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Ratgeber besseres WLAN: Repeater oder WLAN-Mesh?

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Bild: Harald Karcher

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Was tun, wenn das WLAN lahmt? Im Ratgeber zeigen wir die Vor- und Nachteile von Repeatern, WLAN-Mesh und Powerline.

Repeater sind einfach nachzukaufen und erweitern bestehende WLANs: Sie versorgen ein oder mehrere Zimmer ohne großen Aufwand. Reicht ein Repeater nicht, können auch mehrere Geräte zum Einsatz kommen. Das allerdings hat Einfluss auf den Datendurchsatz, mehr dazu in den Nachteilen der Repeater.

Ein großer Vorteil ist die einfache Konfiguration. Die auch als Range Extender bekannten Produkte koppeln sich in fast allen Fällen durch einen Druck mit der WPS-Taste mit dem zugehörigen Router. Das ist einfach und geht schnell. Alternativ bringen die meisten Geräte eine web-basierte Konfiguration mit weiteren Funktionen mit.

Die Kosten sind überschaubar. Schnäppchen wie den Belkin N300 (Testbericht) gibt es zeitweise schon unter 15 Euro. Ausgereifte 11n-Single-Band-Repeater für 2,4 GHz, etwa der AVM 310 (Testbericht) kosten unter 30 Euro. Moderne 11ac-Dual-Band-Repeater für 2,4 und 5 GHz starten bei 50 bis 70 Euro, etwa der Devolo WiFi Repeater ac (Testbericht) oder der deutlich bessere AVM 1750E (Testbericht). Reichweitenstarke WLAN-Repeater können aber auch 130 bis 150 Euro kosten, etwa der Netgear EX7000 (Testbericht).

Die einfachsten Geräte nutzen das gleiche Frequenzband sowohl für die Verbindung zwischen Router und Repeater als auch für die Kommunikation mit Endgeräten. Als Faustregel gilt daher: Jeder Repeater halbiert die verfügbare Bandbreite. Bei smarten Dual-Band-Repeatern ist der Verlust (bei geschickter Konfiguration) nicht so krass wie bei Single-Band-Repeatern. Am meisten Leistung bleibt bei teuren Tri-Band-Repeatern erhalten, hier muss aber auch der Router mitspielen.

„Dumme“ WLAN-Repeater übernehmen den Netzwerknamen (SSID) des WLAN-Routers nicht automatisch, sie eröffnen ein neues Netzwerk. Strahlt der WLAN-Router beispielsweise die SSID „Harry“ aus, funkt der Repeater unter „Harry-REP“. Das Problem: Endgeräte bleiben möglichst lange mit dem aktuellen Netzwerk verbunden, um Verbindungsabrüche zu vermeiden. So kommt es vor, dass sich zum Beispiel ein Smartphone nicht mit „Harry-REP“ verbindet, obwohl dieses einen besseren Empfang bietet. Neuere Endgeräte sind hier besser, dennoch ist ein Wechsel nicht garantiert.

Beim Wechsel zwischen Router-WLAN und Repeater (Roaming), also zwischen „Harry“ und „Harry-REP“, reißt der Datenfluss jäh ab: Ton und Bild eines Video-Calls setzen aus, Video-Streams ruckeln. Je nach Konfiguration kommt es vor, dass das Endgerät beim Wiederverbinden eine andere IP erhält, das würde etwa auch Online-Banking oder ähnliche Web-Anwendungen negativ beeinflussen.

AVM FRITZ!WLAN Repeater 310 (20002576)

AVM 310

AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E (20002686)

AVM 1750E

Belkin Wireless Mini Range Extender (F9K1111DE)

Belkin N300 Mini

devolo WiFi Repeater AC (9789)

Devolo Repeater ac

Netgear EX7000 Nighthawk (EX7000-100PES/EX7000-100UKS)

Netgear EX7000

Mesh-Lösungen sollen die Nachteile von Repeatern ausgleichen und versprechen eine bessere Abdeckung. Ziel ist eine lückenlose, schnelle, unterbrechungsfreie Netzwerkversorgung bis in die hintersten Ecken kurzum: ein besseres WLAN.

