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Ratgeber: Miniaturen und 3D-Drucke bemalen

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Miniaturen und 3D-Drucke für Rollenspiele, Tabletops oder Brettspiele werden erst mit Farbe richtig toll. Wir zeigen, was man für den günstigen Einstieg braucht und erklären wichtige Techniken.

Ein 3D-Drucker ist eine perfekte Ergänzung für alle, die Tabletops, Rollenspiele wie Pathfinder oder DSA oder Brettspiele wie Descent, Gloomhaven oder Zombicide spielen. Denn auf den einschlägigen Verzeichnissen im Web findet man zahlreiche Vorlagen für passende Drucke. Das reicht von Einlagen, damit man Figuren, Karten oder Token besser sortieren kann über Hindernisse und Schatztruhen bis hin zu fast allen Monstern aus dem Dungeons & Dragons-Universum.

Da aber die meisten 3D-Drucker in nur einer Farbe drucken, sollte man danach noch selbst Hand anlegen. In diesem Ratgeber zeigen wir, wie man Miniaturen, egal ob aus dem Handel oder aus dem 3D-Drucker, bemalt. Dabei richten wir uns vor allem an Einsteiger und alle, die das Hobby gerne einmal ausprobieren wollen. Wir geben zudem Tipps zu Farben und Zubehör – das sich oft ebenfalls aus dem 3D-Drucker zaubern lässt.

Wer auf der Suche nach einem 3D-Drucker ist, dem empfehlen wir einen Blick in unsere Themenwelt 3D-Drucker oder in den Ratgeber Die 15 günstigsten 3D Drucker. Wer einen SLA-Drucker sucht, sollte einen Blick in den Artikel SLA-Drucker ab 200 Euro werfen. Und wer lieber sprüht statt pinselt, dem raten wir zu unserem Beitrag Günstige Airbrush-Systeme für Einsteiger: Darauf kommt es an.

Die Auswahl an 3D-Modellen ist unglaublich groß. Es beginnt bei Hindernissen, Gebäuden oder Fahrzeugen, geht über Monsterfiguren und Ersatzteile bis hin zu praktischem Zubehör wie Sortierkästen oder Würfeltürmen. Eine gute erste Anlaufstelle ist Thingiverse, hier kann man einfach mal den Namen zum Spiel eingeben und sich durch Ergebnisse klicken. Auch der Marktplatz von Shapeways ist eine großartige Anlaufstelle, vor allem für alle Pen & Paper Rollenspieler. Miguel Zavala etwa stellt dort über 1800 Monster aus dem Universum von Dungeon & Dragons zur Verfügung. Komplett kostenlos. Wer möchte, der kann ihn auf Patreon unterstützen.

Heroforge hat tolle und anpassbare Modelle, die vor allem mit einem SLA-Drucker sehr gut aussehen.

Neben den Projekten von Einzelnen gibt es inzwischen aber auch einige spannende Dienstleistungen rund um 3D-Druck und Tabletops. Ganz weit vorne ist dabei Heroforge. Dort kann man sich eigene Figuren aus zig verschiedenen Elementen zusammenbauen und sie anschließend drucken lassen oder als STL-Datei herunterladen. Der Preis beginnt bei rund 8 Dollar pro Figur, aber man bekommt komplett eigene Helden mit tollen Details. Das lohnt sich beispielsweise für alle Spielgruppen, die ihre Helden länger spielen möchten. Eine nicht ganz so flexible Alternative ist Desktop Hero 3D, dort sind die STL-Dateien dafür kostenlos.

Wer noch weiter gehen möchte, der sollte sich Dragonlock ansehen. Dabei handelt es sich um einen kompletten Dungeon-Crawler, dessen Einzelteile man aus dem 3D-Drucker bekommt. Neben den normalen Gemäuern gibt es dort beispielsweise auch Fallen oder Statuen oder sogar Bauteile, die eine LED aufnehmen, um so etwa eine Fackel an der Wand zu beleuchten. Wer daheim stimmungsvolle Dungeons aufbauen möchte, der sollte definitiv einen Blick auf das System werfen. Zum Ausprobieren gibt es ein kostenloses Starter-Kit.

