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Pro, Air oder Zoom: Welche DJI Mavic ist für wen geeignet?

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Mavic Pro, Pro 2, 2 Zoom, Mavic Air oder Air 2 – fünf Mavic-Varianten hat DJI im Angebot. Wir zeigen die Unterschiede der Copter und klären, welches Modell sich für wen eignet.

Mit der Mavic Pro hat DJI Ende 2016 die Messlatte für Video-Drohnen deutlich angehoben. Der Multicopter liefert nicht nur gutes Bild- und Videomaterial, er ist mit seinen zusammenklappbaren Armen auch viel kompakter als die gesamte Konkurrenz. Etwa ein Jahr später kam die Facelift-Variante Mavic Pro Platinum (Testbericht) auf den Markt. Diese ist bis auf eine längere Flugzeit und eine geringere Geräuschentwicklung allerdings identisch zur Ur-Mavic.

Die Mavic Air (Testbericht), welches seit Anfang 2018 erhältlich ist, ist noch mal ein ganzes Stück kleiner und zudem günstiger als die beiden bis dahin erhältlichen Modelle. Im August 2018 stellte der Hersteller zwei neue Drohnen mit der Bezeichnung Mavic 2 vor: die Mavic 2 Zoom (Testbericht) und die Mavic 2 Pro (Testbericht). Ende 2019 folgte das bisher günstigste Einsteigermodell von DJI, die Mavic Mini (Testbericht). Ende April 2020 hat der Hersteller nun die neue Version der Mittelklasse-Variante, die Mavic Air 2 (Testbericht) vorgestellt.

Wer sich eine bequem zu transportierende Video-Drohne kaufen möchte, kommt um die Mavic-Serie nicht herum. Wir erklären die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Varianten.

Alle Mavics haben zwei Punkte gemeinsam: Sie sind einfach zu bedienen und haben gute Flugeigenschaften. Dank GPS, Glonass und Barometer liegen sie stabil in der Luft und ermöglichen auch bei Windgeschwindigkeiten über 30 km/h noch ruhige Flüge. Sobald der Pilot nicht in die Steuerung eingreift, stehen alle Varianten wie angenagelt in der Luft. Beim Start speichern die Drohnen Ihre Position und sind so in der Lage, per Knopfdruck, bei fast leerem Akku oder bei Signalabriss dorthin zurückzukehren.

Die komplette Mavic-Reihe verfügt über vorprogrammierte Flugmanöver. Diese sind nicht nur für Anfänger interessant, sondern unterstützen auch Profis bei Ihrer Arbeit. Im POI-Modus umkreist die Mavic beispielsweise ein vom Piloten definiertes Objekt und behält dieses immer in der Mitte des Videobildes. So ein Manöver kann man zwar auch selbst steuern, für ein ähnliches Ergebnis braucht es allerdings viel Übung.

Bis auf die Mavic Mini beherrschen die Modelle das sogenannte Active Tracking. Hier verfolgt die Drohne ein Objekt selbstständig. In der Praxis funktioniert die Verfolgung im Tracking-Modus mit der Mavic-2-Serie und der neuen Mavic Air 2 allerdings deutlich besser als mit allen anderen Modellen. Auch die Anzahl der Flugmanöver ist bei den neueren Mavics höher als bei der alten Pro oder der Mini.

Die Flugzeiten unterscheiden sich, mit Ausnahme der ersten Generation der Air, nur minimal. In der Praxis dauert es etwa 25 bis knapp 30 Minuten, bis die Drohnen wieder landen müssen. Die Air schafft es lediglich, etwa 16 Minuten in der Luft zu bleiben. Anders als die neue Air 2, die schafft nun gut eine halbe Stunde.

