Ratgeber: Helle Akku-Leuchten für den dunklen Fahrradherbst | TechStage
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Ratgeber: Helle Akku-Leuchten für den dunklen Fahrradherbst

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Wer im Dunkeln mit dem Fahrrad unterwegs ist, braucht eine Akku-Leuchte. TechStage zeigt gute und günstige akkubetriebene Scheinwerfer und Rücklichter für alle Einsatzgebiete.

Wer im Herbst sicher im Straßenverkehr sein will, muss sehen und gesehen werden. Die kürzer werdenden Tage machen eine gute Fahrradbeleuchtung unverzichtbar. Ein Fahrrad ohne funktionierende Lichtanlage und Reflektoren gilt zudem nicht als verkehrstauglich.

Mit lichtstarken LED-Lampen wie der Lupine SL AF braucht man auch nicht einmal auf seine gewohnte abendliche Singletrail-Runde zu verzichten. TechStage zeigt in dieser Kaufberatung zu Akku-Leuchten, wie man den richtigen Scheinwerfer zum Nach- oder Aufrüsten findet.

Wer dagegen noch auf der Suche nach dem passenden Fahrrad ist, dem empfehlen wir unseren Bestenliste E-Klappräder.

Wer über den Kauf einer Ansteckleuchte nachdenkt, sollte sich erst einmal über das Einsatzgebiet der Lampen für die dunkle Jahreszeit im Klaren sein. Soll es ein günstiges Beleuchtungsset für die kurze Fahrt zu U-Bahn sein, eine Lampe, die den Radweg in die Arbeit bei Nässe gut ausleuchtet, oder gar eine Flutlichtanlage für den Helm, um auch nachts über den Bike-Trail zu jagen? Für die ersten beiden Optionen kommen nur StVZO-konforme Lampen in Frage. Für das Night-Biking sind extra helle Helmlampen die beste Wahl. Allerdings sind diese Lichtmonster nicht im Straßenverkehr zulässig, da sie extrem blenden können.

Für kurze und gelegentliche Fahrstrecken reicht eine kleine und leichte Kompaktleuchte mit integriertem Akku und USB-Ladeschnittstelle. Sie ist schnell an- und abgesteckt, hat aber oft nur eine begrenzte Lichtleistung und Leuchtdauer. Systeme mit separatem Akku sind etwas schwerer, umständlicher anzubauen, halten aber länger durch und können mehr Licht liefern. Ideal für lange Touren oder wo es auf maximale Ausleuchtung ankommt.

Im öffentlichen Straßenverkehr muss das Licht über eine amtliche Bauartgenehmigung verfügen. Erkennbar an dem Prüfkennzeichen – das besteht aus einem Wellensymbol, einem großen K und einer fünfstelligen Zahl.

Wellensymbol am Scheinwerfer.

Hat man sich einmal für eine Lampenart entschieden, ist auf jeden Fall eine Nachtschicht Pflicht. Auf seiner Hausstrecke oder im üblichen Fahrradeinsatz wird die Ausleuchtung getestet. Vorher Montage und Bedienung im Dunkeln ausprobieren – auch mit Handschuhen. Dabei müssen die Bedienknöpfe gut erreichbar und leicht zu betätigen sein, damit die Lampe auch während der Fahrt einhändig zu bedienen ist. Automatiken und Dämmerungssensor sind dabei hilfreich.

Jetzt noch die Höheneinstellung so anpassen, dass das Nahfeld ausreichend ausgeleuchtet wird und die Hell-Dunkel-Grenze in der Ferne noch gut zu sehen ist. Der beleuchtete Bereich vor dem Rad muss ohne dunkle Flecken, möglichst homogen ausfallen – ganz wichtig bei Nässe, denn Spiegelungen und Lichtreflexe fallen stärker auf und sind eine große Herausforderung für die Augen. Besonders bei höherer Fahrgeschwindigkeit muss die Lampe so weit nach vorne und zur Seite ausleuchten, dass man Hindernisse rechtzeitig erkennt und nie das Gefühl von Blindflug aufkommt. Dabei ist ganz klar: Je schneller man unterwegs sein will, desto stärker muss der Scheinwerfer sein und idealerweise eine Fernlichtfunktion haben.

