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NAS-Kaufberatung: richtigen Netzwerkspeicher finden

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Netzwerkspeicher gibt es schon für unter 100 Euro. Neben der Hardware unterscheiden sich vor allem die Software-Features. Wir zeigen, wie man die richtige NAS findet.

NAS, Network Attached Storage, ist inzwischen weit mehr als nur ein Speicherplatz im LAN. Die Geräte arbeiten als Server, stellen Webdienste zur Verfügung, sind Media-Zentralen und private Cloud. Preislich geht es schon unter 100 Euro los, nach oben gibt es wenig Grenzen. Unzählige Modellversionen sorgen dabei für Verwirrung. Unsere Kaufberatung soll helfen, sich im Dschungel der Netzwerkspeicher zurecht zu finden.

Dieser Beitrag gehört zu unserer Themenwelt rund um Consumer- und Mittelklasse-NAS-Speicher. Hier sind bereits folgende Artikel und Tests erschienen:

Network Attached Storage (14 Bilder)

Die Anschlüsse einer NAS, hier am Beispiel der Asustor.

Der Ursprung der Netzwerkspeicher findet sich im professionellen Arbeitsumfeld. Mittlerweile sprechen viele Hersteller auch Privatanwender mit Modellen an, die insbesondere im Bereich Multimedia viel zu bieten haben. Ein NAS-System ist weit mehr als nur ein reiner Netzwerkspeicher: Es handelt sich dabei vielmehr um einen kleinen PC mit viel Speicherplatz, einem vom Hersteller selbst entwickelten Betriebssystem und vielen speziell für den Betrieb im Netzwerk zugeschnittenen Funktionen.

Zu den bekanntesten Anbietern für Privatanwender zählen QNAP (Übersicht) und Synology (Übersicht), welche auch die breiteste Modellpalette in unterschiedlichen Leistungs- und Funktionsklassen anbieten. Beide sind für aufgeräumte Benutzeroberfläche, einfachen Einstieg mit vielen geschickt integrierten Hilfestellungen und breit gefächertem Funktionsumfang bekannt. Als Überraschung der letzten Testreihe entpuppte sich Asustor AS6302T (Testbericht): Der Hersteller liegt mittlerweile auf Augenhöhe mit den beiden Platzhirschen. Buffalo und Zyxel konzentrieren sich auf den preisgünstigen Einsteigerbereich und bedienen Kunden, denen es vor allem auf die Funktion als Netzwerkspeicher ankommt. Mit Terramaster schickt sich zudem ein noch relativ neuer Mitspieler an, den Consumer-NAS-Markt zu erobern – mit soliden Metallgehäusen, guter Hardwareausstattung und dem hauseigenen TOS-Betriebssystem. Das bietet noch nicht ganz den enormen Funktionsumfang und die App-Auswahl der Lösungen von Asustor, QNAP oder Synology, liefert aber eine solide Basis. Im Test überzeugte das Terramaster F2-420 zudem durch gute Hardware-Ausstattung und einige ungewöhnliche Customizing-Möglichkeiten für Bastler.

Auch die Festplattenhersteller selbst sind in im NAS-Bereich aktiv: Seagate hat mit den etwas gealteren Geräten der Serie Personal Cloud ebenfalls eine bewusst einfach gehaltene, DLNA-Streaming-fähige Backup-Lösung im Angebot. WD geht mit der My Cloud einen Schritt weiter und bietet für die Systeme auch Drittanbieter-Apps wie etwa zur Verwaltung von Multimedia-Daten oder ein Wordpress-Plugin an. Hochpreisige Geräte anderer Hersteller wie etwa Drobo, Netgear oder Thecus wenden sich vornehmlich an professionelle Anwender.

Günstige Einsteiger-NAS-Systeme verwenden typischerweise ein ARM-basiertes System on a Chip (SoC) mit einem oder zwei Kernen und starten ab 256 GByte RAM. Das reicht bereits für viele, grundlegende Aufgaben vollkommen aus und verbraucht aufgrund der geringen Leistung nur wenig Strom. Geht es um die Kernkompetenz des NAS und darum, Daten im Netzwerk verfügbar zu machen und einen einfachen DLNA-Medienserver laufen zu lassen, bieten diese Modelle einen günstigen Einstieg. Wer nicht auf jeden einzelnen Euro schauen muss, setzt vorzugsweise auf ein NAS mit zwei Festplatteneinschüben, um die Laufwerke im RAID-1-Verbund arbeiten zu lassen.

In die Knie geht die Leistung vieler Einsteigerlösungen jedoch, wenn es darum geht, die Daten auf dem Speicher zu verschlüsseln. Auch dann reicht noch eine ARM-CPU aus, jedoch sollte sie in diesem Fall über ein Beschleunigungsmodul zur 256-Bit-AES-Datenverschlüsselung verfügen. Ansonsten kann die Schreibgeschwindigkeit schnell auf bis zu 20 bis 30 MByte/s einbrechen und das Sichern großer Datenmengen dauert extrem lange.

