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Pix vs. Klon: Rucksäcke mit LED-Display im Vergleich

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Rucksäcke mit RGB-Panel versprechen einen hohen Nerd-Faktor und garantieren Aufmerksamkeit. Wir haben uns zwei Modelle angesehen und in der Praxis ausprobiert.

Den ersten Rucksäcke dieser Art hat die Firma Pix per Crowdfunding auf den Markt gebracht. Nur wenige Monate später sind bereits zahlreiche an das Konzept angelehnte Nachbauten zu einem deutlich geringeren Preis erhältlich. Wir haben uns das teure Topmodell von Pix angesehen und mit einer günstigen Noname-Variante aus China verglichen. Während der Pix für 250 Dollar nur beim Hersteller und per Crowdfunding erhältlich ist, gibt es die Klone auch im deutschen Handel. Die Preise für das günstige Modell liegen bei circa 90 bis 160 Euro.

Die LED-Panels auf den Vorderseiten beider Rucksäcke eignen sich zur Darstellung von Grafiken und Animationen, die Auswahl und Übertragung erfolgt kabellos. Während der Pix auf eine Bluetooth-Verbindung zur Datenübertragung setzt, nutzt das günstige Modell eine WLAN-Verbindung. Beide Varianten funktionieren in der Praxis ausreichend schnell und zuverlässig. Beim billigen Klon muss der Nutzer allerdings bei jeder Verbindung erneut händisch das WLAN auswählen. Der automatische Reconnect bei Pix klappt hingegen problemlos. Während der Pix immer nur eine Grafik oder eine Animation darstellt, speichert der Klon auch mehrere und spielt diese nacheinander ab.

Extrem cool – die LEDs des Pix sieht man nur, wenn sie eingeschaltet sind.

Der Pix stellt zudem sogenannte Widgets und zwei Spiele zur Verfügung. Wer will, kann sich beispielsweise einen Timer, eine Stoppuhr oder die Uhrzeit auf dem LED-Panel anzeigen lassen oder Tetris und Snake darauf spielen. Die beiden Games sehen zwar cool aus, die Steuerung per Smartphone-Touchscreen ist allerdings recht ungenau und unzuverlässig, weshalb der Spaß nur von kurzer Dauer ist. Für Radler steht außerdem ein Fahrrad-Widget zur Verfügung. Dieses ermöglicht es, ein Blinksignal in Form eines animierten Pfeils anzuzeigen oder eine Stop-Symbol einzublenden. Das klingt praktisch, ist im Straßenverkehr aber gar nicht zulässig. Außerdem erscheint es uns unrealistisch, vor einer Notbremsung den entsprechenden Knopf auf dem Smartphone zu drücken.

Kommen wir nun zum Highlight der Rucksäcke: Das integrierte RGB-LED-Panel. Das komplett hinter Stoff verborgene Pix-Panel hat eine Auflösung von 16 × 20 Punkten und einen LED-Abstand von rund 20 mm. In der Praxis sind damit zwar coole Effekte und Schrift darstellbar, aufwändigere Grafiken sind allerdings nur schwierig bis gar nicht zu erkennen.

Die Auflösung vom Pix beträgt lediglich 16 × 20 Bilddpunkte.

Beim günstigen Rucksack sind deutlich mehr LEDs verbaut. Die Auflösung liegt bei 64 × 64 Pixeln, der Abstand beträgt etwa 4 mm. Das ist zwar ebenfalls nicht hochauflösend, das Panel bietet aber eine deutlich detailreichere Darstellung im Vergleich zum Pix.

Das Panel des günstigen LED-Rucksacks ist bei Sonnenschein kaum zu erkennen.

Die Leuchtstärke ist bei maximaler Helligkeit bei beiden Rucksäcken zumindest in der Dämmerung und bei Dunkelheit ausreichend. Tagsüber und in heller Umgebung sieht es da schon anders aus. Durch die dicke Kunststofffolie kommt es beim Klon zu störenden Reflexionen Die LEDs sind zudem nicht besonders hell und deshalb kaum zu erkennen. Die Beleuchtung des Pix ist dagegen auch in direktem Sonnenlicht gut zu sehen. Reflektionen treten diese dank der Stoffoberfläche nicht auf.

Beim Pix sind die LEDs auch tagsüber hell genug.

Die kostenlosen Apps Pix Backpack und LED-Space sind beide intuitiv und verständlich aufgebaut. Die Unterschiede liegen im Detail. So ist es beim originalen Pix nur möglich, Grafiken im PNG-Format und GIF-Animationen mit der Auflösung 16 x 16 oder 16 x 20 auf den Rucksack zu überspielen. Beim Klon kann der Nutzer jede beliebige Grafik wählen; die App wandelt diese automatisch in die korrekte Auflösung um. In der Praxis ist dies deutlich bequemer und unkomplizierter. Wer möchte, kann die fertigen Bilder beim günstigen Modell animieren. Diese werden dann auf verschiedene Arten ein- oder ausgeblendet. Dies wiederum kann der Pix nicht.