Beleuchtung in der Praxis (8 Bilder)

BMate mit hoher Ausleuchtung. Die ersten drei Bilder der Galerie zeigen eine günstige Akkuleuchte, in der Kategorie bis 30 Euro, auf voller mittlerer und schwächster Stufe. Für eine günstige Lampe ist das schon ordentlich, denn die Bilder entstanden an einem Regnerischen Tag und der Boden war nass, was enorm Licht schluckt. Werbebilder der Lampenhersteller werden gerne in trockener und heller Umgebung gemacht, was der Ausleuchtung optimal entgegen kommt. Wer aber mal Nachts bei Regen in der Stadt mit einer Akkuleuchte am Fahrrad unterwegs ist, sieht schnell was diese wirklich leistet.

150 Lux oder 1400 Lumen – Lampenanbieter locken gerne mal mit großen Zahlen bei den Angaben zur Leuchtkraft. Bei seriösen Lampenanbieter kann man sich gut darauf verlassen und höhere Lux- oder Lumen-Zahlen bedeuten auch mehr Leuchtkraft. Wenn die Supernova M99 Mini Pro 45, eine 300 Euro teure E-Bike Lampe mit 1400 Lumen spezifiziert ist, muss man sich bei Angeboten zum Zehntel des Preises und 18000 Lumen Angaben fragen, wie das gehen soll.

Wichtiger jedoch als die reinen Lichtleistungsangaben ist die Lichtverteilung. Ideal ist eine klar definierte Hell-Dunkel-Grenze in der Ferne und ein homogen ausgeleuchtet Bereich dazwischen bis direkt vor das Fahrrad. Wenn dann noch die Seitenausleuchtung breit und symmetrisch ist, gibt es keine Schreckmomente wegen plötzlich aus der Dunkelheit auftauchender Hindernisse. Hier ist die Lupine SL AF 4 StVZO eine klare Empfehlung. Präzise Hell-Dunkel-Grenze beim Abblendlicht und eine breite, gleichmäßige Ausleuchtung im Fernlicht-Modus, der über eine Fernbedienung am Lenker zugeschaltet wird.

Die Akkubeleuchtung ist dank der energieeffizienten LED-Technik und leichter Lithium-Ionen-Akkus deutlich zuverlässiger geworden. Somit eignen sich batterie- oder akkubetriebene Leuchten nicht nur für gelegentliche Einsätze, sondern machen das Fahrrad alltagstauglich, auch weil regelmäßiges Nachladen nicht mehr so häufig notwendig ist. Letztendlich gibt es mehr Lichtleistung bei weniger Gewicht. Lampen mit integriertem Akku sind mittlerweile so leicht, dass sie fest am Lenker fixiert bleiben. Systeme mit kompaktem Akku-Packs im Flaschenhalter versorgen Hochleistungs-LEDs über Stunden mit Saft.

20 Jahre Fortschritt bei Akkulampen. Die alte NiteRider mit Halogentechnik und Metall Akkus wog über 1,2 Kilogramm und die Leuchtdauer war mit knapp 1,5 Stunden eher knapp. Ganz abgesehen von der Hitzeentwicklung der Halogenbirnen. Im Vergleich wiegt eine neue, effiziente LED-Stirnlampe inklusive Akkupack rund 260 Gramm. Und dabei sind die Leistungsdaten deutlich besser, was Lichtausbeute und Leuchtdauer betrifft. Diese beiden Leuchten sind allerdings nicht StVZO-konform. Eignen sich aber gut als Offroad-Zusatzbeleuchtung.

Beim Großteil der Akkuleuchten sind mittlerweile die Energiespeicher fest verbaut. Da spricht erst einmal nichts dagegen, sind doch Leistungsdichte und Ladezyklen auf eine lange Nutzungsdauer optimiert. Der Vorteil eines Wechsel-Akkus in Batterieform liegt klar auf der Hand. Ist der Akku leer, kann man einfach den Ersatz-Akku oder Batterien einwechseln. Systeme mit externem Akku sind noch flexibler, ist ein Akku leer, kann ein zweiter oder größerer angesteckt werden.