Bild: Netgear Tri-Band-WLAN-Mesh-Systeme vernetzen sich gegenseitig meist über ein starkes WLAN-Band im 5-GHz-II-Band und geben die WLAN-Power über das 5-GHz-I-Band sowie über das 2,4-GHz-Band an die WLAN-Surf-Geräte weiter. Das Netgear ORBI RBK50 Mesh Set gehörte 2017 zu den ersten dieser Gattung (Bild: Netgear).

Von einem WLAN-Mesh-System spricht man bereits, wenn WLAN-Router ihre WLAN-Zugangsdaten automatisch in verbundene WLAN-Mesh-Repeater überspielen können. Fast alle primären Mesh-Router können zumindest ihren WLAN-Netzwerk-Namen alias SSID, sowie ihren WiFi-Key, also das WLAN-Passwort, per Klick in andere WLAN-Funk-Stationen überspielen. Das ist sehr komfortabel:

  1. Für den WLAN-User hat ein Mesh-vereinheitlichtes Funknetz den Vorteil, dass er mit seinen WLAN-Smartphones, -Tablets und -Notebooks an jeder Stelle des Heimes in alle WLAN-Stationen hinein flutscht, obwohl er den WiFi-Key nur ein einziges Mal in sein Endgerät eingetippt oder eingescannt hat.
  2. Für den WLAN-Installateur spart die automatische Mesh-Synchronisation viel Know-How und Arbeit, weil ansonsten ab Werk doch fast jeder Router und fast jeder Repeater einen eigenen SSID-Netzwerknamen und einen eigenen, unverwechselbaren Wifi-Key hat, die man ohne Mesh-Synchronisation alle selber händisch zu einem homogenen Heimnetzwerk vereinheitlichen müsste.

Ein WLAN-Netzwerk hat meist noch weitere Eigenschaften, etwa WLAN-Gastnetz, WLAN-Nachtschaltung, WLAN-Kindersicherung, oder gar Priorisierung einzelner Geräte und bestimmter Applikationen. Stammen nun alle Mesh-Stationen vom gleichen Hersteller, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch diese Experteneinstellungen in alle verbundenen Mesh-Punkte automatisch synchronisiert werden. Bei Google Wifi (Testbericht) hat die Vollsynchronisation aller WLAN-Einstellungen auf alle zwei, drei oder vier Mesh-Punkte schon seit Marktstart im Sommer 2017 funktioniert. Bei AVM hat sich derlei Mesh-Komfort über das Betriebssystem Fritz OS mittels zahlreicher Firmware-Updates Scheibchen-weise in immer mehr Router und Repeater eingeschlichen. Das gilt auch für Bestandsmodelle wie den AVM 1750E (Testbericht), der vor dem Mesh-Hype anno 2014 auf den Markt kam. So hat AVM die amerikanischen Mesh-Angreifer auf Distanz gehalten und Altkunden durch kostenlose Updates bei Laune gehalten, bis 2019 dann doch ein erster, echter Tri-Band-Mesh-Funker namens AVM Fritz Repeater 3000 (Testbericht) auf den Markt kam.

Hinter den Kulissen wird der durch das Haus wandernde WLAN-Surfer im besten Falle blitzschnell in die jeweils beste Funkstation eingebucht, damit er an allen Stellen optimalen WLAN-und-Internet-Empfang genießen kann. Das heißt, sein Surfgerät macht einen smarten Netzwechsel, sobald nötig und sinnvoll.

Vor allem jüngere Smartphones gehören zu den intelligentesten WLAN-Endgeräten, die teils auch schon die dazu nötigen IEEE-Standards beherrschen. Im Zusammenspiel mit Mesh-Systemen, die nicht minder smart sein sollten, wird dann vor allem folgendes möglich: Das System jongliert das Smartphone von einer Funkstation zur nächsten, sobald die Funkstärke der alten Station deutlich niedriger wird als jene der Neuen. Das nennt man AP-Wechsel, AP steht für Access Point.

AP-Wechsel: Fünf-Minuten-Wanderung mit einem Sony Xperia XZ Premium durch ein Mesh-Heimnetz aus AVM-Fritzbox 7590 und AVM-Repeater 1200: Der Speed am Sony-Handy ändert sich sehr agil. Die Netzwechsel sind schwarz markiert. Am Zeitpunkt 14:40:32 gab es einen AP-Wechsel vom AVM 7590 Router auf den AVM 3000 Repeater (Screenshot: Harald Karcher / mit AVM FRITZ!App WLAN).

