Ratgeber Tastaturen: Mechanisch, Rubberdome oder TKL? | TechStage
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Ratgeber Tastaturen: Mechanisch, Rubberdome oder TKL?

von und Moritz  // 

Mechanisch oder Rubberdome, teuer oder billig, Beleuchtung oder Sondertasten? Unser Ratgeber erklärt Zockern, wie sie die perfekte Tastatur finden.

Tastaturen für Gamer gibt es wie Sand am Meer und in so ziemlich jeder Preiskategorie. Die schiere Auswahl an unterschiedlichen Modellen, Tastenarten und Ausstattungen überfordert schnell. In diesem Ratgeber erklären wir die verschiedenen Tastaturen, gehen genauer auf wichtige Features ein und zeigen die Unterschiede bei den Tastentypen. Zudem empfehlen wir eine Reihe solider Geräte zwischen 25 und 200 Euro.

Mehr Informationen sowie Tests zu einzelnen Keyboards gibt es in unserer Themenwelt Gaming-Tastatur. Noch mehr rund ums Thema Zocken samt einem Bauvorschlag für einen VR-tauglichen PC unter 530 Euro gibt es in unserer Themenwelt Gaming.

Die Tasten sind das Herzstück jeder Tastatur, weshalb sie das entscheidende Kriterium sein sollten. Die Tasten handelsüblicher Tastaturen teilen sich grundsätzlich in zwei Arten, die mechanischen und die sogenannten Rubberdome-Tasten, wobei erstere wiederum in verschiedenen Varianten existieren.

Die Razer Yellow Switches. Gut zu sehen ist die RGB-LED, die über den Tasten sitzt.

Die meisten Hersteller bieten sowohl Rubberdome- als auch mechanische Tastaturen sowohl mit und ohne Kabelverbindung an. Der Nachteil einer drahtlosen Verbindung besteht in einem minimalen Inputlag, der sich insbesondere in schnellen Spielen wie Shootern unangenehm auswirken kann. Dieses Problem tritt bei hochwertigen Tastaturen zwar mittlerweile praktisch kaum auf, gerade ältere Geräte mit Funksendern haben aber teilweise einen Lag.

Rubberdome-Tasten finden sich vor allem in günstigen oder flacheren Tastaturen. Sie bestehen aus einer Art Gummimatte unter den eigentlichen Tasten, die den Tastendruck registriert und den Druckwiderstand liefert. Drückt der Nutzer eine Taste nach unten, presst diese das unter ihr liegende Gummi oder Silikon zusammen und stellt den Kontakt mit der Elektronik her, die das entsprechende Tastensignal an den Computer weiterleitet. Anschließend bewegt das Gummi die Taste wieder in ihre Ursprungsposition.

Die Vorteile der Rubberdome-Tastaturen ergeben sich aus der Fertigungsart:

  • Rubberdome-Tastaturen kosten wenig in der Herstellung und benötigen keine aufwendigen Auslösemechanismen, da die Gummi-Widerstände unter den Tasten einfach als eine zusammenhängende Matte unter den Tasten liegen.
  • Die Tastaturen arbeiten besonders leise, weil die Tasten dank des Gummi-Mechanismus fast geräuschlos auslösen.

Allerdings bringt die Gummi-Unterlage in Rubberdome-Tastaturen auch Nachteile mit sich:

  • Materialermüdung führt zu zunehmender Ungenauigkeit beim Auslösen der Tasten.
  • Die Lebensdauer von Rubberdome-Tastaturen liegt durchschnittlich nur bei fünf bis zehn Millionen Anschlägen.

Rubberdome-Tastaturen kosten zwar wenig, eignen sich aufgrund ihrer mangelnden Präzision aber nur bedingt für die Nutzung im Gaming-Bereich.

Mechanische Tastaturen verfügen – wie der Name schon sagt – über einen speziellen Auslösemechanismus, der unter jeder einzelnen Taste sitzt. Dabei bestehen die einzelnen Tasten aus einem Kunststoffgehäuse, in dem ein Schalter und eine Feder sitzen. Drückt ein Nutzer die Taste nach unten, stellt diese den elektronischen Kontakt her, der den Tastendruck weitergibt. Anschließend schiebt die mechanische Feder die Taste wieder zurück in ihre Ursprungsposition.

Logitechs Romer-G-Switches werden komplett heruntergedrückt, die LED sitzt mittig unter der Taste.