Batterie vs Akku (5 Bilder)

Frontlichtvergleich: Batterie vs Akku

Normalerweise wird das Frontlicht am Lenker oder der Gabel befestigt. Das ist logisch, da der Lichtkegel immer genau den Weg erfasst, den der Fahrer ansteuert. Je nach Ausführung wird die Fahrradbeleuchtung entweder an einem zuvor angeschraubten Adapter oder direkt über das Lampengehäuse am Rad befestigt. Die Mehrzahl der Frontlichter lässt sich so schnell an- und abbauen. Das ist wichtig, schließlich soll die teure Lampe nicht unbeaufsichtigt am Rad bleiben, wenn es unterwegs abstellt wird.

Die Standard-Sets sind sehr ähnlich aufgebaut. Die meist werkzeugfreie Montage erfolgt mittels fest integrierter Gummiriemen oder extra Plastikschraubklemmen. Die Lampen mit Gummiriemen, sei es Front- oder Rücklicht, sind schnell angebracht und passen universell an verschiedene Lenker oder Sattelstützdurchmesser. Wenn die Beleuchtung, wie erlaubt, tagsüber nicht montiert ist, sind keine unschönen Halter am Fahrrad - für Puristen und Ästheten ein echtes Kaufargument. Die Leuchten müssen aber jedes Mal nach der Montage neu ausgerichtet werden. Hier kommt einem die neue Regelung, dass nur niemand geblendet werden darf entgegen.

Bei Systemen mit separatem Halter werden diese mit Klemme, Knebelschraube und verschieden dicken Unterleggummis an den Lenker oder Sattelstütze angepasst. Das ist oftmals sehr fummelig, bei ungünstigen Platzverhältnissen ist eine exakte horizontale Ausrichtung der Lampe nicht möglich. Der Vorteil – einmal positioniert sind die Lampen schnell an- und abgesteckt und gleich korrekt ausgerichtet. Unbedingt auf die Klemmweite der Schelle achten. Standard-Lenker haben ein Durchmesser von 25,4 Millimeter und Oversized-Lenker von 31,8 oder gar 35,0 Millimeter, also vorher Lenkerdurchmesser an der dicksten Stelle messen. Bei Sattelstützen gilt gleiches, hier gibt es Durchmesser von 25,0 bis 35,0 Millimeter. Bei Aerolenker und ovalen Sattelstützen versagen die üblichen Schellenbefestigungen, am ehesten funktionieren noch die Systeme mit Gummilasche.

Befestigungen (4 Bilder)

Fest am Lenker fixierte Halter mit Bajonettverschluss sind bei Erstmontage etwas aufwändiger zu Montieren, müssen sie doch oft per Gummistücke an unterschiedliche Lenker- oder Stattelstützendurchmesser angepasst werden.

Batterie- oder Akkuleuchten sollten über eine Ladestandsanzeige verfügen, die den Benutzer rechtzeitig vor dem Leerwerden der Energiequelle warnt. Bei hochwertigeren Lampen erfolgt dies über mehrstufige Anzeigen oder gar minutengenaue Angaben zur Restleuchtdauer. Dämmerungssensoren schalten die Front- oder Rückleuchte automatisch an und aus oder dimmen die Leuchtstärke entsprechend dem Umgebungslicht. Das spart Strom und man vergisst nicht das Licht einzuschalten. Eine manuelle Leuchtstärkenregulierung erlaubt auch die individuelle Anpassung der Leuchtkraft an die jeweilige Situation, so kann man auf einem schlecht ausgeleuchteten Wegstück die Beleuchtung hochfahren. Ein Fernlicht mit Schalter am Lenker ist perfekt für Vielfahrer und erlaubt deutlich höhere Fahrgeschwindigkeiten bei Dunkelheit. Uhrzeitanzeige und Powerbankanschluss sind zusätzliche Komfortfunktionen.