Als grobe Faustregel gilt: Access-Points funken im 2,4 GHz Band weiter als im 5 GHz Band. Außerdem dringt WLAN-Strahlung bei 2,4 GHz besser durch Wände und Decken als bei 5 GHz. Im Zweifel wird daher das hinterste Zimmer mit 2,4 GHz besser versorgt als mit 5 GHz. Dafür surft man auf 5 GHz meist viel schneller als auf 2,4 GHz, so lange das Endgerät bei 5 GHz genug Signal-Stärke und Signal-Qualität bekommt. Ein Mesh-System hat also ständig komplizierte Entscheidungen zu treffen: Wie lange soll es das Endgerät im schnellen 5 GHz Modus lassen? Ab wann soll es das WLAN-Gerät in das langsamere, aber Reichweiten-stärkere 2,4 GHz-Band herunter schalten?

Schaltet das System zu oft und zu agil zwischen Access-Points und WLAN-Bändern, erhöht es die Chancen auf Schaltfehler, Schaltpausen und gar Verbindungsabrisse zwischen Smartphone und Mesh-Station. Schaltet es zu selten, dann entsteht beim User der Eindruck, dass es viel zu oft und viel zu lange in den untersten Gängen bei 2,4 GHz klebt und den Speed nicht mehr schnell genug hoch kriegt, wenn die Signal-Situation eigentlich schon wieder viel besser wäre.

Hier müssen die Software-Entwickler, von AVM bis Zyxel, schwere Entscheidungen treffen, wie agil oder wie stabil sie Ihre Mesh-Systeme beim nächsten Firmware-Update einstellen sollen. Außerdem müssen die Mesh-Programmierer mit den Grenzen ihrer Hardware klarkommen, denn permanente Optimierungen bringen Last auf die CPU. Schon deshalb können reaktionsschnelle Mesh-Systeme nicht auf einer beliebig billigen oder beliebig alten Hardware laufen.

Frequenz-Band-Wechsel: Im hintersten Zimmer hat das D-Link COVR 2202 Mesh System das Sony Handy von 5 auf 2,4 GHz herunter geschaltet: Das bringt zwar weniger Speed, aber zusätzliche Reichweite (Screenshot: Harald Karcher / mit AVM FRITZ!App WLAN).


Bei manchen Mesh-Systemen sind alle Funk-Stationen hardware-technisch identisch. Bei der Erst-Installation wird nur noch per Software definiert, welcher der Funker der Mesh-Master und welcher der Mesh-Repeater sein soll. So macht es etwa Google Wifi. Da bei diesem Konzept alle Stationen gleich stark gebaut und voll ausgestattet sind, können Sie den Ausfall einer Station leicht überspielen und das WLAN-Gerät schnell auf einen anderen Access Point umschalten. Allerdings fallen WLAN-Stationen erfahrungsgemäß ja sowieso selten aus. Das Argument der Selbstheilung ist in großen Geschäften, Büros, Hotels, Flughäfen oder Kongresszentren mit schwer zugänglichen AP-Montage-Punkten bedeutsamer als in privaten Wohnungen.

Derweil lässt die Kompatibilität der Mesh-Systeme unterschiedlicher Hersteller noch sehr zu wünschen übrig. Der User kann nicht einfach einen Google Wifi Funker, einen Linksys Velop Mesh Point und einen Netgear Orbi RBK50 miteinander vermeshen. Bei Mesh kocht jeder noch sein eigenes Süppchen.

Als der Hype um WLAN-Mesh im Frühling 2017 begann, sind mit Linksys Velop und Netgear Orbi RBK50 die ersten echten Tri-Band-WLAN-Mesh-Systeme auf den deutschen Markt gekommen. Das dritte Band liegt meist im oberen 5 GHz Bereich und dient fast immer der System-internen Verbindung der einzelnen Mesh-Stationen. Diese Funkverbindung soll das Verlegen von LAN-Kabeln, etwa zwischen dem zentralen Modem-Router und seinen diversen Mesh-Satelliten sparen.

