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Ratgeber: Samsung Galaxy Note 10(+) oder Note 9 kaufen?

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Soll man das günstigere Samsung Galaxy Note 9 kaufen oder doch lieber zu einem der neuen Note-10-Modelle greifen?

Die neuen Note-10-Modelle von Samsung wecken Begehrlichkeiten. Egal, ob jemand ein Vorgängermodell besitzt und mit einem Wechsel liebäugelt oder ob eine Neuanschaffung ins Haus steht – die Frage lautet: Welches Note-Modell ist der sinnvollste Kauf?

Beim neuen Samsung Galaxy Note 10 haben Interessenten die Wahl: Wollen sie das im Vergleich zum Vorgänger Samsung Galaxy Note 9 (Testbericht) sogar etwas kleinere Samsung Galaxy 10 (Testbericht) oder doch lieber das noch größere Samsung Galaxy Note 10+ haben? Am Design selbst hat sich wenig geändert. Die Verarbeitungsqualität ist nach wie vor herausragend, die Materialwahl unverändert. Neu ist die auf Wunsch schillernde Farbvariante Aura Glow, die sowohl Note 10 als auch Note 10+ je nach Betrachtungswinkel in ganz andere Farbtöne zu tauchen scheint. Das Note 9 gab es nur einfarbig.

Ansonsten gibt es nur kleinere Unterschiede. Bei den neuen Note-10-Modellen ist der Rand rings um das Display noch etwas schmaler geworden. Die Selfiecam wurde nun mittig am oberen Display-Rand positioniert – in einer Punchhole-Notch. Die Hauptkamera auf der Rückseite ist nun vertikal statt horizontal angeordnet und die neue Note-Generation hat auf der rechten Seite keine Tasten mehr. Auch die dedizierte Bixby-Taste ist weggefallen, stattdessen übernimmt deren Funktion nun die Powertaste. Letzter (auch) optischer Unterschied: Der Fingerabdrucksensor ist nun nicht mehr sichtbar hinten unter der Kamera positioniert, sondern auf der Vorderseite unter der Display-Oberfläche versteckt. Insgesamt wirken die Modelle der Note-10-Generation noch einmal etwas hochwertiger als der Vorgänger; groß sind die Unterschiede aber nicht.

Nicht nur die reine Display-Größe der Note-10-Modelle ist anders, auch die Auflösung unterscheidet sich im Vergleich zum Note 9. Denn während das Vorjahresmodell einen Screen mit 6,4 Zoll und einer Auflösung von 2960 × 1440 Pixel besitzt, kommt das neue Samsung Galaxy Note 10 nur auf 6,3 Zoll und 2280 × 1080 Pixel. Wer in diesem Punkt Fortschritt sucht, der muss zum Note 10+ greifen. Dort erhält er 6,8 Zoll mit 3040 × 1440 Pixel – und damit ein größeres und doch ähnlich scharfes Display wie beim Note 9.

Auf den ersten Blick von vorn kaum zu unterscheiden: Note 9 (links) und Note 10.

Im Detail gibt es noch weitere Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahresmodell. So sind die Screens von Note 10 und Note 10+ heller, Samsung spricht jetzt von Spitzen von 1200 cd/m². Die werden aber hauptsächlich zur Darstellung von HDR+-Inhalten genutzt statt zur Dauerbeleuchtung in der Sonne. Diese erweiterte HDR-Funktion beherrscht das Note 9 nicht. Die diversen Optimierungen an der Farbdarstellung dürften den meisten Nutzer kaum auffallen. Unterm Strich bleibt vor allem das gewachsene Display des Plus-Modells als Kauf- oder Wechselgrund im Vergleich zum Note 9.

Das Samsung Galaxy Note 9 (Testbericht) bietet eine 12-Megapixel-Hauptkamera mit variabler Blende samt Telelinse mit gleicher Auflösung. Die Note-10-Modelle bieten zusätzlich eine Weitwinkellinse mit 16 Megapixel. Das Note 10+ trumpft zudem noch mit einem 3D-Tiefensensor zur genauen Entfernungsbestimmung von Objekten auf. Weiterer Unterschied zum Vorjahresmodell: Die Note-10-Smartphones haben nun eine Selfiecam mit 10 statt 8 Megapixeln, dafür hatte das Note 9 mit f/1.7 die bessere Blende. Das Note 10 bietet f/2.2, das Plus-Modell kommt auf f/1.9. Allein die zusätzliche Weitwinkelkamera ist ein guter Kaufgrund für das neue Note 10.

Bei der Kamera hat sich nicht nur optisch einiges getan.

Das Samsung Galaxy Note 9 gab es in Europa mit Exynos 9810, der Nachfolger kommt mit dem noch etwas schnelleren Exynos 9825. Die normale Verkaufsversion des Vorjahresmodells hatte 128 GByte internen, erweiterbaren Speicher und 6 GByte RAM, eine Sonderedition kam auf 512 GByte Speicher und 8 GByte RAM. Im Vergleich zur Standard-Variante haben beide Note-10-Modelle die Nase vorn, die kleinste Speicherkonfiguration bringt 256 GByte internen Speicher und 8 GByte RAM mit. Beim kleineren Note 10 (Testbericht) ist der Speicher aber im Gegensatz zum Plus-Modell nicht erweiterbar, eine andere Version gibt es derzeit nicht. Das Samsung Galaxy Note 10+ hingegen verfügt nicht nur über einen Speicherkarteneinschub, sondern darüber hinaus auf Wunsch auch über 512 GByte internen Speicher und bis zu 12 GByte RAM. Außerdem gibt es erstmals eine 5G-Variante.