Diese Mechanik besitzt gegenüber der Rubberdome-Technik diverse Vorteile:

  • Tasten lösen einzeln und damit deutlich präziser aus als bei Rubberdome-Tastaturen.
  • Hersteller können den Tastenwiderstand genau steuern und verschiedene Tastenarten für verschiedene Nutzerbedürfnisse anbieten.
  • Die Lebensdauer mechanischer Tastaturen liegt bei 20 bis 100 Millionen Anschlägen.

Der heilige Gral sind mechanische Tastaturen deshalb aber trotzdem nicht, auch sie haben Nachteile:

  • Mechanische Tastaturen kosten wegen der filigranen und komplexen Mechanik deutlich mehr als Rubberdome-Tastaturen.
  • Der Federmechanismus unter den Tasten sorgt dafür, dass die Anschläge um einiges lauter sind als bei Rubberdome-Tastaturen.

Darüber hinaus funktionieren zwar alle mechanischen Tastaturen nach demselben Prinzip, allerdings gibt es verschiedene Tastentypen, die jeweils unterschiedliche Funktionen besitzen:

  • Lineare Tasten besitzen einen gleichmäßigen Widerstand und eignen sich am besten für schnelle Shooter, weil Spieler diese Tasten besonders zügig betätigen können.
  • Taktile Tasten besitzen einen zusätzlichen Widerstand in der Nähe des Auslösepunktes, der als Rückmeldung an den Nutzer wirkt. Diese Tasten eignen sich zum Tippen und für Spiele wie Echtzeitstrategie und MOBAs, weil sie das zügige Betätigen mehrerer Tasten nacheinander erlauben, ohne dass man die Tasten komplett nach unten drücken muss.
  • Clicky Tasten funktionieren genauso wie taktile Tasten, geben aber zusätzlich beim Erreichen des Auslösepunktes ein Klickgeräusch von sich.

Während bis vor einigen Jahren der Hersteller Cherry mit seinen Cherry MX Switches den Markt für mechanische Tasten dominierte, bieten mittlerweile diverse Unternehmen eigene mechanische Tasten an.

Wer sich bei der Wahl der Tasten einer Tastatur nicht entscheiden kann, sollte nach Möglichkeit die Tastatur und das Druckgefühl vor dem Kauf ausprobieren. Neben der Eignung der einzelnen Tastentypen für bestimmte Anwendungsgebiete spielt die persönliche Vorliebe beim Herunterdrücken der Tasten und beim Bedienkomfort eine wesentliche Rolle.

Cherry war lange dominierend bei mechanischen Switches. Der Hersteller hat immer noch ein breites Programm an unterschiedlichen Switches und hat mit seinen Namen auch die Welt der Switches geprägt. Cherry Switches gibt es taktil oder linear, mit deutlichem Klick oder auch leise und jeweils mit unterschiedlichem Widerstand. Damit ist es vergleichsweise einfach, eine Tastatur zu finden, die zur eigenen Vorstellung vom optimalen Klickgefühl passt.

Cherry
Schalter Typ Lebensspanne geeignet für Lautstärke
Cherry MX Red lineare Tasten mit leichtem Widerstand Lebenspanne von 50 Millionen Anschlägen geeignet für schnelle Spiele (zum Tippen eher ungeeignet) geringe Lautstärke
Cherry MX Black lineare Tasten mit schwerem Widerstand Lebensspanne von 50 Millionen Anschlägen geeignet für schnelle Spiele (zum Tippen eher ungeeignet) geringe Lautstärke
Cherry MX Blue Clicky Tasten mit schwerem Widerstand Lebenspanne von 50 Millionen Anschlägen geeignet zum Tippen hohe Lautstärke
Cherry MX Brown taktile Tasten mit mittlerem Widerstand Lebensspanne von 50 Millionen Anschlägen geeignet zum Spielen und Tippen geringe Lautstärke
Cherry MX Speed lineare Tasten mit leichtem Widerstand Lebensspanne von 50 Millionen Anschlägen geeignet für sehr schnelle Spiele geringe Lautstärke
Cherry Viola zweistufiger, linearer Taster Lebensspanne unbekannt geeignet für Spiele und Tippen hohe Lautstärke


Ganz neu sind die Cherry Viola Switches. Damit will Cherry vor allem im Einsteigerbereich und dem unteren Preisbereich punkten. Sie werden zweistufig linear ausgelöst und haben ein deutliches Klick-Geräusch. Eine der ersten Tastaturen mit diesen Tasten ist die Corsair K60 RGB Pro.

