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Kaufberatung: VR-Gaming-PC unter 550€ bauen

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Ein VR-PC, der Spiele in Full-HD ruckelfrei darstellt und gut 550 Euro kostet? Kein Problem für Selbstbauer. Wir zeigen die Komponenten und geben Tipps zum Bau.

Wer PCs selber baut, bekommt die beste Leistung zum niedrigsten Preis. Das gilt vor allem für unseren Vorschlag für einen VR-tauglichen PC, der Games mit hohen Details in 1080p ruckelfrei darstellt. Bei den aktuellen Preisen gibt man für den PC an sich etwa 550 Euro aus. Dafür kann man dann nicht nur normale Spiele mit vernünftigen Frameraten spielen, sondern ist auch für VR vorbereitet.

Eins gleich vorweg: In der Einkaufsliste fehlt die Windows-Lizenz sowie ein Monitor. Beim Monitor hat das den Grund, dass es unzählige Geräte in verschiedensten Variationen gibt. Dieser Beitrag hat den Schwerpunkt auf VR, sodass man im Zweifel zunächst auch einen Fernseher oder einen alten Bildschirm weiterverwenden kann. Da die VR-Headsets als separater Bildschirm gelten, ist es egal, welche Auflösung der alte Monitor besitzt – selbst ein Monitor mit 1680 × 1050 Pixel lässt sich problemlos verwenden. Wer nach einem passenden Display sucht, dem empfehlen wir unsere Kaufberatung Gaming-Monitore: Displays zum zocken.

Windows ist so eine Sache. Wir empfehlen in jedem Fall Windows 10, allein schon wegen des DirectX-12- und der Unterstützung für Windows Mixed Reality. Auch Oculus zieht alles auf Windows 10 um. Wer nur spielt und VR nutzen möchte, dem reicht Windows 10 Home.

Zum Zeitpunkt des Artikels war es noch völlig legal, günstige OEM oder Systembuilder-Lizenzen zu erwerben. Studenten und Schüler können Windows 10 kostenlos bekommen, wenn ihre Schule oder Universität Teil eines Microsoft-Partnerprogramms ist, hier sollte man in jedem Fall fragen. Mit etwas Tricksereien sollte auch noch das Upgrade von einer Windows 7 oder Windows 8 Lizenz möglich sein. Wer also einen alten (evtl. defekten) Rechner mit gültiger Lizenz hat, kann dies ausprobieren. Weitere Informationen zu dem Thema gibt es im c't-Artikel Wollen Sie ein W kaufen?.

Legen wir los: Das Herz des PCs ist ein Mainboard samt passender CPU. Wir raten Schnäppchenjägern zu einem AMD-System. Der Grund dafür: AMD-Prozessoren liefern aktuell die beste Leistung für den Preis. Zudem liegt den CPUs auch ein brauchbarer Lüfter bei, bei Intel fehlt der immer häufiger.

In unserem Testsystem steckt eine AMD Ryzen 5 2600 mit 6 × 3,4 GHz. Die ist derzeit allerdings etwas teuer, so dass wir zur AMD Ryzen 5 2600X mit 6 × 3,6 GHz Prozessortakt raten. Sie kostet zum Zeitpunkt des Artikels ab etwa 135 Euro.

Für den Ryzen 5 benötigen wir ein AM4-Mainboard, wir empfehlen ein Mainboard mit dem B450-Chipsatz. Diese sind nicht nur günstig, sie bringen alles mit, was man für einen modernen Gaming-PC benötigt. Die Preise beginnen um die 50 Euro. Wichtig sind die USB-3.0-Anschlüsse: HTC Vive und Windows Mixed Reality benötigen je mindestens einen, Oculus Rift hätte gerne zwei. Dazu braucht man weitere Steckplätze für die Tastatur, die Maus sowie etwaige VR-Sensoren, auch wenn letztere dank Inside-Out-Tracking oft nicht mehr notwendig sind.

