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Kaufberatung: das wichtigste USB-C-Zubehör für's MacBook

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Apple ist gnadenlos. MacBook und MacBook Pro haben nur noch USB Type C – es gibt weder Kartenleser noch Netzwerk, HDMI oder einen simplen USB-Type-A-Port zum Handy laden. Für alle Leidensgenossen haben wir diverses Must-Have-Zubehör ausprobiert.

Adapter, Kartenleser, Netzwerk, Monitor-Ausgang & Co.: All das gibt es nicht mehr, seit Apple im Jahr 2015 das 12 Zoll große MacBook überarbeitet hat. Wie krass dieser Schritt ist, fällt einem spätestens nach dem Kauf eines solchen Modells im Alltag auf, wenn der erste Arbeitskollege mit einem USB-Stick oder einer SD-Karte um die Ecke kommt: Passt nicht.

Beim MacBook Pro hat Apple 2016 mit der Einführung der neuen Modelle mit TouchBar nachgezogen. Die folgende Tabelle listet alle Apple-Notebooks auf, die über USB C – beziehungsweise den mechanisch identischen Thunderbolt-3-Port – verfügen:

MacBooks mit USB C / Thunderbolt 3
Modell / Modelljahr 2015 2016
2017
MacBook 12" MacBook8,1 MacBook9,1 MacBook10,1
MF855xx/A MLH72xx/A MNYF2XX/A
MF865xx/A MLH82xx/A MNYG2XX/A
MJY32xx/A MLHA2xx/A MNYH2XX/A
MJY42xx/A MLHC2xx/A MNYJ2XX/A
MK4M2xx/A MLHE2xx/A MNYK2XX/A
MK4N2xx/A MLHF2xx/A MNYL2XX/A
MMGL2xx/A MNYM2XX/A
MMGM2xx/A MNYN2XX/A
MacBook Pro 13" MacBookPro13,1 MacBookPro14,1
MLL42xx/A MPXQ2xx/A
MLUQ2xx/A MPXR2xx/A
MPXT2xx/A
MPXU2xx/A
MacBookPro13,2 MacBookPro14,2
MPDK2xx/A MPXV2xx/A
MLH12xx/A MPXW2xx/A
MLVP2xx/A MPXX2xx/A
MNQF2xx/A MPXY2xx/A
MNQG2xx/A MQ002xx/A
MQ012xx/A
MacBook Pro 15" MacBookPro13,3 MacBookPro14,3
MLH32xx/A MPTR2xx/A
MLH42xx/A MPTT2xx/A
MLH52xx/A MPTU2xx/A
MLW72xx/A MPTV2xx/A
MLW82xx/A MPTW2xx/A
MLW92xx/A MPTX2xx/A

Diverse Hersteller – überwiegend No-Name aus Asien – haben All-In-One-Adapter zu Preisen von etwa 60 bis knapp 100 Euro im Angebot. Sie verbinden sich über einen oder zwei USB-C-Verbinder mit dem MacBook und stellen etliche weitere Anschlüsse zur Verfügung. In der „Oberklasse“ gibt es HDMI als Anschluss für Monitor und Beamer, zwei bis drei USB-A-Ports, SD- und/oder MicroSD-Kartenleser, USB C zum Anschluss des MacBook-Netzteils sowie in manchen Fällen auch noch Gigabit-Ethernet (Netzwerk) und eine Klinkenbuchse für Mikrofon, Lautsprecher und Kopfhörer. Letzteres ist vor allem für die 12-Zoll-MacBooks interessant; die Pro-Modelle haben zusätzlich zu USB-C ohnehin einen Klinkenanschluss.

Für einen einfachen Adapter ist das natürlich viel Geld. Wir haben drei verschiedene Modelle ausprobiert. Zu unserer Überraschung entsprechen Design, Verarbeitung und Haptik dem Preis: Alle sind aus Alu gefertigt, weder billig gemacht noch schlecht verarbeitet. Wer Kritik sucht, kann sich über die teilweise minimal schiefen MicroSD-Kartenleser beschweren.