Übersicht technische Daten
Mavic Air Mavic Pro/Platinum Mavic 2 Zoom Mavic 2 Pro Mavic Mini Mavic Air 2
Abmessung zusammengefaltet (LxBxH) 168 x 83 x 49 mm 198 x 83 x 83 mm 214 x 91 x 84 mm 214 x 91 x 84 mm 140 x 82 x 57 mm 180 x 97 x 84 mm
Abmessungen flugfertig (LxBxH) 168 x 184 x 64 mm 305 x 244 x 85 mm 322 x 242 x 84 mm 322 x 242 x 84 mm 245 x 202 x 55 mm 183 x 253 x 84 mm
Gewicht 430 Gramm 734 Gramm 907 Gramm 905 Gramm 249 Gramm 570 Gramm
Namensplakette erforderlich
-
Betriebstemperatur 0 °C - 40 °C 0 °C - 40 °C -10 °C - 40 °C -10 °C - 40 °C 0 °C - 40 °C -10 °C - 40 °C
Akku-Spannung 11,55 V 11,4 V 15,4 V 15,4 V 7,2 V 11,55 V
Akku-Kapazität 2375 mAh 3830 mAh 3850 mAh 3850 mAh 2400 mAh 3500 mAh
GPS/Glonass ✔/✔ ✔/✔ ✔/✔ ✔/✔ ✔/✔
✔/✔
Barometer
Maximale Geschwindigkeit 68 Km/h 65 Km/h 72 Km/h 72 Km/h 47 Km/h 68 Km/h
Steig-Geschwindigkeit 4 m/s 5 m/s 5 m/s 5 m/s 4 m/s
4 m/s
Sink-Geschwindigkeit 3 m/s 3 m/s 3 m/s 3 m/s 3 m/s
5 m/s
Maximale Flugdauer 21 Minuten 27/30 Minuten 31 Minuten 31 Minuten 30 Minuten 34 Minuten
Maximale Reichweite CE 2 km 4 km 5 km 5 km 2 km 6 km
Maximale Reichweite FCC 4 km 7 km 8 km 8 km 4 km 10 km
Sender-Display - - -
Abschraubbare Sendersticks -
Übertragung WLAN OcuSync 1.0 OcuSync 2.0 OcuSync 2.0 WLAN OcuSync 2.0

In Sachen Höchstgeschwindigkeit liegt die Mavic-2-Serie vorn. Sie verfügt als einzige Variante über einen 4-Zellen-Akku und schafft so Spitzengeschwindigkeiten bis zu 72 km/h. Die anderen Modelle mit schwächeren 3-Zellen-Akkus fliegen mit 65 bis 68 km/h trotzdem ausreichend schnell, um beispielsweise Rennradfahrer zu verfolgen. Eine Ausnahme ist hier die günstige Mavic Mini, sie schafft nur 47 km/h.

Auch bei der nächsten Funktion bleibt die Mini außen vor: Sie hat als einzige Mavic keine Hinderniserkennung an Bord. Allerdings gibt es auch bei den anderen Varianten entscheidende Unterschiede. Zwar verfügt bereits die alte Mavic Pro über eine Hinderniserkennung, diese funktioniert allerdings nur beim Landen oder im Vorwärtsflug. Für erfahrene Piloten und die meisten Anwendungen ist das ausreichend. Wer sich allerdings selbst filmt und die Drohne von sich weg steuert, läuft Gefahr, sie im Rückwärtsgang in Bäume oder an Häuser zu fliegen – entsprechende Videos gibt es bei Youtube hundertfach. Für solche Aufgaben sind die neueren Modelle besser geeignet, da sie auch nach hinten gerichtete optische Sensoren haben, die Kollisionen verhindern sollen.

Wer plant, in Wäldern oder in Gebäuden zu fliegen, ist mit einer Mavic-2 am besten beraten. Diese bringt die optischen Sensoren auch an den Seiten und einen Infrarotsensor auf der Oberseite mit. Zusammenstöße sind somit theoretisch ausgeschlossen. Bei den Testflügen mit der Mavic 2 Zoom hat der automatische Not-Halt vor Bäumen, Gebäuden und dem Piloten immer zuverlässig funktioniert.

Die wichtigsten Flugdaten, darunter Entfernung, Höhe oder Restflugzeit, werden dem Piloten per App auf dem Smartphone angezeigt. Bei den Handsendern der Mavic Pro und der Mavic-2-Serie stehen diese Informationen zusätzlich auch auf einem eigenen LC-Display zur Verfügung. Im Falle eines Bildausfalls oder eines leeren Smartphones hat der Pilot so immer alle relevanten Informationen zur Hand. Die App zeigt auch das Livebild der Kamera, weshalb sich die Drohnen auch ohne direkten Sichtkontakt zuverlässig steuern lassen. Laut der deutschen Drohnen-Verordnung ist dies allerdings nicht erlaubt: Legal sind nur Flüge mit direktem Sichtkontakt.

Apropos: Das Thema ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zwischen den verschiedenen Modellen. Die Mavic Air und die Mavic Mini nutzen zur Steuerung eine herkömmliche WLAN-Verbindung. Diese ermöglicht, laut Hersteller, Distanzen bis zu zwei Kilometern. In der Praxis sieht es allerdings anders aus. In zahlreichen Foren beschweren sich Piloten über Verbindungsabbrüche nach nur wenigen hundert Metern. Dies ist insbesondere in bewohnten Gebieten mit zahlreichen WLANs der Fall. Diese stören das Signal und sorgen für Verbindungsabbrüche. Ohne andere Funknetzwerke in der Umgebung tauchen die Probleme nicht auf.

