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Nvidia RTX 3080, RTX 3090 & Co: Benchmarks, Preise, Infos

Bild: Nvidia

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RTX 3080, RTX 3090, RTX 3070 oder RTX 3060 – Nvidias neue Ampere-Grafikkarten krempeln den Markt um. Wir zeigen, wo es konkrete Infos gibt und gehen Gerüchten nach.

Update 25.09: Die RTX 3090 ist als Founders Edition im Verkauf, gleichzeitig kommen mehr Benchmarks und Daten zur RTX 3080 an. Wir haben eine MSI Gaming Trio RTX 3080 in der Redaktion und liefern in diesem Update die ersten Daten.

Mit der Ampere-Architektur bringt Nvidia eine komplett neue Generation an Grafikkarten auf den Markt. Diese machen einen massiven Sprung bei der Leistung. Das betrifft sowohl klassische Grafikdarstellung als auch das Thema Raytracing. Dabei nutzt die Grafikkarte spezielle Hardware-Komponenten, um etwa Spiegelungen und Lichtreflektionen jeweils abhängig vom Blickwinkel des Spielers in Echtzeit zu berechnen. Wie gut das aussehen kann, zeigen wir im Artikel zu Minecraft RTX.

Die neuen Modelle kommen nacheinander auf den Markt, entsprechend werden wir diesen Beitrag immer wieder aktualisieren. Derzeit sind folgende Verkaufstermine und Preise bekannt:

  • RTX 3080: erhältlich, Preis zwischen 700 und 800 Euro
  • RTX 3090: erhältlich, Preis ab 1500 Euro
  • RTX 3070: Termin 15.10.2020, Preis ab 500 Euro
  • RTX 3060: Termin unbekannt, Preis unbekannt

In diesem Artikel zeigen wir Daten zu den bereits veröffentlichen Grafikkarten und tragen zusammen, was die Gerüchteküche zu den anderen Modellen zum Brodeln bringt. Außerdem sehen wir uns an, welche zusätzliche Hardware sinnvoll ist, wann die Turing-Karten von Nvidia günstiger werden (und ob sich der Kauf überhaupt noch lohnt) und was AMD dem Angriff von Nvidia entgegensetzen will.

Der Artikel erscheint im Rahmen unserer Themenwelt Gaming. Dort haben wir beispielsweise einen Bauvorschlag für eine VR-tauglichen Gaming-PC unter 600 Euro oder einen Vergleichstest zu Grafikkarten veröffentlicht. Zudem geben wir Tipps zum Kauf eines Gaming-Monitors oder eines Headsets.

Bild: Nvidia Die Founders Edition der Geforce RTX 30XX-Serie

So schnell wie sie im Handel war, so schnell war die Founders Edition der Nvidia RTX 3080 wieder ausverkauft. Kein Wunder, immerhin ist die RTX 3080 das erste Modell der Ampere-Serie und kostet um die 700 Euro. Das ist deutlich günstiger als jede vergleichbare der Karten aus der Vorgängergeneration - die RTX 2080 kostet um die 800 Euro, die RTX 2080 Ti liegt bei um die 1200 Euro.

Nvidia Geforce RTX 3080 (3 Bilder)

Die Geforce RTX 3080

(Bild: Nvidia)

Dazu kommt ein fetter Leistungssprung. Die Kollegen der c’t haben bereits die ersten Karten durch ihren Benchmark gejagt (heise online "Nvidia Geforce RTX 3080 angetestet") und bekommen sehr gute Ergebnisse. Im DirectX-12-Benchmark Timespy schafft die RTX 3080 knapp 15 Prozent mehr Punkte als die RTX 2080 Ti, die fast das Doppelte kostet. Mit diesen Werten setzt sich die RTX 3080 bei uns locker an die Spitze, auch wenn aufgrund unterschiedlicher Benchmark-Umgebungen die Ergebnisse nicht 1:1 übertragen werden können. Stark ist die Leistung beim RTX-Benchmark Port Royale, hier schafft die RTX 3080 fast 30 Prozent mehr. Das passt gut in Nvidias Strategie, die voll auf die Hardware-seitige Berechnung von Raytracing setzt. Spiele wie das kommende Cyberpunk 2077 und Co dürften damit also ins richtige Licht gesetzt werden.

