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Kaufberatung: Wieviel Tablet ist wirklich nötig?

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Es gibt sie noch: Tablets. Wer sich für eines der Couch-Surfbretter interessiert, kann von 60 bis weit über 1000 Euro ausgeben – aber worauf sollten Interessenten beim Kauf achten?

Ein Tablet kann schon recht praktisch sein, auch wenn es im Gegensatz zum Smartphone eher ein optionales Zusatz-, denn "nötiges" Hauptgerät ist. Wer sich ein Tablet kaufen möchte, sollte sich zuvor fragen, welche Ansprüche er an so ein Gerät hat. Denn auch wenn der Einstieg günstig sein kann, so kosten hochwertigere Modelle leicht mehrere Hundert Euro. Wir haben daher einige Tipps zusammengefasst, die Kaufwilligen die Wahl des richtigen Tablets erleichtern.

Je teurer, desto besser – das stimmt bei den meisten technischen Geräten wie Smartphones (etwa bei den 10 besten Kamera-Smartphones), entsprechend auch bei Tablets. Aber nicht immer ist teuer nötig. Wer etwa nur gelegentlich mal Mails oder Youtube-Videos auf dem Tablet schauen möchte, muss kein Highend-Gerät für 800 Euro kaufen. Für regelmäßiges Malen und Zeichnen per Stylus lohnen sich billige 200-Euro-Lösungen hingegen auch wieder nicht.

Als technische Untergrenze für normale Tablets sehen wir aktuell 2 GByte RAM, 32 GByte internen, erweiterbaren Speicher und mindestens ein Quad-Core-Prozessor der Mittelklasse. Das Display sollte eine Auflösung bieten, die mindestens 200 Pixel pro Zoll ermöglicht. Das entspricht Full-HD bei 10 Zoll. Zwar ist das deutlich weniger als die empfohlene Bildschärfe für Smartphones, allerdings wird ein Tablet wegen seiner Größe im Schnitt etwas weiter von den Augen entfernt gehalten – mehr ist natürlich trotzdem immer besser. Von Tablet-Kameras sollte man nicht zu viel erwarten, nur Highend-Geräte bieten hier ordentliche Qualität. Bei allen anderen Tablets reichen die Frontkameras aber normalerweise zumindest für Videochats aus.

Bei der Software sollte auf eine möglichst aktuelle Version des jeweiligen Betriebssystems geachtet werden. Dadurch stehen nicht nur die aktuellsten Features zur Verfügung, sondern die Sicherheits-Patches sollten damit auch auf einem recht neuen Stand sein.

Wofür soll das Tablet genutzt werden? Grundsätzlich ist ein kleineres Tablet mobiler, ein größeres bietet mehr Bedienkomfort und mehr „PC-Gefühl“. Für den typischen Sofa-Surfer darf es also theoretisch auch mehr als 10 Zoll sein, unterwegs sind teilweise kleinere Geräte sinnvoll. Achtung: Größere Tablets sind meist schwerer. Eine Größe um 10 Zoll ist daher am verbreitetsten und lässt sich universell einsetzen – vor sich auf dem Tisch liegend, aber auch in der Hand gehalten, ohne sich gleich „einen Bruch zu heben“. Kleinere Tablets unter 8 Zoll gibt es auch, davon raten wir aber ab – der Unterschied zu immer größer werdenden Smartphones ist dann einfach zu gering, das lohnt sich kaum.

Wer sein Tablet ausschließlich zu Hause verwenden will, braucht kein LTE-Modul. Das kostet extra und würde eh nicht genutzt, da dort im Normalfall das heimische WLAN-Netz zum Einsatz kommt. Wer ausnahmsweise doch mal auch unterwegs mobile Daten braucht, kann dann immer noch Tethern, also mobile Daten vom Smartphone beziehen. Für die regelmäßige Nutzung von unterwegs ist ein LTE-Modul hingegen sinnvoll. Dabei ist allerdings zu beachten, dass entweder ein eigener Vertrag für das zusätzliche Gerät nötig ist, oder zumindest eine zweite SIM-Karte vom Hauptvertrag. Für sehr aktive Tablet-Nutzer empfehlen sich möglicherweise auch entweder „Outdoor-Tablets“, die besonders hart im Nehmen sind, oder zumindest stabile Transporttaschen.

Müssen es wirklich 256 GByte interner Speicher sein oder reichen auch 32 GByte plus Micro-SD-Karte? Für die meisten Nutzer wird das Tablet das Zweit- (nach dem Smartphone) oder gar Drittgerät (nach Smartphone und PC/Laptop) sein, entsprechend müssen darauf vermutlich weniger Daten gespeichert werden. Eine Alternative können Cloud-Anbieter wie Dropbox, Adobe oder Amazon sein. Damit lassen sich Bilder und Co auslagern.

