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Notebook bis 400 Euro: Chromebook oder Windows 10?

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Chromebook oder Windows-Laptop, wo sind 400 Euro Budget besser angelegt? Wir zeigen die Vorteile von Chrome OS und günstige Alternativen mit Windows.

Wer nicht mehr als 400 Euro für einen Laptop ausgeben möchte, der kann neben klassischen Windows-Notebooks auch zu Chrome OS als Betriebssystem greifen. Beide Systeme haben ihre Vor- aber auch Nachteile. Welche das sind, und welches das geeignetere Gerät in dieser Preisklasse für die jeweiligen Bedürfnisse ist, zeigen wir in diesem Artikel auf.

Zu Beginn war Chrome OS nicht viel mehr als ein Browser im Betriebssystem-Gewand, wenn auch zu diesem Zeitpunkt schon ein gut nutzbares System. Mittlerweile laufen auf aktuellen Chromebooks auch Android-Apps, ein großes Plus für das Google-OS. Seit unserem Test des Acer Chromebook R13 (Testbericht) vom März 2017 hat sich in dieser Richtung in der Tat einiges getan. Damals bemängelten wir vor allem, dass die meisten Android-Apps nicht für solch große Displays angepasst sind und Programme zwar im Fenster-Modus laufen, sich aber nicht skalieren lassen. Das Skalieren funktioniert mittlerweile und viele Apps passen sich besser an den großen Bildschirman.

Bild: Techstage Android-Apps unter Chrome OS

Von einem Ersatz für herkömmliche Windows-Programme sind Android-Apps auf einem Chromebook allerdings weit entfernt. Zum einen merkt man doch recht deutlich, dass man mit Smartphone-Apps hantiert – davon abgesehen gibt es schlicht keine guten Android-Alternativen zu für Windows erhältliche Audioschnitt- und Video- und Bildbearbeitungs-Apps. Wer nicht nur im Web surfen und sich Videos anschauen möchte, der wird mit einem Chromebook nicht glücklich werden.

Beim Thema Sicherheit hat Chrome OS die Nase vorne. Abgesehen davon, dass Hacker bislang kein besonders großes Interesse an dem Google-OS zeigen, bedient sich das Betriebssystem diverser Security-Mechanismen. Beispielsweise laufen einzelne Broswer-Tabs jeweils in einer eigenen Sandbox. So kann eine einzelne infizierte Website dem gesamten System nichts anhaben. Dateien hingegen werden auf dem Chromebook selbst oder in der Cloud verschlüsselt gespeichert. Diesbezüglich muss der Nutzer Google allerdings sein Vertrauen schenken.

Bild: Techstage Akoya E2315

Auch beim Thema Updates lässt Chrome OS Windows etwas alt aussehen. Aktuelle Sicherheitspatches landen schnell und zeitnah auf Chromebooks, und die Aktualisierungen zu installieren dauert auf meist noch nicht einmal eine Minute. Wie das unter Windows bei Updates aussieht, dürften die meisten Nutzer kennen: Grundsätzlich kommen sie 14-täglich. In der Praxis laufen die Updates bei Chrome OS vor allem deswegen deutlich schneller ab – und wirken somit weniger nervig –, weil Betriebssystem und damit auch die Patches insgesamt schlanker sind.

Sowohl Chromebooks als auch Windows-Notebooks kommen flott aus dem Standby-Betrieb und sind nach Aufklappen des Deckels sofort betriebsbereit.

Wenig verwunderlich trumpft das nicht sonderlich Ressourcen raubende Betriebssystem Chrome OS auch bei der Akkulaufzeit auf. Das Chromebook R13 (Testbericht) beispielsweise kommt auf bis zu zehn Stunden, ein Wert den keiner der von uns getesteten Windows-Laptops in der Preisklasse bis 400 Euro erreicht hat.

Bild: Techstage Acer Chromebook R13
Acer Chromebook R13 CB5-312T-K0YK (NX.GL4EG.002)

Acer Chromebook R13

Acer Chromebook 11 CB5-132T-C4LB weiß (NX.G54EG.007)

Acer Chromebook 11

HP Chromebook 14 G5, Celeron N3350, 8GB RAM, 32GB Flash (3GJ74EA#ABD)

HP Chromebook 14 G5

Bild: Techstage Acer Switch 3

Während die Auswahl an Laptops, 2-in-1-Devices und Convertibles mit Windows sehr groß ist, sieht es bei Geräten mit Chrome OS anders aus. Abgesehen von Google mit seinem eigenen Pixelbook finden sich bei einer Preisvergleichsuche ansonsten nur Chromebooks von drei Herstellern auf dem deutschen Markt: von Asus, Acer und von HP. In der Preisklasse bis 400 Euro bleibt dann nur noch Acer übrig mit drei Modellen in teils verschiedenen Ausführungen.

Das interessanteste dieser Geräte ist das Acer Chromebook R13 (Testbericht), ein Convertible mit Touchscreen. Interessant im Windows-Bereich bis 400 Euro sind beispielsweise das Medion Akoya E3215 (Testbericht), ebenfalls ein Convertible mit Touchscreen, der Surface-Clone Acer Switch 3 (Testbericht) und das Billig-Ultrabook Trekstor Primebook P14 (Testbericht). Natürlich gibt es bei den genannten Geräten diverse Unterschiede im Detail, abgeschnitten haben sie bei uns im Test jedoch alle mit „gut“, bis auf das Acer Switch 3, das von uns ein „befriedigend“ bekam.

Medion Akoya E3215, Pentium N4200,  4GB RAM, 64GB SSD (MD 60794)

Medion Akoya E3215

Acer Switch 3 SW312-31-P7SF (NT.LDREG.007)

Acer Switch 3

TrekStor Primebook P14 schwarz (34960)

Trekstor Primebook P14

In der Preisklasse bis 400 Euro gibt es einige brauchbare Windows-Laptops. Warum also zu einem Chromebook greifen? Chromebooks eignen sich gut, wenn man eine einfache Surfstation oder eine Kontrollzentrale fürs Smart Home haben will. Sie starten flott, und für den schnellen Blick ins Internet sind sie ideal. Auch die Akkuleistung ist sehr gut. Wer mehr Flexibilität braucht, etwa bei der Hardware oder bei Programmen, der sollte sich ein Windows-Gerät anschaffen.

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