Greifen mehrere Nutzer gleichzeitig auf das NAS zu oder kommen mehrere Zusatzprogramme zum Einsatz, beginnt ein sinnvoller Einstieg bei mindestens einem ARM-SoC mit zwei oder vier Kernen und 512 MByte oder besser 1 GByte RAM. Insbesondere der Arbeitsspeicher ist bei mehreren, gleichzeitig laufenden Plug-ins schnell voll.

Stärkere Zwei- oder gar Vierkern-Prozessoren aus dem x86-Bereich und mindestens 2 GByte RAM markieren die typischen Ausstattungsmerkmale der NAS-Mittelklasse. CPU-seitig findet in diesem Segment vor allem Intels Celeron Verwendung. Das genügt auch für anspruchsvolle Multimedia-Apps wie Plex, einschließlich der Hardware-beschleunigten Video-Transkodierung. Zur Funktionserweiterung des Netzwerkspeichers mittels Docker-Containern und zur Einrichtung virtueller Maschinen ist diese Leistungsklasse ebenfalls der passende Unterbau. Einige Hersteller bieten die Möglichkeit, auch einen virtuellen Linux- oder Windows-PC auf dem NAS laufen zu lassen. Soll das mehr als eine reine Spielerei sein, empfehlen sich Vierkern-Prozessoren, von denen sich zwei Kerne exklusiv der VM zuweisen lassen, und 4 GByte Arbeitsspeicher. Oftmals ist in dieser Geräteklasse ein SO-DIMM-Einschub vorhanden, um bei Bedarf selbst RAM nachrüsten zu können.

Nach oben hin sind der Ausstattung keine Grenzen gesetzt: Professionelle NAS-Plattformen für teils mehrere tausend Euro verfügen über Intel-Xeon- und AMD-Ryzen-Desktop-Prozessoren mit sechs, acht oder noch mehr Kernen. Sie sind aber eher für die Nutzung kleiner Teams gedacht und für den Privatanwender schlichtweg unerschwinglich – zumindest, soweit die Motivation zur Anschaffung nicht in einem ausgeprägten, persönlichen Nerdtum begründet liegt.

NAS - Alle Einzeltests in der Übersicht (10 Bilder)

Synology DS218+

Synologys DS218+ punktet mit multimedialer Ausrichtung durch Schlichtheit. Einer vergleichsweise geringen Anzahl an externen Schnittstellen stellt der Hersteller eine hohe funktionale Vielfalt und ein intuitives Bedienkonzept gegenüber.

Testbericht

Besten Preis fürs Leergehäuse finden

Bester Preis für NAS mit 4 TByte Speicher

Am Anfang des NAS-Kaufs steht die Frage nach der Anzahl der benötigten Festplatteneinschübe: Ein preiswertes 1-Bay-NAS reicht zum bloßen Speichern und zur Multimedia-Wiedergabe aus und erfordern nur den Erwerb einer einzigen, zusätzlichen Festplatte. Da entsprechende Modelle einzig den Einsteigerbereich bedienen, bieten sie aber auch nur sehr knappe Leistungsreserven.

Viele NAS, wie etwa bei der Synology DS218+, haben Einschübe für die Fesplatten.

Wer etwas mehr investieren will, fährt mit einem 2-Bay-Modell besser: Entsprechende Geräte gibt es mit unterschiedlicher Hardwareausstattung in mehreren Preis- und Funktionsklassen. Allen gemein ist die Möglichkeit zum RAID-1-Betrieb der Festplatten, welcher die Daten auf beide Laufwerke spiegelt. Dadurch steht auch nur der Speicherplatz eines Laufwerks zur effektiven Nutzung zur Verfügung. Der Vorteil: Fällt ein Laufwerk mit einem Defekt aus, sind alle Dateien weiterhin verfügbar. Einige NAS-Systeme bieten die Möglichkeit, ein Ersatzlaufwerk via Hot-Swapping einzuschieben und dann einen automatischen Wiederaufbau des RAID-Verbunds zu starten. Das ersetzt zwar kein ordentliches Datensicherungskonzept, erhöht aber die Datenverfügbarkeit.

Landen keine wichtigen Daten auf dem NAS, ist auch der Festplattenbetrieb im JBOD-Modus möglich: Dann steht die gesamte, addierte Speicherkapazität aller Laufwerke zur Verfügung. Lediglich ein RAID 0 für mehr Datendurchsatz ist fast immer Humbug: Fällt eine Festplatte aus, sind die Daten weg und ein einzelner, moderner Festplattenspeicher ist bereits gegenwärtig oft schneller als der Datendurchsatz über den derzeit noch besonders häufig genutzten Gigabit-Ethernet-Port.

