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Ratgeber: Die besten Smartphones bis 400 Euro

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Muss es wirklich immer ein vierstelliger Betrag für gute Smartphones sein? Wir zeigen die besten Smartphones von 300 bis bis 400 Euro.

Klar stehen die Flaggschiffmodelle der Smartphone-Hersteller gern im Fokus von Berichterstattung und Begierde von Kaufinteressenten. Aber müssen Käufer wirklich immer 800, 1000 oder noch mehr Euro für ein gutes Smartphone ausgeben? Früher ja, heute längst nicht mehr. Denn auch für unter 400 Euro sind inzwischen richtig gute Smartphones zu haben, die den Topmodellen nur in wenig nachstehen.

Der wichtigste Punkt, auf den Käufer bei einem Smartphone zwischen 300 und 400 Euro bei der Software achten sollten, ist Aktualität. Weniger als Android 9 sollte Mitte 2020 niemand mehr akzeptieren, inzwischen gibt es auch schon etliche Geräte mit Android 10.

Bei der Hardware ist das schon schwieriger, hier kommt es auf das eigene Nutzungsverhalten an. Beim Chipsatz sollte es wenigstens ein Prozessor der Mittelklasse sein, bei Qualcomm ist das etwa ein Chip der 600er oder besser noch der 700er-Reihe. Auch (ehemalige) Spitzenchipsätze sind in dieser Preisregion schon zu haben, etwa Snapdragon 855(+) oder Kirin 980.

Beim Speicher gilt: 4 GByte RAM sollte keinesfalls unterschritten werden, 6 GByte sind durchaus zu bekommen, bisweilen gibt es sogar 8 GByte. Der interne Speicher sollte keinesfalls kleiner als 64 GByte sein, vor allem, wenn er nicht erweiterbar ist. Um 400 Euro sind aber 128 GByte immer verbreiteter und hin und wieder sind sogar 256 GByte zu bekommen.

Das Display sollte im genannten Preissegment dank Notch und Diagonalen jenseits der 6 Zoll eine Menge Platz bieten, von Auflösungen unter Full-HD-Plus sollten Interessenten die Finger lassen. In unserer Aufzählung sind ausschließlich Panels mit FHD+ enthalten, alle Modelle verfügen zudem über (P)OLEDs.

Weniger als zwei Kameralinsen auf der Rückseite dürfte kein Mittelklasse-Smartphone heute mehr haben, zusätzlich zur Hauptlinse gibt es längst auch unter 400 Euro zusätzlichen Weitwinkel und Zoom. Wie wichtig weitere Faktoren wie Akkuleistung, KI oder spezielle Gaming-Features sind, hängt wieder stark vom Nutzungsverhalten jedes Käufers ab.

Als besonders empfehlenswert sehen wir derzeit das Realme X2 Pro. Der Vorgänger des von uns getesteten Realme X50 Pro 5G (Testbericht) überzeugt mit kaum schlechterer Technik bei deutlich niedrigerem Preis. Zur Ausstattung gehören ein 6,5 Zoll großer OLED-Screen mit FHD+-Auflösung, HDR10+-Darstellung und 90-Hertz-Wiedergabe, außerdem einer Quad-Cam mit bis zu 64 Megapixel und Teleobjektiv sowie einem Snapdragon 855+ als Antrieb. Ihm stehen satte 8 GByte RAM zur Seite, der interne Speicher beläuft sich auf 128 GByte – leider nicht erweiterbar. Alle nötigen Standards wie WLAN ac, Bluetooth 5.0 und NFC sind mit an Bord, 5G hingegen noch nicht. Der 4000-mAh-Akku lässt sich mit 50 Watt schnellladen. Kleiner Wermutstropfen: Bislang gibt es nur Android 9 für das Smartphone.

Alle Bilder zum Test des Realme X50 Pro 5G (20 Bilder)

Der Screen des Reno 3 fällt minimal kleiner als beim Realme-Modell aus, zudem verzichtet er auf 90-Hz-Wiedergabe und HDR-Fähigkeit. Auch die Quad-Cam setzt mit maximal 48 Megapixel auf etwas niedrigere Auflösungen, kommt aber auch mit Teleobjektiv. Mit dem Helio P90 setzt Oppo auf Mediatek als Chiphersteller, ordentlich Leistung bringt der aber dennoch. Auch hier kommen 8 GByte RAM zum Einsatz, die 128 GByte interner Speicher sind sogar erweiterbar. Der 4025-mAh-Akku lädt hingegen nur mit 20 Watt, dafür gibt es Android 10.

Der Huawei-Spitzenchipsatz des vergangenen Jahres, der Kirin 980, treibt das Honor 20 Pro (Testbericht) an. Er befeuert eine Quad-Cam mit bis zu 48 Megapixel und Telelinse, satte 8 GByte RAM und beachtliche 256 GByte Speicher. Der Akku mit 4000 mAh wird mit 22,5-Watt schnellgeladen, Android 10 gibt es inzwischen auch.

Und noch ein chinesischer Hersteller: ZTE baut in das Axon 11 ebenfalls einen 6,5 Zoll großen OLED-Screen ein und setzt auch auf eine Quad-Cam mit Teleobjektiv und maximal 48 Megapixel. Der verwendete Chipsatz (Helio P70) ist zwar auf dem Papier langsamer, reicht aber im Alltag absolut aus. Er ist mit 6 GByte RAM kombiniert, die 128 GByte interner Speicher sind erweiterbar. Im Gegensatz zu den beiden weiter oben genannten Modellen bietet das Axon 11 einen 3,5-Millimeter-Anschluss für herkömmliche Kopfhörer. Android 10 gibt’s auch, der 4000-mAh-Akku darf sogar kabellos geladen werden.

