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Klimaanlagen-Grundlagen: So viel kostet gute Raumkühlung

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Monoblock-Klimageräte, Split-Klimaanlagen, Verdunstungskühler und Ventilatoren. Wir bringen Licht ins Klima-Wirrwarr und zeigen, was gute Raumkühlung kostet.

Auch wenn Ventilatoren die Raumluft nicht abkühlen, hilft in einigen Fällen bereits ein kühler Luftzug. Denn wem heiß ist, dessen Haut gibt Schweiß ab. Durch einen Luftzug verdunstet dieser schneller und kühlt die Haut. Dies ist die einfachste und günstigste Möglichkeit, die empfundene Temperatur zu senken und moderate Hitzewellen zu entschärfen.

Auf Dauer ist es jedoch nicht empfehlenswert, einen Ventilator direkt auf Gesicht und Hals zu richten. Dadurch kann sich die Gefahr einer Erkältung oder ähnlicher Krankheiten erhöhen. Allerdings hilft es häufig bereits, einen Ventilator an das geöffnete Fenster zu stellen. Wichtig ist dabei, dass der Ventilator die Luft nach außen bläst. So entsteht ein Luftstrom, der kühlere Luft aus dem Gebäudeinneren in das Zimmer trägt. Außerdem ziehen dann potenziell gefährliche Aerosole aus dem Raum. Aerosole werden mit der Übertragung der durch Sars 2 ausgelösten Covid-19-Erkrankung in Verbindung gebracht.

Tischventilatoren gehören zu der günstigsten Möglichkeit, sich einen Ventilator zu kaufen. Sie kosten teilweise unter 5 Euro. Für ihre Nutzung ist meist ein USB-A-Port nötig. Sie stehen entweder auf einem meist schwenkbaren Fuß, oder sitzen auf einem Schwanenhals. Einige, wie der sehr günstige Hama USB-Tischventilator, zeigen eingeschaltet im Rotorblatt gar die aktuelle Temperatur an.

Daneben gibt es ab 13 Euro Ventilatoren mit integriertem Akku. Diese mobilen Varianten funktionieren üblicherweise auch unabhängig vom Akku, wenn sie über ihren Micro-USB-Port am Stromnetz hängen. Der etwas skurril anmutende Easyacc Mini Ventilator für 13 Euro kommt mit einem Band, um ihn um den Hals zu hängen und sich mobil mit Luft anblasen zu lassen.

Standventilatoren gehören fast schon zum Standardinventar in Büroräumen, sind allerdings auch in vielen Wohnungen sinnvoll. Ihre günstigsten Vertreter fangen bei 18 Euro an. Dabei ähnelt sich die Ausstattung im unteren Preissegment. So stehen sie meist auf einem vierbeinigen Standfuß, sind höhenverstell- und neigbar. Ihre Leistungsaufnahme beträgt um die 50 Watt, die Rotoren haben einen Durchmesser von circa 40 Zentimetern und es stehen drei Geschwindigkeitsstufen zur Auswahl. Noch sind viele Standventilatoren vorrätig. Allerdings erwarten wir mit dem Start der Hitzeperiode eine schwindende Verfügbarkeit in Kombination mit steigenden Preisen.

Neben klassischen Standventilatoren sind auch Turmventilatoren sehr verbreitet. Sie fangen bei etwa 25 Euro an. Ihr Vorteil: Sie sind optisch ansprechender und nehmen wegen kleinerer Ventilatoren weniger Platz ein. Dafür sind sie häufig etwas lauter. Trotz des hohen Preises sind die Turmventilatoren von Dyson sehr beliebt. Das liegt vor allem an ihrem cleveren Design. In ihnen sitzt der Ventilator nach oben gerichtet im Fuß und bläst die Luft über einen ovalen Diffusor in den Raum. Das macht sie optisch sehr ansprechend und besonders im Umfeld mit kleinen Kindern sehr sicher. Denn es ist schlicht unmöglich, dass kleine Fingerchen in das rotierende Rotorblatt kommen.

