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Ratgeber: Die 15 günstigsten 3D-Drucker

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Mittlerweile sind 3D-Drucker nicht nur unkompliziert, sondern auch bezahlbar. Wir zeigen die günstigsten Modelle und erklären die Unterschiede.

Kosteten vernünftige 3D-Drucker vor einigen Jahren 1000 Euro und mehr, sind die Preise für Einsteiger-Modelle mittlerweile auf 100 bis 200 Euro gefallen. Neben Deko-Elementen eignen sie sich auch für Prototypenbau oder kleinere Funktionsteile. Im Bereich Modellbau sind die Geräte beispielsweise nicht mehr wegzudenken.

In diesem Ratgeber geht es schwerpunktmäßig um FDM-Drucker. Diese arbeiten nach einem einfachen Prinzip: Sie ziehen Plastik in Form eines Filaments ein, schmelzen es und bauen das zu druckende Objekt Schicht für Schicht auf. Nach jeder Schicht fährt entweder die Druckplattform nach unten oder die Düse nach oben.

Alternativen sind SLA-Drucker, diese arbeiten nach einem anderen Prinzip: sie arbeiten mit einer UV-empfindlichen Flüssigkeit, welche durch Belichtung aushärtet. Sie sind deutlich teurer als FDM-Drucker, auch wenn die Preise hier bereits stark gefallen sind.

Zum Thema 3D-Drucker sind neben den Einzeltests folgende Artikel erschienen:

In unserer Liste mit den 15 günstigsten 3D-Druckern befinden sich sowohl fertig aufgebaute Drucker als auch Bausätze zur Selbstmontage. Bis vor kurzem waren Bausätze aus finanzieller Sicht eine vernünftige Wahl. Mittlerweile sind diese Zeiten aber vorbei, aufgebaute Geräte sind bezahlbar. Fertig montierte Drucker sind schneller einsatzbereit, allerdings verfügen insbesondere die günstigen Modelle meist nur über einen kleinen Bauraum oder sind deutlich teurer. Prominente Beispiele hierfür sind beispielsweise die bereits von uns getesteten Drucker Wanhao Duplicator i3 Mini (Testbericht) und der da Vinci Mini W+ vom Hersteller xyzprinting (Testbericht).

Die Selbstbau-Kits sind günstig, sie sind häufig problemlos aufzubauen. Das liegt an der inzwischen hohen Fertigungsqualität als auch an der Tatsache, dass die meisten Bausätze bereits teilweise vormontiert sind. Der Zusammenbau der hier vorgestellten Modelle ist deshalb weder sonderlich kompliziert noch besonders zeitaufwändig. Wer seinen Drucker selbst zusammenschraubt, hat zudem den Vorteil, dass er sein Gerät kennt und sich im Falle einer Reparatur oder einer Tuning-Maßnahme leichter zurechtfindet. Praktisch konnten wir das in der Vergangenheit beim Ender 3 von Creality 3D (Testbericht) überprüfen.

Der Wanhao Duplicator Mini kommt fertig aufgebaut zum Kunden. Bei anderen Modellen müssen die vormontierten Einzelelemente selbst zusammengebaut werden.

Extrem billige Angebote, wie der getestete i3-Prusa-Klon (Testbericht) vom Amazon-Marketplace, sind mittlerweile zum Glück nur noch selten zu finden. Der nicht vormontierte Drucker war nicht nur sehr kompliziert im Aufbau, auch die Qualität ließ zu wünschen übrig. Inzwischen ist das Modell nicht mehr in unserem Preisvergleich aufgeführt.

Die Zeiten in der günstige Drucker automatisch einen Mini-Bauraum hatten, sind ebenfalls vorbei. In der Liste der günstigsten Drucker sind zwar einige Modelle dabei, die nur kleine Drucke erlauben, aber es sind auch großräumige Geräte dabei. Der A8 Plus von Anet ist mit einem Bauraum von 300 × 300 × 350 mm ein echter Riese im Vergleich zum Wanhao Duplicator i3Mini (120 × 100 × 135 mm) oder dem Monoprice MP Mini Delta (110 × 110 × 120 mm).

Kleine Drucker bieten zwar nur einen eingeschränkten Bauraum, sie passen dafür bequem auf den Schreibtisch.

Doch ist größer automatisch besser? Das kommt letztlich nur darauf an, was gedruckt werden soll. Wer große Drucke, wie zum Beispiel ein großes Flugzeugmodell plant, muss diese häufig aus mehreren Einzelteilen zusammenfügen. Trotzdem ist es dann sinnvoll, einen möglichst großen Bauraum zu benutzen, das minimiert die notwendigen Einzelteile.

Wer sich erst mit dem Thema auseinandersetzen will oder nur kleine Drucke benötigt, ist mit einem platzsparenden Modell besser beraten. Für Tabletop-Gamer oder Modellbauer sind häufig auch kleine und mittelgroße Bauräume ausreichend. Wir empfehlen eine Mindestgröße von 20 × 20 cm.