Inzwischen ist mit der MSI Gaming Trio Geforce RTX 3080 die erste Karte in unserer Redaktion. Im Moment laufen die Benchmarks, die ersten Werte können wir aber dazu schon veröffentlichen. Diese sind wie immer auf unserer Benchmark-Plattform entstanden, sind also mit den anderen Grafikkarten-Tests vergleichbar.

Wir können die guten Ergebnisse bei Timespy und Timespy Extreme bestätigen. Die RTX 3080 deklassiert alle anderen Karten, inklusive unserer bisherigen Spitzenreiterin, der RTX 2080 Super.

Die RTX 3080 von MSI setzt sich beim Timespy-Benchmark leicht an die Spitze.

Ähnlich gut sieht es beim Benchmark zu Port Royale aus. Dieser Test misst die Raytracing-Leistung, hier bekommt man einen fetten Leistungsschub.

Beim Raytracing-Benchmark Port Royale gibt es ebenfalls einen klaren Sieger.

Die Benchmarks für "echte" Spiele laufen noch, wir haben aber bereits Ergebnisse aus dem integrierten Benchmark von Borderlands 3.Mit durchschnittlichen FPS von 106,47 bei allen Details in 4K-Auflösung ( 3840 × 2160) bestätigt die Karte ihren Anspruch an hochwertiges UHD-Gaming.

Die ersten Spiele-Benchmarks sind vielversprechend, hier der Test in 4K-Auflösung in Borderlands 3.

Wo sind die Nachteile? Zunächst wäre da die Leistungsaufnahme, mit einem Strombedarf von 429 Watt unter Last zeigt sich die RTX 3080 sehr hungrig. Hier sollte man in jedem Fall ein hochwertiges Netzteil verbauen. Die 750 Watt, die Nvidia angibt, sind ein guter Tipp. Zudem wird das Thema Kühlung interessant. Wir haben den Dauertest zur Belastung noch nicht abgeschlossen, können aber jetzt schon sagen, dass die Karte deutlich spürbare Abwärme produziert. Damit wird ein gutes Kühlkonzept im Gehäuse zur Pflicht, eventuell lohnt sich auch eine Wasserkühlung für die GPU.

Die Founders Edition der RTX 3080 war, wenig überraschend, nach wenigen Minuten vergriffen. Derzeit ordnen sich alle Anbieter zwischen 750 Euro und 800 Euro ein, mit Ausnahme einer übertakteten Variante von Zotac, die 900 Euro kostet. Wenn sich die Grafikkarten ähnlich verhalten wie die RTX 2060 Super, dann dürfte es aber innerhalb der jeweiligen Generation wenig Variation geben (mit Ausnahme von ab Wert übertakteter Karten). Sprich, man kann mehr oder weniger jeder RTX 3080 nehmen oder den eigenen Lieblingshersteller wählen. Die Kollegen der c't sammel aktuell Grafikkarten ein, um diese gegenüberzustellen.

RTX 3080: Informationen und technische Daten
Name RTX 3080 RTX 2080 Ti
Zielgruppe 4K Gaming
Speicher 10 GByte 11 GByte
CUDA Recheneinheiten 8704 4352
Leitungsaufnahme 320 W 260
Empfohlene Systemleistung 750 W 650
Belegte Slots (Founders Edition) 2 2
Preis (UVP, Founders Edition) 700 Euro 1260 Euro
Veröffentlichung veröffentlicht erhältlich

Keine Frage, die RTX 3080 ist derzeit die wahrscheinlich beste Preis-Leistungs-Grafikkarte auf dem Markt. Es ist fast schon unheimlich, wie sie die High-End-GPUs der Turing-Klasse abhängt, gerade bei Raytracing. Wer jetzt zuschlägt, der macht wenig verkehrt. Aber wir raten dennoch zu ein wenig mehr Geduld. Mitte Oktober will Nvidia die RTX 3070 vorstellen, die deutlich weniger kosten soll, aber durchaus auch spannende Eckdaten bietet.