Nach der internen Koppelung können die jeweiligen Mesh-Funker ihre WLAN-Endgeräte dann über das untere 5 GHz Band und über das schmale 2,4 GHz Band mit Internet und anderen Daten versorgen. Drei-Band-Systeme sind etwa Asus RT-AX92U (Testbericht), D-Link Covr-2200 (Testbericht), Zyxel Multy U AC2100 (Testbericht) oder seit 2019 erstmals auch von AVM der Fritz Repeater 3000 (Testbericht). Bei den Tri-Band-Geräten schlägt sich dieses Feature vor allem in einem höheren Durchsatz, aber auch einem höheren Preis nieder.

ASUS RT-AX92U AX6100 Wifi System, 2er-Pack (90IG04P0-MO3020)

Asus RT-AX92U, 2er Pack

AVM FRITZ!Repeater 3000 (20002856)

Fritz Repeater 3000

ZyXEL Multy U WSR30 Set, 2er-Pack (WSR30-EU0201F)

Zyxel Multy U, 2er Pack

Netgear Orbi RBK50 Router und Satellit Set (RBK50-100PES/RBK50-100UKS)

Netgear Orbi, 2er Pack

Linksys Velop Set, 2er-Pack (WHW0302-EU)

Linksys Velop, 2er Set

D-Link Covr 2202 Wi-Fi System Set, 2er-Pack (COVR-2202)

D-Link Covr, 2er Set

Zwei-Band-Mesh-Stationen funken auf 2,4 und 5 GHz, haben aber kein separates Backbone-Band. Sie zwacken einen Teil Ihrer Funk-Kapazität je nach Wunsch oder Situation bei 2,4 oder 5 GHz für die System-interne Kommunikation ab und geben den Rest an die WLAN-Endgeräte weiter.

In der Theorie ist das ein fauler Kompromiss. In der Praxis funktioniert es trotzdem oft recht gut, etwa bei Google Wifi, oder bei den ebenfalls getesteten Dual-Band-Mesh-Kombis AVM Fritz Repeater 1750E an Fritzbox 7590 oder AVM Fritz Repeater 1200 an Fritzbox 7590. Ein Vorteil ist hier der geringere Preis gegenüber den Tri-Band-Systemen.

AVM FRITZ!Repeater 1200 (20002854)

Fritz Repeater 1200

Google WiFi, 2er-Pack (GA00190)

Google Wifi, 2er Pack

Tenda nova MW5s, 2er-Pack (MW5s-2)

Tenda Nova MW5s, 2er Pack

Ubiquiti Amplifi Instant System (AFi-INS)

Ubiquiti Amplifi Instant System

In der Tabelle zeigen wir, wie schnell die verschiedenen getesteten Mesh-Systeme Daten durchs WLAN schicken. Die Details zum Testaufbau gibt es in den jeweiligen Einzeltestests in unserer Übersicht.

Mesh Durchsatz
Produkt AVM 7590 (Firmware 7.12) AVM 7590 & AVM 1200 Zyxel Multy U, einzeln Zyxel Multy U, 2er Set Asus Asus RT-AX92U, einzeln Asus Asus RT-AX92U, 2er Set AVM 7590, einzeln AVM 3000 & 7590 Google Wifi, einzeln Google Wifi, 2er Set D-Link Covr, einzeln D-Link, Covr 2er Set
Dachgeschoss 606 591 452 546 630 672 481 473 509 482 405 356
OG Zimmer 1 272 572 420 469 595 630 461 471 285 264 386 356
OG Zimmer 2 216 249 147 209 224 420 222 404 22 180 33 378
OG Zimmer 3 179 155 122 88 175 696 29 418 21 184 31 320
OG Zimmer 4 25 94 78 19 133 210 129 322 12 94 10 311
Durchsatz in MBit/s

Das jüngste Devolo Magic 2 WiFi Multiroom Kit verbindet drei Powerline-Adapter über die 230-Volt--Stromleitung im derzeit schnellsten Powerline-Modus von bis zu 2400 Mbps Brutto. Netto bleibt natürlich weniger, unser Test ist in Vorbereitung.

Der erste Adapter aus diesem 3er-Kit versteht nur Powerline (PLC) und Ethernet-LAN, aber kein WLAN. Dieser Adapter wird per LAN-Kabel meist mit einem Modem-Router (etwa Fritzbox 7590) verbunden.