Einfache Beleuchtungssets mit Batteriefach eignen sich für den gelegentlichen Einsatz in der Stadt. Die Ausleuchtung ist ordentlich, doch bei Nässe kommen sie schnell an ihre Grenzen. Mit einer Leuchtdauer zwischen 4 und 8 Stunden sind sie keine Dauerbrenner, die Batterien können jedoch schnell getauscht werden. Einmal ohne Beleuchtung von der Polizei erwischt ist teurer.

Sigma Sport Aura 25 + Cubic Beleuchtungsset: Kostengünstiges Einsteiger-Komplettset mit 25 Lux für gelegentliche Einsätze in der Stadt. Die Lampe benötigt 2 x AA Batterien die werkzeugfrei tauschbar sind. Die Rückleuchte wird mit 2 x AAA Batterien betrieben. Befestigung mit integrierten Silikonhalterung.

AXA Niteline T1 Beleuchtungsset: Wie die Sigma Sport Aura wird das Axa Niteline Set mit integrierten Silikonschlaufen direkt an Lenker respektive Sattelstütze befestigt. Das Lampenset ist besonders leicht, da es mit CR2032 Knopfzellen betrieben wird.

Cube RFR Tour 15 6V + Tour Beleuchtungsset: Die Frontlampe des RFR-Sets wird mit 15 Lux angegeben und mittels Halter und Bajonettverschluss am Lenker befestigt. Die Lampe hat die Form einer Taschenlampe und kann auch als solche genutzt werden. Der Rücklichthalter wird per Gummilasche an der Sattelstütze befestigt.

Der große Vorteil von Leuchten mit integriertem Akku ist das geringe Gewicht und die kompaktere Bauweise. Geladen wird universell per USB.

VDO ECO Light M30 Set: Das VDO ECO Light M30 Set mit StVZO-Zulassung besteht aus einer 30 LUX starken Frontleuchte und einem hellen Rücklicht, welches dank seitlicher Strahlung sehr gute Sichtbarkeit bietet. Das Set lässt sich ganz einfach über USB aufladen, ist leicht und super kompakt – genau das Richtige für Stadt und Land.

AXA Greenline 15 Beleuchtungsset: Die AXA Greenline ist besonders kompakt und schnell mit Gummilaschen montiert. Die Leuchtdauer ist mit vier Stunden und die Ladezeit mit zwei Stunden angegeben. Mit mehr als 1000 Ladezyklen ist sie bei häufiger Benutzung umweltschonender als Batterieleuchten.

Neben dem geringen Gewicht und kompakter Bauweise warten die Akku-Leuchten der Preisklasse bis 100 Euro mit deutlich mehr Lichtleistung und Brenndauer auf. Die Fahrbahnausleuchtung übertrifft die der günstigen Kategorie um Längen und macht sie für Radfahrer interessant die im Dunklen fahren müssen.

CatEye HL-EL552G GVolt70.1 Frontlicht: Das Besondere am CatEye GVolt ist die hängende Montage. Dies ist ideal für Rennradlenker, so sitzt die Lampe unauffällig und geschützt unter dem Lenker und die Schalt- oder Bremszüge laufen nicht störend durch den Scheinwerferkegel. Mit 70 Lux und bis zu 25 Stunden Leuchtdauer im Sparmodus passen das geringe Gewicht und die Leistungsdaten.

Lezyne Power STVZO Pro 115+ Frontlicht: Die Lezyne Pro 115+ ist für einen rauen Einsatz gemacht. Aluminiumgehäuse und wasserdicht nach IPX7 Standard macht sie uneingeschränkt regentauglich und hart im Nehmen. Befestigt wird die 200 Gramm Leuchte mit fest angebrachtem Elastikband.

Busch & Müller Ixon Core + IXXI Beleuchtungsset: Busch + Müller Scheinwerfer zeichnen sich durch eine ausgereifte Reflektor-Technologie aus, die die Fahrbahn sehr homogen ausleuchten. Befestigt wird die 112 Gramm Leuchte mit einem Klemmhalter mit Bajonett der auf einem Distanzgummi sitz, dadurch lässt sich die Lampe auch horizontal gerade ausrichten.