Wer Wert auf die Ausfallsicherheit seines Netzwerkspeichers legt, greift zu speziellen NAS-Festplatten: Seagates Ironwolf (Pro), Toshibas N300 und WDs Red (Pro) verfügen über eine speziell für das Einsatzszenario angepasste Firmware und sind für den Dauerbetrieb geeignet. Das schlägt sich unter anderem auf die mittlere Betriebsdauer zwischen zwei theoretischen Ausfällen (MTBF) oder die mittlere Betriebsdauer bis zum Ausfall (MTTF) und den Erwartungswert für Lesefehler wieder. Die Pro-Modelle von Seagate und WD verfügen über fünf statt drei Jahre Garantie, Toshibas N300 stammt von denselben Fertigungslinien wie die teureren Enterprise-Festplatten. Dementsprechend fallen Qualitätskontrollen und die Soll-Werte bei den Fertigungstoleranzen auch strenger als bei einer normalen Desktop-Festplatte aus, darüber stehen nur noch die Enterprise-Modelle selbst. Im Artikel „Vergleich: Die beste Festplatte fürs NAS von 4 bis 12 TByte“ stellen wir die unterschiedlichen Festplatten vor und zeigen die Leistung der verschiedenen Speichergrößen.

Kommt es nicht auf die auf maximal möglichen Lese- und Schreibraten, sondern auf einen möglichst leisen Festplattenbetrieb an, empfiehlt sich der Griff zu Speicherlaufwerken mit je nach Modell 5400 bis 5900 statt der üblichen 7200 U/min. Entsprechende NAS-Festplatten gibt es sowohl von Seagate als auch Western Digital. Kleinere und noch leisere 2,5-Zoll-Laufwerke mit rotierenden Magnetscheiben spielen hingegen zumindest in diesem Einsatzbereich kaum noch eine Rolle: Abgesehen vom Vorteil im Hinblick auf die Betriebslautstärke sind sie langsamer, weisen die geringere Langzeithaltbarkeit auf und bieten zudem bis auf wenige Ausnahme meist nicht mehr als bis zu 2 TByte Speicherplatz.

Lautlose SSDs machen aufgrund der hohen Anschaffungskosten in den meisten Fällen nur als zusätzlicher Cache Sinn: Höherwertige NAS-Systeme verfügen teils über einen PCI-Express-Slot und erlauben so den Einsatz von M.2-SSDs über eine Low-Profile-Trägerkarte. Das ermöglicht flüssigeres Arbeiten, ist aber vor allem für Power-User relevant. Geschwindigkeit ist kein limitierender Faktor. Dennoch: Für gut betuchte Anwender hat beispielsweise QNAP mit dem SilentNAS HS-453DX ein Modell mit 2,5-Zoll-SSD Einschüben und sehr schnellem 10-Gigabit-Ethernet zu Preisen ab 700 Euro im Portfolio. Passende 4-TByte-SSDs schlagen noch einmal mit wenigstens 400 Euro pro Stück zu Buche, dann jedoch arbeitet das NAS im Wohn- oder Schlafzimmer komplett lautlos. Die klassischen Festplatten sind immer noch schnell genug, der limitierende Faktor ist in diesem Fall der Netzwerk-Anschluss. Die Tabelle zeigt den Übertragungs-Speed bei unverschlüsselten Datentransfer einer Gigabit-NAS.

Datentransfer, unverschlüsselt
Asustor AS6302T QNAP TS-251B Synology DS218+ TerraMaster F2-420
Kopiertests unverschlüsselt unverschlüsselt unverschlüsselt unverschlüsselt
2000x 128 KByte: Lesen 26,2 MByte/s 25,4 MByte/s 27,6 MByte/s 15,9 MByte/s
2000x 128 KByte: Schreiben 10,5 MByte/s 14,1 MByte/s 16,4 MByte/s 2,0 MByte/s
600x 2,5 MByte: Lesen 80,4 MByte/s 84,2 MByte/s 88,7 MByte/s 68,6 MByte/s
600x 2,5 MByte: Schreiben 65,1 MByte/s 68,0 MByte/s 72,6 MByte/s 27,3 MByte/s
1x 7,94 GByte: Lesen 118,1 MByte/s 118,2 MByte/s 117,6 MByte/s 108,4 MByte/s
1x 7,94 GByte: Schreiben 116,3 MByte/s 117,2 MByte/s 117,0 MByte/s 94,5 MByte/s
Gemischter Ordner (9,53 GByte): Lesen 02:41 min 02:40 min 02:33 min 03:34 min
Gemischter Ordner (9,53 GByte): Schreiben 04:41 min 03:54 min 03:36 min 16:36 min

Alle NAS-Systeme eignen sich als Netzwerkspeicher. Der grundlegende Zugriff erfolgt entweder über (Netzwerk-) Protokolle wie FTP und WebDAV für den Zugang von außen oder SMB (Windows), AFS (Apple) und NFS (Linux) zur Direkteinbindung als Netzwerklaufwerk unter dem jeweiligen Betriebssystem beziehungsweise den Intranet-Zugriff. Um das Modell problemlos außerhalb des lokalen LAN oder WLAN erreichen zu können, ist je nach eigenem Internetanschluss zwingend auf IPv6-Unterstützung zu achten. Einige ältere Modelle unterstützen nur das überholte IPv4-Protokoll. Bietet der eigene Internetprovider IPv4 nur über DS-Lite-Tunneling an, bleibt der Netzwerkspeicher unter Umständen unerreichbar. Ansonsten erhält das NAS über einen herstellereigenen oder einen Drittanbieter-DNS-Dienst eine Adresse, unter der es über das Internet erreichbar ist.

