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Marktübersicht: Smartphones mit Android 8 bis 200 Euro

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Software-Aktualisierungen bleiben bei Android ein Problem – vor allem günstige Geräte bekommen selten neue Versionen. Diese acht günstigen Smartphones sind zumindest jetzt aktuell.

Während Smartphones für wenig Geld vor wenigen Jahren noch unbrauchbar waren, gibt es inzwischen wirklich überraschend gute und hochwertige Geräte – auch im zweistelligen Bereich. Gutes Beispiel ist das Lenovo Moto E4 (Testbericht), das diese Woche für knapp 80 Euro bei Aldi Süd zu haben ist. Ob das Aldi-Schnäppchen ein gutes Angebot ist, haben wir hier zusammengefasst: Smartphone bei Aldi – lohnt sich das Moto E4 für 80 Euro?

Aber auch das Moto E4 ist „nur“ mit Android 7 bestückt und soll kein offizielles Upgrade auf das bereits im August 2017 veröffentlichte Android 8 mehr erhalten. Vor allem im günstigen Preisbereich verzichten die Hersteller gerne auf Aktualisierungen: Die Margen sind gering, die Produkte abverkauft. Viele Kunden sind offensichtlich nicht bereit, mehr Geld auf den Tisch zu legen, damit die Smartphones länger up-to-date gehalten werden.

Nun ist eine alte Android-Version nicht per se schlimm. Bis Apps nicht mehr laufen, vergeht noch einige Zeit. Problematisch sind allerdings fehlende Sicherheitsupdates. Häufig werden die Smartphones noch eine Zeitlang mit diesen Patches versorgt, aber auch nicht ewig – daher gilt vor allem im günstigen Segment das Grundprinzip, dass man ein möglichst neues Gerät mit möglichst aktueller Software kaufen sollte.

So gibt es beispielsweise das Nokia 5 (Testbericht), das zum Zeitpunkt unseres Tests mit Android 7.1.1 ausgeliefert wurde und schon ein Update auf Android 8 erhalten hat. Ob Nokia das Gerät auch auf die nächste Version bringt, ist fraglich – da stehen die Chancen beispielsweise beim Honor 9 Lite besser, das schon mit Android 8 auf den Markt gekommen ist.

Für die erste Einschätzung nutzen wir den Preisvergleich und filtern nach Smartphones mit Android ab Version 8. Wir ignorieren alle Geräte, für die es nur wenige Angebote gibt – häufig handelt es sich dabei um Grauimporte, die auf dem deutschen Markt offiziell nicht erhältlich sind. Ausländische Amazon- und Ebay-Händler bringen sie zu uns.

Unterm Strich bleiben bis zu einem Preis von 200 Euro sechs Smartphones übrig, bis 210 Euro sind es acht Stück. Darunter finden sich vier Geräte, die Android 8 bereits ab Werk mitbringen – das günstigste Modell im Vergleich, das Nokia 1, sowie das Honor 9 Lite, das Huawei P Smart und das Alcatel 3V. Nokia 1 und Alcatel 3V sind so neu, dass wir sie noch nicht testen konnten; Testgeräte haben wir angefordert. Das Honor 9 Lite hat in unserem Testbericht im Februar sehr gut abgeschnitten, das Huawei P Smart (Testbericht) konnte nicht ganz so überzeugen.

Die folgende Tabelle zeigt die technischen Daten der Geräte im Vergleich.

Bei Android 8 Go sind die Google-Apps reduziert, um weniger Ressourcen zu verbrauchen.

Auffällig ist, dass das keine 100 Euro teure Nokia 1 mit Android 8 in der „Android-Go-Edition“ zum Kunden kommt. Dabei handelt es sich um eine angepasste Version des Google-Betriebssystems, die vor allem für Einsteiger-Smartphones mit vergleichsweise schwachen Prozessoren und wenig Arbeitsspeicher gedacht ist. Die Google-eigenen Anwendungen wie Maps, Mail und Co. kommen in einer reduzierten Version, die weniger speicherhungrig sind – dennoch gibt es aber Zugriff auf den Play Store, und man kann alle Android-Apps installieren. Dass aufwändige Apps wie 3D-Spiele oder Offboard-Navigation das Smartphone dennoch überfordern könnten, steht auf einem anderen Blatt.

Auf der anderen Seite gibt es noch Android One. Dabei handelt es sich um ein „nacktes“ Android, das nicht von den Geräte-Herstellern angepasst wurde: Es gibt also keine hersteller-spezifischen Apps wie Samsungs Sprachassitenten Bixby oder eine Oberfläche wie Emui von Huawei. Das soll es Google und den Herstellern einfacher machen, Software-Updates schnell auszuliefern; vermutlich werden diese Geräte auch öfters und länger Updates bekommen.

In unserer Liste gehört nur das Xiaomi Mi A1 zu den Android-One-Modellen, andere – wie das frische Nokia 6 oder das HTC U11 Life (Testbericht) – sind aktuell noch zu teuer. Achtung: Das Nokia 6 gibt es in zwei Ausführungen. Das alte Modell von 2017 ist für unter 200 Euro zu haben und in unsere Liste, hat aber Android 8 als Update bekommen und ist nicht Teil von Android One. Das gilt nur für das neue Nokia 6, das im Februar dieses Jahres vorgestellt wurde und meist als Nokia 6 (2018) gelistet ist.

Hier finden sich die aktuellen Preise der verschiedenen Smartphones. Gibt es mehrere Ausführungen, etwa verschiedene Farben, andere Speicherausstattungen oder Single- und Dual-SIM-Varianten, haben wir die günstigste gewählt.

Nokia 1 Dual-SIM blau

Nokia 1

Nokia 5 Dual-SIM silber

Nokia 5

Xiaomi Mi A1  32GB gold

Xiaomi Mi A1

Alcatel 3V 5099D blau

Alcatel 3V

Nokia 6  Dual-SIM schwarz

Nokia 6 (2017)

ASUS ZenFone 3 ZE520KL 32GB weiß

Zenfone 3

Huawei P Smart schwarz

Huawei P Smart

Honor 9 Lite 32GB blau

Honor 9 Lite

Wer möglichst lange etwas von seinem Smartphone haben möchte, sollte ein möglichst junges Gerät mit aktuellem Android OS kaufen. In unserer Auswahl würden wir daher zum Honor 9 Lite (Testbericht) greifen, das noch dazu im Test überzeugt hat.

Ansonsten sind auch die Smartphones mit Android One eine Überlegung wert, allerdings ist das Xiaomi Mi A1 das einzige unter-200-Euro-Smartphone, das passt – und ein Sonderfall. Erstens wurde es mit Android 7.1 ausgeliefert; hat also bereits ein Major-Upgrade erhalten, und zweitens bekommt es seine Software-Updates nicht von Google direkt, sondern von Xiaomi. Ob es tatsächlich irgendwann mal Android 9 erhält, werden wir sehen. Aktuell fehlen noch die Erfahrungen, wie Hersteller mit Android One umgehen, um das verlässlich einschätzen zu können.

Soll das Smartphone auf jeden Fall den nächsten Schritt auf Android 9 mitmachen, würden wir zu einem Gerät mit Android One greifen, das ab Werk mit OS-Version 8 ausgestattet ist – doch das gibt's derzeit nicht zu diesem Preis.

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