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Ratgeber: Die besten Video-Streaming-Anbieter

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Amazon, Disney+, Netflix oder doch heimische Exoten wie Freenet Video und Joyn Plus? Wir haben die aktuellen Streaming-Dienste am deutschen Markt ausprobiert.

Die DVD-Sammlung ist durchgesehen und die tausendste Runde Uno macht keinen Spaß? Dann ist Film- und Serien-Streaming eine gute Alternative für zwischendurch. Wer eine Abwechslung zu linearem Fernsehen oder Musik-Streaming sucht, ist hier bestens aufgehoben. Wir haben ARD- und ZDF-Mediathek, Amazon Prime, Apple-TV, Disney+, Freenet Video, Maxdome (Joyn Plus), Netflix und Sky ausprobiert und verraten, welcher Dienst aktuell das beste Angebot hat. Folgende Kriterien waren uns wichtig:

  • Preis
  • Angebot an Filmen & Serien
  • Aktualität der Filme & Serien
  • Exklusivinhalte
  • Accounts / gleichzeitige Nutzung
  • Bedienung
  • Zusatzleistungen (Sprachauswahl, Auflösung, etc.)
  • Zusatzkosten

Die ausgewählten Anbieter entsprechen dabei folgenden grundlegenden Punkten: Für Pakete wird monatlich gezahlt und die Inhalte sind auf TV, Tablet oder Smartphone nutzbar. Sport- und Musik-Streaming sowie Einzelangebote wie Anime-Dienste etc. werden in diesem Ratgeber nicht in der Bewertung beachtet.

Übersicht: Kosten und Services der Streaming-Anbieter
ARD / ZDF Amazon Prime Apple TV+ Disney+ Freenet Video Joyn Plus Netflix Sky Ticket
Monatlicher Preis kostenlos 6,50 € 5 € 7 € 5 € 7 € 8 € 12 € 15 € 20 €
Auflösung Full-HD Full-HD / UHD Full-HD / UHD Full-HD / UHD Full-HD HD HD HD UHD Full-HD
Anzahl der Geräte für gleichzeitiges Streamen unbegrenzt 2 6 4 5 1 1 2 3 2
Kompatible Geräte Android, iOS, Apple TV, Amazon Fire TV Stick, Chromecast Android, iOS, Xbox One, Playstation 4, Apple TV, Amazon Fire TV Stick, Chromecast Nur Apple-Devices Android, iOS, Xbox One, Playstation 4, Apple TV, Amazon Fire TV Stick, Chromecast Android, iOS, Apple TV, Amazon Fire TV Stick, Chromecast Android, iOS, Apple TV, Amazon Fire TV Stick, Chromecast Android, iOS, Xbox One, Playstation 4, Apple TV, Amazon Fire TV Stick, Chromecast Android, iOS, Xbox One, Playstation 4, Apple TV, Amazon Fire TV Stick, Chromecast Android, iOS, Xbox One, Playstation 4, Apple TV, Amazon Fire TV Stick, Chromecast Android, iOS, Xbox One, Playstation 4, Apple TV, Amazon Fire TV Stick, Chromecast
Umfang <1000 <1000 21 <1000 ca. 1000 <1000 < 1000 < 1000 < 1000 <1000
Kostenpflichtige Zusatzangebote nein ja ja nein ja nein nein nein nein nein
Sprachen Deutsch diverse Weltsprachen diverse Weltsprachen diverse Weltsprachen Deutsch, Englisch Deutsch diverse Weltsprachen diverse Weltsprachen diverse Weltsprachen Deutsch, Englisch
Untertitel ja (vereinzelt) ja ja ja nein nein ja ja ja ja
Kündigungsfrist - jährlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich monatlich
Testzugang - 30 Tage 7 Tage 7 Tage - 3 Monate 30 Tage 30 Tage 30 Tage -

Jeden Monat kommt der Rundfunkbeitrag – aktuell 17,50 Euro. Dafür erwartet man natürlich auch etwas. Neben dem linearen Fernsehen bieten deshalb unter anderem ARD und ZDF eine eigene Mediathek an.