Die Netzwerkspeicher sichern nicht nur PC oder Notebook, sondern bringen oft auch Apps für mobile Geräte.

Zur Sicherung von Daten vom NAS selbst auf einen externen Speicher haben viele Modelle mit USB-3.0-Anschluss eine einfach einzurichtende One-Click-Lösung parat: Speicherlaufwerk via USB anstöpseln, auf einen daneben liegenden Taster drücken und schon startet ein Sicherungsvorgang vom NAS auf den externen Speicher. USB 3.1 (Typ-A und Typ-C) ist zumindest derzeit noch semiprofessionellen Systemen in der Preiskategorie deutlich über 1.000 Euro vorbehalten. Backups vom PC auf einen Netzwerkspeicher sind ebenfalls möglich, Apple-User achten dabei auf Time-Machine-Kompatibilität. Die meisten Hersteller liefern Programme zum Download mit.

Viele NAS-Systeme bieten die Möglichkeit, den kompletten Inhalt auf ein zweites Gerät an einem anderen Standort zu spiegeln. Modelle, welche das Btrfs-Dateisystem unterstützen, bieten erweiterte Schutzfunktionen vor korrupten Dateien und eine inkrementell arbeitende Snapshot-Funktion ist die ultimative Lösung zur Datensicherung: Dadurch ist eine blitzschnelle Sicherung des gesamten Systems möglich, teils einschließlich einer Versionierung einzelner Dateien. Auch in diesem Punkt unterscheidet sich die Herangehensweise einzelner Hersteller sehr stark mit jeweils eigenen Stärken und Schwächen, die an sich bereits einen ganzen Artikel füllen könnten.

Der Großteil der NAS-Systeme integriert eine einfache Möglichkeit zur Anbindung an gängige, öffentliche Cloud-Dienste wie etwa Dropbox, Google Drive oder Microsoft Onedrive. Das erlaubt die Synchronisation von Daten auf dem NAS mit einem entsprechenden Cloudspeicher – etwa als doppelte Absicherung wichtiger, lokal vorgehaltener Daten. Im Zuge der wachsenden Bedenken gegenüber öffentlichen Anbietern bietet sich aber auch die Verwendung des NAS als private Cloud an: Asustor, QNAP und Synology bieten dazu jeweils ihre ganz eigene Software für PCs und Smartphones an, welche eine bequeme Integration des NAS erlaubt, wie sie von den öffentlichen Clouds gewohnt ist. Dazu gehört auch die automatische Synchronisation von Daten und natürlich die Zugriffsmöglichkeit von außerhalb des lokalen Netzwerks.

Die Anforderungen an die Hardware fallen gering aus: Beim Zugriff von nur einem Anwender reicht schon eins der Einsteigermodelle, die typischerweise über 512 MByte RAM und einen Zweikern-Prozessor auf ARM-Basis setzen. Snapshots können allerdings mehr Arbeitsspeicher voraussetzen. Anspruchsvollere Szenarien erfordern eine leistungsstärkere CPU: Bei der AES-256-Datenverschlüsselung auf dem NAS kann ein schneller, x86-kompatibler Prozessor mit AES-NI-Modul zur Hardwarebeschleunigung des Verschlüsselungsvorgangs ganz entscheidend dazu beitragen, dass die Datentransferraten nicht einbrechen. Hier kommen im Privatanwendersegment üblicherweise Intel-Celeron-Prozessoren mit zwei oder vier Rechenkernen zum Einsatz. Achtung: Einstiegsmodelle wie etwa Buffalos LS520D (Testbericht) unterstützen von Haus aus keine Dateiverschlüsselung.

Es gibt keine NAS, die alle Ansprüche erfüllt. Entsprechend kann man nicht sagen, wie viel Geld man in die Hand nehmen muss. Die Preise richten sich nach den technischen Spezifikationen, der Leistung und nicht zuletzt dem verfügbaren Speicher. Leergehäuse sind entsprechend billiger, aber es kommen noch die Kosten für Festplatten hinzu. Um eine Übersicht zu bieten, geben wir hier die Preise für populäre Leergehäuse und fertige Speicherlösungen an

Unter den aktuellen Neuvorstellungen im NAS-Bereich schickt sich ein durchsatzstärkerer Ethernet-Port an, zum künftigen Consumer-Standard zu werden: 2,5-Gigabit-Ethernet soll Gigabit-Ethernet beerben. Buffalos TeraStation 3220DN, das Asustor Nimbustor 2 (AS5202T) oder QNAPs bereits in den Preisvergleichen gelistete Turbo Station TS-253D weisen das neue Ausstattungsmerkmal bereits auf. Alternativ liegen auch NAS-Systeme wie das TerraMaster F5-422 mit 10-Gigabit-Ethernet für knapp 600 Euro so gerade noch im für Normalanwender bezahlbaren Preisrahmen und sind abwärtskompatibel zu langsameren Ethernet-Standards. Bestehende Netzwerkspeicher mit eigenem PCI-Express-Steckplatz lassen sich vielfach nachrüsten: Die Hersteller selbst bieten zu diesem Zweck Add-in-Netzwerkarten mit schnelleren Ports an.