Die meisten Boards bringen entsprechend viele Steckplätze mit. Neben den im Board integrierten USB-Anschlüssen sind meist mindestens zwei Steckplätze vorhanden, an die man USB-Anschlüsse am Gehäuse anstecken kann. Unsere Tipps sind das Gigabyte B450M S2H oder das MSI B450M-A Pro Max. Beide kommen im Micro-ATX-Format, bieten genügend USB-Anschlüsse, haben Audio integriert und bieten Platz, um neben den SATA-Speichern auch eine schnelle NVMe-SSD einzubauen. Für um die 55 Euro sind das sehr gute Boards.

Gigabyte B450M S2H (5 Bilder)

Beim Arbeitsspeicher raten wir zu mindestens 8 GByte. Die Mainboards nehmen DDR4-Riegel auf, der Takt sollte bei mindestens 2666 MHz liegen. Auf unserem Testsystem konnten wir einen Leistungssprung von 8 GByte auf 16 GByte RAM nachvollziehen.

Dieses Aufrüsten auf 16 GByte RAM ist in den meisten Fällen sinnvoll. Im Test liefen sowohl VR wie auch die Spiele Far Cry 5 und Middle-Earth: Shadow of War mit 8 GByte RAM flüssig, doch mit 16 GByte RAM schafft man mehr Puffer und holt teilweise 10 Frames pro Sekunde (fps) mehr heraus. Wir haben die Benchmarks zusätzlich mit 32 GByte RAM durchgeführt. Auch hier ist ein Plus bemerkbar, aber lang nicht so enorm wie beim Sprung von 8 auf 16 GByte.

VR-PC, synthetische Benchmarks
Benchmarks VRMark Orange VRMark Cyan VRMark Blue Room 3D Mark Time Spy
Punkte / FPS Punkte / FPS Punkte / FPS Punkte / FPS / FPS
8 Gbyte RAM 7356 / 160,37 4986 / 108,7 1268 / 27,63 4592 / 30,37 / 27,49
16 Gbyte RAM 7597 / 165,61 4947 / 107,84 1257 / 27,40 4637 / 30,30 / 24,78
32 Gbyte RAM 7687 / 167,57 5008 / 109,18 1268 / 27,64 4658 / 30,33 / 24,82
VR-PC, Spiele-Benchmarks
Far Cry 5 (FPS) Shadows of War (FPS)
Einstellungen Normale Texturen HD Texturen Hoch Sehr Hoch Ultra
Minimum / Durchschnitt / Maximum Minimum / Durchschnitt / Maximum Durchschnitt Durchschnitt Durchschnitt
8 Gbyte RAM 61 / 73 / 82 60 / 72 / 82 83 67 60
16 Gbyte RAM 70 / 77 / 91 69 / 72 / 92 83 67 60
32 Gbyte RAM 70 / 78 / 93 69 / 77 / 93 82 68 61

Die Mainboards betreiben den Speicher nach dem Einbau standardmäßig mit einem Takt von 2133 MHz. Das bringt massive Einbußen in der Leistung mit sich, entsprechend sollte man die Einstellungen im BIOS beachten. Zudem kann es sich lohnen, integrierte Übertaktungsfunktionen zu nutzen. Die meisten RAM-Riegel haben deutlich mehr Potenzial, die automatischen Übertaktungs-Features arbeiten konservativ genug, dass kein Schaden auftreten sollte. Übertakten ist aber natürlich nicht von der Garantie abgedeckt, entsprechend arbeitet man auf eigene Gefahr.

Achtung beim RAM-Kauf: Oft bestehen die 8-GByte-Kits aus zwei 4-GByte-Riegeln. Daran ist eigentlich nichts verkehrt, viele Mainboards haben aber nur zwei Steckplätze. Will man später auf 16 GByte aufrüsten, kann man das bisherige Kit nicht mehr verwenden. Wir raten also dazu, in ein 16-GByte-Kit mit zwei 8-GByte-Riegeln zu investieren. Kits sind dabei meist etwas günstiger, als wenn man zwei 8-GByte-Riegel separat kauft. Außerdem funktioniert dann auch auf jeden Fall Dual-Channel, was einen weiteren leichten Leistungsbonus bringt. Seit dem letzten Update des Artikels fiel der Preis für RAM massiv, ein 8 GByte-Riegel ist bereits ab 23 Euro zu bekommen, das Kit mit 2 × 8 GByte liegt bei knapp über 48 Euro - hier sind dann sogar einzelne Riegel günstiger als ein Kit. Wer einzelnen RAM kauft, der sollte zu identischen Riegeln greifen, damit es keine Probleme mit Dual-Channel gibt.

