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Mobile Monitore: Zweit-Display für den Rucksack ab 130 Euro

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Zweitmonitore erleichtern die Bildschirmarbeit nicht nur am klassischen Arbeitsplatz. TechStage zeigt mobile Lösungen und erklärt die Unterschiede.

Monitore gibt es zu Recht in unterschiedlichsten Ausführungen und Preisklassen.

Mobile Monitore sollen das eigentliche Notebook-Display nicht ersetzen, sondern lediglich den Desktop erweitern. Die Arbeit mit zwei oder mehr Monitoren ist bei Bildbearbeitung, Videoschnitt und allen Arbeiten mit verschiedenen Fenstern extrem komfortabel und übersichtlich. Wer sich einmal daran gewöhnt hat, will nicht mehr darauf zu verzichten. Zuletzt haben wir uns in erster Linie mit Gaming-Monitoren auseinandergesetzt. Neben der Einzeltests sind daraus die Kaufberatung Gaming-Monitore: Displays zum Zocken und ein Gaming-Monitor-Vergleichstest entstanden.

Egal ob man auf Terrasse, Balkon, Messestand oder im Hotelzimmer arbeitet, mobile Zweitmonitore erhöhen den Komfort.

Wer vor 20 Jahren noch mit seinem 21-Zoll-Röhrenmonitor von einer LAN-Party zur nächsten gezogen ist, empfindet eigentlich alle Flachbildschirme als verhältnismäßig mobil. Echte mobile Monitore der aktuellen Generation haben aber selbst mit dem Design klassischer Flat-Screen-Displays nicht viel gemein.

Die verfügbaren Modelle kommen komplett ohne Netzteil aus und ihr Design erinnert mehr an ein Tablet als an einen Computer-Monitor. Zum Schutz vor Kratzern ist meist ein Softcover beigepackt. Dieses dient gleichzeitig als Ständer für den Monitor.

Zusammengeklappt passen die mobilen Displays bequem in Rucksack oder Notebook-Tasche.

Die Größe der Geräte ist ganz an die Maße von Notebook-Displays angepasst. So liegt die Bildschirmdiagonale zwischen 12 und knapp über 17 Zoll (ca. 43 cm). Die meisten Monitore erlauben den Betrieb in Quer- und Hochformat. Beim einigen Displays muss der Nutzer dafür in die Grafikeinstellungen des Notebooks gehen. Bildschirme mit integrierter Lageerkennung stellen die Auflösung automatisch um. Für den Transport passen die mobilen Monitore zusammen mit dem Notebook in Rucksack oder Tasche. Das Gewicht ist mit meistens deutlich unter einem Kilogramm moderat.

Anbei ein paar Eindrücke vom HP S14, welchen wir aktuell testen.

Mobiler Monitor HP S14 (12 Bilder)

Der Lieferumfang ist überschaubar. Mehr wird für den Betrieb aber auch gar nicht benötigt.

In Sachen Auflösung stehen die mobilen Displays den stationären Modellen in Nichts nach. Je nach persönlicher Anforderung und Budget sind bis zu 4K möglich. In der Praxis sind die bei den Markengeräten etablierten 1080p vollkommen ausreichend. Günstige mobile Monitore auf Amazon ohne klare Markenangabe bieten lediglich eine abgespeckte HD-Auflösung von 1366×768 Bildpunkten.

Die externen Monitore funktionieren im Quer- und im Hochformat.

Die Helligkeit der mobilen Geräte kann hingegen nicht mit stationären Monitoren mithalten und liegt zwischen 180 und maximal 300 cd/m². Der Durchschnittswert liegt bei knapp über 200 cd/m². Zum Vergleich, Gaming-Monitore wie der ASUS ROG Strix XG248Q (Testbericht) schaffen zwischen 300 und 400 cd/m². Das Ganze hat aber einen guten Grund: Die höhere Helligkeit verbraucht mehr Strom und das wäre bei mobiler Nutzung nicht zuträglich.

Je nachdem wie das Display zum Einsatz kommen soll, hat der Nutzer die Wahl zwischen matten und verspiegelten Monitoren. So nutzt beispielsweise der Asus ZenScreen MB16ACE ein mattes, der ZenScreen MB16AC ein glänzendes Display. Die Glare-Version (glänzend) sieht zwar schicker und edler aus, dafür ist sie wegen der Spiegelungen in heller Umgebung deutlich unpraktischer.