Ein Hinweis zur Legalität: Nur weil ein Modell kostenlos auf Thingiverse und Co ist, ist es nicht zwingend frei von Copyright-Ansprüchen. Games Workshop, die Firma hinter Warhammer, ist etwa bekannt dafür, dass sie aggressiv gegen alle vorgeht, die Kopien ihrer Figuren kostenlos veröffentlichen. Andere Firmen, etwa die D&D-Besitzer Wizards of the Coast sind etwas freizügiger. Solange die Künstler den Regeln der Open Gaming Licence und den Vorgaben zu Fan-Inhalten folgen, habe man keine Probleme mit den Figuren, so ein Sprecher der Firma.

Was heißt das für Privatpersonen? Wer sich Produkte herunterlädt und druckt, die es nicht im Verkauf gibt, der sollte auf der sicheren Seite sein. Wer seine Warhammer-Armee günstig aufrüsten will, der bekommt wahrscheinlich spätestens dann Probleme, wenn er in Turnieren mitspielen will.

Wer noch keinen 3D-Drucker hat und mit dem Kauf liebäugelt, der steht vor der Wahl, ob es ein FDM-Drucker oder ein SLA-Printer werden soll. Die FDM-Geräte arbeiten mit Filament auf einer Spule, das erhitzt und anschließend in Schichten auf eine Platte gedruckt wird. Bei SLA dagegen nutzt man ein Resin, das der Drucker punktuell beleuchtet.

Beide Systeme haben Vor- und Nachteile. FDM hat den großen Vorteil, dass die Filamente relativ günstig und einfach zu verarbeiten sind. Dafür bekommt man meist keine feinen Details hin. Figuren aus dem SLA-Drucker dagegen sehen fast aus, als hätte sie ein kommerzieller Hersteller gedruckt. Dafür muss man sie aber speziell nachbehandeln und den Tank regelmäßig reinigen. Dennoch, die großartige Qualität macht es für alle interessant, die wirklich gute Modelle haben möchten. Ein wichtiger Punkt ist aber, dass man die Figuren dann auf jeden Fall mit einer Basis drucken sollte, auf der sie stehen. SLA lässt sich anders als FDM nicht einfach kleben.

SLA liefert sehr detailreiche Modelle, bei FDM sind die Modelle oft nicht so glatt.

Ein paar Dinge braucht man zum Bemalen. Zwingend notwendig sind Farben und Pinsel, nützlich sind Dinge wie eine Nasspalette und ein Halter für die Figuren. Bei Farben und Pinseln sollte man nicht allzu sparsam sein und direkt zu den Produkten von Herstellern greifen, die sich auf Miniaturen spezialisiert haben. Das sind beispielsweise Games Workshop (Citadel), Vallejo, Reaper oder Army Painter. Jeder bietet eigene Farben und hat Pinsel im Angebot. Mehr zu Farben weiter unten.

Die Nasspalette ist enorm hilfreich, damit die Farben beim Malen nicht austrocknen. Es gibt fertige Paletten, diese lassen sich aber auch sehr einfach selbst bauen. Man braucht dazu nur einen Deckel, etwa von einer Eiscreme, Küchenrolle und Backpapier. Die Küchenrolle macht man nass und legt sie unter das Backpapier. Anschließend kann man die Farben auf das Backpapier tupfen und dort mischen oder auf den Pinsel aufnehmen.

Eine Nasspalette sorgt dafür, dass Farben beim Malen nicht austrocknen.

Das zweite optionale, aber sehr gute Zubehör ist ein Halter für die Figuren. Auch diesen kann man fertig kaufen oder drucken. Unter dem Suchbegriff „Miniature Painting Handle” findet man bei Thingiverse zahlreiche Vorlagen, die sich an verschieden große Figuren anpassen. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit diesem Griff gemacht. Alternativ kann man die Figuren auch mit einem doppelseitigen Klebeband auf einen Joghurtbecher kleben.

Ein Griff, um Miniaturen beim Anmalen einzuspannen.

Vor dem Malen braucht man Farben. Tatsächlich kann man hier komplett aus den Vollen schöpfen. Es spricht auch nichts dagegen, Farben unterschiedlicher Hersteller auf ein Modell aufzubringen – es handelt sich immer um Acrylfarben, die sind zueinander „kompatibel”. Unser Tipp ist, sich ein Starterset mit einer breiten Auswahl an Grundfarben und Schattierungen zu holen. Anschließend kann man diese Sammlung beliebig erweitern. Je mehr man malt, desto eher bilden sich Präferenzen und man merkt, welche Farben man öfter nutzt.