Von der Schichtdicke des Druckers ist abhängig, wie lange der Druckvorgang dauert und wie filigran das Ergebnis aussieht. Drucke mit sehr niedrigen Schichten sehen zwar besser aus, benötigen aber deutlich mehr Zeit. Drucke mit dicken Schichten fertigen schneller, die Abstufungen sind dann aber deutlicher zu sehen. Komplett glatt sind die 3D-Drucke auch bei Schichtdicken von 0,1 mm nicht. Wer ein perfektes Ergebnis wünscht, muss noch einmal Hand anlegen und das Ergebnis nachbearbeiten. Wie das geht und welche Methoden es gibt, zeigt unser Ratgeber Drucke nachbearbeiten.

Eine Schichthöhe von 0,2 mm ergibt ein ansehnliches Druckbild.

In der Praxis geht es also immer um einen guten Kompromiss aus Druckqualität und Zeit. Aus eigener Erfahrung ist eine Schichtdicke von 0,16 mm bis 0,2 mm empfehlenswert. Wer besonders filigrane Ergebnisse möchte, bekommt beim Monoprice MP Mini Delta mit 0,05 mm bis 0,2 mm die niedrigsten Schichthöhen geboten. Bei solch dünnen Layern sind die derzeit noch deutlich teureren SLA-Drucker aber besser geeignet. Wer seine Drucke nachbearbeitet, kann guten Gewissens auch mit 0,3 mm oder mehr arbeiten und so jede Menge Zeit sparen. Die günstigen 3D-Drucker sind somit alle gut geeignet.

Alle in der Liste aufgeführten Drucker können das Standard-Filament PLA verarbeiten. Für Deko-Drucke und Teile mit geringen Anforderungen an Stabilität und Hitzebeständigkeit ist das Material bestens geeignet. Der größte Vorteil von PLA sind dessen gutmütigen Druckeigenschaften, damit eignet es sich auch für Anfänger. Zudem ist es vergleichsweise günstig.

Sollen stabilere Kunststoffe wie ABS, PETG oder gar Nylon zum Einsatz kommen, sind die Drucker im unteren Preissegment nur teilweise geeignet. Neben einer höheren Schmelztemperatur ist für den stabilen Kunststoff ABS beispielsweise ein beheiztes Druckbett unabdingbar. Zwar sind einige der Drucker in der Lage ABS zu verarbeiten, wirklich gut funktioniert das ohne Tuning-Maßnahmen aber nur selten. Wer das zickige Material verarbeitet, sollte möglichst einen umbauten Druckraum haben, wie ihn der da Vinici Pro von xyz-printing bietet.

Wer flexibles Filament wie zum Beispiel TPU verarbeiten möchte, kann das mit einigen Änderungen an den Druckparametern beispielsweise mit dem Ender 3 von Creality 3D (Testbericht) oder Ender 3 Pro tun. Ein kleines Tutorial in englischer Sprache gibt es beispielsweise hier.

Grundsätzlich und vom Material unabhängig empfehlen wir einen Drucker mit freier Filament-Wahl. Einige Hersteller erlauben bei ihren Druckern nur den Einsatz von firmeneigenem Filament. Dieses hat zwar eine gute Qualität, ist aber häufig deutlich teurer als Material von Drittherstellern. Beim Hersteller xyzprinting lässt sich der Filament-Zwang durch einen Trick mit selbst beschriebenen NFC-Etiketten austricksen. Alle anderen Drucker in der Liste erlauben eine freie Filament-Wahl.

Mehr Informationen zum Thema Filament gibt es in den Ratgebern 3D-Drucker: Welches Filament für welchen Einsatzzweck und Stein, Metall, leitend: Exotische Filamente für 3D-Drucker.

Um 3D-Modelle für den Druck vorzubereiten ist eine Slicing-Software notwendig. Diese unterteilt das Objekt in viele einzelne Schichten und sagt dem Drucker, wie schnell er in welcher Temperatur drucken soll. Bei den meisten günstigen Druckern ist die kostenlose Software Cura beigelegt. Diese funktioniert sehr gut und bietet eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten. In der Praxis hat sie in unseren Tests einen positiven Eindruck hinterlassen. Die aktuelle Version ist derart ausgereift, dass sie mit kommerziellen Programmen, wie Simplify3D locker mithalten kann.

Marken-Hersteller wie der Hersteller xyz-printing setzen häufig auf eine eigenständige Software. Diese bietet meist aber deutlich weniger Einstellungsmöglichkeiten als beispielsweise Cura. Wer will, kann seine Modelle aber auch bei diesen Druckern mit einem anderen Programm vorbereiten.

