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Ratgeber Spotify Connect: Vernetzte Lautsprecher ab 40 €

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Spotify Connect lässt Musik, Hörbücher und Podcasts auf vernetzten Lautsprechern laufen. Wir zeigen, wie die Technik funktioniert und welche Geräte kompatibel sind.

Musik-Streaming muss nicht immer nur aufs Handy sein. Per Spotify Connect lässt sich die Ausgabe auf Lautsprecher, TVs und andere Endgeräte umleiten. So hört man seine Musik, Podcasts oder Hörspiele einfach dort. Die Funktion ist fester Bestandteil von Spotify, notwendig ist dazu nur ein Account und ein kompatibler Lautsprecher im gleichen WLAN.

Stark vereinfacht gesagt: Spotify Connect verbindet Lautsprecher und TVs mit dem Streaming-Dienst, damit dort direkt Musik oder Podcasts ausgegeben werden können. Gesteuert wird über die App, die Desktop-Software oder den Web-Player.

Dabei hat Spotify Connect mehrere Vorteile gegenüber der Wiedergabe per Bluetooth. Die Bitrate liegt bei bis zu 320 kbps, das entspricht der Qualitätseinstellung „Sehr Hoch” für Premium-Nutzer. Die Endgeräte verbinden sich direkt mit Spotify und ziehen sich die Musik direkt aus dem Web. Sprich, es hängt kein Handy dazwischen, dass die Songs umwandeln und per Bluetooth schicken muss. Das bedeutet zugleich weniger Belastung für den Handy-Akku, das Smartphone lässt sich weiter für Telefonate nutzen und es muss nicht ständig in Reichweite des Lautsprechers sein. Gleichzeitig wird jede installierte Spotify-Instanz, die am gleichen Account angemeldet ist, zu einer Fernbedienung. Ein Beispiel: Hört man am Laptop Musik per Kopfhörer, kann man über die Smartphone-App die Wiedergabe steuern oder den Sound von den Kopfhörern nahtlos auf andere Lautsprecher umlegen. Das klappt sogar mit smarten Uhren, wie etwa der Fitbit Versa 2 (Testbericht).

Mit Spotify Connect lassen sich unterschiedlichste Endgeräte aus Spotify heraus ansteuern.

Spotify Connect arbeitet ähnlich wie Airplay von Apple. Die Technik sucht nach allen kompatiblen Endgeräten im aktuellen WLAN-Netzwerk. Ein Pairing ist nicht nötig, alle gefundenen Endgeräte im gleichen Netzwerk lassen sich sofort für die Wiedergabe nutzen.

Die Steuerung ist simpel: In App, Desktop-Programm oder dem Webplayer klickt man auf das Icon für „Mit einem Gerät verbinden”. Das zeigt einen Monitor hinter einem MP3-Player, es befindet sich bei Desktop- und Web-App unten rechts, zwischen der Playlist-Anzeige und der Laustärkensteuerung. Bei der Smartphone-App ist es unten links, unterhalb des Shuffle-Icons.

Ein Klick darauf zeigt alle Lautsprecher und andere Spotify-Instanzen, die im gleichen Netzwerk aktiv sind oder bei denen der Nutzer aktuell angemeldet ist. Ein weiterer Klick startet die Verbindung mit dem Endgerät, kurz darauf schaltet die Wiedergabe dann automatisch um. Spotify Connect lässt sich während der Wiedergabe genauso aktivieren wie davor.

Spotify Connect (4 Bilder)

Spotify Connect überträgt die Audio-Ausgabe auf andere Geräte und Lautsprecher.

Spotify Connect ist aber keine echte Multiroom-Lösung. Aus Spotify heraus kann man die Inhalte auf einem Endgerät ausgeben, nicht aber auf mehreren Lautsprechern in der Auswahl. Hier braucht es dann ein echtes Multiroom-System (Ratgeber). Denn Spotify kann durchaus auf miteinander gekoppelte Lautsprecher streamen. Wer also beispielsweise mehrere Sonos-Geräte (Themenwelt) besitzt, kann die in der Sonos-App als Gruppe definieren und anschließend von Spotify aus darauf zugreifen.

Dafür hat Spotify Connect einen Vorteil gegenüber den meisten Multiroom-Systemen: Die Nutzung ist mit dem kostenlosen Account möglich. Dabei gelten allerdings die üblichen Beschränkungen (Bitrate, Werbung). Dabei kann es aber je nach Land und Hersteller Einschränkungen geben.

Inzwischen ist Spotify enorm weit verbreitet. Nahezu jedes Multiroom-System ist kompatibel, dazu kommen die Alexa-Geräte sowie jedes Endgerät mit Google Cast bzw. Chromecast. Sprich, der Nutzer hat die Qual der Wahl. Wichtig ist, dass das jeweilige Endgerät über WLAN verfügt, das ist die Grundvoraussetzung für Spotify Connect. Danach lohnt ein Blick in die technischen Daten. Wo Spotify Connect oder Chromecast erwähnt wird, ist man auf der sicheren Seite.

Der günstigste Einstieg ist ein simpler vernetzter Lautsprecher, Medion und andere Hersteller bieten Geräte ab knapp 40 Euro an. Klar, dabei erwartet niemanden eine soundtechnische Offenbarung, aber als Gerät für die Werkstatt oder die Küche tut es das locker. Wer mehr in die Hand nehmen möchte, der sollte sich gleich einen echten Multiroom-Lautsprecher überlegen. Sonos ist noch immer der Platzhirsch, aber andere Hersteller sind ebenfalls einen Blick wert, wie unsere Ratgeber Multiroom: Sound in jedem Zimmer zeigt.

Alternativ gibt es Kompaktanlagen, die inzwischen ebenfalls Streaming unterstützten. Wer bereits ein „richtiges” Hifi-System besitzt, der hat mehrere Optionen. Es gibt Netzwerk-Streamer, die Musik aus dem LAN und eben von Spotify wiedergeben können und wie eine normale Audio-Komponente integriert werden. Alternativ lässt sich der Verstärker gegen eine neue Variante austauschen, die Streaming integriert hat.

Wer einen portablen Lautsprecher sucht, der Streaming-Funktionen und einen Akku mitbringt, hat es allerdings etwas schwerer. Dort gibt es Geräte wie den Sonos Move (Testbericht), den Bose Portable Home Speaker (Testbericht) oder Lautsprecher von Libratone. Bei den Fernsehern ist man größtenteils auf Geräte mit Google Cast beschränkt. Diese können sicher mit Spotify Connect umgehen. Tatsächlich macht es unserer Meinung nach aber mehr Sinn, die Musik auf einem Lautsprecher oder per Soundbar auszugeben.

Wer sich jetzt einen neuen Lautsprecher oder eine Kompaktanlage zulegt, der sollte die Spotify-Connect-Funktion wenigstens grob im Hinterkopf haben. Das gilt doppelt für alle, die sowieso schon Spotify nutzen. Alle anderen können immerhin den kostenlosen Zugang verwenden, wenn auch mit Einschränkungen.

Neben Musik lohnt sich das vor allem für Hörspiele. Gerade für Kinder hat Spotify eine enorm große Bibliothek, von Bibi Blocksberg und den Drei ??? bis hin zu Geschichten von Otfried Preußler, Michael Ende und Co.

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