Die Mavic Pro, die Mavic-2-Reihe und die neue Mavic Air 2 schaffen deutlich größere Distanzen. Statt einer WLAN-Verbindung kommt die DJI-Eigenentwicklung OcuSync zur Übertragung von Steuersignalen und Live-Bild zum Einsatz. Es hat eine theoretische Reichweite von bis zu 10 km, eine geringe Latenz und überträgt auf kurze Distanz Videos in Full-HD, darüber hinaus in 720p. Da andere Frequenzen zum Einsatz kommen, gibt es auch keine Probleme mit WLAN-Netzen in der Nähe. Die Funk- und Videoverbindung per OcuSync funktioniert erfahrungsgemäß immer zuverlässig, was nicht zuletzt für den professionellen Einsatz unabdingbar ist.

Die ältere Mavic Pro verfügt über deutlich weniger Sensoren als die Mavic-2-Serie.

Grundsätzlich liefern alle Varianten der Mavic eine sehr gute Bildqualität. Dank des zuverlässig funktionierendem 3-Achs-Gimbals sehen Flugvideos aus, als wären sie mit einem Kamerakran entstanden – und das auch bei Wind. Die maximale Videoauflösung lag bis vor Kurzem bei allen Modellen bei 4K mit 30 fps. Die günstige Mini schafft lediglich 30 fps bei 2,7K oder 60 fps bei FullHD. Die neue Mavic Air 2 schafft hingegen sogar 4K bei 60 fps. Fotos speichern die Drohnen, bis auf die Mini im JPEG- oder DNG-Format ab. Beim Low-Budget-Modell sind nur JPEGs möglich. Die Nutzung von DNG, dem RAW-Format, ist nicht nur für Profis empfehlenswert. Die gespeicherte Datenmenge ist zwar weit höher, aber mit entsprechender Software sind deutlich bessere Ergebnisse als im komprimierten JPEG-Format möglich.

RAW-Daten müssen zwar nachbearbeitet werden, bieten aber die deutlich höhere Qualität im Vergleich zu JPEGs.

Die Unterschiede der Mavic-Kameras liegen im Detail. Wer beispielsweise Zeitlupen- oder Zeitraffer-Videos aufnehmen möchte, kommt nicht um die Mavic-2-Serie oder die Mavic Air 2 herum. Wenn Zeitlupenaufnahmen reichen, kann man auf die Air mit 120 fps bei Full-HD-Auflösung zurückgreifen. Wer einen optischen Zoom für die 4K-Videos möchte, muss sich für die Mavic 2 Zoom entscheiden. Die Mavic 2 Pro hat zwar keine verstellbare Brennweite, dafür punktet sie mit dem größten Bildsensor, höherer Foto-Auflösung und einer variablen Blende. Die höchste Bitrate bei Videoaufzeichnungen hat die Mavic Air 2. Sie zeichnet mit bis zu 125 MBit/s auf. Die Mavic-2-Serie und die alte Mavic Air schaffen immerhin 100 MBit/s. Alle anderen Mavics liegen darunter. Das dies nicht schlecht sein muss, zeigen folgende Aufnahmen der Mavic Mini.

Ein weiterer Unterschied zwischen den älteren und den neueren Drohnen ist die Anzahl der verfügbaren Quick-Shots. Diese vorgefertigten Szenen ermöglichen beeindruckende Videosequenzen mit einem Fingerzeig. So steigt die Drohne beispielsweise in den Himmel und visiert während des Fluges immer den Piloten an. Je neuer die Mavic, je mehr dieser Automatikprogramme sind vorhanden. Kaufentscheidend sollte das allerdings nicht sein, da man sich nach kurzer Zeit an den Szenen satt gesehen hat. Einige dieser Quickshots sind in unserem Mavic-2-Zoom-Testbericht zu sehen.