Die Verwendung der 2,5-Gigabit-Verbindung oder einer noch schnelleren Lösung erfordert jedoch ein komplett abgestimmtes Ökosystem im Heimnetzwerk. Einen ersten Schritt dazu haben unlängst die großen Notebook-, Mainboard- und Chip-Hersteller unternommen. Sämtliche Hauptplatinen für Intels aktuellen Sockel 1200 mit Z490-Chipsatz unterstützen mindestens 2,5-Gigabit-Ethernet. Das trifft auch auf einige gut ausgestattete Modelle mit den kleineren H470- und B460-Chipsätzen zu. Zumindest eine Handvoll von AMDs AM4-Platinen kommt ebenfalls in den Genuss des schnellen Netzwerkanschlusses, gleiches gilt für einige wenige Notebooks, vornehmlich aus dem Gaming-Bereich.

Langsam werden Router schneller. Die Fritzbox 6660 Cable etwa besitzt zumindest einen Port mit 2,5 GBit

Als letztes Bindeglied für ein Heimnetzwerk mit 2,5 Gbit/s fehlt nun noch der Switch oder Router. Hier gibt es im Bereich der vor allem in Deutschland beliebten Router mit integriertem Modem mit Ausnahme der Fritzbox Cable 6660 (Testbericht) allerdings noch nichts zu kaufen und auch dieses Modell verfügt lediglich über einen der neuen Netzwerk-Ports. Der ROG Rapture AX-GT1100 kommt ohne Modem und bieten ebenfalls nur einen 2,5-Gigabit-Port: Davon profitieren also nur NAS-Anwender, bei denen mehrere Nutzer den Netzwerkspeicher parallel ansprechen. Ansonsten führt aktuell kein Weg am Erwerb eines 2,5-Gigabit-Ethernet-Switches vorbei, um darüber mehrere Geräte direkt und gleich schnell miteinander kommunizieren zu lassen.

Der effektive Nutzen des höheren Datendurchsatzes ist aber bereits in Kombination mit herkömmlichen Festplatten gegeben. Die schnellsten NAS-Festplatten lesen und schreiben aktuell je nach Modell mit um 250 MByte/s. Die maximale, theoretische Übertragungsrate von Gigabit-LAN liegt demgegenüber bei 125 MByte/s und bei 2,5-Gigabyte-Ethernet bei 312,5 MByte/s – die Alltagsleistung im Praxiseinsatz fällt jeweils etwas geringer aus. Zumindest aus Prosumer-Sicht ist der Wechsel zum schnelleren Übertragungsstandard also sinnvoll.

Die grundlegendste Multimedia-Funktion stellt ein auf dem NAS laufender DLNA-Server bereit, den auch nahezu alle aktuell auf dem Markt erhältlichen Modelle an Bord haben. Dieser streamt Musik, Videos oder Bilder auf DLNA-kompatible Endgeräte wie PCs, Smartphones oder Smart-TVs. Erweiterungspakete zur Verwaltung der Multimediadaten sorgen für ein Plus an Komfort und rufen automatisch fehlende Cover oder Metainformationen wie das Erscheinungsdatum aus einer Internet-Datenbank ab. Neben ihren eigenen Programmen integrieren fast alle Hersteller umfangreiche Multimedia-Suites von Drittanbietern wie etwa den Plex Media Server, das Kodi Media Center oder TV Mosaic zur Videoaufzeichnung. Der Einsatz eines Bluetooth-USB-Adapters erlaubt es zudem in vielen Fällen, Musik kabellos und direkt aus der jeweiligen Audio-Software des NAS heraus auf ein Lautsprechersystem zu übertragen. Das Führen von Kompatibilitätslisten mit einem Vollständigkeitsanspruch ist angesichts der Fülle verfügbarer Adapter unmöglich, hier hilft oft nur das Trial-and-Error-Prinzip weiter. NAS-Systeme, die eine entsprechende Funktion bieten, kommen jedoch erfahrungsgemäß mit den meisten USB-Dongles zurecht. Eine zusätzliche Chromecast- oder Airplay-Kompatibilität erlaubt das Streamen auf entsprechende Hardware von Google oder Apple.

Die meisten NASen bieten die notwendigen Programme, um als Multimediazentrale zu arbeiten. Hier das Beispiel von QNAP.

