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Ring & Echo Show: Smarte Türsprechanlage für wenig Geld?

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Video-Türsprechanlagen gehen richtig ins Geld – und wenn sie am Netz hängen, wird es gleich noch teurer. Ist die Kombination aus Ring und Echo Show eine günstige Alternative?

Häuslebauer stolpern früher oder später darüber, wie viel Geld eine Klingelanlage kostet – zumindest, wenn man einen Bogen um No-Name-Ware aus Fernost machen möchte. Smarte Türsprechanlagen mit Internet-Anbindung werden ganz schnell vierstellig – vor allem, wenn man nicht nur per Handy antworten möchte, sondern auch Gegensprechstellen in den verschiedenen Stockwerken spart.

Die vernetzten Türklingeln der Amazon-Tochter Ring (Testbericht) sind eine vielversprechende Alternative. Je nach Modell geht es schon bei knapp 100 Euro los, die Nachrüstung vorhandener Klingeltaster ist in den meisten Fällen in Minuten gemacht; bei der Einrichtung hilft ein hervorragender Assistent und die zugehörige Smartphone-App ist wirklich vorbildlich.

Seit Ende 2018 gibt es eine Anbindung an Amazons Sprachassistenten Alexa. Im einfachsten Fall agieren die Echo-Lautsprecher dann als Erweiterung der Türklingel: „Haustür hat einen Besucher“, ertönt zeitgleich aus allen Echos, kurz nachdem jemand draußen den Klingel-Taster gedrückt hat. Und Echo Spot (Testbericht) und Echo Show (Testbericht), die Assistenten mit Display, können auch das Live-Bild anzeigen und gegensprechen. Eignet sich das nicht als günstige und einfache Alternative für ein echtes Smart Home?

Leider nicht. Aktuell erfüllt die Alexa-Anbindung etwa 80 Prozent des Bedarfs, und es fehlt nicht viel für eine optimale Lösung – aber so, wie es jetzt ist, ist es einfach nicht optimal.

Egal, was man einstellt: Das Klingeln wird immer nur per Ansage gemeldet. Es gibt keine Möglichkeit, dass das Live-Bild sofort auf den Echos angezeigt wird, wenn sich etwas vor der Kamera tut oder der Klingelknopf gedrückt wird. “Alexa, zeig mir die Haustür“ – und dann noch diverse Gedenksekunden, die manchem Paketboten schon ausreichen, um den Platz vor der Klingel wieder zu verlassen. Erst dann sieht man, was los ist.

Immerhin kann man dann nicht nur sehen, sondern ohne weiteres Zutun hören, was da vor der Tür los ist. Gegensprechen klappt aber derzeit nicht ohne weiteres; denn standardmäßig ist das Mikrofon des Echo Show abgeschaltet. Das ist vermutlich ganz klug, aber man kann es nicht per Sprachbefehl einschalten: Wer mit dem Besucher kommunizieren will, muss zum Echo Show laufen und mit dem Finger auf den Touchscreen tippen. „Alexa, schalte das Mikrofon ein“ wird zwar ohne Fehlermeldung akzeptiert, macht aber nichts. Inzwischen haben wir uns auch von Ring bestätigen lassen:

„Es ist derzeit nicht möglich, das Video direkt starten zu lassen, auch lässt sich die Gegensprechfunktion nicht über Sprachbefehl aktivieren.“

Neben den Ring-Klingeln mit WLAN und Videokamera listet der folgende Preisvergleich auch die Echos mit Display. Der wichtigste Unterschied zwischen Ring und Ring 2 ist die Video-Auflösung: Das neue Modell liefert einen Full-HD-Stream, der Vorgänger nur HD.

Geld sparen kann man auch beim Echo Show: Das bereits ausgelaufene Vorgängermodell (Testbericht) ist noch zum guten Kurs als Neuware zu bekommen.

Ring IP-Video-Türsprechanlage Doorbell 2, Außenstation (8VR1S7-0EU0)

Ring 2

Ring Video Doorbell, Satin Nickel (8VR1S5)

Ring

Amazon Echo Spot schwarz

Echo Spot

Amazon Echo Show schwarz

Echo Show 1

Amazon Echo Show (Rev. 2) schwarz

Echo Show 2


Schade Schokolade. Als smarte Türklingel mit App-Anbindung überzeugt Ring (Testbericht) total, aber eine echte Video-Sprechanlage kann sie, Stand heute, leider nicht ersetzen. Zum Glück sind die Hürden relativ klein und ließen sich per Software-Update beheben. Wir bleiben an der Thematik dran und bringen ein Update, wenn das funktioniert.

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