In Windows 10 sind seit dem Fall Creators Update grundlegende Funktionen für den Druck und die Manipulation von STL-Dateien integriert. Wer ein aktuelles Windows hat und sich einen unterstützten 3D-Drucker kauft benötigt keine weitere Software für die ersten Ausdrucke. Unterstützt werden etwa der Idea Builder von Dremel (Testbericht) oder zahlreiche Drucker von xyz-printing. Die integrierten Funktionen sind für die ersten Übungen oder den schnellen Druck fertiger STL-Modelle durchaus ausreichen.

Hersteller Modell Filament-Durchmesser maximale Druckgröße Schichthöhe Standard-Filament-Typen
Anet A8 1.75mm 220x220x240 mm 0,10-0,30 mm PLA, ABS, PETG, Nylon, Wood
XYZprinting da Vinci Nano 1.75mm 120x120x120 mm 0,10-0,40 mm PLA
Monoprice MP Mini Delta 1.75mm 110x110x120 mm 0,05-0,2 mm PLA, ABS, PETG, Wood
Creality 3D Ender 3 1.75mm 220x250x220 mm 0,10-0,40 mm PLA, ABS, PETG, TPU, Wood
Monoprice MP Select Mini V2 1.75mm 120x120x120 mm 0,09-0,40 mm PLA, ABS, PETG, Wood
Anet A8 Plus 1.75mm 300x300x350 mm 0,10-0,30 mm PLA, ABS, PETG, Nylon, Wood
Creality 3D Ender 3 Pro 1.75mm 220x250x220 mm 0,10-0,40 mm PLA, ABS, PETG, TPU, Wood
Anet A6 1.75mm 220x220x250 mm 0,10-0,30 mm PLA, ABS, PETG
Wanhao Duplicator i3Mini 1.75mm 120x100x135 mm 0,10-0,40 mm PLA, PETG
Monoprice MP Secelct Mini Pro 1.75mm 120x120x120 mm 0,10-0,30 mm PLA, ABS, PETG, Wood
Anycubic Delta Kossel Linear Plus 1.75mm 230x300x230 mm 0,10-0,40 mm PLA, ABS, PETG, Wood
XYZprinting da Vinci mini Maker 1.75mm 150x150x150 mm 0,10-0,40 mm PLA
Weistek WT Idea Werk 1.75mm 150x150x140 mm 0,18-0,30 mm PLA
Prima Creator P120 V3 1.75mm 120x120x120 mm 0,10-0,30 mm PLA, ABS, PETG, Wood
XYZprinting da Vinci Mini W+ 1.75mm 150x150x150 mm 0,10-0,40 mm PLA
Anet A8

Anet A8

XYZprinting da Vinci Nano (3FNAXXEU01B)

XYZprinting da Vinci Nano

Monoprice MP Mini Delta 3D Printer (124168)

Monoprice MP Mini Delta

Creality 3D Ender 3

Creality 3D Ender 3

Monoprice MP Select Mini 3D Printer V2, Black (134620)

Monoprice MP Select Mini V2

Anet A8 PLUS, Bausatz

Anet A8 Plus

Creality 3D Ender 3 Pro

Creality 3D Ender 3 Pro

Anet A6

Anet A6

Wanhao Duplicator i3Mini

Wanhao Duplicator i3Mini

Monoprice MP Select Mini Pro 3D Printer (133286)

Monoprice MP Secelct Mini Pro

Anycubic Delta Kossel Linear Plus

Anycubic Delta Kossel Linear Plus

XYZprinting da Vinci miniMaker (3FM1XXEU00D)

XYZprinting da Vinci mini Maker

Weistek WT IdeaWerk (WT150/WT200)

Weistek WT Idea Werk

Prima Creator P120 V3.x, Blue (PC-120-BL-EU)

Prima Creator P120 V3

XYZprinting da Vinci Mini W+, weiß (3FM3WXEU00C)

XYZprinting da Vinci Mini W+

Die Kosten für den Einstieg in die Welt der 3D-Drucker liegen im Bereich von 100 bis 200 Euro. Die für dieses Budget erhältlichen Geräte sind erfreulich ausgereift und liefern ordentliche Ergebnisse. Die Geräte von Creality 3D und ANet haben eine riesige, sehr aktive, Community. Bei Fragen findet sich so immer schnell eine passende Antwort.

Wer nicht nur Deko-Gegenstände, sondern auch Funktionsteile drucken will, sollte auf die kompatiblen Filament-Typen achten. Die benötigte Größe des Bauraums ist von den individuellen Bedürfnissen abhängig. Häufig reichen auch die kleineren Drucker für den Privatgebrauch aus. Da die hier vorgestellten Geräte alle mindestens vormontiert sind, ist der Zusammenbau unproblematisch.

Aus persönlicher Erfahrung können wir die Drucker von ANet, Creality 3D und Wanhao bedenkenlos empfehlen. Die Modelle von xyz-printing funktionieren ebenfalls zuverlässig, bieten aber weniger Funktionen und funktionieren standardmäßig nur mit dem Filament des Herstellers.

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