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Ratgeber: Günstigste UHD-Monitore und ihre Haken

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Einen 4K- beziehungsweise UHD-Monitor bekommt man bereits für unter 200 Euro – die Enttäuschung kommt beim Ausprobieren. Für etwas mehr gibt es aber auch anständige Bildschirme.

In unserem Preisvergleich gibt es derzeit 13 unterschiedliche 4K-Monitore für unter 250 Euro. Hier und da geht es sogar noch weiter nach unten: So kostete der 28 Zoll große Samsung U28E590D im Sommer schon mal weniger als 200 Euro. Shut up and take my money könnte man da denken, aber halt: In der untersten Preisklasse sind immer noch viele Bildschirme mit TN-Panels ausgestattet.

Die gute Nachricht: Seit der ersten Veröffentlichung dieses Ratgebers im Januar 2019 hat sich einiges getan. Bildschirme mit TN-Panel sind seltener geworden – und teils kosten die besseren Alternativen nur noch ein paar Euro mehr. Um so wichtiger ist es, genau hinzusehen.

TN-Panels kennen wir alle noch und die meisten von uns dürften sie seit Jahren aus dem Alltag verbannt haben. Es ist jene LCD-Technologie, die sich durch absolut miese Blickwinkel auszeichnet; Smartphone-Hersteller trauen sich seit Jahren nicht mehr, diese Panels zu verbauen. Die Technik hat zwei große Vorteile: Sie ist billig und schnell.

Die alternativen Display-Techniken sind deutlich besser, aber eben auch teurer. Gerade beim Monitor sollte man das zusätzliche Geld auf jeden Fall ausgeben, denn die große Diagonale im Vergleich zum Smartphone-Display führt dazu, dass man noch nicht einmal gerade vorm Bildschirm sitzend ein bis in die Ecken sauberes Bild sieht.

Am besten sollte man gleich zu 4K-Monitoren mit IPS-Panel greifen. Diese Display-Technik hat sich im Alltag zu Recht durchgesetzt: Farben, Kontraste und Blickwinkel sind deutlich besser. In manchen Größenklassen gibt es noch Bildschirme mit VA-Panels. Sie sind ein Kompromiss: seitlich sind die Blickwinkel durchaus in Ordnung, von oben und unten gibt es aber schnell verfälschte Farben und miese Kontraste. Außerdem sind die Displays langsamer als TN- und IPS-Panels, was für Gamer durchaus eine Rolle spielt. Interessanterweise kommt diese Technik überwiegend bei den 31,5-Zoll-Bildschirmen noch in relevanter Stückzahl zum Einsatz.

Auch an anderer Stelle sparen die Hersteller der günstigsten UHD-Monitore; meist gibt es weder eine Höhenverstellung noch eine Pivot-Funktion. HDMI haben alle Geräte, dazu gibt es oft noch Displayport und selten VGA (D-Sub).

Achtung: Manche Geräte mit mehr als einem HDMI-Eingang unterstützen nur an einem Port den HDMI-Standard 2.0. Wer den Bildschirm mit voller Auflösung betreibt, hat bei HDMI 1.4 nur eine Bildwiederholfrequenz von 30 Hz – und damit keine flüssige Darstellung mehr. Sogar die Maus ruckelt.

Wer den Bildschirm auch als (Gäste-)Fernseher betreiben möchte, sollte auf die Unterstützung von HDCP achten, damit er Fire-TV-Stick, Apple TV & Co. direkt anschließen kann. Oft gibt es auch integrierte Lautsprecher, die aber eher in die Kategorie „vorhanden“ als „klingt gut“ eingestuft werden sollten.

Im Idealfall unterstützt der neue Monitor außerdem Freesync; für Gamer ist außerdem eine flotte Reaktionszeit wichtig. Das ist zwar eine Parade-Disziplin der TN-Panels, vergleichbar flotte IPS-Panels sind deutlich teurer. Hardcore-Spieler werden uns für diese Aussage verdammen, aber alle anderen werden keinen Unterschied zwischen 2 und 5 ms Reaktionszeit wahrnehmen – und 5 ms erreichen auch die günstigsten 4K-Monitore.