Auffällig ist maximal noch die Wärementwicklung: Während das Dock, das sich über zwei USB-C-Ports direkt seitlich mit dem Notebook verbindet, gerade mal handwarm wird, heizen sich die beiden externen All-in-Ones mit Kabelverbindung zum MacBook spürbar auf – vor allem dann, wenn die Stromversorgung des Notebooks ebenfalls über den Adapter läuft. In der Praxis würden wir aber jede Ausführung wieder kaufen. Welche man nimmt, hängt vom konkreten Angebot ab, denn die Preise schwanken. Außerdem ist noch wichtig, ob die Klinkenbuchse nötig ist oder nicht. Achtung: Der Dock-Adapter mit zwei USB-C-Verbindern passt nicht, wenn das MacBook in einer Kunststoff-Hülle sitzt.

Satechi Aluminium Type-C Multiport Adapter 4K, grau, USB-C 3.1 (ST-TCMAM)

Satechi

Satechi Aluminum Type-C Pro Hub Adapter für MacBook Pro 2016/2017, schwarz, USB-C 3.0 (ST-CMBPM)

Dock

Aukey CB-C55 Multiport USB-C Hub

Aukey

Neben den teuren und überraschend hochwertigen Modellen oben gibt es noch diverse kleinere und deutlich günstigere Lösungen. Einfache USB-C- auf USB-A-Adapter bekommt man im Doppelpack für ein paar Euro, die sollte man immer dabei haben. Achtung, nicht alle unterstützen USB 3.0 – für den Anschluss von Tastatur, Maus und Handy zum Laden ist das egal, wer eine externe Festplatte verbindet, sollte darauf aber achten.

Diverse andere Helferlein im Bereich von 10 bis 20 Euro verknüpfen zumindest mehrere praktische Dinge miteinander. Einige haben wir ausprobiert: Die Verarbeitungsqualität ist kein Vergleich zu den Alu-Modellen oben, aber die Funktionalität war in allen Fällen ohne Einschränkungen gegeben.

Belkin F2CU040btBLK, RJ-45, USB-C 3.0 (F2CU040btBLK)

Ethernet

Hama USB-C-VGA-Adapter (00135727)

VGA (D-Sub)

LogiLink AU0042, USB-C 3.1 [Stecker] auf USB-A 3.0 [Buchse]

USB 3.0

StarTech Multi Cardreader, USB-C 3.0 (FCREADU3C)

SD / Micro-SD

Es gibt spezielle Ladekabel, die direkt vom USB-C-Port des MacBooks auf USB-C von Android-Smartphones oder den Lightning-Anschluss beim iPhone gehen. In der Praxis lohnt sich der Kauf aber nicht: Vor allem die letzteren sind im Vergleich zu USB-Lightning-Kabeln extrem teuer. Mit normalen Kabel und Adapter fährt man deutlich billiger.

Das gilt allerdings nicht für Micro-USB. Passende Kabel, die auf der anderen Seite auf USB C enden, gibt es für wenige Euros. Wer externe Festplatten anschließen möchte, legt sich besser gleich noch ein Kabel mit dem breiteren Micro-USB-3-Stecker in den Warenkorb.

Apple USB-C-Ladekabel, USB-C 2.0/USB-C 2.0, 2m (MLL82ZM/A/MJWT2ZM/A)

USB-C/USB-C

DeLOCK USB Kabel, USB-C 2.0/USB 2.0 Micro-B  1m (83602)

USB-C/Micro-USB

InLine USB 3.1 Kabel, USB 3.1 Micro-B/USB-C 3.1, 2m (35722)

USB-C/Micro-USB3

Apple Lightning/USB-C Adapterkabel 1m (MK0X2ZM/A)

USB-C/Lightning

Apple-Netzteile scheinen mit Gold gefüllt zu sein – zumindest nimmt der MacBook-Hersteller für das 87-Watt-Ladegerät des 15-Zoll-MacBooks mal eben 90 Euro (Straßenpreis ab circa 60 Euro), dazu kommt das zwei Meter lange Ladekabel für 25 Euro. Da liegt es nahe, eine günstige Alternative zu kaufen. Amazon listet optisch identische Nachbauten schon ab 34 Euro – inklusive Kabel, das entspricht einer Ersparnis von krassen 70 Prozent!