Steckt der erste PLC-Adapter in einer 230-Volt-Dose, dann schickt er die Nutzdaten über die Strom-Leitung an zwei weitere Steckdosen innerhalb der gleichen Wohnung weiter, in denen die zwei weiteren Devolo-PLC-zu-WLAN-Adapter stecken. Diese verstehen neben PLC auch WLAN-11a-b-g-n-ac bei 2,4 bzw. 5 GHz. Das heißt, sie funken die Daten aus einer Fritzbox, oder aus einem NAS, oder einem anderen Daten-Zuspieler, bis an die WLAN-Endgeräte weiter.

Das dritte Band eines Tri-Band-WLAN-Mesh-Systems wird bei so einer Powerline-WLAN-LAN-Lösung quasi in die Stromleitung verlagert. So bleibt in der Luft mehr Platz für den eigentlichen Funkverkehr zwischen WLAN-Client und WLAN-Access-Point. Allerdings funktioniert Powerline auch nur in guten, jungen und wenig verschmutzten Stromleitungen mit guten Geschwindigkeiten.

Die besten WLAN-Access-Points und WLAN-Router im bisherigen WLAN-Standard IEEE 802.11a-b-g-n-ac alias Wifi-5 funken brutto bis 1733 und netto bis knapp 1000 Mbps. So auch die bekannten Fritzboxen 7580, 7590, 6590, 6591 und weitere. Doch schon 2018 konnte Asus in Deutschland den ersten WLAN-Router der kommenden Generation 802.11ax alias Wifi-6 liefern, den Asus RT-AX88U (Testbericht).

Zwei von der Sorte konnten in unserem Test mit 4804 Mbps Brutto und knapp 2500 Mbps Netto beeindrucken. Gleich schnelle Wifi-6-Endgeräte gab es damals noch nicht. Das Samsung Galaxy S10 kann zwar auch schon Wifi-6, aber nur bis 1200 Mbps.

Soll man schon heute in ein Wifi-6-Mesh-Set investieren? Wifi-6 hat vorerst das gleiche Problem wie Wifi-5: Die Bänder sind in dicht besiedelten Umgebungen hoffnungslos überfüllt. Das wird dank ungebremstem WLAN-Wachstum ständig schlimmer. Just deshalb debattiert und verhandelt die EU in Brüssel über die Öffnung des 6-GHz-Bandes für WLAN. Wifi-6-Geräte sollen 6 GHz laut WLAN-Industrie bereits beherrschen. Wifi-5-Geräte wohl eher nicht. Wir konnten es aber noch nicht selber überprüfen, so lange das Band noch nicht legal benutzbar ist und die Firmware der Wifi-6-Geräte das neue Band noch nicht frei schaltet.

Im September 2019 wird es auf der IFA in Berlin den nächsten Ankündigungs-Ruck in Richtung Wifi-6 geben. Bis Ende 2019 dürfte es kaum noch WLAN-Anbieter ohne Wifi-6-Portfolio geben. Auch AVM will seine ersten Wifi-6-Produkte zeigen.

Wer nur im hintersten Zimmer das WLAN ein bisschen aufpeppen will, dem reicht möglicherweise ein einfacher WLAN-Repeater. Die Übersicht zu aktuellen Geräten haben wir hier in unserer Kaufberatung zusammengestellt.

Wer die Kosten nicht scheut und ein großes Haus, ein Büro oder ein Hotel mit etlichen Zimmern und mehreren Etagen lückenlos mit einem hohen WLAN-Speed bis in die hinterste Ecke versorgen möchte, sollte sich ein Mesh-System ansehen. Einige Tri-Band-Lösungen sind technisch sehr gut, kosten allerdings entsprechend. Gerade bei einer Neuinstallation, wenn keine Kabel möglich sind, kann sich ein Mesh lohnen. Anbieter wie Netgear haben zudem eine Pro-Lösung im Markt, mit der Hotels, Gaststätten oder Büros mit WLAN versorgt und die einfach verwaltet werden können.

Eine weitere Alternative ist das Legen von Gigabit-Netzwerkkabeln, die dann dedizierte Access Points ins LAN einbinden. So eine Lösung ist zwar kein explizites Mesh-System, aber man bekommt viel WLAN-Power für wenig Geld. Wer schon eine moderne Immobilie mit Cat-7-Vollverkabelung in allen Räumen hat, oder so etwas selber verlegt, kann sich für wenig Geld ein Profi-WLAN ins Heim legen.

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