Bei der Stromversorgung gibt es grundsätzlich drei unterschiedliche Arten, wie die mobilen Displays versorgt werden. Die günstigen Geräte, dies gilt vor allem für zahlreiche Noname-Modelle, bekommen den Strom per USB-Kabel. Dieses hängt entweder an einem freien USB-Port am Notebook oder an einem separaten USB-Netzteil.

Bei den hochwertigen Monitoren ist ein zweites Kabel unnötig. Die Monitore bekommen sowohl das Bildsignal als auch den Strom über ein und dasselbe USB-C-Kabel. Das ist aufgeräumter und komfortabler, geht aber, wie auch die vorherige Lösung, zulasten des Notebook Akkus. Wer mit seinem Notebook fernab einer Steckdose arbeitet, sollte dies bedenken.

Der Anschluss nur eines einzigen USB-C-Kabels ist sehr bequem.

Die dritte Kategorie braucht gar keine externe Stromversorgung. Mobile Displays mit integriertem Akku schonen den Notebook-Akku und ermöglichen den Betrieb auch zusammen mit Smartphone. Das Zocken zusammen mit einem Huawei P20 Pro (Testbericht) hat auf Anhieb funktioniert und jede Menge Spaß gemacht. Steht neben dem USB-C-Port auch ein HDMI-Slot zur Verfügung, funktionieren die Monitore auch mit Kamera oder Spielekonsole. Die Laufzeit der internen Stromspeicher liegt bei etwa 3 bis 4h.

Die ersten praktischen Erfahrungen mit mobilen Monitoren von Asus und HD stimmen hoffnungsvoll. Das Handling der mobilen Monitore mit nur einem Anschlusskabel ist extrem komfortabel. Mit dem Macbook ist auch der Anschluss von zwei zusätzlichen Bildschirmen über USB-C völlig unproblematisch. Der Mehrwert bei der Arbeit mit mehreren Fenstern ist nicht zu unterschätzen. Nerviges hin- und herschalten und die Suche nach dem benötigten Fenster entfällt dank des deutlich gewachsenen Desktops.

Wer sich einmal an die Arbeit mit mehreren Monitoren gewöhnt hat, will den Komfort auch unterwegs nicht missen.

Was schnell auffällt, sind die Unterschiede bei der Art der Stromversorgung. Die Stromversorgung über den USB-Port verkürze die Akkulaufzeit des Notebooks erheblich. Wer den Monitor ohne Stromversorgung seines Computers nutzen will, sollte das beim Kauf bedenken. Hier sind Modelle mit integriertem Akku, trotz des Mehrgewichts und höheren Preises, deutlich im Vorteil. Wie sehr sich der Zweit-Monitor auf die Laufzeit der Notebooks auswirkt, werden die kommenden Einzeltests zeigen.

Die verspiegelten Displays sehen edler aus und die Farben wirken deutlich brillanter; bei der Arbeit im Freien, ziehen wir allerdings die matten Monitore vor. Ein weiterer Nachteil bei den Hochglanz-Displays ist deren hohe Anfälligkeit für Fingerabdrücke.

Hier nun ein paar Bilder vom zweiten aktuellen Testgerät, dem Asus ZenScreen Go MB16AP.

Mobiler Monitor Asus ZenScreen Go MB16AP (10 Bilder)

Der Zweitmonitor ist extrem praktisch. Leider spiegelt das Display.

Während sehr günstige No-Name-Modelle auf Amazon bereits ab knapp 130 Euro gehandelt werden, kosten die Markenprodukte ab etwa 180 Euro.

Zusätzliche Monitore ermöglichen auch unterwegs ein sehr komfortables Arbeiten mit verschiedenen Fenstern und Programmen. Die mobilen Displays bieten großen Komfort bei kompakter Bauweise und einem geringen Gewicht.

Wer sich für einen zweiten Bildschirm für sein Notebook zulegt, sollte im Vorfeld die benötigten Spezifikationen klären. Neben der Größe und Auflösung unterscheiden sich die Displays sowohl bei der Stromversorgung als auch den Anschlussmöglichkeiten. Auch ob der Monitor verspiegelt oder matt sein soll, hängt von den Nutzungsgewohnheiten ab.

Wie sich die mobilen Displays in der Praxis schlagen, klären wir demnächst in ausführlichen Einzeltests.

Wer Displays zum Zocken sucht, braucht allerdings etwas anderes. Hier spielen sind Reaktionsgeschwindigkeit, knackige Farben und hohe Kontraste gefragt. Bei der Suche nach geeigneten 4K-Fernsehern für die Konsole und das Heimkino hilft unsere Kaufberatung: UHD-TVs für jeden Geldbeutel. Hier erklären wir, was OLED bei Notebooks bringt.

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