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Preisverlauf: Wann die neuen iPhones billiger werden

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Mindestens 849 Euro, maximal 1749 Euro: Die neuen iPhones sind extrem teuer. Wir haben analysiert, wann der Preis fällt, warum das iPhone X eine gute Alternative ist – und welche Smartphones schneller billiger werden.

Die neuen iPhones sind ganz objektiv die mit großem Abstand teuersten Massenmarkt-Smartphones, die es je gab. Während das Ur-iPhone (ohne 3G und GPS anno 2007) ohne Vertrag in Europa für circa 750 Euro zu haben war, kostet das Top-Modell der nächsten Generation unfassbare 1649 Euro (iPhone Xs Max, 512 GByte).

Die gute Nachricht: Der Preisverfall beginnt mit der Vorstellung. Im Folgenden haben wir den Preisverlauf der Vorgängermodelle und möglicher Alternativen analysiert. Anhand dieser Daten lässt sich abschätzen, wann und wie viel die neuen iPhones im Preis fallen werden.

Wer nicht zu Android wechseln möchte, kann beim Vorjahresmodell einen guten Deal machen. Im Gegensatz zu Android-Smartphones ist es hier kein großes Problem, dass die Hardware schon ein Jahr auf dem Markt ist: Apple pflegt die Software seiner Smartphones deutlich länger, es wird wohl noch über Jahre auch für das iPhone X (Testbericht) von 2017 das jeweils aktuelle iOS geben.

Aktuell ist das iPhone X bereits knapp 28 Prozent billiger als zu seiner Markteinführung. Statt 1319 Euro ist es aktuell ab knapp 1000 Euro zu haben. Wer darauf setzt, dass mit Verkaufsstart von iPhone Xs und iPhone Xr die Preise nochmals deutlich fallen, wird aber vermutlich enttäuscht: Zum einen lässt sich in der Preisverlaufskurve der 2016er-Modelle im September kein deutlicher Verfall herauslesen, und zum anderen ist das iPhone X den neuen Modellen optisch sehr ähnlich.

Davon ausgehend, dass sich der Preis des iPhone X ähnlich entwickelt wie der seiner Vorgängermodelle, ist der nächste spürbare Ruck erst zu Beginn des nächsten Jahres zu erwarten. Zwischen Mitte Januar und Anfang Februar seines zweiten Lebensjahres ist das iPhone 7 noch einmal um gut 10 Prozent billiger geworden, übertragen auf das iPhone X bedeutet das einen Preis von gut 900 Euro für das 256-GByte-Modell.

Um die Preisentwicklung der neuen Top-Modelle iPhone Xs und iPhone Xs Max abzuschätzen, werfen wir einen Blick auf den Verlauf des iPhone X – der sich letztlich relativ ähnlich zu dem des iPhone 7 verhält. Allerdings ist der Preis bei manchen, besonders gefragten Modellen deutlich volatiler, wie der Blick auf die Grafik des iPhone X in Grau mit 256 GByte (Preisvergleich) im Vergleich zum gleichen Modell mit 64 GByte (Preisvergleich) zeigt. Dafür verantwortlich sind vor allem kurzfristige Aktionen diverser Händler. Gestern gab es beispielsweise auf eBay einen 10-Prozent-Rabattgutschein bis maximal 50 Euro Nachlass auf Smartphones. Wer solche Aktionen nicht verpassen möchte, kann sich im Preisvergleich von TechStage einen Preisalarm bei verschiedenen Modellen setzen und sich per E-Mail informieren lassen, wenn der Preis bei einem Händler unter einen bestimmten Betrag fällt.

Rabatt-Aktionen wie diese führen zu kurzfristigen Preissprüngen in der Verlaufsgrafik. Wer sie nicht verpassen will, kann einen Preisalarm setzen.

Unabhängig von solchen Aktionen erwarten wir, dass der Preis im Jahr 2018 relativ stabil bleibt. Zwar gab es früher, etwa beim iPhone 7, bereits in den ersten sechs bis acht Wochen einen Preisrutsch um bis zu zehn Prozent, beim iPhone X im letzten Jahr blieb dieser Sprung aber komplett aus. Mit viel Glück bekommt man das „günstigste“ iPhone Xs mit 64 GByte Ende Oktober dann also für circa 1050 bis 1100 statt 1149 Euro.

Apple iPhone XS  64GB gold

iPhone Xs, 64 GB, gold

Apple iPhone XS 256GB grau

iPhone Xs, 256 GB, grau

Apple iPhone XS 512GB silber

iPhone Xs, 512 GB, silber

Einen großen Preissprung erwarten wir erst Anfang des nächsten Jahres. Zwischen Mitte Januar und Mitte Februar dürften iPhone Xs und iPhone Xs Max spürbar billiger werden und insgesamt circa 15 Prozent weniger kosten als zu seiner Markteinführung – das 1149-Euro-Modell sollte dann also für unter 1000 Euro zu haben sein, die Top-Ausführung Xs Max mit 512 GByte dürfte von 1649 Euro auf 1400 Euro fallen.

Stabil, stabiler, iPhone X: Wie betoniert blieb der Preis wochenlang auf einer Stelle. Erst zum Jahreswechsel wurde das letztjährige Topmodell etwas billiger.
Apple iPhone XS Max  64GB silber

iPhone Xs Max, 64 GB, silber

Apple iPhone XS Max 256GB gold

iPhone Xs Max, 256 GB, gold

Apple iPhone XS Max 512GB grau

iPhone Xs Max, 512 GB, grau

Das iPhone Xr ist ein Sonderfall. Es ist zwar nicht wesentlich schlechter ausgestattet als das Xs, aber eben das „kleine“ Modell. Es wird wirtschaftlich sicherlich erfolgreich sein, ist aber der „ungeliebte“ kleine Bruder neben dem teureren iPhone Xs – und teilt sich dieses Schicksal mit dem iPhone 8, das neben dem ersten iPhone X im letzten Jahr das Licht der Welt erblickt hat.