Aktuell hat man Zugriff auf rund 2000 Produktionen und tausenden Sendungen, darunter Abenteuer Erde, Agatha Christie und natürlich die Tatort-Reihe – allein bei der ARD. Wer beim ZDF reinschaut findet zusätzlich noch Serien wie Das Boot, Bad Banks oder Arctic Circle – der unsichtbare Tod. Der Großteil der Inhalte ist aktuell und exklusiv, eben Eigenproduktionen der Sendeanstalten. Das ist aber auch gleichzeitig ein Manko. Denn viele Filme und Serien verschwinden bereits nach wenigen Tagen wieder aus dem Programm und das Angebot ist darüberhinaus nicht vollständig. Wer beispielsweise schon immer mal alle Tatort-Filme von 1970 bis heute sehen wollte, wird enttäuscht sein – wie der Autor dieses Beitrags. Die Auswahl reicht nur bis 2010 zurück.

Über 2000 Serien und Filme? Da macht selbst Netflix große Augen. (Quelle: ARD)

Dafür können unbegrenzt viele Familienmitglieder die Mediatheken gleichzeitig nutzen, schließlich ist das Angebot für alle Bundesbürger. Eines Logins bedarf es nicht. Der Zugriff auf das Angebot gestaltet sich sehr einfach: Via App für Android, iOS oder Amazon Fire Tablets gibt es das Angebot genauso wie für Amazon Fire TV oder Apple TV. Hier unterscheiden sich die Apps nur im Detail.

Uns persönlich gefällt die Oberfläche des ZDF mittlerweile deutlich besser. Das Ganze erinnert mehr an eine ausgewachsene Streaming-Plattform und weniger an die herkömmliche Mediathek, also eine Sammlung von Sendungen von A bis Z. Beim ZDF gibt es bereits auf der Startseite beliebte Serien und Filme, Neuerscheinungen und Letzte-Chance-Angebote, die bald wieder verschwinden.

Das Design der ZDF-Mediathek entspricht einem professionellen Streaming-Dienst. (Quelle: ZDF)

Der öffentlich-rechtliche Sender bietet rundum ein tolles Programm und eine immens große Auswahl an Dokumentationen über Polit-Sendungen bis hin zu Spielfilmen wie Thriller, Comedy oder Drama. Auf große Produktionen aus den USA, Südkorea oder England muss man aber verzichten. Genauso wie auf eine Sprachauswahl oder Untertitel in anderen Sprachen. Das gibt es weder bei der ARD noch beim ZDF. Mehr als Full-HD darf man bei der Auflösung außerdem nicht erwarten. Downloads von Inhalten sind ebenfalls nicht möglich, man muss also für die Nutzung dauerhaft online sein.

30 Tage kostenlos und danach für 79 Euro im Jahr gibt es bei Amazon kostenlosen Versand, eine Million Lieder auf Amazon Music und eine große Auswahl bei Prime Video. Amazon Prime ist und bleibt ein Multitalent für überschaubares Geld. Bei den Filmen und Serien lässt sich das gesamte Angebot mittlerweile gar nicht mehr beziffern. Neben Serien-Klassikern wie Lost, Pokémon und Supernatural, gibt es Filme wie Transformers, Hellboy oder Harry Potter. Aber auch hier gilt: Man kann froh sein, wenn einmal das gesamte Angebot einer Serie verfügbar ist. Nur in den seltensten Fällen, abgesehen von den Amazon-Eigenproduktionen, stehen alle Staffeln einer Serie oder alle Filme einer Reihe zur Verfügung. Dafür stockt Amazon sein Sortiment so oft auf, dass man selten vor der Langeweile steht. Und natürlich gibt es dann noch die Exklusivinhalte wie Star Trek Picard, The Grand Tour oder die deutsche Produktion Pastewka.

Fakt ist: Amazon Prime Video ist so unübersichtlich, dass man schon genau wissen muss, was man sich ansehen will. Suchfilter und Empfehlungen stellen den Autor dieses Beitrags regelmäßig vor die Herausforderung, passende Inhalte zur Abendgestaltung herauszusuchen. Unser Tipp daher: Sieht man spontan einen Titel, der interessiert, dann am besten gleich damit auf die Watchlist. Das spart Suchen, wenn man sich in Ruhe etwas ansehen will.

