuron von Jack Wolfskin vergeblich. Auch hier stehen die Zeichen auf Sicherheit. Zwar hat der Tagesrucksack kein Sicherheitsschloss, dafür ist der Reißverschluss versteckt. Den Träger schützen bei Dunkelheit Reflektoren und eine an der Front angebrachte LED-Beleuchtung von Osram. Die dafür notwendige, nicht mitgelieferte, Powerbank (vier kompakte im Vergleichstest) bleibt im Innern. Der Rucksack selbst wird von einer in der Bodentasche verstauten Regenhülle vor Wind und Wetter geschützt. Im Innern des 26 Liter fassenden Rucksacks gibt es neben den Fächern für einen maximal 15 Zoll großen Laptop sowie ein bis zu 10 Zoll großes Tablet sechs weitere Taschen. Ergonomisch designte Tragegurte sowie der gepolsterte Rücken sorgen für Tragekomfort.

Boostbag Anti Theft

Jack Wolfskin Neuron

Mammuts Xeron LMNT will mehr sein als nur ein Laptop- respektive Tagesrucksack. Der Hersteller vermarktet sein Produkt als "funktionalen Daypack für Stadt und Berge". Zu den Sicherheitselementen des Rucksacks gehören ein Wertsachenfach sowie reflektierende Schlaufen und aufgenähte Reflektoren. Optisch setzt der Hersteller auf ein schnittiges und ergonomisches Design. Polsterelemente sollen den Inhalt vor Außeneinwirkung schützen und für Tragekomfort sorgen. Neben dem Laptop-Fach bietet der Xeron LMNT Außen- und Innentaschen.

Als Original, wenn es "um Anti-Diebstahl Lösungen für Ihr Gepäck geht", bezeichnet Pacsafe seine Taschen und Rucksäcke aus der Metrosafe-X-Kollektion. Tatsächlich hat sich der Hersteller einiges einfallen lassen, um die Inhalte vor Diebstahl zu sichern. So lässt sich der Hauptreißverschluss des Metrosafe X Antitheft 20L Recycled Backpack mit einem speziellen Verschluss sichern. Ferner gibt es durchstichfeste Doppelreißverschlüsse, die zusätzlich durch eine Sicherheitsöse geführt werden können. Ein im Stoff verarbeitetes Metallnetz und Stahlkabel in Gurt und Riemen sollen Rasierklinge und Teppichschneider aufhalten. Vor Datendiebstrahl schützt eine RFID-Tasche. Das Material der Metrosafe X Taschen besteht aus 100 Prozent recyceltem PET. Den Rucksack soll man also nicht nur mit sicherem Gefühl, sondern auch mit reinem Gewissen tragen.

Mammut Xeron LMNT

Metrosafe X Antitheft Recycled Backpack

Nicht alle modernen Rucksäcke mit Laptopfach sind derart geschützt wie der Pacsafes Metrosafe X Anti-Theft. Trotzdem bieten mittlerweile viele Rucksäcke einen gewissen Diebstahlschutz. So wie der SD703-B von Swissdigital. Der Rucksack verfügt etwa über ein RFID-Schutzfach. Der Bobby Original Anti-Diebstahl Rucksack wartet mit versteckten Reißverschlüssen und Fächern auf. Das Eagle Creek setzt dagegen mit dem EC-41294 auf verschließbare Reißverschlüsse ebenso wie den Schutz vor Datendiebstahl durch RFID-abgeschirmte Taschen. Letzteres Sicherheits-Features weist auch der Anti Theft Travel Laptop Rucksack von QONK auf sowie der Business-Rucksack von Hanke.

XD Design Bobby Original

(Kein Produktbild vorhanden)

Eagle Creek EC-41294

Quonk Anti Theft

Alltagsrucksäcke sollen nicht nur schick aussehen und bequem sein, sie sollen vor allem Notebook, Tablet und Daten sichern. Sicherheitsfunktionen wie versteckte und durchstichfeste Reißverschlüsse, Schlösser, verwebte Metallnetze, Stahlkabel und RFID-Blocker helfen dabei. Der Pacsafes Metrosafe X Anti-Theft vereint die meisten dieser Features, was ihn zu einem der sichersten Rucksäcke am Markt macht. Über einen schnöden RFID-Blocker verfügen dagegen bereits sehr günstige Rucksäcke.

Wer vor allem auffallen will, sollte sich einen mit Rucksack mit LED-Display (Pix und Klon im Vergleich) anschauen. Solarrucksäcke (Die perfekte Ergänzung zur Powerbank?) sind vor allem für Träger mit vielen energiehungrigen Gadgets interessant. Wer dagegen sein teures Kamera-Equipment schützen will, sollte sich unseren Vergleichstest von fünf Kamerarucksäcken genauer anschauen.

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