Dementsprechend sehen wir uns auch den Preisverlauf des iPhone 8 (grau, 64 GByte im Preisvergleich) an. Im Gegensatz zum iPhone X ist die Nachfrage und der Haben-Will-Faktor nicht so groß, was früher zu einem niedrigeren Preis geführt hat. Bereits Anfang / Mitte November gab es das 8er schon 10 Prozent billiger, zum Weihnachtsgeschäft 12,5 Prozent. Danach blieb der Preis aber – abgesehen von einigen Aktionen – bis etwa Mai stabil, um dann im Sommer auf etwa 20 Prozent billiger im Vergleich zur Markteinführung zu werden.

Das iPhone 8 war schon zum Verkaufsstart billiger als zur Ankündigung. Im November nach seiner Markteinführung ist es spürbar günstiger geworden.
Apple iPhone XR  64GB weiß

iPhone Xr, 64 GB, weiß

Apple iPhone XR 128GB schwarz

iPhone Xr, 128 GB, rot

Apple iPhone XR 256GB koralle

iPhone Xr, 256 GB, koralle

Die schlechte Nachricht: Apple schafft es, die Preise seiner Geräte über einen langen Zeitraum relativ stabil zu halten. Das ist zwar nicht nur schlecht für den Kunden, denn sein iPhone verliert auch nicht so schnell an Wert: Gebrauchte Apple-Handys lassen sich auch nach vielen Jahren immer noch sehr gut und zu guten Preisen verkaufen. Der Haken ist aber, dass die Smartphones nur sehr langsam günstiger werden.

Wem die Preise für die neuen iPhones zu hoch sind, sollte einen Blick auf Android werfen. Im letzen Jahr sind einige der Flaggschiffe und Highend-Smartphones deutlich billiger geworden. Die meiste Ersparnis gibt es aktuelle beim Huawei Mate 10 Pro, das im Testbericht mit „Gut“ abschnitt. Statt dem UVP von 799 Euro kostet die graue Dual-SIM-Version mit 128 GByte Speicher im Saturn Onlineshop nur noch 449 Euro, eine Ersparnis von 44 Prozent. Bei verschiedenen Ebay-Shops geht es sogar noch billiger, hier ist das Gerät ab 401,22 Euro zu haben, allerdings nur im Rahmen einer Gutschein-Aktion. Für das Mate 10 Pro wurde Android 9 Pie angekündigt.

Wer es aktueller möchte, das im Juni getestete Flaggschiff-Smartphone Huawei P20 Pro (Testbericht) fällt ebenfalls im Preis. Die schwarze Dual-SIM-Variante mit 128 GByte Speicherplatz kostet rund 680 Euro, also knapp 20 Prozent weniger als zum Verkaufsstart. In unserem Test schnitt das Smartphone sehr gut ab, vor allem die tolle Kamera macht das Gerät zum Tipp für Fotografen und Instagram-Fans. Auch das P20 Pro wird Android 9 Pie erhalten, ein genaues Update-Datum ist aber noch nicht bekannt.

Huawei P20 Pro Dual-SIM schwarz

Huawei P20 Pro, 128 GB, schwarz

Huawei Mate 10 Pro Dual-SIM grau

Huawei Mate 10 Pro, 128 GB, grau


Samsung-Fans können ebenfalls zuschlagen. Das schwarze Galaxy S9 (Testbericht) mit 64 GByte Speicher gibt es mindestens 34 Prozent billiger. Beim Galaxy S9 Plus (Testbericht) kann man mindestens 25 Prozent gegenüber dem UVP sparen. Samsung hat für beide Geräte ein Update auf Android 9 Pie angekündigt.

Samsung Galaxy S9 Duos G960F/DS  64GB schwarz

Samsung Galaxy S9, 64 GB, schwarz

Samsung Galaxy S9+ G965F  64GB schwarz

Samsung Galaxy S9 Plus, 64 GB, schwarz


Jeweils mindestens 39 Prozent Ersparnis gibt es auf das LG G7 Thinq (Testbericht) und das Sony Xperia XZ2 (Testbericht). Beide Hersteller wollen demnächst Android 9 Pie ausliefern, genaue Daten sind aber noch nicht bekannt. Hier ist Xioami mit dem Mi Mix 2 (Testbericht) weiter. Die Beta-Version des neuen Androids ist bereits veröffentlicht. Da trifft es sich gut, dass das sowieso schon günstige Smartphone seit dem Test im Januar um 33 Prozent billiger wurde.

Xiaomi Mi Mix 2  64GB schwarz

Xiaomi Mi Mix 2, 64 GByte, schwarz

Sony Xperia XZ2 schwarz

Xperia XZ2, 64 GB, schwarz

LG Electronics G7 ThinQ LMG710EM schwarz

LG G7 ThinQ, 64 GB, schwarz

Wer ein iPhone will, muss tief in die Tasche greifen – das gilt vor allem, wenn man unter den ersten stolzen Besitzern der neuen Modelle sein möchte. Spürbar günstiger werden die neuen iPhone-Xs-Topmodelle wohl erst einige Wochen nach dem Weihnachtsgeschäft.

Wer ein Schnäppchen schlagen möchte, bekommt das neue iPhone Xr wohl schon früher günstiger – oder greift gleich zum iPhone X aus dem letzten Jahr. Noch günstiger geht's nur, wenn man nicht bei Apple kauft.

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