Alle Bilder zum Xiaomi Mi Note 10 Lite im Test (18 Bilder)

Das Mi 10 Lite (Testbericht) ist ein recht junges Modell, entsprechend ist Android 10 keine Überraschung. Das 6,6 Zoll große OLED-Display kann HDR10+-Inhalte darstellen, die Quad-Cam mit maximal 48 Megapixel verfügt leider statt eines Teleobjektives über eine (weitestgehend sinnlose) Makrokamera. Mit dem eingebauten Snapdragon 765G verfügt das Modell über einen ziemlich neuen Chipsatz, der unter anderem bereits Bluetooth 5.1 mit aptX HD bietet. Einen IR-Blaster, mit dem das Smartphone zur Fernbedienung für Fernseher und Co. wird, baut Xiaomi auch wieder ein. Leider setzt der Hersteller ebenfalls nicht auf einen erweiterbaren Speicher – das geht bei 64 GByte gerade noch in Ordnung, weniger sollte es heute aber in der Preisklasse bis 400 Euro keinesfalls mehr sein. Die 6 GByte RAM sind ausreichend üppig, als Krönung beherrscht das Gerät 5G.

Snapdragon 855, 6,4 Zoll großes OLED-Display, Triplecam mit Telelinse, ausfahrbare Frontkamera mit 20 Megapixel, 6 GByte RAM, je nach Version 64 oder 128 GByte interner Speicher und ein 4000 mAh starker Akku – was will man mehr? Eigentlich nichts, zumal die Werte nicht nur gut klingen, sondern sich auch im Test des Xiaomi Mi 9T Pro (Testbericht) als richtig gut herausgestellt haben. Wegen des nicht erweiterbaren Speichers raten wir aber zur Variante mit 128 GByte – die liegt inzwischen allerdings wieder über der 400-Euro-Grenze für diesen Artikel. Android 10 gibt es übrigens inzwischen als Update.

Ganz ähnlich ist das Mi 9(Testbericht) aufgebaut. Im Wesentlichen verzichtet das Mi 9 auf die ausfahrbare Frontkamera und kommt daher mit Notch im OLED-Panel, der etwas schwächere Akku lässt sich auch kabellos laden. Die genauen Unterschiede der Modelle haben wir in diesem Artikel minutiös aufgeführt.

Auch wenn viele LG gar nicht mehr auf dem Schirm haben: Das LG G8s ThinQ hat es dennoch in unsere Bestenliste geschafft. Grund ist neben Snapdragon 855, 6 GByte RAM und 128 GByte internem, erweiterbarem Speicher auch die tolle Triplecam, die 3D-Frontkamera samt Gestenerkennung und das schicke Design. Allerdings hat sich der Hersteller bei Software-Updates in letzter Zeit nicht mit Ruhm bekleckert – so bald ist Android 10 wohl nicht zu erwarten. Im Test des LG G8s ThinQ konnte uns das Gerät dennoch überzeugen.

Das P40 Lite 5G ist im Prinzip ein P40 mit zusätzlicher 5G-Funktionalität – wir finden es gut, dass Huawei seinen Käufern hier die freie Wahl bietet, zumal 5G in Deutschland auf absehbare Zeit wohl leider kein Thema sein wird. Viele Käufer wird es aber wohl nicht geben, denn alle P40-Modelle kommen ohne Google-Dienste, was für viele, an Goggle-Apps gewohnte Interessenten abschreckend wirkt. Technisch hat das Modell hingegen neben 5G einiges zu bieten: Der 6,5-Zoll große OLED-Screen stellt HDR-Inhalte dar, die Quad-Cam mit bis zu 64 Megapixel (leider Makro statt Tele) schnitt im Test des Huawei P40 (Testbericht) gut ab. Zudem ist der Kirin 820 samt 6 GByte RAM modern und schnell, die 128 GByte erweiterbarer Speicher bieten viel Platz für Apps. Dank 40-Watt-Schnellladen ist der Akku mit 4000 mAh schnell wieder voll, Android 10 gibt’s auch.

Alle Bilder vom Huawei P40 (18 Bilder)

Mit 6,7 Zoll ist der OLED-Screen des Galaxy A80 besonders groß, außerdem wartet das Smartphone mit einer drehbaren Kamera auf, die gleichzeitig Front- und Hauptkamera ist. Erstmals in unserer Auflistung findet kein (ehemaliger) Spitzenchipsatz Verwendung, sondern ein Snapdragon 730G, der aber im Alltag nicht negativ auffällt. Im Gegenzug verpasst Samsung dem Smartphone stolze 8 GByte RAM und wieder die bekannten 128 GByte internen Speicher. Wie sich die Drehkamera bewährt, kann im Test des Samsung Galaxy A80 nachgelesen werden.

Auch in der Mittelklasse finden Interessenten inzwischen Highend-Performance, zumindest ist der Abstand zu absoluten Topmodellen teilweise erschreckend gering. Selbst 5G bekommt man um 400 Euro schon. Nur für Sonderwünsche müssen Käufer dann doch noch tiefer in die Tasche greifen. Wer noch weniger Geld ausgeben möchte, findet hier die besten Smartphones bis 200 Euro. Fans von purem Android sollten einen Blick auf unsere besten Smartphones mit Android One werfen. Wer besonderen Wert auf die Kamera im Handy legt, findet hier die 10 besten Smartphone-Kameras.

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