Bei der Qualität ist keiner der großen Hersteller für Miniaturfarben wirklich schlecht. Die Citadel-Farben decken vielleicht ein bisschen besser, aber das kann man durch mehre Lagen mit anderen Anbietern wieder wettmachen. Persönlich finden wir die Bauform der Citadel-Farbtöpfe enorm praktisch. Man kommt leicht an die Farbe ran und dank der kleinen Nase im Topf kann man die Farbe einfach und schnell aufschütteln.

Miniaturfarben gibt es von unterschiedlichen Herstellern, dies Farben lassen sich alle mischen.

Wer Fläschchen kauft, etwa von Vallejo oder Army Painter, der sollte gleich noch ein Paket Mischkugeln mit in den Einkaufskorb legen. Das sind kleine Stahlkugeln mit wenigen Millimetern Durchmesser. Diese wirft man zu den Farben in die Flaschen, anschließend lassen sie sich deutlich leichter durchmischen. Wichtig ist das vor allem dann, wenn man die Farben längere Zeit stehen lässt. Wer nicht ordentlich schüttelt, bei dem können sich die Farbpartikel am Boden absetzen. Da jedes der Fläschchen normalerweise Monate oder Jahre hält, ist die Investition in die kleinen Mischkugeln sinnvoll.

Zuletzt ein Hinweis: Eine sehr gute Quelle für alle, die neu ins Bemalen von Figuren einsteigen, ist der YouTube-Kanal von Diced. Der Macher Denis erklärt in dieser Playlist sehr gut die ersten Schritte zum Bemalen von Figuren und zeigt jeweils verschiedene Techniken in einzelnen Videos.

Ein wichtiger Schritt ist das Vorbereiten der Miniaturen. Das geschieht im ersten Schritt durchs Säubern, gerne auch in handwarmen Seifenwasser. Anschließend entfernt man etwaige Grate, entweder mit einer Feile oder einem Seitenschneider.

Vor dem Bemalen kommt dann die Grundierungsfarbschicht. Diese sorgt dafür, dass die nächsten Farben gut halten und solide decken. Für das Grundieren hat man mehrere Möglichkeiten: Man kann die Farbe händisch aufbringen, Airbrush nutzen oder fertige Grundierung aufsprühen. Das händische Grundieren sollte man dabei aber hinten anstellen, Ungeübte bringen hier schnell zu viel Farbe auf. Airbrush ist ein Thema für sich, das wir im Artikel Günstige Airbrush-Systeme für Einsteiger: Darauf kommt es an genauer ansehen. Soviel vorweg: Grundieren funktioniert damit super, aber man muss sich mit der Airbrush richtig beschäftigen.

Grundieren funktioniert mit der Airbrush super.

Die einfachste Methode sind Grundierungen in Sprühdosen. Diese sind zwar nicht ganz billig. Sie liefern aber schnell gute Ergebnisse und sind einfach anzuwenden. Der Autor ist ein Fan der 500-ml-Grundierungen von Citadel. Die Farbe haftet gut, überdeckt keine Details und lässt sich leicht aufbringen.

Bei der Wahl der Grundierung muss man eigentlich nicht viel beachten. Idealerweise sollte man eine Farbe nutzen, die man später auch viel auf dem Modell verwendet. Das ist aber optional, immerhin malt man später eh darüber. Mit einer weißen oder leicht grauen Grundierung macht man relativ wenig falsch, diese sind eine gute Unterlage für alle möglichen weiteren Farben.

Grundierungen sorgen dafür, dass Farbe auf Modellen gut hält.

Das Grundieren der Modelle ist simpel: Idealerweise klebt man die Figuren mit einem doppelseitigen Klebeband auf einen Karton und stellt einen weiteren Karton dahinter als Auffang für die Farben auf. Anschließend schüttelt man die Dose so lange, bis man die Kugel darin rappeln hört, ein paar Minuten dürfen das schon sein. Ob die Farbe fein genug ist, sollte man durch einen kurzen Sprühstoß an eine Stelle des Kartons testen.