Corsair K60 RGB Pro mit Cherry Viola Switches (4 Bilder)

Corsair K60 Pro RGB mit Cherry Viola

In unserem Praxistest kann das Keyboard gut mit den klassischen Tastaturen von Corsair mithalten, wir nutzten zum Vergleich ein K95 Platinum RGB (Testbericht) mit Cherry Speed MX Silver. Im direkten Vergleich ist die K60 RGB deutlich klickender. Zudem machen die Viola-Switches beim Tippen einen leichten „Spoing”-Klang, er erinnert an eine Feder in einem alten Loony-Tunes-Cartoon. Das stört nicht und das Gefühl beim Spielen und Schreiben ist sehr angenehm. Wir sind gespannt, was die anderen Hersteller mit diesen Switches künftig machen.

Erfolg ruft Nachahmer auf den Plan, nett gesagt sind die Kaihl-Switches stark an Cherry angelehnt. Böse Zungen behaupten eher, dass es Kopien sind. Was als Klon angefangen hat, wurde aber inzwischen weiterentwickelt. Kaihl versorgt vor allem die günstigeren Tastaturen mit seinen Switches, die Varianten halten sich dabei an die Farben der Cherry-Switches. Kaihl ist richtig für alle, die nach einem günstigen Einstieg in die Welt der mechanischen Tastaturen suchen oder die einfach mal andere Switches ausprobieren wollen.

Kailh
Schalter Typ Lebensspanne geeignet für Lautstärke
Kailh Red lineare Tasten mit leichtem Widerstand Lebenspanne von 50 Millionen Anschlägen geeignet für schnelle Spiele (zum Tippen eher ungeeignet) geringe Lautstärke
Kailh Black lineare Tasten mit schwerem Widerstand Lebensspanne von 50 Millionen Anschlägen geeignet für schnelle Spiele (zum Tippen eher ungeeignet) geringe Lautstärke
Kailh Blue Clicky Tasten mit schwerem Widerstand Lebenspanne von 50 Millionen Anschlägen geeignet zum Tippen hohe Lautstärke
Kailh Brown taktile Tasten mit mittlerem Widerstand Lebensspanne von 50 Millionen Anschlägen geeignet zum Spielen und Tippen geringe Lautstärke

Der Gaming-Hersteller Razer baut für seine Keyboards eigene Switches, die auf einer eigene Spezifikation basieren. Inzwischen gibt es keine Klone mehr, Razer hat seine Linie konsequent ausgebaut und weiter entwickelt. Dazu gehören neben den klassischen mechanischen Switches auch optische Schalter, die extrem schnell auslösen. Auch hier gibt es Clicky und Linear.

Razer
Schalter Typ Lebensspanne geeignet für Lautstärke
Razer Green Clicky Tasten mit schwerem Widerstand Lebensspanne von 80 Millionen Anschlägen geeignet zum Spielen und Tippen hohe Lautstärke
Razer Orange taktile Tasten mit mittlerem Widerstand Lebensspanne von 80 Millionen Anschlägen geeignet zum Spielen und Tippen geringe Lautstärke
Razer Yellow Lineare Tasten mit leichtem Widerstand Lebensspanne von 80 Millionen Anschlägen geeignet für schnelle Spiele geringe Lautstärke
Razer Opto-Mechanical Clicky Tasten mit mittlerem Widerstand Lebensspanne von 100 Millionen Anschlägen geeignet zum Spielen und Tippen geringe Lautstärke
Razer Mecha-Membrane taktile Tasten mit mittlerem Widerstand Lebensspanne unbekannt geeignet zum Spielen und Tippen geringe bis mittlere Lautstärke

Logitech baut seine eigenen mechanischen Schalter, diese sind auch nicht zu Cherry und anderen kompatibel. Sie basieren auf einer Partnerschaft mit dem Hersteller Omron. Die Schalter sind weder deutlich schlechter noch besser, sie fühlen sich einfach ein wenig anders an.

Logitech
Schalter Typ Lebensspanne geeignet für Lautstärke
Logitech Romer-G Tactile leicht-taktile Tasten mit leichtem Widerstand Lebensspanne von 70 Millionen Anschlägen geeignet für schnelle Spiele geringe Lautstärke
Logitech Romer-G Linear lineare Tasten mit leichtem Widerstand Lebensspanne von 70 Millionen Anschlägen geeignet zum Spielen geringe Lautstärke
Logitech GX Blue Clicky Tasten mit hohem Widerstand Lebensspanne von 70 Millionen Anschlägen geeignet zum Tippen hohe Lautstärke

Neben den großen Herstellern gibt es noch zahlreiche andere, die entweder eigene Varianten der Cherry-Switches nutzen oder die eigene Schalter herstellen. Die Tabelle zeigt einige Varianten.

