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Ratgeber elektronische Parkscheiben: Legale Modelle

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Unter bestimmten Rahmenbedingungen sind elektrische Parkscheiben in Deutschland legal. Wir zeigen, worauf es ankommt und welche Varianten nicht erlaubt sind.

In den letzten Jahren gibt es immer mehr Parkplätze vor Supermärkten, Einkaufszentren und Baumärkten, welche von privaten Wachdiensten überprüft werden. Wer beim kurzen Feierabendeinkauf vergisst, eine Parkscheibe hinter die Windschutzscheibe zu legen oder die aktuelle Uhrzeit einzustellen, riskiert ein Bußgeld. Dieses Problem lässt sich mit automatischen Parkscheiben ganz bequem aus der Welt schaffen.

Wer so ein Schild auf dem Supermarktparkplatz übersieht, riskiert ein Bußgeld.

Doch Vorsicht, wer seine herkömmliche Parkscheibe gegen eine elektronische Variante tauschen möchte, muss einige Dinge beachten. Nicht alle erhältlichen Modelle sind auch erlaubt. Damit die rechtlichen Rahmenbedingungen eingehalten werden sind folgende Punkte vorgeschrieben:

  • Auf der Vorderseite muss das P (weiße Schrift auf blauem Grund; Verkehrszeichen 314) aufgedruckt sein
  • Der Aufdruck Ankunftszeit muss vorhanden sein
  • Nach dem Ausschalten des Motors/Abstellen des Fahrzeugs darf die Parkscheibe ihre Einstellungen nicht mehr ändern
  • Die Uhrzeit muss im 24-Stunden-Format dargestellt sein (beispielsweise 17:30)
  • Die Zeit muss gut ablesbar sein
  • Das Display muss mindestens 2 cm hoch sein
  • Es muss eine Typengenehmigung erteilt sein

Trifft nur eines dieser Merkmale nicht zu, ist die Benutzung im Straßenverkehr nicht zulässig und die Benutzung schützt dementsprechend nicht vor einer Strafe.

Diese elektronische Parkscheibe ist klein, unauffällig und zugelassen.

Neben den erlaubten Parkscheiben gibt es eine Menge Varianten ohne Zulassung. Ein gutes Beispiel dafür sind automatisch mitlaufende Modelle. Diese sehen auf den ersten Blick aus, wie klassische Parkscheiben, haben aber ein Uhrwerk auf der Rückseite verbaut. Der Nutzer muss bei Ankunft lediglich einen kleinen Hebel umlegen und die aktuelle Uhrzeit ist hinterlegt. Eigentlich sehr bequem, aber nicht erlaubt. Wer so ein Modell einsetzt, kann die Parkscheibe auch gleich weglassen. Einige Verkäufer weisen immerhin darauf hin, dass es sich um einen Scherzartikel handelt und dass keine Zulassung für den Straßenverkehr vorhanden ist. Insbesondere bei kleinen Händlern oder Ebay fehlt dieser Hinweis häufig.

Ebenso unzulässig sind klassische Parkuhren mit fehlendem Verkehrszeichen 314. So ist beispielsweise auch die lustige pinke Parkscheibe mit einem geschwungenen P nicht erlaubt. Wer sie einsetzt riskiert ein Bußgeld.

Die Auswahl an automatischen Parkscheiben mit Zulassung ist mit nur knapp einer Handvoll Anbietern sehr übersichtlich. Zu den derzeit zugelassenen Modellen gehören die Geräte der Hersteller Dostmann, Needit, Jacob Jensen und Achilles.

Die von uns getesteten Modelle Park Micro und GoPark.

Das Design der erlaubten Modelle ist den Vorschriften entsprechend sehr ähnlich. Die Parkscheiben verfügen auf der Vorderseite über ein Display mit der Uhrzeit im 24-Stunden-Format und eine Abbildung des Verkehrszeichens 314. Solange das weiße P auf blauem Grund vorhanden ist, darf die Gehäusefarbe der Parkuhr abweichen. Das ist gut so, denn die Modelle in schwarz sind deutlich weniger auffällig, als jene in leuchtendem Blau.

Die Funktionsweise der Parkscheiben ist denkbar einfach: Die Geräte klebt man von innen auf die Windschutzscheibe des PKW. Ein integrierter Bewegungssensor registriert, ob sich das Auto bewegt. Bleibt es stehen, stellt sich die Uhrzeit automatisch auf die nächste halbe Stunde und stoppt.

Zur Kontrolle der Urzeit haben einige Modelle, etwa die GoPark von Dostmann, eine zweite Anzeige auf der Rückseite verbaut. Damit der Nutzer bemerkt, wenn die interne Batterie aufgebraucht ist, blendet die Parkscheibe eine Warnung ein oder beginnt zu blinken. Im Praxisbetrieb haben sowohl das Modell GoPark als auch das kompaktere Needit Park Micro zuverlässig funktioniert. Das Einstellen der Uhrzeit und das Anbringen an der Scheibe ist bei beiden Parkuhren unkompliziert. Um die Umstellung zwischen Sommer- und Winterzeit muss sich der Nutzer bei keinem der getesteten Modelle kümmern. Das klappt dank des eingestellten Datums automatisch.

Das Modell GoPark hat ein zweites Display auf der Rückseite.

Das kleine und unauffällige Park Micro gefällt uns aufgrund der kompakteren Abmessungen einen Tick besser. Dieser wird übrigens nicht direkt auf die Scheibe geklebt, sondern nutzt eine kleine Halterung. Diese gibt es auch einzeln zu kaufen, so dass man die elektronische Parkscheibe mit verschiedenen Fahrzeugen benutzen kann.

Beim größeren GoPark gibt es die Möglichkeit, die Rundung bei der Parkzeit zu verändern. Das ist theoretisch praktisch: Gilt in Deutschland eine halbe Stunde Rundungszeit, sind es in Österreich nur 15 Minuten. In der Praxis ist die Funktion allerdings weitgehend sinnlos, da die Parkscheibe derzeit nur in Deutschland und Dänemark zugelassen ist.

(Kein Produktbild vorhanden)

Needit Park Micro

Needit Park Mini elektronische Parkscheibe schwarz

Needit Park Mini

Needit Park Lite elektronische Parkscheibe blau

Needit Park Lite

(Kein Produktbild vorhanden)

Dostmann GoPark

(Kein Produktbild vorhanden)

Achilles Parkwächter

Jacob Jensen Parkscheibe II elektronische Parkscheibe

Parkscheibe Jacob Jensen

Zwar erscheint der Preis von rund 20 bis 25 Euro recht hoch für eine Parkscheibe, hinsichtlich der ständig steigenden Anzahl an privat überwachten Parkplätzen und den drohenden Strafen relativieren sich die Kosten aber schnell.

Unsere elektronische Parkscheibe Park Micro von Needit macht einen guten Job und hat uns schon vor dem ein oder anderem Knöllchen bewahrt. Wir möchten dieses praktische Gadget nicht mehr missen und sind froh, uns nicht mehr um die alte Pappscheibe kümmern zu müssen.

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