Externe Video- und Audioanschlüsse erlauben die kabelgebundene Signalausgabe auf Lautsprecher oder einen Fernseher. Geeignete HDMI-Ports und Klinkenbuchsen finden sich zwar bei einigen höherpreisigen Netzwerkspeichern, sind aber nicht die Regel. Verfügt ein NAS über einen Videoausgang, lässt es sich als eigenständiger, kleiner Multimedia- und Office-PC nutzen. Dazu implementieren Hersteller wie Asustor oder QNAP eine gesonderte Benutzeroberfläche, die wiederum eigene Erweiterungspakete erfordert und somit nicht auf das ganze Funktionsarsenal zurückgreifen kann. Die USB-Anschlüsse des Netzwerkspeichers ermöglichen die Verwendung von Tastatur und Maus oder Touchpad, die Grafikausgabe erfolgt auf einen Monitor oder ein TV-Gerät. Somit stellt das NAS idealerweise einige typische Funktionen eines Smart-TVs, einige Multimedia-Pakete wie etwa Plex und gleichzeitig ein eigenes, kleines Office-Paket zur Verfügung. Richtig viel Spaß macht der Einsatz als eigenständig laufende Multimedia-Zentrale im Zusammenspiel mit einer Fernbedienung, welche einige Hersteller als optionales Zubehör anbieten. Falls eine entsprechende Smartphone-App verfügbar ist, kann dieses ebenfalls die Funktion einer Touch-Fernbedienung übernehmen.

Wer auf exotischere Dateiformate als MP3, WAV oder MPEG-2 setzt, sollte sich zuvor informieren, ob das Wunschmodell die Wiedergabe überhaupt unterstützt. Das gilt auch für die Videotranskodierung, also die On-the-fly-Konvertierung eines Videos vom NAS in eine geringere Auflösung, um den Datenverkehr zu minimieren. Das macht insbesondere dann Sinn, wenn der Nutzer Filme über eine volumenbegrenzte Mobilfunk-Flatrate auf sein Smartphone streamen möchte. Günstige NAS-Systeme unterstützen teilweise nur Software-Transcoding, das aber für eine Echtzeitwiedergabe viel zu langsam ist, den kleinen Prozessor dementsprechend 100-prozentig auslastet und zumindest bei der Echtzeitwiedergabe für Aussetzer und Ruckler sorgt. Netzwerkspeicher aus der oberen Mittelklasse bieten hingegen eine Hardware-Beschleunigung der Transkodierung und rechnen 4K-Videos beispielsweise auf 720p herunter, bevor sie diese zur ruckelfreien Wiedergabe über das Netzwerk übertragen. Hier gibt es allerdings signifikante Unterschiede zwischen den einzelnen NAS-Systemen: Während Synologys DS218+ (Testbericht) problemlos mit 4K-Videos im H.265- (HEVC) und dem älteren H-264-Format (AVC) zurechtkommt, kann die Hardwarebeschleunigung von Asustors AS6302T (Testbericht) nur mit Full-HD-Material umgehen. Eine praktische Übersicht zu diesem Thema in Verbindung mit dem eigenen Programm bietet der Multimedia-Software-Anbieter Plex an. Die Modellseiten der einzelnen Hersteller sind diesbezüglich leider oft wenig informativ, so dass sich interessierte Käufer vorab an den Hersteller-Support wenden sollten.

Multimedia-Anwendungen stellen völlig andere Anforderungen an das NAS als reine Backup-Jobs und die Bereitstellung gespeicherter Daten über das Netzwerk. Da die Entwicklung nicht stillsteht, macht es in diesem Einsatzbereich wenig Sinn, ein möglichst günstiges Gerät mit sparsamer Konfiguration zu wählen. Besteht der Plan, mehr als nur eine Handvoll Erweiterungen parallel zu installieren und greift zusätzlich mehr als nur ein Nutzer zur gleichen Zeit auf den Netzwerkspeicher zu, stellt eine ARM-basierte Quadcore-CPU oder ein x86-kompatibler Zweikerner samt mindestens einem oder besser noch gleich zwei Gigabyte RAM das Minimum dar. Im Zweifelsfall gilt: Liebe ein paar Euro mehr investieren, als in ein bis zwei Jahre nicht mehr mit der Leistung zufrieden zu sein. Erfahrungsgemäß intensiviert sich die NAS-Nutzung nach der ersten Inbetriebnahme, damit steigen mittelfristig auch die eigenen Ansprüche.

NAS - Alle Einzeltests in der Übersicht (0 Bilder)

An Fortgeschrittene richten sich Funktionen zur Virtualisierung von Betriebssystemen: Der Anwender installiert das gewohnte Windows, eine beliebige Linux-Distribution oder auch ein anderes Betriebssystem über ein System-Image als virtuelle Maschine auf dem NAS. Welche davon genau ein Modell unterstützt, zeigt ein Blick in die entsprechenden Dokumentationen des Herstellers. Allerdings ist die Funktion anspruchsvoll und setzt zumeist eine vorherige RAM-Aufrüstung auf mindestens 4 GByte voraus. Idealerweise kommt hierbei auch eine stärkere CPU zum Einsatz, als sie in der gehobenen Mittelklasse für Privatanwender zu finden ist: Quadcore-Prozessoren sind nicht unbedingt nötig, aber im Hinblick auf die Leistung sinnvoll, um der VM beispielsweise ein Minimum von zwei CPU-Kernen und mindestens 2 GByte Arbeitsspeicher zuweisen zu können. Einsteiger-Geräte und die untere Mittelklasse haben daher entsprechende Funktionen gar nicht erst mit an Bord.