Grundsätzlich gibt es im Jahr 2019 nur noch zwei Betriebssysteme für Tablets im Massenmarkt: Android von Google und iPadOS von Apple. Windows und auch FireOS sind zwar auch noch vertreten, das Microsoft-Betriebssystem aber vorwiegend im gehobenen Preissegment für Convertible- oder 2-in-1-Geräte, FireOS-Geräte ausschließlich bei Amazon. Günstig gibt es nur bei Android und FireOS. Die meisten Apps finden Nutzer bei Android und iOS, auf Windows-Geräten kann die oftmals eher schwache Hardware der limitierende Faktor für die Lauffähigkeit von Software sein. Wer also nur wenig Geld ausgeben möchte, der braucht im Apple-Lager erst gar nicht nachzuschauen.

Lenovo TAB E10

Geräte wie das Lenovo Tab E10 lohnen sich nur für Minimalisten. Der Chipsatz ist ein typischer Einsteiger-Chip, der nur von 1 GByte RAM flankiert wird. Es gibt außerdem nur 16 GByte internen Speicher und das Display mit 10,1 Zoll stellt nur 1280 × 720 Pixel dar, was etwa 150 ppi bedeutet. Außerdem wird das Gerät nur mit Android 8.1 geliefert. Dafür kostet es auch nur rund 80 Euro – wer unbedingt einen großen Touchscreen für wenig Geld will, darf zugreifen. Der Rest sollte etwas mehr Geld in die Hand nehmen.

Amazon Fire HD 10

Das Fire HD 10 von Amazon bietet in allen belangen das Doppelte im Vergleich zum Lenovo-Modell oben. Dazu gehören ein schnellerer Prozessor, 2 GByte RAM, 32 GByte Speicher und 224 ppi dank Full-HD+-Auflösung bei 10,1 Zoll. Als Betriebssystem kommt FireOS in recht aktueller Version 7.3.1.1 zum Einsatz. Kunden müssen dabei mit der strikten Integration von Amazon-Diensten leben – die Hardware ist so günstig, weil der Online-Händler möglichst vielen Käufer damit seine eigenen Services und Dienstleistungen nahe bringen will. Nicht nur die Hardware ist doppelt so gut wie beim Lenovo-Produkt, auch der Preis. Los geht’s bei etwa 150 Euro.

Samsung Galaxy Tab A 10.1

Das Galaxy Tab A 10.1 ist der Einstieg beim Weltkonzern Samsung. Für knapp 180 Euro gibt es hier schon einen Hexa-Core-Chip, eine Frontcam mit 5 Megapixel und Android 9. Der Speicher bleibt mit 2 GByte RAM und 32 GByte intern eher klein, das Display bietet eine Bildschärfe von 224 ppi. Mit nur 7,5 Millimetern Dicke ist das Tab A schön dünn.

Günstigste Angebote

Alle Preise inkl. MwSt. und ggf. zuzüglich Versandkosten. Details zu den Angeboten auf der jeweiligen Webseite.

Lenovo TAB E10 TB-X104F 16GB, 1GB RAM (ZA470043SE)

Lenovo TAB E10

Amazon Fire HD 10 KFMAWI 2019, mit Werbung,  32GB, blau (53-018707)

Amazon Fire HD 10

Samsung Galaxy Tab A 10.1 T510 32GB, 2GB RAM, schwarz (SM-T510NZKD/SM-T510NZKE)

Samsung Galaxy Tab A 10.1

Huawei MediaPad T5 10

Für knapp 230 Euro bietet das Huawei MediaPad T5 10 (Testbericht) schon einen Octa-Core-Chip mit stolzen 4 GByte RAM und 64 GByte internem Speicher. Beim Display gibt es weiterhin Full-HD+, Android kommt allerdings nur in Version 8 – das größte Manko des MediaPad.

Acer Aspire One 10 Pro

Für kaum mehr als 300 Euro gibt es das Windows-10-Tablet Acer Aspire One 10 Pro. In ihm stecken ein Intel-Atom-Prozessor mit vier Kernen und 4 GByte RAM sowie 64 GByte interner Speicher. Das Display ist der Schwachpunkt des Gerätes, es bietet nur HD-Auflösung und kommt so nur auf etwa 150 ppi. Dafür ist ein Tastatur-Dock mit im Lieferumfang, was das Schreiben längerer Texte klar erleichtert.