Auch in anderen Bereichen sind die Note-10-Modelle besser für die Zukunft gerüstet. So verfügen sie bereits über den neuen WLAN-Standard WiFi 6 (WLAN ax). Im Gegenzug verzichten sie auf den Klinkenstecker für entsprechende Headsets. Auch das Hauptmerkmal der Note-Reihe, der S-Pen genannte Stylus, hat ein Upgrade bekommen. Zusätzlich zu den Features des vergangenen Jahres beherrscht er jetzt zwei Gesten, mittels derer Nutzer Fotos oder Musikstücke weiterblättern und zoomen oder die Lautstärke regulieren dürfen.

Unter dem Strich bleiben mehr RAM, mehr Speicherplatz, mehr Leistung und neue Software-Features – alles wie immer eigentlich. Der eigentliche Kaufgrund für die neuen Note-10-Geräte im Vergleich zum Note 9 dürfte eher die bessere Zukunftssicherheit dank neue Standards wie 5G und Wifi 6 sein. Allerdings wird es auch noch einige Zeit dauern, bis die hierzulande auch wirklich nützlich sind.

Der Akku des Vorgängermodells Samsung Galaxy Note 9 (Testbericht) leistet 4000 mAh, das neue Note 10 kommt auf 3500 mAh bei nur minimal kleinerem Display. Das Plus-Modell bietet immerhin 4300 mAh und könnte daher eine Überlegung wert sein. Klare Vorteile bieten die neuen Modelle bei der Ladegeschwindigkeit: Das Note 10 erlaubt Schnellladen mit 25 Watt, das Note 10+ sogar mit 45 Watt – auch wenn ein entsprechendes Ladegerät nicht im Lieferumfang ist. Der Vorgänger hatte sein Maximum bei 15 Watt. Auch kabelloses Laden klappt bei den 10er-Notes schneller, zudem dienen sie dank Reverse Charge auch als kabellose Powerbank für andere Geräte. Das Samsung Galaxy Note 10+ hat beim Thema Akku die Nase vorn.

Der Preis spricht eine klare Sprache: Das Samsung Galaxy Note 9 ist wenig verwunderlich mit Abstand das günstigste Modell. Es kostet aktuell ab etwa 649 Euro, das neue Note 10 ist rund 225 Euro teurer. Noch größer wird der Unterschied zum Note+: Ab etwa 1058 Euro kostet das größere Modell mit 256 GByte Speicher und 12 GByte RAM, die 5G-Version ist noch einmal etwas über 100 Euro teurer.

Samsung Galaxy Note 9 Duos N960F/DS 128GB schwarz

Samsung Galaxy Note 9

Samsung Galaxy Note 10 Duos N970F/DS aura black

Samsung Galaxy Note 10

Samsung Galaxy Note 10+ Duos N975F/DS 256GB aura black

Samsung Galaxy Note 10+

Samsung Galaxy Note 10+ 5G N976B aura black

Samsung Galaxy Note 10+ 5G

Ein riesiger Fortschritt sind die Note-10-Modelle im Vergleich zum auch schon sehr guten Vorgänger Samsung Galaxy Note 9 (Testbericht) nicht – zumindest das kleine Note 10 (Testbericht) nicht. Für rund 250 Euro mehr bekommt ein Interessent beim neuen Modell eine bessere und dank zusätzlichem Weitwinkel universeller einsetzbare Kamera, mehr internen Speicher, einen etwas schnelleren Prozessor, neuestes WLAN ax und einen schneller ladenden Akku mit Reverse-Charge-Funktion. Auch einige Softwaremodifikationen – etwa beim Stylus – sind mit dabei. Damit einher geht aber auch ein etwas kleineres, weniger scharfes Display, die fehlende Speichererweiterungsmöglichkeit und die Abwesenheit einer Klinkenbuchse. Immerhin ist das Note 10 handlicher als das Note 9.

Die technisch bessere Wahl ist das Samsung Galaxy Note 10+. Der Screen ist spürbar größer als der des Note 9, die Schärfe ähnlich hoch. Zusätzlich zur Weitwinkelkamera gibt es auch einen 3D-Sensor zur exakten Bestimmung von Entfernungen. Neben dem schnelleren Prozessor warten im Note 10+ noch mehr Speicher als im kleinen Modell und sogar eine Speichererweiterungsmöglichkeit auf den Nutzer. Zu guter Letzt ist auch der Akku noch einmal stärker – eigentlich scheint die Entscheidung zugunsten des Note 10+ klar. Wenn da nicht der irrsinnig hohe Preis jenseits der 1000 Euro wäre, der mit 5G-Modul sogar noch weiter steigt. Das ist wirklich nur noch etwas für Early Adopters, denen das Geld egal ist. Alle anderen dürfen durchaus zum Samsung Galaxy Note 9 (Testbericht) greifen, das auch nach heutigen Maßstäben immer noch ein richtig gutes Smartphone ist.

Dabei sollten sich entsprechende Käufer darüber bewusst sein, dass der Support für das inzwischen ein Jahr alte Modell Ende 2020 weitestgehend eingestellt sein dürfte. Wer hingegen bereits ein Note 9 sein Eigen nennt, der sollte sich gut überlegen, ob er wirklich wechseln will. Denn je nach Zustand bekommt er derzeit zwischen 400 und 500 Euro für sein „altes“ Modell und muss dann grob das Gleiche noch einmal für das kleinere Note 10 draufzahlen. Das lohnt sich finanziell, aber auch technisch nicht, zumal das neue Modell in einigen Bereichen sogar ein leichter Rückschritt ist. Anders sieht das beim Note 10+ aus. Es ist dem Note 9 technisch in allen Belangen überlegen, dafür ist in diesem Szenario der Aufpreis noch einmal deutlich heftiger.

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