Eine der derzeit beliebtesten Nerd-Spielwiesen ist zudem die Unterstützung von Docker-Containern: Docker ist ein eigenes Programm, das auf jeder der NASen angepasst sein muss. Docker bietet den Vorteil, dass sich komplexe Programme samt ihrer Abhängigkeiten in einer Datei bündeln und verteilen lassen. Anwender laden den Container ins Programm und können anschließend das jeweilige Programm nutzen. Dadurch eröffnen sich insbesondere zusätzliche Möglichkeiten, um Apps auf dem NAS laufen zu lassen, die der Hersteller selbst gar nicht unterstützt. Die Einrichtung ist voraussetzungsreich, aufgrund der hohen Beliebtheit gibt es aber mittlerweile eine Vielzahl sehr guter Dokumentationen im Web.

Wer sich lieber erst einmal auf die Hersteller-Erweiterungen und den zum persönlichen NAS kompatiblen Drittanbieter-Lösungen beschränken möchte, wird auf der Suche nach zusätzlicher Software aber auch im Download-Bereich auf dem NAS selbst fündig. Egal ob Content-Management-Systeme wie Typo3, spezielle Backup-Lösungen wie etwa Acronis True Image, Videoüberwachungs-Software, Office-Programme oder Erweiterungen, um den eigenen, kleinen Web-Shop ans Laufen zu bringen – gerade im (semi-)professionellen Bereich zeigen die Netzwerkspeicher ihre ursprüngliche Verankerung im professionellen Sektor und weisen eine Vielzahl an teilweise höchst unterschiedlicher Software auf.

EIn SSD-Cache kann die Lese- und teilweise auch die Schreibgeschwindigkeit im NAS deutlich beschleunigen. Die Voraussetzungen dafür sind, dass der Netzwerkspeicher die Funktion unterstützt sowie ein möglichst schnelles Netzwerk: Das theoretisch verfügbare Leistungsplus steht erst in Verbindung mit 10-Gigabit-Ethernet zur Verfügung.

Bei einem herkömmlichen Netzwerkanschluss mit 1 Gbit/s entfällt die Beschleunigung allenfalls auf theoretische Szenarien, die im Heimbereich so gut wie nie anzutreffen sind – etwa beim wahlfreien Lesen einer Vielzahl sehr kleiner Dateien bei vielen, parallelen Zugriffen. SSD-Caching kann sowohl über Flash-Speicher im 2,5-Zoll- als auch M.2-Format realisiert werden. Das setzt jedoch voraus, dass das NAS selbst entweder über genügend Laufwerkseinschübe für ein Zusammenspiel aus 3,5-Zoll-Festplatten und 2,5-Zoll-SSDs verfügt oder dass der jeweilige Hersteller mindestens einen M.2-Einschub oder eine zusätzliche Erweiterungskarte anbietet.

Mit den Ironwolf-Modellen von Seagate oder der WD Red stellen die Speicherhersteller beispielsweise speziell für diesen Einsatzzweck konzipierte Laufwerke zur Verfügung. Sollen die SSDs nicht nur als Lese-, sondern auch als Schreib-Cache genutzt werden, ergibt die Einrichtung eines RAID-1-Verbundes Sinn: Das NAS schreibt alle über das Netzwerk gesendeten Daten zuerst auf den Flash-Speicher und verteilt sie im Anschluss erst auf die mechanischen Festplatten. Bei der Verwendung einer einzelnen SSD könnte somit im Falle eines Defekts ein Teil der Daten unwiderruflich verloren gehen. Daher ist ein derartiges Doppelpack bei einigen NAS-Systemen von Synology die Voraussetzung, um überhaupt den Schreib-Cache aktivieren zu können.

Vor allem für leidenschaftliche Bastler und überzeugte DIY-Anhänger ist die Realisierung eines NAS auf Basis günstiger Einplatinenrechner wie etwa dem Raspberry Pi 4 interessant: Der Kleinstrechner arbeitet mit einem ARM-basierten Vierkernprozessor (Broadcom BCM2711) und ist in verschiedenen Ausstattungsvarianten erhältlich. Die Top-Version für 80 bis 90 Euro bietet großzügige 8 GByte DDR4-RAM und ist somit auch für das gleichzeitige Ausführen verschiedener Programme oder Apps gerüstet. Als günstiger Einstieg empfiehlt sich die 2-GByte-Version für unter 40 Euro. Allerdings besitzt die Platine keine SATA-Anschlüsse, Massenspeicherlaufwerke spricht sie folglich nur über zwei USB-3.2-Gen1-Ports an. Zusammenbau und Einrichtung erfordern viel Hingabe, preislich liegt der versierte Bastler am Ende im selben Bereich wie für ein ähnlich ausgestattetes NAS-Gehäuse von der Stange: Zu den Kosten für den Einplatinenrechner und die Laufwerke treten mindestens zusätzliche Ausgaben für ein Gehäuse und ein passendes Netzteil, beides gehört nicht zum Standard-Lieferumfang. Wer das Selbstbau-NAS nur als kleinen Medien-Server nutzen möchte, dem reicht anstelle einer Festplatte eventuell die Verwendung des eingebauten microSDXC-Kartenlesers in Kombination mit einer günstigen, 512 GByte großen Speicherkarte.