Für alle, die über 4K-Gaming nur müde lächeln (etwa, weil sie sich einen 8K-TV gekauft haben), bringt Nvidia die RTX 3090. Diese Grafikkarten sollen zeigen, was am PC in Spielen machbar ist. Das kostet ordentlich, die Founders Edition, die am 24.09.2020 in den Verkauf geht, besitzt eine UVP von 1500 Euro. Damit ist sie fast doppelt so teuer wie die RTX 3080, aber bringt sie die doppelte Leistung? Zum Update des Artikels laufen die ersten Ergebnisse im Web und beim 3DMark herein. Im Timespy schafft die RTX 3090 eine durchschnittliche Punktzahl 19 544 - das ist ein unglaublich gutes Ergebnis für eine einzelne Karte. Zum Vergleich, die RTX 380 liegt beim gleichen Test durchschnittlich bei 15 645. Damit ist die RTX in diesem Benchmark knapp 25 Prozent flinker.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Timespy Extreme. Dieser Benchmark nutzt eine 4K-Auflösung und fordert die Karten entsprechend mehr. Die RTX 3080 erreicht im Durchschnitt 7872 Punkte, die RTX 3090 kommt im Durchschnitt auf 9 259 Punkte, knapp 17 Prozent mehr. Zum Vergleich, die RTX 2080 Ti, die beim Preis zwischen beiden Karten liegt, kommt "nur" auf 6 585 Punkte.

Nvidia Geforce RTX 3090 (2 Bilder)

Die RTX 3090

(Bild: Nvidia)

Etwas wackelig sind die Daten beim Raytracing-Benchmark Port Royale. Hier kommt die RTX 3090 auf durchschnittlich 13 065 Punkte, mit starken Schwankungen davor und danach. Das kann auf möglicherweise noch nicht optimierte Treiber hinweisen.Eine andere mögliche Stolperfalle könnte PCIe 4.0 sein. Mainboards mit diesem Standard erreichen einen maximalen theoretischen Durchsatz von 32 GByte/s im Steckplatz der Grafikkarte, bei PCIe 3.0 sind es 16 GByte/s. PCIe 4.0 ist noch nicht weit verbreitet, möglicherweise leidet also die RTX 3090 hier stärker als andere Karten. Die RTX 3080 hat eine ausgeglichenere Kurve und kommt im Schnitt auf 11 342 Punkte.

Ein anderer Punkt sind die Spiele-Benachmarks. Hier sind sich mehrere Tester einig, dass die Unterschiede lang nicht so krass sind wie in den dedizerten Benchmark-Programmen. Das mag sich mit optimierten Treibern verbessern, aktuell liegt der Leistungszuwachs bei Spielen aber offenbar unter dem Leistungszuwachs bei Benchmarks.

RTX 3090: Informationen und technische Daten
Name RTX 3090 RTX 2080 Ti
Zielgruppe 8K Gaming
Speicher 24 GByte 11 GByte
CUDA Recheneinheiten 10496 4352
Leitungsaufnahme 350 W 260
Empfohlene Systemleistung 750 W 650
Belegte Slots (Founders Edition) 3 2
Preis (UVP, Founders Edition) 1500 Euro 1260 Euro
Veröffentlichung 24.09.2020 erhältlich

Die RTX 3090 dürfte das schnellste sein, was man aktuell in eine Grafikkarte packen kann. Die Werte sind sehr gut, auch wenn dem fast doppelt so hohen Preis gegenüber der RTX 3080 "nur" eine Leistungssteigerung um die 25 Prozent in den Benchmarks steht. Damit dürfte die Karte vor allem für Enthusiasten interessant sein oder die, die SLI-Systeme unbedingt nutzen wollen. Denn die RTX 3090 ist aktuell die einzige Ampere-Karte, die noch SLI unterstützt. Sprich, wer die Karte will, der holt sie sich sowieso. Wer eher auf das Verhältnis von Preis und Leistung schaut, der sollte zur RTX 3080 greifen, auf die RTX 3070 warten oder sehen, was AMD mit Big Navi bringt.

Die RTX 3070 ist die günstigste der derzeit angekündigten Nvidia-Grafikkarten. Sie wird ab dem 15.10.2020 erhältlich sein und um die 500 Euro kosten. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keine harten Daten zur Leistung, laut Nvidia soll die Karte in etwa auf dem Niveau der RTX 2080 Ti liegen. Damit wäre die RTX 3070 wahrscheinlich der neue Preis-Leistungs-König für alle, die RTX und ordentlich Power in ihrer Grafikkarte zu einem Budget von um die 500 Euro suchen.

Nvidia Geforce RTX 3070 (3 Bilder)

Die Geforce RTX 3070

(Bild: Nvidia)

Dabei schwirren schon die ersten Gerüchte durchs Web, dass Nvidia eine weitere Version der RTX 3070 plant. Diese soll 16 GByte statt der 8 GByte RAM mitbringen. Bestätigt ist noch nichts, hier muss man dann wohl noch bis Oktober warten.