Beide Apps sind logisch aufgebaut, die vom Pix (links) ist allerdings weniger komfortabel.

In der Pix-App ist es immerhin möglich, fertige Community-Vorlagen herunter zu laden und zu installieren. Beim Klon stehen zwar auch einige Vorlagen zur Verfügung, die Auswahl ist aber deutlich geringer.

Wer möchte, kann auch eigene Bilder per App zeichnen oder Texte eingeben und diese auf das Panel übertragen. Beim Pix ist es sogar möglich, einfache Animationen mit mehreren Einzelbildern anzulegen, beim Klon funktioniert das nicht.

Das erste, was im Vergleich der beiden Rucksäcke auffällt, ist der Größenunterschied. Das Original von Pix ist insgesamt ein ganzes Stück größer als sein Klon. Während das günstige Modell wie ein Rucksack für Kinder aussieht, ist der Pix auch für den Transport von Laptop & Co. geeignet. Das Gesamtdesign ist allerdings sehr ähnlich: Hier hat sich der Dritthersteller klar am Pix orientiert. Abgesehen von geringeren Abmessungen und der flacheren Bauform ist das Noname-Modell lediglich rundlicher gestaltet.

Strom bekommen beide Rucksäcke von einer nicht im Lieferumfang enthaltenen Powerbank.

Das zweite große Unterscheidungsmerkmal ist die Vorderseite der Rucksäcke. Der PIX hat eine augenscheinlich undurchsichtige Oberfläche aus grauem Synthetik-Stoff, durch die man die verbauten LEDs nicht sehen kann. Der Klon hat stattdessen eine billige, durchsichtige Plastikfolie, durch welches ein 25 × 25 cm große LED-Panel zu erkennen ist.

Die Verarbeitung ist bei beiden Modellen erstaunlich hochwertig. Original und Klon verfügen über wasserdichte Reißverschlüsse und gleichmäßig ordentliche Nähte. Der Reißverschluss des teuren Rucksacks ist allerdings leichtgängiger. Das Obermaterial hinterlässt bei beiden Modellen einen robusten Eindruck.

Selbst der günstige Rucksack hat einen wasserdichten Reißverschluss.

Insbesondere beim Innenleben fallen dann aber doch Unterschiede auf. Zum einen bietet der PIX mehr einzelne Fächer und zum anderen wirkt das Innenmaterial deutlich wertiger. Das Original riecht zudem nicht. Der Klon stinkt, zumindest an den ersten Tagen, nach Plastik und Weichmacher.

Eine für den Betrieb notwendige USB-Stromquelle in Form einer Powerbank ist bei keinem der beiden Rucksäcke beigepackt. Wir nutzen im Test ein günstiges Modell von Aukey mit einer Kapazität von 20000 mAh. Wer noch eine mobile USB-Stromquelle sucht, sollte einen Blick auf die Einzeltests von Powerbanks werfen.

(Kein Produktbild vorhanden)

Noname-Rucksack aus dem Test

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Noname-Rucksack aus dem Test

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Noname-Rucksack

(Kein Produktbild vorhanden)

Noname-Rucksack

(Kein Produktbild vorhanden)

Noname-Rucksack

Rucksäcke mit RGB-LED-Panel sehen extrem cool und nerdig aus und sind ein echter Hingucker. Die Bedienung klappt sowohl beim günstigen als auch beim teuren Modell einfach und intuitiv. Wer bei seiner Tour durch die Stadt oder auf dem Messegelände auffallen will, erreicht dieses Ziel mit beiden Rucksäcken.

Wer für seinen Rucksack unterwegs eigene Grafiken und Animationen anlegen will, ist mit der App des Noname-Rucksacks deutlich besser bedient. Diese bietet das deutlich bequemere Handling und eine höhere Auflösung.

Wer Uhr oder Timer einblenden und auf seinem Rucksack Tetris zocken will, muss zum teuren Pix greifen. Dieser ist mit einem mehr als doppelt so hohem Preis zudem besser verarbeitet und auch bei Sonnenschein gut erkennbar. Außerdem bietet er mehr Platz als das günstige Modell.

Wir finden die Rucksäcke beide cool. Verarbeitung und Design des Originals sind zwar insgesamt besser, dafür punktet der Klon mit der besseren App und der höheren Auflösung. Letztlich sind aber beide Modelle nichts für den Alltag – und für einen Gag ist auch der billigere Rucksack ein teures Vergnügen.

Alltagstauglicher sind beispielsweise Solar-Rucksäcke (Ratgeber) oder klassische Kamera-Rucksäcke (Vergleichstest).

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