Musik, Filme, Serien und Gratis-Versand gibt es für 79 Euro im Jahr bei Amazon Prime

Amazon Prime Video ist auf iOS, Android, Fire TV Stick, Google Chromecast und Apple TV sowie über TV-Boxen der Telekom und auf der Xbox One und Playstation 4 verfügbar. Einige Smart TVs haben die App zudem integriert – hier sollte man sich aber vorab genau informieren. Amazon nennt Geräte der Hersteller LG, Hisense, Panasonic und Samsung. Gleichzeitig Streamen können bei Amazon nur zwei Personen und das auch nur, wenn nicht beide den gleichen Film oder die gleiche Serie sehen. Eine zubuchbare Option gibt es nicht. Dafür aber Zusatzleistungen beim Filmangebot. Ist etwa ein Film nicht im kostenfreien Angebot, gibt es die Option diesen zu leihen oder zu kaufen. Je nach Deal gibt es hier schon etwas für einen Euro. Zudem bietet Amazon eigenen Channels an, also Sub-Dienste, wenn man so will. Hier findet man etwa das Angebot von Animax Plus oder Dazn für Sportsendungen. Die Channels kosten in der Regel jeweils weitere sechs Euro im Monat.

Zusammengefasst ist Prime Video ein starkes Angebot. Filme und Serien mit Suchtfaktor gibt es genug, das Angebot wird in diversen Sprachen ausgeliefert – darunter auch Chinesisch oder Türkisch – und ist in einigen Bereichen auch in UHD streambar. Wer unterwegs ist, kann sich zudem Filme und Serien vorab herunterladen, um diese später offline zu sehen. Störend bleibt aber die Unübersichtlichkeit bei der Suche nach Inhalten.

Das Angebot von Apple kostet pro Monat fünf Euro, Käufer eines Apple-Gerätes bekommen es für ein Jahr kostenlos. Wer nur reinschnuppern will, bekommt eine Probewoche. Eine Warnung gleich vorab: Apple TV+ gibt es nur auf Apple-Geräten. Wer also kein iPhone, iPad, Macbook oder Apple TV besitzt, schaut im wahrsten Sinne des Wortes in die Röhre.

Das Angebot beim Apple-Streaming ist überschaubar. Neben den bekannteren Eigenproduktionen wie For all Mankind oder The Morning Show mit Jennifer Aniston und Reese Witherspoon gibt es Talkshows mit Oprah und eine Neuverfilmung von Snoopy als Animation. Zusammengefasst: Apple TV+ zählt 21 Titel, darunter freilich auch Serien mit einigen Folgen. Rundum ist es hier aber noch sehr leer.

Apple TV+ hat spannende Serien, das Angebot ist jedoch nach kurzer Zeit durchgesehen. (Quelle: Apple TV+)

Sechs Personen können das Angebot von Apple gleichzeitig nutzen, die maximale Auflösung ist UHD. Alle Titel sind in dutzenden Sprachen verfügbar, von Arabisch bis Vietnamesisch. Die Bedienung erfolgt Apple-typisch sehr komfortabel und man findet sich schnell zurecht – okay, bei 21 Titeln kein Wunder. Immerhin dürfen sie heruntergeladen und offline angeschaut werden.

Disney+ ist erst ganz frisch in Deutschland angekommen und hatte mit einem 60-Euro-Jahresabo für ordentlich Anmelder gesorgt. Mittlerweile kostet der Dienst 70 Euro im Jahr oder sieben Euro im Monat. Eine Woche kann man den Dienst zudem kostenlos testen.

Rund 1000 Serien und Filme gehören zum Angebot von Disney, darunter alle Teile von Aladdin inklusive der Neuverfilmung aus 2019, die kompletten Staffeln der Simpsons sowie das historische Angebot an Trickfilmen rund um Donald Duck & Co. Und auch das Angebot von Pixar, Marvel und Star Wars hat es (fast) vollständig in den Disney-Dienst geschafft. Leider merkt man aber Einschränkungen bei den Rechten: Die Spider-Man-Zeichentrickserie ist etwa auf Disney+, die Spider-Man-Filme, selbst Homecoming, aber nicht.

Wer auf Star Wars, Marvel oder Disney-Klassiker steht, kommt um Disney+ nicht herum. (Quelle: Disney+)

Das Thema Exklusivinhalte ist bei Disney+ etwas anders als bei den anderen Anbietern gelöst. Denn Disney behält inzwischen als Produktionshaus alles, was dem Unternehmen gehört, für sich selbst. Vorher gab es Filme und Serien bei Netflix, Sky und Amazon. Jetzt gibt es dafür nun wirklich alle Inhalte bei Disney+, ohne Ablauffrist, vielfach in UHD und größtenteils in diversen Weltsprachen.