Die eigentlichen Figuren grundiert man anschließend mit kurzen Sprühstößen aus etwa 10 bis 20 cm Abstand. Hier auf keinen Fall auf Dauerfeuer schalten, kurz sprühen, warten und dann weitermachen. Wenn man zu dick grundiert, sieht man später keine Details mehr. Idealerweise sollte nach dem Sprühen ein leichter Film auf den Modellen sein, durch den man die Details sogar etwas besser sieht. Weniger ist hier mehr, im Zweifel kann man auch in zwei oder drei Durchgängen grundieren. Die Farbe trocknet vergleichsweise zügig, nach ungefähr 5 bis 10 Minuten geht es weiter. Da die Farbe ziemlich stinkt, sollte man zum Grundieren an einen trockenen, gut belüfteten Ort gehen.

Die drei Versionen unserer Kiste, aus dem Drucker, grundiert und fertig.

Nach dem Grundieren geht es an die ersten Farben. Es steht natürlich jedem frei, wie er seine Miniaturen anmalt. Es hat sich aber bewährt, zunächst mit den größten Flächen anzufangen. Die Truhe ist aus Holz? Perfekt, dann ist vielleicht ein erster Aufschlag mit Braun ein guter Weg. So arbeitet man sich von einer Fläche zur nächsten durch.

Die Kiste mit brauner Farbe.

Beim Farbwechsel ist es wichtig, den jeweiligen Pinsel richtig gut auszuwaschen und zu trocknen, er sollte keine alte Farbe mehr tragen. Welchen Pinsel man wählt, ist eine persönliche Präferenz. Der Autor bevorzugt eher kleinere Pinsel und malt etwas länger, um dafür eine bessere Kontrolle über die Farbe zu bekommen. Hier gilt: Einfach ausprobieren, mit der Zeit bekommt man ein Gefühlt, welcher Pinsel wann passt.

Unsere Kiste mit zwei Farben.

Das gilt auch für die Dicke der Farbe. Idealerweise sollte man die Farben in der Nasspalette immer mit ein wenig Wasser verdünnen. Dann einfach auftragen und trocknen lassen. So sieht man sehr gut, ob und wie gut die Farbe deckt. Falls es nicht passt, einfach eine neuen Schicht drüber malen. Das ist ebenfalls Übungssache und man sollte hier nicht zu dick auftragen. Gerade zu Beginn übermalt man ansonsten gerne die Details des Modells. Daher lieber drei dünne Schichten als eine fette. Die Farben verändern sich beim Trocknen. Einige wirken zunächst sehr schwach und wenig deckend, ziehen aber an, sobald die Farbe trockener wird. Hier hilft nur Geduld und Zeit.

Drei Farben auf der Kiste.

Schmuck, Waffen, Nieten, Augen oder Schlösser, an solche Details sollte man gehen, wenn die großen Flächen bemalt sind. Hat man zu Beginn etwas zu großzügig die Details übermalt, kann man diese auch noch einmal mit der Grundierungsfarbe anmalen, um anschließend einen besseren Halt zu bekommen. Auch hier gilt: Lieber vorsichtig arbeiten, gerne öfter mit weniger Farbe über die gleichen Bereiche gehen, um eine wirklich gute Deckung zu bekommen.

Sind die großen und kleinen Flächen bemalt, ist die Miniatur grundlegend fertig. Allerdings wirkt sie jetzt wahrscheinlich flach und irgendwie noch unfertig. Das ändern die beiden nächsten Techniken, Schattieren und Trockenbürsten.

Hier geschieht die wirkliche Magie beim Bemalen von Miniaturen. Schattieren ist ein großartiger Trick, mit dem die vorher eher flachen Figuren ein plastisches Erscheinungsbild bekommen. Dazu braucht man spezielle, sehr stark verdünnte Farben. Je nach Hersteller heißen diese Shade (Citadel), Wash (Vallejo) oder Quickshade (Army Painter). Diese Farben laufen in die Ritzen und sammeln sich dort, während die erhöhten Teile weniger stark bemalt werden. Sobald sie trocknen, entsteht der Eindruck von Schatten, Vertiefungen und erhöhten Bereichen.

Etwas Schattierung auf die Kiste und das Modell sieht deutlich besser aus.

Beim Aufbringen sollte man entsprechend vorsichtig vorgehen. Diese Farben sind immer dunkler als die eigentlichen Hauptfarben und sie sollten grob zur Hauptfarbe passen. Das bedeutet aber nicht, dass man zu jeder Farbe eine passende Schattierung anschaffen muss. Drei oder vier verschiedene reichen meist vollkommen. Solide Alleskönner sind Nuln Oil und Agrax Earthshade aus der Citadel-Farbserie. Sie geben den jeweiligen Flächen, auf denen sie aufgetragen werden, auch einen etwas abgewetzten Look.