Samsung Galaxy Tab S5e

Auch das Samsung Galaxy Tab S5e hat Anschlüsse für ein Tastatur-Dock, allerdings ist das nicht im Lieferumfang enthalten. Stattdessen gibt es einen Octa-Core-Chip der oberen Mittelklasse, 4 GByte RAM und 64 GByte internen Speicher. Erstmals in unserer Auflistung überschreiten wir Full-HD-+-Auflösung, das Samsung-Tablet kommt auf 2560 × 1600 Pixel und damit auf knapp 290 ppi samt OLED-Technik. Ein Fingerabdruckscanner ist ebenfalls enthalten, die Kameras bieten vorn 8 Megapixel, hinten sind es 13 – und das alles bei einer Dicke des Gerätes von nur 5,5 Millimeter! Als Betriebssystem wählt der Hersteller Android 9.

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Huawei MediaPad T5 10  64GB grau (53010MYU)

Huawei MediaPad T5 10

Acer Aspire One 10 Pro S1003P-10LA (NT.LEDEG.003)

Acer Aspire One 10 Pro

Samsung Galaxy Tab S5e T725  64GB, schwarz, LTE (SM-T725NZKA)

Samsung Galaxy Tab S5e

Weitere Angebote im Heise Preisvergleich

Apple iPad 10.2

Ab 430 Euro beginnt bei Tablets die Welt von Apple. Das iPadOS-Gerät (13.1.3) bietet einen leistungsstarken Quad-Core mit 3 GByte RAM und 128 GByte internem Speicher. Bei Apple ist der traditionell nicht erweiterbar. Der 10,2 Zoll große Touchscreen versteht sich auf Stifteingaben und bietet 265 ppi, das Tablet ist 7,5 Millimeter dünn.

Samsung Galaxy Tab S6

Das Samsung Galaxy Tab S6 (Testbericht) bietet noch einmal mehr als das Tab S5e. An Bord sind ein hochmoderner Snapdragon-Octa-Core, 6 GByte RAM, 128 GByte interner Speicher und ein (in dieser Variante) 10,5 Zoll großes Display mit 288 ppi. Als Technik für den Screen setzt Samsung auf OLED, darunter versteckt sich der inprint-Fingerabdrucksensor. Auch im Tab S6 stecken Kameras mit 8 und 13 Megapixel. Android 9 rundet das Bild für etwa über 650 Euro ab.

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Apple iPad 10.2\

Apple iPad 10.2

Samsung Galaxy Tab S6 T860 128GB, Rose Blush (SM-T860NZNA)

Samsung Galaxy Tab S6

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Darüber hinaus gibt es Tablets, deren Ausstattung so manchen Laptop neidisch macht. Zu den bekanntesten Vertretern dieser Art gehört das Microsoft Surface Pro 7 Platinum, das mit Core i3 in seiner schwächsten Konfiguration bis hin zu i7, 16 GByte RAM und 1 TByte SSD ausgestattet sein kann. Die Preise hierfür bewegen sich zwischen 900 und fast 2700 Euro – da stellt sich allerdings die Frage, ob das wirklich noch als normales Tablet angesehen werden kann.

Günstigste Angebote für Microsoft Surface Pro 7 Platin, Core i3-1005G1, 4GB RAM, 128GB SSD (VDH-00003)

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Im Ausnahmefall mag auch ein Tablet wie das Denver TAQ-10123 für gerade einmal 60 Euro Nutzer glücklich machen, generell raten wir aber vom Kauf solch alter Modelle mit schwachbrüstiger Hardware und veraltetem Betriebssystem ab. Stattdessen beginnen brauchbare Tablets in unseren Augen bei rund 250 bis 300 Euro. Die sind mit ausreichender Hardware und aktueller Software versehen und sollten auch in zwei oder drei Jahren noch vernünftig verwendet werden können.

Es geht auch günstiger, nämlich mit Vorjahresmodellen. Dann müssen sich Käufer aber darüber im Klaren sein, dass die Hersteller nicht mehr lange Updates bereitstellen werden. Ein solches Exemplar ist das Huawei Mediapad M5 (Testbericht) aus unserer Auflistung. Besonders zukunftssicher, aber auch teuer, sind hingegen normalerweise iPads von Apple. Im gleichen gehobenen Preissegment liegt eigentlich ansonsten nur noch Samsung. Wer noch mehr Geld ausgeben will, sollte vielleicht gleich über den Kauf eines ordentlichen Ultrabooks nachdenken.

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