Sonstige
Schalter Typ Lebensspanne geeignet für Lautstärke
Steelseries QS1 lineare Tasten mit leichte Widerstand Lebensspanne unbekannt geeignet für schnelle Spiele geringe Lautstärke
Roccat Titan taktile Tasten mit hohem Widerstand Lebensspanne unbekannt geeignet zum Spielen und Tippen geringe Lautstärke

Neben den großen mechanischen Tastaturen gibt es einen weiteren Trend: Kompaktere mechanische Tastaturen. Diese Geräte haben verschiedene Namen, die aber mehr oder weniger das gleiche bedeuten: Alle kompakteren Tastaturen verzichten auf einen Zehnerblock. Je kleiner die Tastatur, desto mehr Tasten müssen eingespart werden. Nach dem Zehnerblock sind die F-Tasten, die Pfeiltasten und Tasten wie Einfügen, Seite Hoch/Runter sowie Rollen und Co eingespart.

Die Tabelle zeigt die unterschiedlichen Bezeichnungen und wo eingespart wurde

TKL-Bezeichnungen
TKL Tenkeyless, Tastauren ohne Zehnerblock
Tenkeyless Tastauren ohne Zehnerblock
80% Kompakte Tastaturen, ohne Zehnerblock, meist mit F-Tastenreihe
60% Sehr kompakte Tastaturen, ohne Zehnerblock, ohne dedizierte F-Tastenreihe
Slim Schmalere Tastaturen, meist ohne Zehnerblock aber mit Pfeiltasten
Tournament "Turnier"-Varianten klassischer Gaming-Tastaturen, kompakter und ohne Zehnerblock

Für den Artikel haben wir die Royal Kludge RK61 ausprobiert, eine sehr kompakte 60-Prozent-Tastatur, die sich per Bluetooth oder USB mit dem Rechner verbinden lässt. Die Tastaturen haben sich eine gewissen Fan-Gemeinde im Web erarbeitet. Nicht nur sind sie kompakt und vergleichsweise günstig, es gibt sie mit braunen, blauen und roten Switches. Die Tastaturkappen sind Standard, lassen sich also einfach austauschen.

Kompakte Tastaturen (6 Bilder)

Die weiße RK61 Tastatur ist eine 60-Prozent-Tastatur, die deutlich weniger Platz benötigt als ein klassisches Keyboard.


Das RK-61 ist erfreulich kompakt, hat aber eine enorme Lernkurve. Das liegt nicht nur daran, dass die Tasten eng aneinander liegen. Viele der Tasten sind mehrfach belegt, etwa schaltete man mit einem Druck auf FN+Enter zwischen den vier Pfeiltasten und der normalen Belegung um. Innerhalb von ein paar Stunden konnten wir uns aber an das Gerät gewöhnen und schnell genug tippen. Enorm gut hat uns das RK61 beim Spielen gefallen. Die Tasten regieren direkt, sowohl per Kabel und Bluetooth kann man ohne Latenz zocken. Lediglich an der Tastenbelegung muss man arbeiten. Bei Fortnite etwa fehlen die F-Tasten für den schnellen Zugriff auf die Bauoptionen.

Mit F-Tasten, dafür ohne Bluetooth ist das Razer Blackwidow Tournament Edition Chroma V2 Keyboard ausgestattet. In unserem Test nutzten wir die Variante mit Yellow Razer Switches. Da das Layout eher an ein normales Keyboard erinnert, ist man deutlich fixer drin. Auch hierbei handelt es sich um eine sehr gute Tastatur, die im Alltag und bei Zocken eine sehr gute Figur macht. Man muss sich aber auch hier daran gewöhnen, dass Tasten fehlen. Wer viel mit Excel arbeitet, der wird ohne Zehnerblock keinen Spaß haben.

Die Preise der kompakten Tastaturen verteilen sich ähnlich wie bei normalen mechanischen Keyboards. Es gibt teure Varianten und günstige. Wer einfach einsteigen will, dem empfehlen wir zum Basteln ebenfalls das RK61. Es gibt das Gerät bei diversen Händlern zwischen 50 und 60 Euro. TechStage-Leser bekommen es zudem in mehreren Varianten beim Händler Banggood aus dem tschechischen Lager für unter 40 Euro, dazu muss an der Kasse der Gutschein-Code BGDERK61 eingegeben werden.