Monoblock-Klimageräte gehören zu den beliebtesten Möglichkeiten, eine Klimaanlage nachzurüsten. Sie sind vergleichsweise kompakt und arbeiten mit einem Schlauch, der die warme Luft ableitet. Dieser hängt üblicherweise aus einem Fenster, die dadurch entstehenden offenen Stellen sollte der Käufer mit Stoff oder flexiblen Kunststoff abdichten. Diese Abdichtung funktioniert allerdings in den seltensten Fällen perfekt, häufig dringt warme Luft von außen in den zu kühlenden Raum ein. Kommt eine Monoblock-Klimaanlage ohne Fensterabdichtung, sollte man sie für ab etwa 35 Euro nachkaufen. Trotzdem ist ihre Effizienz nicht optimal. Zudem sind sie mit über 60 Dezibel recht laut, was vor allem dann stören kann, wenn man in dem gekühlten Raum schläft. Eine Regulierungsmöglichkeit über die mitgelieferte Fernbedienung bieten sie alle. Außerdem entfeuchten sie funktionsbedingt den Raum.

Die günstigsten Modelle fangen bei etwa 200 Euro an. Diese sind jedoch aufgrund ihrer limitierten Kühlleistung nur für kleinere Räume bis etwa 70 Kubikmetern geeignet, was bei einer normalen Deckenhöhe etwa 20 - 25 Quadratmetern Grundfläche entspricht. Wer etwas mehr Geld investiert, bekommt ab 300 Euro Klimageräte, die etwa doppelt so große Räume abkühlen.

Wer ein Markengerät von Delonghi, AEG oder Whirlpool möchte, der sollte sich bei Monoblock-Klimageräte ab 500 Euro umsehen. Hier sticht etwa die Delonghi Pinguino Pac EL98 Eco hervor. Sie ist erst seit April 2020 auf dem Markt und seitdem von 750 auf aktuell 565 Euro gefallen. Das Gerät ist mit einem Geräuschpegel (Schalldruck) von 47 – 50 Dezibel vergleichsweise leise und bietet außerdem ein ansprechendes Design mit schickem LED-Display. Die mit 546 Euro vergleichbar teure Klimaanlage mit dem wenig einprägsamen Namen AEG AXP34U338CW Chillflex Pro setzt bezüglich ihrer Kühlleistung nochmal einen drauf. Sie eignet sich für Räume bis 50 Quadratmeter und wälzt dafür 386 Kubikmeter Luft pro Stunde um.

Wer eine Lösung zur dauerhaften und effizienten Raumkühlung sucht, für den führt kein Weg an einer Split-Klimaanlage vorbei. Die Geräte sind, wie ihr Name bereits suggeriert, zweigeteilt. Einige der mobilen Split-Klimaanlagen integrieren den Kompressor jedoch in der Inneneinheit, darauf sollte man beim Kauf achten. Der Kompressor hängt üblicherweise an der Außenwand und leitet Luft über einen Schlauch mit Kühlmittel an das Steuerungsmodul im Gebäudeinneren, welches die kühle Luft verteilt. Durch diese klare Trennung kommt es zu keinem ungewollten Luftaustausch, was sie deutlich effizienter macht als Monoblock-Klimageräte. Außerdem sind sie viel leiser, schließlich sitzt der laute Kompressor an der Außenwand.

Dafür sind klassische Split-Klimaanlage teurer als ihre flexible Monoblock-Verwandtschaft. Weitere Kosten kommen für Installation auf den Käufer zu. Denn ihre Installation ist aufwändig und darf gemäß EU-Verordnung 517/2014 nur durch einen zertifizierten Fachbetrieb vorgenommen werden.

Die Midea Comfee Blanc Pro 27 ist mit einem Preis von 450 Euro eine der günstigsten am Markt erhältlichen Split-Klimaanlagen. Allerdings eignet sie sich laut Hersteller lediglich für Räume mit bis zu 25 Quadratmetern. Wer mit 750 Euro etwas mehr investiert, bekommt mit der LG PC12SQ eine deutlich potentere Anlage. Sie bietet eine höhere Kühlleistung, einen Dual-Inverter-Kompressor für eine schnelle Kühlung sowie eine WLAN-Schnittstelle zur Steuerung via App.