Schattierungen sind spezielle Farben, die in Vertiefungen laufen und für plastische Effekte sorgen.

Ein weiterer Trick ist das Trockenbürsten. Das ist, ganz grob gesagt, das Gegenteil zum Schattieren. Man nimmt wenig Farbe auf einen Borstenpinsel. Danach macht man diesen fast wieder komplett sauber, sodass wirklich nur noch minimal Farbe am Pinsel ist. Nun wedelt man über die Figur oder das Modell. Dadurch bleibt die Farbe an den Erhöhungen haften und hebt diese sacht hervor. Die Methode ist beispielsweise für Kettenhemden perfekt, um ihnen einen silbernen Glanz zu verleihen, der über die Tiefen durch die Schattierung hervorsticht.

Die Kombination aus Schattierung und Trockenbürsten verhilft fast jedem Modell zu einem beeindruckenden, dreidimensionalen Eindruck. Die Techniken sind zudem schnell zu lernen. Je mehr man sie nutzt, desto besser wird man und desto echter wirken die Modelle.

Mit Trockenbürsten kann man die erhöhten Punkte elegant hervorheben, hier am Beispiel der Steine an der Basis der Figur.

Mit Grundfarben, Schattierung und Trockenbürsten hat man zu Beginn drei solide Techniken, mit denen die ersten eigenen Miniaturen gut aussehen. Wobei man damit allerdings noch lange nicht am Ende ist. Wer noch tiefer einsteigen möchte, der sollte sich die oben erwähnte Youtube-Playlist von Diced ansehen. Dort wird neben den drei genannten Techniken noch erklärt, wie man harte Kanten setzt, Schichten aufbringt oder die Basen der Figuren gestaltet.

Erwähnenswert für alle mit großen Figurensammlungen sind die Contrast-Farben von Citadel. Diese sind speziell darauf ausgelegt, mehrere Figuren schnell „Battle Ready” zu bekommen. Diesen Begriff nutzt Games Workshop, um zu beschreiben, wie weit Armeen mindestens angemalt sein sollten, um „offiziell” in Warhammer oder Warhammer 40K antreten zu dürfen. Eine Figur sollte mit einer Basis-Farbe und einem Shade bemalt sein, anschließend sollten die wichtigsten Details hervorgehoben werden, etwa Waffen oder Rüstungselemente. Um das bei großen Armeen einfacher zu halten, hat Games Workshop die Citadel Contrast-Farben entwickelt. Sehr stark vereinfacht gesagt beinhalten diese die Basisfarbe und Schattierung in einer Farbe. Entsprechend spart man sich einen Arbeitsschritt, ohne dass die Figuren schlechter Aussehen. Dafür sind die Contrast-Farben teurer.

Die Contrast-Farben von Citadel sind Grundfarbe und Schattierung in einem.

Wir finden die Farben spannend, gerade wenn man viele Modelle vom gleichen Typ schnell grundlegend bemalen will. Empfehlenswert ist diese Youtube-Playlist von Warhammer TV, die das Bemalen verschiedener Modelle mit der klassischen und der Contrast-Methode erklärt – natürlich nur mit den Citadel-Farben.

3D-Drucker und das Bemalen von Miniaturen passen als Hobby ideal zusammen. Das Bemalen macht Spaß und ist, zumindest für den Autoren, ziemlich entspannend. Neben der Vielzahl an fertigen Spielen und Systemen sind die Miniaturen aus dem 3D-Drucker eine willkommene Erweiterung.

Damit kann man nicht nur die Hindernisse auf den Schlachtfeldern von Warhammer oder Freeboters Fate ausgestalten, auch für normale Rollenspiele oder Brettspiele wie die Siedler von Catan oder Gloomhaven bekommt man nützliches Zusatzmaterial. Und bemalt sieht das einfach alles besser aus.

Wer noch den passenden 3D-Drucker sucht, dem empfehlen wir einen Blick in unsere Themenwelt 3D-Drucker. Dort gibt es zum Beispiel den Vergleich zwischen drei günstigen und guten SLA-Druckern. Wer Pen & Paper Rollenspiele vermisst, der sollte unseren Artikel Virtuelle Spieltische für Rollenspieler lesen. Dort erklären wir, wie man mit anderen übers Internet DSA und Co zocken kann.

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