Der Zugriff funktioniert über iOS, Android, Xbox One, Playstation 4, Apple TV, Chromecast und Fire TV Stick. Im Ratgeber Disney+: So klappt Streaming an jedem TV klären wir die Details. Jeweils sieben Personen können den Dienst nutzen, vier davon gleichzeitig. Ein Download von Inhalten ist nur teilweise möglich, es ist nicht ersichtlich, nach welchen Kriterien Disney den Download ermöglicht. Ebenfalls clever: Zu vielen Filmen gibt es Extras, etwa geschnittene Szenen, erweiterte Inhalte oder Audiokommentare.

Disney+ macht einen ordentlichen Eindruck, gerade für Familien und Fans von Star Wars oder Marvel. Für sieben Euro bei sieben Nutzern ist das Angebot zudem sehr preiswert. Einen bitteren Beigeschmack hinterlässt der Aspekt, dass Disney sich aus den anderen Streaming-Angeboten zurückgezogen hat, um selbst noch mehr daran zu verdienen. Das sei dem Unternehmen grundsätzlich wirtschaftlich gegönnt, trotzdem zahlen Kunden jetzt für etwas extra, was sie früher in ähnlicher Form bei anderen Anbietern bereits hatten.

Ja, richtig gehört. Die Mobilfunktochter Freenet von Mobilcom-Debitel hat ein eigenes Streaming-Angebot. Den Dienst gibt es schon seit 2018. Aktuell verlangt der Anbieter rund einen Euro für drei Monate, einen Fünf-Euro-Gutschein für Amazon gibt es obendrauf. Danach kostet der Dienst fünf Euro im Monat.

Im Angebot sind rund 1000 Filme und Serien enthalten. Wer genau hinschaut, stellt aber rasch fest: Hier ist zumindest auf den ersten Blick wenig Attraktives dabei, zu den bekannteren Filmen zählen Texas mit Helge Schneider oder Police Story aus dem letzten Jahrtausend. Unter den Serien findet man Urmel oder die britische Produktion Doc Martin mit sechs Staffeln. Bei der Sprachauswahl steht deutsch, manchmal englisch zur Verfügung und die maximale Auflösung beträgt Full-HD.

Das Basisangebot von Freenet Video ist nicht der Rede wert, das kostenpflichtige Zusatzangebot kann sich unter Umständen lohnen. (Quelle: Freenet Video)

Freenet Video streamt man auf Wunsch auf fünf Geräten gleichzeitig. Es gibt Apps für iOS, Android, Chromecast, Fire TV Stick und Apple TV. Ein Download der Inhalte ist nicht möglich.

Mit Zusatzangeboten wird Freenet Video etwas attraktiver. Für rund fünf Euro kann man sich aktuelle Titel wie Joker oder Frozen 2 leihen, für rund 15 Euro auch kaufen. Das ist letztlich auch das Konzept hinter Freenet Video, denn es wird durch den Video-on-demand-Anbieter Videociety betrieben.

Rein in Hinblick auf das Angebot zum Paketpreis lohnt sich Freenet Video zurzeit nicht. Für einen Euro kann man den Dienst schon mal für drei Monate mitnehmen, das beinhaltete Angebot wird aber kaum für den gesamten Zeitraum reichen, außer man zieht sich wirklich alle sechs Staffeln von C-Serien wie Profiling Paris oder Doc Martin rein.

Der Service von Maxdome geht langsam in Joyn beziehungsweise den kostenpflichtigen Dienst Joyn Plus auf. Aktuell gibt es den für drei Monate kostenlos, danach zahlt man sieben Euro im Monat. Ehemalige Maxdome-Inhalte wie Grey’s Anatomy, La La Land oder John Wick gehen somit auch zu Joyn Plus. Unter anderem stehen dem Nutzer hier 14 Staffeln von Criminal Minds, 9 Staffeln von The Walking Dead und 12 Staffeln Doctor Who zur Verfügung. Bei den Filmen findet man aktuell unter anderem Der Marsianer, Ghostbusters, Ironman und Passengers.