Übersicht Kamera
Mavic Air Mavic Pro/Platinum Mavic 2 Zoom Mavic 2 Pro Mavic Mini Mavic Air 2
Gimbal 3-Achs 3-Achs 3-Achs 3-Achs 3-Achs
3-Achs
Bildsensor 1/2,3" 1/2,3" 1/2,3" 1" 1/2,3" 1/2"
Brennweite 35 mm 26 mm 24-48 mm 28 mm 24 mm
Blende f/2,8 f/2,2 f/2,8 f/2,8 - f/11,0 f/2,8
Videoauflösung und Bildwiederholungsrate in fps 3840×2160: 24/25/30
2720×1530: 24/25/30/48/50/60
1920×1080: 24/25/30/48/50/60/120
1280×720: 24/25/30/48/50/60/120
4096×2160: 24
3840×2160: 24/25/30
2704×1520: 24/25/30
1920×1080: 24/25/30/48/50/60/96
1280×720: 24/25/30/48/50/60/120
3840×2160: 24/25/30
2688×1512: 24/25/30/48/50/60
1920×1080: 24/25/30/48/50/60/120
3840×2160: 24/25/30
2688×1512: 24/25/30/48/50/60 1920×1080: 24/25/30/48/50/60/120
2720x1530: 25/30
1920x1080:: 25/30/50/60
3.840×2.160: 24/25/30/48/50/60
2688x1512 24/25/30/48/50/60
1920x1080: 24/25/30/48/50/60/120/240
Hyperlapse - - - ✔ (in 8K)
Bitrate 100 MBit/s 60 MBit/s 100 MBit/s 100 MBit/s 40 MBit/s 125 MBit/s
Fotoauflösung 12 Megapixel 12 Megapixel 12 Megapixel 20 Megapixel 12 Megapixel 12/48 Megapixel

Wer eine mobile, zuverlässige Drohne mit guter Bildqualität sucht, hat kaum vergleichbare Alternativen zu den Mavics von DJI. Gut sind alle Varianten, die Unterschiede liegen im Detail. Wer plant, mehr als nur einen Akku zu nutzen, sollte gleich zu den sogenannten Fly-More-Combos greifen. Diese beinhalten zwei zusätzliche Akkus, KFZ-Ladegerät und eine Tasche. Für die Mavic-2-Serie gibt es diese Pakete auch als zusätzliches Zubehör.

Die Mavic Pro (Testbericht) ist zwar das älteste Modell im Vergleich; Flugeigenschaften, Reichweite und Bildqualität sind trotzdem gut. Hauptsächlich die fehlenden Sensoren für den Rückwärtsflug und die deutlich niedrigere Anzahl an Automatikprogramme sprechen gegen die Ur-Mavic. Theoretisch ist sie für geübte Hobby-Piloten eine sehr gute Wahl. Allerdings ist der aktuell aufgerufene Preis für das in die Jahre gekommene Modell deutlich zu hoch. Hier sollte man gleich zur besser ausgestatteten Mavic Air 2 greifen.

Die Mavic Air (Testbericht) punktet mit sehr guter Videoqualität, jeder Menge Automatikprogrammen und der extrem kompakten Bauform. Einzig die kürzere Flugzeit und die deutlich niedrigere Reichweite sprechen gegen das Modell mit WLAN-Anbindung. Außerdem wird die Serie nicht mehr lange erhältlich sein und ist im Vergleich zur neueren Mavic Air 2 schlicht zu teuer. Wer nicht plant, weite Distanzen und insbesondere nicht in bewohntem Gebiet zu fliegen, ist mit der Air theoretisch trotzdem gut beraten – zumindest wenn man das Auslaufmodell zu einem guten Preis bekommt. Bei den aktuellen Preisen empfehlen wir allerdings das bessere Nachfolgemodell.

Für professionelle Anwendungen und Hobby-Piloten mit hohen Ansprüchen an die Bildqualität lohnt sich der höhere Preis für die Mavic Air 2 oder die Mavic-2-Modelle. Auch wer sich lieber auf Technik als auf sein fliegerisches Können verlässt, sollte zur aktuellen Baureihe greifen. Die Mavic 2 Zoom (Testbericht) ist dank der variablen Brennweite etwas flexibler, was sich insbesondere dann lohnt, wenn die Flugvideos nicht aufwendig per Software nachbearbeitet werden sollen. Steht die Bildqualität, insbesondere für Fotos, im Vordergrund, ist die Mavic 2 Pro (Testbericht) die bessere Wahl. Der große Bildsensor und die höhere Fotoauflösung sind vor allem dann sinnvoll, wenn das Bildmaterial per Software nachträglich bearbeitet wird.

Das ideale Einsteiger- und Low-Budget-Modell ist definitiv die Mavic Mini (Testbericht). Der Nutzer muss hier zwar mit einigen Einschränkungen leben, für die aufgerufenen 400 Euro liefert die kleine Drohne aber sowohl gute Flugeigenschaften als auch eine ordentliche Bildqualität in maximal 2,7K. Wer Hinderniserkennung, mehr Auflösung oder Automatikprogramme will, sollte sich allerdings besser gleich für die Mavic Air 2 entscheiden.

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet klar die neue Mavic Air 2 (Testbericht). Mit der tollen Ausstattung, Flugdauer und Bildqualität ist sie nur minimal schlechter aufgestellt als die Mavic-2-Serie. In manchen Punkten wie der Bitrate oder dem neuen Active Track 3.0 ist sie den Top-Modellen sogar in einigen Punkten überlegen.

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