Sigma Sport Aura 60 USB + Nugget II Beleuchtungsset: Die Sigma ist ein solides Lampen-Set. Im Fernbereich hat sie einen hellen Lichtkegel, der Nahbereich und die Randausleuchtung fallen etwas schwächer aus – aber insgesamt noch gut. Positiv ist die Leuchtdauer des Scheinwerfers. Das Rücklicht lässt sich einfach bedienen und ist schnelle geladen.

In dem relativ jungen Segment der StVZO-konformen Bike-Lampen mit separatem Akku-Pack gibt es noch kein großes Angebot. Die Stärken sind die legale Benutzung im Straßenverkehr mit viel Sicherheit durch gute Fahrbahnausleuchtung und enormer Power für den Trail-Einsatz.

Wer ernsthaft mit dem MTB nachts im Gelände unterwegs sein möchte, kommt nicht um eine lichtstarke Helmlampe herum. Diese Leuchten können wahlweise am Lenker oder Helm montiert werden, sind allerdings auf keinen Fall im öffentlichen Straßenverkehr nutzbar. Die extreme Leuchtkraft und Ausdauer haben allerdings ihren Preis.

Die Rücklichter werden gerne mal in ihrer Wichtigkeit unterschätzt. Leuchtstark und ausdauernd müssen sie sein, sichern sie den Radfahrer doch gegen herannahende Autos von hinten. Ihr Abstrahlwinkel muss mindestens 220° Grad betragen und sichern so den Radfahrer auch zur Seite ab. Die gängigste Variante ist die für die Montage an der Sattelstütze. Andere Typen werden fest am Gepäckträger, Sattelstreben oder Schutzblech montiert.

Praktisch sind Modelle mit Dämmerungsschalter, der die Leuchte bei entsprechenden Lichtverhältnissen automatisch einschaltet. Vielfahrer sollten abwägen, ob eine Lampe mit integriertem Akku und USB-Ladeanschluss für sie wirtschaftlicher ist als eine Batterievariante. Bitte auch hier nur Modelle mit StVZO, also K-Kennung verwenden.

Das Garmin Varia RTL516 Rücklicht mit Radar und Bluetooth ist ein High-Tech-Rücklicht mit eingebautem Radar und Bluetooth-Konnektivität. Fest am Gepäckträger montiertes Rücklicht mit USB-Ladeanschluss Busch & Müller Toplight Flat S Senso Rücklicht hat eine bis zu 50-stündige Leuchtdauer, integrierter Z-Rückstrahler und eine Dämmerungsautomatik.

Energiequelle: Fahrräder müssen für den Betrieb des Scheinwerfers und der Schlussleuchte mit einer Lichtmaschine, einer Batterie oder einem wieder aufladbaren Energiespeicher oder einer Kombination daraus als Energiequelle ausgerüstet sein.

Scheinwerfer: Fahrräder müssen einen oder zwei nach vorn wirkenden Scheinwerfer für weißes Abblendlicht haben. Der Scheinwerfer muss so eingestellt sein, dass er andere Verkehrsteilnehmer nicht blendet und sie dürfen zusätzlich mit Tagfahrlicht- und Fernlichtfunktion für weißes Licht ausgerüstet sein. Blinkende Scheinwerfer sind unzulässig.

Rücklicht: Fahrräder müssen an der Rückseite mit mindestens einer Schlussleuchte für rotes Licht ausgerüstet sein und dürfen eine Bremslichtfunktion haben. Blinkende Schlussleuchten sind unzulässig.

Fahrrad Rückstrahler (7 Bilder)

Fronstrahler

Anbringung: Die lichttechnischen Einrichtungen müssen vorschriftsmäßig und während ihres Betriebs fest angebracht, gegen unabsichtliches Verstellen unter normalen Betriebsbedingungen gesichert, sowie ständig einsatzbereit sein. Die lichttechnischen Einrichtungen dürfen nicht verdeckt sein.

Scheinwerfer, Rückleuchten und deren Energiequelle dürfen auch abnehmbar sein, müssen jedoch während der Dämmerung, bei Dunkelheit oder wenn die Sichtverhältnisse es sonst erfordern, angebracht werden.