Mobile Split-Klimaanlagen wollen die Flexibilität einer Monoblock- mit der Laufruhe einer Split-Klimaanlage vereinen. Dafür bieten sie äquivalent zur klassischen Split-Klimaanlage einen Kompressor, der zum Wärmetausch über einen Schlauch mit Kühlmittel mit der Steuereinheit verbunden ist. Allerdings muss kein Techniker die Elemente an der Wand befestigen, sie stehen schlicht auf dem Boden. Der Kompressor befindet sich zum Beispiel auf dem Balkon, die Steuereinheit im Wohnzimmer. Die Abdichtungsproblematik gibt es hier genauso wie bei den Monoblockklimaanlagen. Das ist vor allen dann praktisch, wenn das Klimagerät nur in den heißen Wochen und Monaten im Zimmer stehen soll und die restliche Zeit etwa im Keller verschwindet. Auch für Mieter, die keine Anlage an der Außenwand installieren dürfen, ist die mobile Split-Variante denkbar praktisch.

Leider sind die mobilen Split-Klimageräte nochmal deutlich teurer als Split-Klimaanlagen. Einige beliebte Modelle zeigen wir hier im Preisvergleich. Das Trotec PAC 4600 ist mit einer Kühlleistung von 4,3 Kilowatt recht stark, mit einem Gewicht von 35 Kilogramm aber auch sehr schwer. Immerhin kommt er auf Rollen und auch der Schlauch ist mit 3 Metern ausreichend lang. Extra für Camper entwickelte Eurom die AC 2400. Sie kostet nur 675 Euro und ist klein und leicht. Mit einer Kühlleistung von 750 Watt ist sie nicht gerade leistungsstark. Für kleine Räume oder eben Camper reicht das jedoch allemal.

Geht ein Stoff vom flüssigen in den gasförmigen Zustand über, ohne den Siedepunkt zu erreichen, entsteht ein kühlender Effekt. Dies nennt man allgemeinhin Verdunstung. Es gibt einige Ventilatoren, die sich diesen Effekt zunutze machen, um Räume aber auch Außenbereiche zu kühlen. Vereinfacht gesagt erhöhen sie den Flüssigkeitsanteil in der Luft. Verdunstungskühler haben also den gegenteiligen Effekt von Monoblock- und Split-Klimaanlagen, welche die Luft austrocknen. Auch sind sie deutlich günstiger und benötigen weniger Energie. In Umgebungen wie Büroräumen, die an einer zu geringen Luftfeuchtigkeit leiden, können diese Verdunstungskühler auch zu einem besseren Raumklima beitragen. Bei allen Verdunstungskühlern ist es sehr wichtig, dass sie regelmäßig gereinigt werden, sonst können sich im Wassertank Keime und Bakterien bilden, die dann über den Ventilator ihren Weg in die Raumluft finden.

Die günstigsten Verdunstungskühler sind nicht sehr viel mehr als Ventilatoren vor einem Feuchtigkeitsverteiler, der sich aus einem Wassertank speist. Wer bereit ist, etwa 140 Euro auszugeben, bekommt mit dem Honeywell ES800 einen leistungsstarken Ventilator mit vier Geschwindigkeiten, großem 7-Liter-Tank, integriertem Luftfilter, Schlaffunktion, Fernbedienung und einigen weiteren Komfortfunktionen. Laut Honeywell soll sich der Verdunstungskühler auch für den Außenbereich, etwa einem Balkon anbieten.

Raumkühlung muss nicht teuer sein! Bereits sehr günstige Ventilatoren helfen dabei, die gefühlte Temperatur zu senken. Dabei bilden die USB-Tischventilatoren die unterste Klasse, Stand- und Turmventilatoren können helfen, den gesamten Raum etwas zu kühlen. Verdunstungskühler ergeben vor allem in ohnehin sehr trockenen Räumen Sinn.

Richtige Kühlung erhält man mit Monoblockklimaanlagen. Sie sind mit 200 Euro recht günstig, eignen sich im unteren Preissegment aber nur für kleine Räume. Wer eine dauerhafte Lösung sucht, sollte sich Split-Klimaanlagen genauer anschauen. Sie sind zwar teuer und aufwändig in der Installation. Jedoch sparen sie langfristig durch eine höhere Effizienz und sind deutlich leiser als Monoblock-Klimageräte. Mobile Split-Klimaanlage versuchen die Vorteile dieser beiden Geräteklassen zu vereinen. Allerdings sind sie aktuell noch sehr teuer.

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