Eine leistungsstarke Alternative zum NAS von der Stange ist der Bau eines kleinen PCs im Mini-ITX-Gehäuse. Ein Nachteil im Vergleich zu einer gekauften NAS-Lösung ist der deutlich höhere Stromverbrauch, denn gerade in diesem Punkt sind die Modelle von Asustor, Buffalo, QNAP und Synology hochgradig optimiert. Für den Selbstbau besteht die Möglichkeit, ein Mainboard mit verlöteten, teilweise passiv gekühlten CPUs wie etwa einem Intel Celeron J4105 oder Pentium Silver J5005 zu erwerben. Dabei handelt es sich um die gleichen x86-Prozessoren, die auch in vielen Mittelklasse-NAS-Systemen zum Einsatz kommen. Der etwas höhere Stromverbrauch der Mainboards geht aber auch mit einer höheren Vielfalt und Flexibilität hinsichtlich der internen und externen Anschlüsse einher. Alternativ bietet die Selbstbau-Herangehensweise auch die Möglichkeit, für leistungshungrige Anwendungen gleich auf eine AMD Ryzen CPU oder APU beziehungsweise Intels Core-Prozessoren zu setzen: Angesichts des Stromverbrauchs ist der Dauerbetrieb jedoch kostspielig.

In beiden aufgezeichneten Szenarien muss der DIY-Ansatz auf die kontinuierlich gepflegten und auf den neuesten Stand gebrachten Betriebssysteme und Erweiterungen der entsprechenden Hersteller verzichten. Auch diesbezüglich ist somit Do-it-Yourself angesagt und das kann Zeit und Nerven kosten. Allerdings ist die Selbstbau-NAS-Gemeinde mittlerweile groß genug, als dass hier eine Vielzahl von alternativen Betriebssystemen miteinander konkurriert, die jeweils mit ihren ganz eigenen Stärken aufwarten. Zudem sind die Anbieter bestrebt, viele Komfortfunktionen und eine übersichtliche Steuerung über grafische Benutzeroberflächen zu integrieren, wie wir sie von Asustors ADM, QNAPs QTS und Synologys DSM kennen, welche für den Laien jedoch weiterhin alternativlos sind.

Die bekanntesten Open-Source-Betriebssysteme für Bastler und Heimanwender sind FreeNAS, OMV (OpenMediaVault) und XigmaNAS (ehemals NAS4free). Diese bringen alle gängigen Basisdienste mit und verfügen über ein mehr oder weniger umfangreiches Portfolio an zusätzlich installierbaren Apps beziehungsweise Plugins. Darüber gelingt es beispielsweise unter allen dreien, einen Plex Media Server zum Laufen zu bringen. Der Weg zum fertig eingerichteten und wunschgemäß konfigurierten NAS ist allerdings anspruchsvoller als im Falle eines Fertig-NAS und erfordert tiefergehende Kenntnisse, sollte etwas nicht wie gewünscht laufen oder ein manuelles Update eines der Plugins nötig sein.

Welche dieser Lösungen im Einzelfall die beste ist, verrät nur die vorherige Recherche in den Dokumentationen und auf den Webseiten der einzelnen Projekte sowie der Blick auf die verfügbaren Plugin-Bibliotheken. Experten können über Docker-Container zusätzlich weitere Programme zum Laufen bringen. OMV ist ein besonders schlanker und in puncto Hardware genügsamer Ansatz, daher eignet sich dieses Betriebssystem auch zur Installation auf dem Raspberry Pi 4 – dafür ist allerdings ein Umweg über ein auf einer microSDXC-Karte installiertes Raspian nötig. In der aktuellen Version 5 benötigt OpenMediaVault mindestens 1 GByte RAM, 4 GByte Laufwerksspeicher und ist sowohl auf x86- als auch ARM-basierten Systemen lauffähig.

Eine NAS ist eine sinnvolle Erweiterung für fast jedes Netzwerk. Nicht nur kann man damit das Thema Backup für PCs, Notebooks und mobile Geräte abdecken. Dank der Erweiterungen und zusätzlichen Software-Pakete können moderne NAS-Geräte zahlreiche Dienste im eigenen Web bereitstellen. Das reicht von einem Multimedia-Server über eine Groupware bis hin zu einem IRC- oder Voice-Chat-Server. Die Programme lassen sich leicht installieren und sind meist simpel einzurichten.

Wer damit herumbasten will, sollte gleich zu den leistungsfähigeren Geräten greifen. Die bieten genügend Ressourcen, um mehrere Programme und Dienste zeitgleich laufen zu lassen.

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