Die Tastentypen alleine machen noch keine Gaming-Tastatur aus. Sie besteht nicht nur aus Tasten, sondern verfügt je nach Modell über diverse Extras und Zusatzausstattung. Wer eine Kaufentscheidung trifft, sollte sich also bereits im Vorfeld entsprechende Gedanken darüber machen, was die Tastatur außer der Weitergabe von Tastenbefehlen sonst noch können soll.

Die Unterschiede beginnen bereits beim Aufbau der Tastatur: Einige Tastaturen, die sogenannten Full-Size-Keyboards, verfügen über das normale Tastenfeld sowie einen Ziffernblock. Wer ein möglichst platzsparendes Eingabegerät sucht, das sich leicht verstauen lässt, sollte nach einer Kompakttastatur ohne Nummernblock Ausschau halten, etwa der Razer Blackwidow Tournament Edition Chroma V2 (Testbericht).

Gaming-Tastaturen sollten mehrere Multimedia-Tasten besitzen. Oft gibt es zudem eine dedizierte Taste für die Gaming-Modus, die etwa die Windows-Taste deaktiviert.

Darüber hinaus gibt es Tastaturen, die mit separaten Makrotasten ausgestattet sind. Diese Makrotasten befinden sich meistens am linken oder oberen Rand der Tastatur und lassen sich mithilfe der zugehörigen Treibersoftware programmieren. Damit lassen sich etwa häufig genutzte Combos praktisch hinterlegen. Viele Hersteller verzichten aber auf ein separates Makrotasten-Panel und erlauben dafür die Programmierung einzelner Makrotasten per Doppelbelegung über die Treibersoftware. Logitech oder Corsair gehören zu den Herstellern, die eine Auswahl an Tastaturen mit dedizierten Makrotasten anbieten.

Eine Besonderheit mechanischer Tastaturen gegenüber Rubberdome-Tastaturen zeigt sich auch bei der Ausstattung: Mechanische Tastaturen besitzen meistens eine RGB-Beleuchtung für jede einzelne Taste. Der Vorteil dabei: Spieler können bestimmte häufig genutzte Tasten farblich besonders hervorheben. Die RGB-Beleuchtung sollte aber keinen wesentlichen Einfluss auf die Kaufentscheidung nehmen, weil sie in den meisten Fällen ein rein optisches Gimmick darstellt. Einige Hersteller, etwa Razer, liefern aber Spielprofile, die die Tastatur direkt beeinflussen. So leuchtet etwa in Diablo 3 die Tastatur kurz Orange auf, wenn ein legendärer Gegenstand droppt.

Ein Beispiel für Switches von Cherry.

Anders verhält es sich mit den diversen Slots und Zusatzfunktionen, über die viele Gaming-Tastaturen verfügen. Eine Audiosteuerung mit Lautstärkeregler sowie Mute- und Pause/Play-Taste gehört bei vielen Tastaturen zur Standard-Ausstattung. Manche Hersteller versehen ihre Hardware mit einer schicken Lautstärkewalze und beleuchteten Extratasten – aber hierbei handelt es sich in den meisten Fällen um Extras, die man haben kann, aber nicht muss.

Zusätzliche Anschlüsse wie USB-Slots oder Durchführungen für Audiokabel erweisen sich demgegenüber als weitaus nützlicher, weil man auf diese Weise schnell einen Controller oder ein Headset über die Tastatur mit dem PC verbinden kann, ohne ständig unter dem Schreibtisch herumkriechen und den entsprechenden Anschluss am PC-Gehäuse suchen zu müssen. Viele Tastaturen verfügen schließlich über eine spezielle Gaming-Taste, die sich gesondert programmieren lässt und die dann auf Knopfdruck bestimmte Tasten oder Bereiche der Tastatur deaktiviert – beim Zocken durchaus praktisch.

Wie immer beim PC-Gaming kann man auch bei Tastaturen problemlos aufrüsten. Wer nicht viel Geld ausgeben möchte, der kann günstig einsteigen und beizeiten aufrüsten. Dazu muss es nicht mechanisch sein – es gibt einfach Leute, die mit diesen Keyboards nicht arbeiten oder spielen wollen. Kein Problem, es gibt auch hochwertige Rubberdome-Tastaturen, die noch dazu deutlich günstiger sind.

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