Neben dem Streaming-Dienst umfasst Joyn Plus zusätzlich 60 Live-TV-Sender, darunter Pro Sieben und Kabel Eins, sowie die Mediatheken dieser Sender und Eigenproduktionen wie Jerks, Mocro Maffia und Deadly Class. Die Inhalte werden maximal in HD ausgeliefert. Ein Download der Inhalte ist nicht möglich.

Das Angebot von Maxdome geht in Joyn Plus auf. (Quelle: Joyn)

Joyn Plus gibt es für Android und iOS sowie für Apple TV und Fire TV Stick. Allerdings ist der Dienst nur auf einem Gerät nutzbar – wer also einen Account mit der Familie teilen möchte, kann das vergessen. Eine Sprachauswahl oder Untertitel gibt es ebenfalls nicht.

Die Bedienung von Joyn gestaltet sich hingegen einfach und verständlich und erinnert an das Design von Netflix oder Disney+. Der Gesamteindruck von Joyn Plus ist stimmig und der Zugriff auf das umfangreiche Angebot an Filmen und Serien rechtfertigen die sieben Euro im Monat. Dass man Joyn Plus aber nur an einem Gerät gleichzeitig nutzen kann, dürfte dem Dienst auf kurz oder lang Schwierigkeiten bereiten.

Die ersten 30 Tage ist Netflix kostenfrei, danach verlangt der Dienst mindestens acht Euro im Monat. Wer mehr als einen Nutzerzugang braucht, zahlt zwölf Euro und wer vier Zugänge und UHD-Auflösung will, muss 16 Euro im Monat berappen. Alle Abos haben dafür den unbegrenzten Zugang auf alle Filme und Serien, mindestens HD-Auflösung und eine breite Palette an Sprach- und Untertitelauswahl. Der Download von Inhalten ist in jedem Paket möglich.

Netflix gilt als die Mutter des Streamings. Auch wenn das natürlich nicht stimmt, hat der Dienst ein beachtliches Angebot und eine überaus geschickte Empfehlungsfunktion. Denn Netflix stimmt die angezeigten Filme und Serien mit dem persönlichen Nutzerverhalten ab und ergänzt die Empfehlungen um beliebte Angebote, die aktuell in Deutschland von anderen Nutzern angesehen werden. Vor allem zu Anfangszeiten war das für Netflix wichtig, denn das Angebot zum Deutschlandstart war 2014 mehr als gering.

Serien-Fans kommen um Netflix nicht herum. (Quelle: Netflix)

Mittlerweile bietet der Dienst eine breite Palette an Filmen und Serien an – eine genaue Zahl gibt es nicht. Das Angebot an Serien überwiegt aber gefühlt. Neben den großen Eigenproduktionen wie House of Cards, Orange is the New Black und Altered Carbon, hat der Dienst mittlerweile eine wahre Serienmacht. Marco Polo, Ozark, Castlevania, Haus des Geldes, Better Call Saul oder Peaky Blinders sind nur ein paar weitere Beispiele.

Daneben findet man Produktionen anderer Studies wie Rick and Morty, Gossip Girl, Naruto, Family Guy oder The Walking Dead. Etwas schade: Wie Amazon hat auch Netflix fast nie alle Staffeln einer Serie im Angebot.

Bei der Filmauswahl hat Netflix ein stetig wechselndes Angebot, es gibt auch hier Eigenproduktionen, darunter The Irishman mit Hollywood-Stars wie Robert DeNiro. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags sind unter anderem The Dark Knight, Suicide Squad, Es, 2012 und The Revenant verfügbar.

Netflix gibt es für Android, iOS, Xbox One und Playstation 4 sowie für Apple TV und Fire TV Stick. Darüber hinaus findet sich Netflix bei diversen Smart-TVs direkt im Angebot oder sogar als Taste auf der Fernbedienung.

Wer entsprechend auf spannende, dramatische oder lustige Serien steht und gerne über längere Zeiträume bei einem Thema bleibt, wird Netflix mögen. Das Serienangebot ist hervorragend. Zeitweise versuchte Netflix auch interaktive Serien mit dem Zuschauer – unterm Strich hat man das Gefühl, dass sich der Dienst laufend weiterentwickelt. Die Auswahl an Filmen ist hingegen nicht so ausgeprägt und aktuell wie etwa bei Disney+ oder Amazon Prime. Dafür tauscht Netflix sein Angebot regelmäßig aus und versorgt die Zuschauer mit einem abwechslungsreichen Programm.