Reflektoren: Für ein STVZO-konformes Fahrrad sind zusätzlich mindestens zehn fest montierte Reflektoren vorgeschrieben: ein großer weißer Frontreflektor sowie ein großer roter Reflektor, der Kategorie „Z“, hinten. Die Pflicht, einen zweiten roten Reflektor hinten montiert zu haben, ist mittlerweile gestrichen worden. Beide Reflektoren können auch in den Scheinwerfer oder die Rückleuchte integriert sein, was aber bei Ansteckleuchten nur dann Sinn ergibt, wenn die Leuchten im Straßenverkehr ständig montiert bleiben.

An den Pedalen müssen nach vorne und nach hinten wirkende gelbe Rückstrahler angebracht sein, also insgesamt vier. Bei den beiden Längsseiten des Fahrrades hat man die Wahl: Entweder man nutzt Reifen mit einem durchgehenden Reflexstreifen auf der Flanke oder benutzt ganz klassisch, mindestens zwei gelbe, um 180° versetzt angebrachte, Speichenrückstrahler in jedem Laufrad. Besonders sicher sitzen die Ausführungen, die eine Metallklammer im Plastikgehäuse haben. Auch retroreflektierende Speichenhülsen, die an jeder Speiche angebracht sind, sind möglich.

Speichenhülsen

Was an Beleuchtung am Fahrrad angebracht ist, regelt die StVZO. Man kann aber noch mehr für den Schutz in der Dunkelheit tun. Reflektierende Kleidung oder Warnwesten für Biker sind in der dunklen Jahreszeit Gold wert. Wer nicht gerne mit neonfarbenen Klamotten unterwegs sein will, kann sich auch mit dezenten Kleidungsstücken, mit integrierten, blinkenden LEDs, aufs Rad schwingen. Denn im Gegensatz zum Fahrrad, hat man bei der Beleuchtung, die man am Körper trägt, wesentlich mehr Freiheiten. Es darf nur nicht blenden oder andere gefährden. Wer mit blinkenden LEDs am Körper im Straßenverkehr mitmischt, wird nicht so leicht übersehen.

Tipps für das Night-Biking:

Richtig cool ist das Biken im Gelände mit Freunden bei Vollmond. Feste Termine helfen auch den inneren Schweinhund zu überwinden und sich trotz Dunkelheit auf das Bike zu schwingen.

  • Akkus vorher voll aufladen.
  • Für längere Touren Ersatzakku und zweite Lampe mitnehmen.
  • Zusätzlich Warnweste, Blinklichter oder retroreflektierende Elemente am Körper tragen.
  • Nur Geländestrecken fahren, die man kennt, aber daran denken - Gewohnheit kann gefährlich werden.
  • Am besten einmal bei Tageslicht vorher abfahren, denn Hindernisse wie tief hängende Äste können im Dunklen zum Verhängnis werden, aber nicht darauf vertrauen, dass die Strecke so bleibt wie zuletzt gesehen.
  • Nicht maximalen Speed fahren.
  • Am gefährlichsten sind im Wald Hindernisse in Kopfhöhe, die werden vom Scheinwerfer nicht erfasst und das Auge folgt dessen hellen Lichtkegel. Am besten zusätzlich eine Stirnlampe verwenden.
  • Öfter Stopps einlegen und Treffpunkt vereinbaren, falls man sich verliert.
  • Warme Klamotten und Thermoskanne für das Apres-Biking nicht vergessen.

Akkuleuchten sind keine Notlösung mehr. Ausgestattet mit neuester LED- und Batterietechnik sind sie voll praxistauglich. Selbst einfache Lampensets für 30 Euro warten mit guter Ausleuchtung und hellen Rücklichtern auf. Ab 50 Euro aufwärts sind die Frontleuchten mit integriertem Akku auch für längere Touren und sicheres Training im Dunklen geeignet.

Lampensysteme mit separatem Akkupack, ab 150 Euro, bieten auch abseits befestigter Straßen einen hohen Funfaktor beim Night-Biking im Gelände. Das Gute dabei, alle Lampen gibt es mit dem Segen des Gesetzgebers. So ausgestattet kann das MTB und der Straßenrenner auch in der dunklen Jahreszeit ausgiebig und legal genutzt werden.

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