RTX 3070: Informationen und technische Daten
Name RTX 3070 RTX 3070 Ti / Super (unbestätigt) RTX 2080 Ti
Zielgruppe 1440p Gaming
Speicher 8 GByte 16 GByte (unbestätigt) 11 GByte
CUDA Recheneinheiten 5888 ? 4352
Leitungsaufnahme 220 W ? 260
Empfohlene Systemleistung 650 W ? 650
Belegte Slots (Founders Edition) 2 ? 2
Preis (UVP, Founders Edition) 500 Euro ? 1260 Euro
Veröffentlichung 15.10.2020 ? erhältlich

Über die kleinste Karte im RTX-Lineup ist noch am wenigsten bekannt. Hier kann man also trefflich spekulieren, alle Informationen sollten entsprechend mit Vorsicht genossen werden. Zwei Sachen dürften aber als gesichert gelten: Die RTX 3060 wird weniger kosten als die RTX 3070 und dürfte die langsamste Karte der RTX-30XX-Serie sein.

Wir lehnen uns etwas aus dem Fenster und versuchen, die Leistung der RTX 3060 zu erraten. Der Vorgänger, die RTX 2060, erreichte in unserem Vergleichstest beim Timespy-Benchmark knapp 72 Prozent der Leistung der RTX 2080 Super. Wenn man das mit den Messdaten der RTX 3080 durchspielt, könnte die RTX 3060 rund 10956 Punkte erreichen. Das würde sie in das Top-Feld der Grafikkarten schleudern, sie würde damit selbst der RTX 2080 Super in unserem Testfeld das Leben schwer machen.

Sollten sich diese Werte bestätigen, dann wäre das eine sensationelle Leistung zu einem wahrscheinlich guten Preis. Aber, wie gesagt, derzeit ist dies wenig mehr als Lesen im Kaffeesatz - wir bleiben dran.

RTX 3060: Informationen und technische Daten
Name RTX 3060 (unbestätigt) RTX 2080 Ti
Zielgruppe Full-HD-Gaming (unbestätigt)
Speicher 8 GByte (unbestätigt) 11 GByte
CUDA Recheneinheiten 4864 (unbestätigt) 4352
Leitungsaufnahme ? 260
Empfohlene Systemleistung ? 650
Belegte Slots (Founders Edition) 2 (unbestätigt) 2
Preis (UVP, Founders Edition) ? 1260 Euro
Veröffentlichung 2020 / 20201 erhältlich

Bei der Hardware dürfte vor allem das Netzteil im Fokus sein. Die Ampere-Karten benötigen mehr Leistung als ihre Vorgänger, zwischen 220 W und 350 W gibt Nvidia unter Last an. Damit das Gesamtsystem stabil läuft, empfiehlt Nvidia Netzteile mit 650 W (für RTX 3070) oder 750 W (für RTX 3080 und RTX 3090). Die RTX-30xx-Karten besitzen einen neuen 12-poligen Stecker, der quer statt längs auf der Grafikkarte sitzt. Nvidia legt laut eigenen Angaben einen passenden Adapter bei, der zwei der bisherigen 8-poligen Stecker auf den neuen Anschluss umbiegt. Man muss also nicht zwingend auf neue Netzteil-Modelle warten.

Bild: Nvidia Gut zu sehen: Mit Ampere kommt ein neuer Stromanschluss.

Wer ein einigermaßen aktuelles Mainboard samt CPU hat, der muss hier wahrscheinlich wenig aufrüsten. Der Sprung auf PCIe 4.0 könnte etwas mehr Leistung bringen, allerdings wahrscheinlich nur für die RTX 3090. Problematisch wird es beim Thema CPU. Gerade bei Full-HD kann es zu einer Engstelle kommen, die selbst die schnellste Grafikkarte nicht ausgleichen kann. Die Kollegen der c't haben dies ausführlich im Artikel "Spielen als Kernanliegen" begutachtet. Dort zeigte sich, dass im gleichen System ein massiver Unterschied in der Leistung entstehen kann, je nachdem, ob vier, sechs oder acht Kerne zum Einsatz kommen. Wer jetzt noch ein Quad-Core-System hat, der sollte über ein Upgrade nachdenken.