Die folgende Liste zeigt die derzeit billigsten Monitore mit 3840 × 2160 Pixeln. Sie haben allesamt ein TN-Panel – wir würden daher die Finger davon lassen.

Acer RT0 RT280KA, 28\

Acer RT0 RT280KA, 28"

Acer KG1 KG281Kbmiipx, 28\

Acer KG1 KG281Kbmiipx, 28"

Samsung U28E570D, 28\

Samsung U28E570D, 28"

ASUS VP28UQG, 28\

ASUS VP28UQG, 28"

AOC U2879VF, 28\

AOC U2879VF, 28"

Samsung U28E590D, 28\

Samsung U28E590D, 28"

In dieser Größe haben alle Monitore, die kein TN-Panel haben, ein IPS-Panel. Der Aufpreis zu den billigen TN-Modellen ist nicht mehr groß, schon 20 Euro können den Unterschied ausmachen. Wir würden lieber keinen UHD-Monitor kaufen als einen mit TN-Panel – und empfehlen im Zweifel, lieber noch etwas zu sparen und einen der folgenden Monitore zu erwerben.

Philips E-line 276E8VJSB, 27\

Philips E-line 276E8VJSB, 27"

LG Electronics 27UD58-B, 27\

LG Electronics 27UD58-B, 27"

LG Electronics 27UD59-B, 27\

LG Electronics 27UD59-B, 27"

LG Electronics 27UD58P-B, 27\

LG Electronics 27UD58P-B, 27"

LG Electronics 27UD59-W, 27\

LG Electronics 27UD59-W, 27"

AOC U2777PQU, 27\

AOC U2777PQU, 27"

Eine Dimension größer sind die Bildschirme 31,5 bis 32 Zoll groß und kommen, wenn man TN-Panels auf jeden Fall ausschließen möchte, im unteren Preisbereich allesamt mit VA-Panel ausgestattet. Unsere Kollegen von c't haben in der Ausgabe 20/2018 sechs dieser Bildschirme ausführlich getestet. Für wiederum nur einen geringen Aufpreis zu einem 28-Zoller mit IPS-Panel gibt es hier deutlich mehr Bilddiagonale.

Samsung U32J590, 31.5\

Samsung U32J590, 31.5"

AOC U3277FWQ, 31.5\

AOC U3277FWQ, 31.5"

ViewSonic VX3211-4K-mhd, 31.5\

ViewSonic VX3211-4K-mhd, 31.5"

Samsung U32J592, 32\

Samsung U32J592, 32"

LG Electronics 32UD59-B, 31.5\

LG Electronics 32UD59-B, 31.5"

iiyama ProLite X3272UHS-B1, 31.5\

Iiyama ProLite X3272UHS-B1, 31.5"

Jetzt wird's teuer: Wer in der gleichen Größe ein IPS-Panel haben möchte, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Blicken öfters mehrere Personen auf den Bildschirm, ergibt die Investition Sinn – sitzt nur einer vorm Display, tun es auch die VA-Bildschirme. Oder man greift einfach bei den etwas kleineren Bildschirmen zu und spart einen Haufen Geld.

Acer Business B6 B326HKymjdpphz, 32\

Acer Business B6 B326HKymjdpphz, 32"

LG Electronics 32UD89-W, 31.5\

LG Electronics 32UD89-W, 31.5"

BenQ PD3200U, 32\

BenQ PD3200U, 32"

HP Z Display Z32, 31.5\

HP Z Display Z32, 31.5"

Acer ProDesigner PE0 PE320QK, 31.5\

Acer ProDesigner PE0 PE320QK, 31.5"

LG Electronics 32UD99-W, 31.5\

LG Electronics 32UD99-W, 31.5"

TN-Panels haben im Jahr 2019 in Bildschirmen keine Daseinsberechtigung mehr. Der Anblick ist fast schon verstörend – wir würden auf jeden Fall den Aufpreis für IPS- oder VA-Panels berappen oder zu einer kleineren Diagonale greifen.

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