Sky Ticket ist das Streaming-Angebot von Sky und bietet kein Live-TV, sondern ausschließlich Serien und Filme. Zur Auswahl stehen drei verschiedene Optionen: Serien, Filme oder Sport. Je Option will Sky zehn Euro im Monat. Kombipakete für zwei Tickets gibt es immer wieder für 15 Euro.

Abgesehen vom Sportprogramm, das in diesem Ratgeber keinen Platz findet, bietet Sky Ticket weit über 1.000 Filme, rund 100 Serien und diverse Eigenproduktionen. Zu den aktuellen Film-Highlights zählen Sex and the City 2, Men in Black International, Aquaman und Horton Hört ein Hu. Das Serien-Angebot umfasst zurzeit die aktuelle Staffel Rick and Morty, 4 Blocks, die Eigenproduktion Chernobyl und Game of Thrones.

Ticket bekommt man auf Android und iOS, Playstation 4 und Xbox One, Apple TV, Chromecast sowie diversen Smart-TVs. Eine App für den Amazon Fire TV Stick gibt es nicht. Maximal zwei Nutzer können das Angebot von Sky Ticket gleichzeitig beanspruchen.

Gute Filme, gute Serien, allerdings hat Sky Ticket das teuerste Abo. (Quelle: Sky)

Bei der Sprachauswahl bietet Sky überwiegend Englisch und Deutsch an. Gleiches gilt für Untertitel. Die maximale Auflösung beträgt Full-HD. Die Bedienung von Sky Ticket ist nutzerfreundlich und leicht verständlich.

Rundum ist Sky Ticket ein attraktives Angebot für alle, die Filme kurz nach der Erstausstrahlung im Kino sehen wollen und auf Serien von US-Sendern wie FOX oder HBO stehen. Preislich ist Sky Ticket in der Kombination mit Filmen und Serien für 20 Euro deutlich über den Angeboten der Wettbewerber. Mit etwas Glück bekommt man die Kombi aber auch schon für 15 Euro monatlich und liegt somit etwa beim teuersten Netflix-Paket.

Wer kein zusätzliches Geld ausgeben will, ist bei den Mediatheken von ARD und ZDF gut aufgehoben. Das Angebot entspricht dem des linearen Fernsehens, kann aber nach Lust und Laune zu jeder Uhrzeit abgerufen werden. Gleiches gilt für die kostenlose Version von Joyn.

Serienfans kommen um Sky Ticket Beste Serien und Netflix kaum herum. Beide Dienste haben ein breites Angebot an aktuellen und aufwendigen Produktionen. Danach folgt dicht Amazon Prime, das aber aufgrund des unfassbar riesigen Angebots sowie der dadurch entstehenden Unübersichtlichkeit beinahe für Reizüberflutung sorgt. Die Amazon-Eigenproduktionen sind attraktiv, die Auswahl und Sortierung des Gesamtangebots strapaziert mitunter Zeit und Nerven. Dafür gibt es Amazon Prime im Bundle mit Musik, Versand und Filmen für 79 Euro.

Fans von Disney, Marvel und Star Wars führt kein Weg an Disney+ vorbei. Wer nicht gerade alle Filme als DVD oder VHS zu Hause gehortet hat, findet hier für überschaubares Geld eine komplette Ausstattung des Disney-Universums. 7 Tage kann man das Programm kostenlos ausprobieren.

Die Angebote von Apple TV+ und Freenet Video sind nett gemeint, werden aber keine langfristige Freude bereiten. Wer gerade mal ein neues Apple-Produkt hat, sollte Apple TV+ für ein Jahr freilich kostenlos mitnehmen. Gleiches gilt für Freenet Video: drei Monate für einen Euro ist ein fairer Deal – danach lohnt sich das Angebot aktuell aber nicht.

Wer sich hingegen nicht so recht entscheiden kann, ob es jetzt Filme, Serien oder doch lineares Fernsehen sein soll, der ist bei Joyn Plus gut aufgehoben. Die ersten drei Monate gibt es gratis, das Angebot an internationalen Serien und Filmen stimmig. Allerdings: Stream-Qualität, die Nutzerbeschränkung auf eine Person sowie fehlende Optionen bei Sprachauswahl und Untertitel lassen zu wünschen übrig.

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