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Mini-FPV-Drohnen mit DVR: Race-Action in HD

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Mini-FPV-Racer eignen sich für Flüge im Vorgarten und Innenräumen. Wir zeigen geeignete Drohen mit onboard HD-Aufnahmefunktion.

Im Rahmen unserer Ratgeber zum Thema FPV (dem Modellflug aus Perspektive des Fluggerätes) sind in der Vergangenheit bereits folgende Beiträge erschienen:

Verglichen zu den Video-Drohnen, wie einer DJI Mavic 2 (Testbericht), sind FPV-Quadcopter deutlich schlechter ausgestattet, aber viel agiler. Wer sie fliegt, verzichtet auf Komfort wie GPS, Barometer und Hinderniserkennung. Auch die Flugzeiten sind sehr viel kürzer. Wer bereits Flugerfahrung mitbringt, kann mit den kleinen Racern trotzdem erstklassige Videos machen.

Die Hauptvorteile der kleinsten FPV-Drohnen, der sogenannten Whoops, sind die kompakte Größe und die extreme Wendigkeit. Die nur Handfläche-großen Drohen (maximal 3“-Propeller) sind dank bürstenloser Motoren und mehrzelligen Lipo-Akkus viel stärker und schneller als man es vermuten würde. Wer sie steuern kann, bekommt damit beeindruckende Manöver hin – auch an Orten die für jede Videodrohne undenkbar sind. Wer seine Flüge in Innenräumen, auf FPV-Rennstrecken oder im Park dokumentieren will, kommt an den HD-Whoops nicht vorbei.

Die kleinen Multicopter kommen zwar nicht auf das extreme Tempo der größeren FPV-Drohnen, für Locations mit wenig Platz sind sie aber viel besser geeignet als die hochmotorisierten 5 bis 7 Zoll Racer, Freestyle-Copter oder gar Videodrohnen.

Echte FPV-Modelle haben übrigens niemals ein WLAN-Aufnahmefunktion oder gar Steuerung. Die sogenannten FPV Drohnen mit HD und App-Anbindung sind letztlich nur Spielzeug (Beispielsweise Revell Quadcopter Spot VR, Einzeltest). Sie haben eine schwammige Steuerung und die Videoqualität ist meistens völlig unbrauchbar.

Um seine FPV-Flüge aufzuzeichnen bestehen mehrere unterschiedliche Möglichkeiten. Am einfachsten ist es, das Videosignal der FPV-Kamera mitzuschneiden. Dies klappt mit einem USB-DVR oder einem Empfänger mit integrierter Aufnahmefunktion (auch direkt in der Videobrille). Der Nachteil dieser Lösung ist die sehr niedrige Aufnahmequalität. Zum einen ist die Auflösung (NTSC oder PAL) nicht mehr zeitgemäß, zum anderen werden auch Bildfehler aufgrund der 5,8-GHz-Funkübertragung mit aufgenommen.

Die optimale Videoqualität gibt es nur bei der Nutzung einer zusätzlichen Actioncam wie Gopro Hero 7 (Testbericht) oder DJI Osmo Action (Testbericht). Da diese Kameras nebst zusätzlicher Halterung einiges an Gewicht mitbringen, kommen sie allerdings nur für stärkere FPV-Drohnen (ab etwa 3 Zoll) in Frage.

Bild:
Robin Feige
Erst ab 3 Zoll Propgröße sind Drohnen auch für Actioncams geeignet.

Der beste Zwischenweg ist die Aufnahme mittels eines DVRs (DVR = digital video recorder), der direkt auf dem Copter verbaut ist. Die Rekorder mit Micro-SD-Kartenslot gibt es mit Auflösungen von 720p, 1080p und 4K. Die HD-Modelle bestehen aus der Aufnahmeeinheit und einer dazugehörigen Mini-Kamera. 720p-Rekorder zapfen lediglich das Bildsignal der FPV-Kamera ab. Die Bildqualität der kompakten DVRs kann zwar nicht ganz mit der von Gopro & Co. mithalten, aber sie ist um Welten besser, als die des mitgeschnittenen FPV-Videosignals.

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Einsteiger-Videobrille inkl. DVR

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USB-Empfänger-DVR

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DVR 720p

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Caddx Turtle V2

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Runcam Split Mini 2

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Caddx Tarsier 4K

Da die Flugzeit je nach Modell und Flugstil nur bei etwa 3 bis 5 Minuten liegt, sollte sich der Pilot ausreichend mit Akkus eindecken.

Wer einen HD-Whoop fliegen möchte, braucht neben der Drohne und Lipo-Akkus, Sender, FPV-Brille oder Monitor, Ladegerät und eine Micro-SD-Speicherkarte. Eine feuerfeste Namensplakette ist für die Whoops nicht notwendig, da das Abfluggewicht unter der in der Drohnenverordnung (Ratgeber) festgesetzten 250 Gramm liegt.

Wer keine Zeit oder Lust auf einen Selbstbau-Copter hat, der sollte zu einem fertig aufgebauten Modell greifen. Aktuell gibt es allerdings nur wenige geeignete Angebote bei deutschen Händlern. Die fertig aufgebauten Drohnen gibt es sowohl mit vorinstalliertem Empfänger oder auch als ARF-Variante mit Platz für einen eignen Mini-Receiver. Wer seinen Whoop bestellt, muss unbedingt das passended Modell zum vorhandenen Sender kaufen. Außerdem sollte man auf die geeigneten Akkus achten. Während manche Modelle lediglich schwächere 2S-Lipos (7,4 V) abkönnen, kommen andere Modelle mit verschiedenen Lipos von 2 bis 4S zurecht. Je höher die Zellenanzahl (S) ist, desto teurer ist der Akku und desto mehr Dampf haben die Fluggeräte.

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BetaFPV 85X HD

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BetaFPV 75X HD

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iFlight CineBee 75HD 2S

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iFlight CineBee 75HD 2-4S

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Mobula 7 HD

Whoops mit HD-Aufnahmefunktion erlauben beeindruckende Luftaufnahmen und rasante Verfolgungsjagten an Orten, die für klassische Videodrohnen ungeeignet sind. Die Bildqualität der kleinen Copter ist sehr gut, kommt aber nicht ganz an die von Gopro & Co. heran.

Wer sie nutzt, sollte allerdings bereits über Flugerfahrung verfügen. Hilfsmittel wie GPS, Barometer oder ein bildstabilisierendes Gimbal sind nicht an Bord. Wer mit kurzen Akkulaufzeiten und manuellem Fliegen nichts anfangen kann, sollte sich allerdings lieber eine klassische Videodrohne (Bestenliste) kaufen. Diese sind einfacher zu steuern und mittlerweile auch mit Wärmebildkameras (Ratgeber) verfügbar. Wer mit dem FPV-Fliegen anfangen will, sollte sich zuerst ein günstiges Modell ohne DVR (Einzeltest US65) zulegen.

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