Allerdings zeigen sowohl die Bewertungen auf Amazon als auch unsere eigenen Erfahrungen in diesem Bereich: Wer billig kauft, kauft zwei Mal. Ein Netzteil-Nachbau aus China hat bei uns keine vier Wochen funktioniert, bevor er sich mit einem leisen Knall zu einem Briefbeschwerer umgewandelt hat. In anderen Fällen liefern die China-Netzteile nicht die angegebene Leistung; dann leert sich der Notebook-Akku also trotz angestecktem Ladekabel weiter. Von den billigen Nachbauten im Look des Originals würden wir also die Finger lassen.

Es gibt zwar auch Marken-Netzteile mit USB-C-Anschluss, allerdings nicht in der höchsten Leistungsklasse von 87 Watt. Diese wären unter Umständen einen Versuch wert, ausprobiert haben wir sie allerdings nicht.

Im folgenden Preisvergleich listen wir daher nur die Original-Netzteile von Apple sowie einen Nachbau, um vergleichen zu können. Um es noch einmal klar zu sagen: In diesem Punkt würden wir immer zum Original greifen! Das 29-Watt-Modell ist für das MacBook (ab 2015) gedacht. Das 61-Watt-Netzteil passt zum MacBook Pro mit 13-Zoll-Display, die 87-Watt-Version für die 15-Zoll-Modelle. Natürlich funktionieren stärkere Netzteile auch immer mit kleineren Geräten, andersrum wird die Leistung aber nicht ausreichen, um das Notebook zu laden und gleichzieitig zu betreiben. Alle Apple-Ladeadapter mit USB C sind mit passendem Lightning-Kabel auch zum Schnellladen von iPads und iPhones geeignet.

Apple USB-C Power Adapter, USB-Netzteil [USB-C], 29W (MJ262Z/A)

Apple 29W

Apple USB-C Power Adapter, USB-Netzteil [USB-C], 61W (MNF72Z/A)

Apple 61W

Apple USB-C Power Adapter, USB-Netzteil [USB-C], 87W (MNF82Z/A)

Apple 87W

Amavasion USB-C Power Adapter, USB-Netzteil [USB-C], 87W

Nachbau 87W

Ärgerlich ist der neue Ladestandard für die Besitzer älterer MacBooks, die vielleicht noch mehrere MagSafe-Ladegeräte zu Hause haben. Die schlechte Nachricht: Adapter gibt es nicht, man kann kein neues MacBook mit einem alten Netzteil laden – zumindest haben wir nichts entsprechendes gefunden.

Was es aber gibt, sind Magnet-Adapter für USB-C-Lader: Stolpert man über das Ladekabel, löst sich dann auch hier die Verbindung und das Notebook fällt nicht vom Tisch. Perfekt sind diese Adapter aber auch nicht, Berichten zufolge klappt es zwar beim Laden, aber nicht unbedingt bei der Übertragung von Daten zu anderen Geräten. Also, für ein kleines Experiment zu geringen Preisen sicherlich ein nettes Gadget, aber für den Produktiveinsatz: Finger weg.

Conmdex Magnetic USB-C Ladekabel, schwarz, 1.5m (USBC0-1)

Conmdex

(Kein Produktbild vorhanden)

Youhong

LMP Magnetic USB-C Ladekabel, silber, 1.8m (17216)

Lmp

Zu jedem neuen MacBook gehören Adapter. Mit USB C spitzt sich das Thema noch mal zu, und wir müssen dabei immer an einen schon jahrealten Werbespot von Lenovo denken:

Unterm Strich fahren wir mit günstigen USB-C- auf A-Adaptern und einer Universal-Box sehr gut. Von billigen Ladegeräten würden wir allerdings die Finger lassen – und im Zweifelsfall in den sauren Apfel beißen und das teure Original kaufen.

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