Ebenfalls ein gutes Investment ist ein neuer Bildschirm. Dabei sollte man vor allem auf eine hohe Bildfrequenz achten. Denn nur dann bringen die Grafikkarten die Inhalte wirklich schön auf den Bildschirm. Gerade, wer seine Bilder pro Sekunde (fps) bei Full-HD nach oben schrauben möchte, der sollte einen Bildschirm mit 144 Hz oder 240 Hz wählen. Mehr dazu in unserem Ratgeber Gaming-Monitore: Displays zum Zocken.

Lohnt es sich mit einer RTX 3080 überhaupt noch, eine RTX 2080 oder kleiner zu kaufen? Wir denken ja, wobei es natürlich immer auf den Einsatzzweck und den Preis ankommt. Wer in den nächsten Jahren plant, sein Gaming-System auf 4K aufzurüsten, der sollte wahrscheinlich gleich zur RTX 3080 greifen. Wer aber in Full-HD oder 1440p spielt, für den liefert eine RTX 2070 Super oder eine RTX 2080 Super immer noch genügend Leistung.

Aktuell sind die neuen RTX-30XX-Grafikkarten aber offenbar noch zu schwer zu bekommen, entsprechend ist der Preisverfall bei den Vorgängern noch nicht so extrem. Die Preise für die RTX 2080 Super etwa gehen zwar im Trend nach unten, allerdings wurden sie in den letzten Monaten teilweise künstlich nach oben gezogen. Ähnlich sieht es bei der RTX 2070 Super aus, auch hier geht der Trend nach unten, aber nur wenige Grafikkarten sind so günstig wie noch nie. Um den Preisverlauf besser zeigen zu können, haben wir zu jeder RTX-20XX-Karte die aktuell günstigste ausgewählt und den Preisverlauf integriert.

Unsere Prognose ist, dass sich das erst im Oktober mit der RTX 3070 ändern wird. Nochmals verstärken wird sich der Trend, wenn die RTX 3060 auf den Markt kommt und deren Preis deutlich unter den anderen Grafikkarten liegt.

Eine große Frage bleibt noch: Wo ist eigentlich AMD? Der Nvidia-Konkurrent will im Oktober seine neuen Radeon-RX-Grafikkarten mit RDNA2-GPU vorstellen, Codename Big Navi. Aktuell sieht es so aus, als würde diese als Radeon RX 6000 die bisherige Serie ablösen. Die neue Karte soll doppelt so viele Compute Units besitzen wie die RX 5700 XT, die sich in unserem Vergleichstest sehr wacker schlug (heise online „AMD "Big Navi": Highend-GPU angeblich mit 5120 Shader-Kernen”).

Im Juni 2020 hieß es noch, dass es die neue Generation mit den Top-Modellen von Nvidia aufnehmen soll. Interessant ist, dass die neue Grafikkartengeneration auf Basis von RDNA2 wie bei Nvidia Hardware-seitiges Raytracing bringen wird. Konkret bedeutet dies, dass noch mehr Nutzer die Features demnächst nutzen können. Wir sind gespannt, was AMD im Oktober zeigt, welche Werte die neuen Grafikkarten schaffen und wie sie sich preislich einordnen.

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet dieses Jahr wieder ordentlich Feuer in den Grafikkartenmarkt kommt? Ja, dass Nvidia Ampere bringt, das war absehbar, aber der Preis und Leistung, gerade bei der RTX 3080, war dann doch eine große Überraschung. Das macht es gerade deswegen spannend, weil eigentlich die meisten wahrscheinlich eher die neuen Grafikkarten von AMD auf ihrer Wunschliste hatten.

Die Auswirkungen im High-End-Markt für Grafikkarten werden in den Budget-Bereich strahlen. Dabei geht es nicht nur um gebrauchte Varianten, sondern auch um neue Produkte. Es wird spannend zu sehen, was sich in den unteren Preisbereichen tut, vor allem, wenn auch AMD ins Hardware-seitige Raytracing einsteigt.

Der Artikel erscheint im Rahmen unserer Themenwelt Gaming. Dort haben wir beispielsweise einen Bauvorschlag für eine VR-tauglichen Gaming-PC unter 600 Euro oder einen Vergleichstest zu Grafikkarten veröffentlicht. Zudem geben wir Tipps zum Kauf eines Gaming-Monitors oder eines Headsets.

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