Sind Prozessor und Arbeitsspeicher für den Grundbetrieb des Systems notwendig, so ist die Grafikkarte die Komponente, die das Zocken erst schön macht. Die Leistung der GPU ist bei vielen aktuellen Spielen deutlich wichtiger als die Leistung der CPU, das gilt parallel auch für VR-Headsets. Deswegen muss man aber keine Unsummen investieren.

Wir nutzen in unserem Testsystem noch immer eine Radeon RX 580 mit 8 GByte dediziertem Arbeitsspeicher. Die Grafikkarte ist inzwischen fast drei Jahre alt und es gibt mindestens eine aktuellere Generation von Nvidia und AMD. Aber sie erfüllt ihre Aufgabe noch immer gut, auch wenn sie etwas heiß wird und entsprechend laut ist. Aber für einen Preis von inzwischen um die 160 Euro ist diese Grafikkartengeneration noch immer unser absoluter Tipp für alle, die ein hohes Preis-Leistungs-Verhältnis wollen. Sie funktioniert selbst mit aktuellen VR-Headsets noch einwandfrei, wie sie im Test zum Oculus Rift S (Testbericht) oder dem HTC Vive Cosmos (Testbericht) unter Beweis stellte.

Beim normalen Spielen sollte man der Karte aber nicht mehr als Full-HD zumuten. Ja, man kann mit UHD-Auflösung spielen, gerade bei neueren Spielen muss man dann aber in den Einstellungen Dinge wie Kantenglättung, Schatten, Rauch oder Spiegelungen (teilweise weit) nach unten drehen. Borderlands 3 etwa, das mit allen Einstellungen auf Ultra bei 1920 × 1080 noch passable 38 fps im Benchmark lieferte, brach auf der Karte bei UHD auf ruckelnde 15 fps ein. Um noch ein paar Jahre gute Leistung herauzuholen, sollte man beim Kauf auf alle Fälle zu einem Modell mit 8 GByte RAM greifen.
Früher oder später wird diese Grafikkartengeneration auslaufen.

Grafikkarten im Benchmark "VRMark"

Die Nachfolger stehen sowohl bei AMD wie bei Nvida bereit. Aus Preis-Leistungs-Sicht sind Grafikkarten auf Basis der AMD Radeon RX 5600 XT die besten Erben. Sie zeigen in unserem Grafikkartentest mit 13 Modellen einen merklichen Sprung bei der Leistung, bei VR sowie bei normalen Spielen. Die Grafikkarten kosten derzeit ab etwa 280 Euro. Wer dagegen eine GPU von Nvidia nutzen will, der greift zur GTX 1660 Super, diese Karten kosten um die 200 Euro. Wer dagegen gleich noch Wert auf hardware-seitiges Raytracing von Lichtern (etwa in Minecraft RTX, Ratgeber) legt, der muss zur günstigsten RTX-Klasse, der RTX 2060, greifen. Diese kosten etwa ab 290 Euro. Bei den Leistungen in Benchmarks wie dem 3D Mark oder dem VR Mark liegen die beiden Kartentypen knapp beieinander.

Nach oben ist wie immer alles offen. Die Nvidia RTX 2060 Super und die Radeon RX 5700 XT bringen beide noch einmal einen Sprung bei der Leistung, kosten aber entsprechend mehr. Wir würden sie allen empfehlen, die mit hohen Frameraten auf 1440p zocken möchten.

Da die GPU der wichtigste Punkt ist, empfehlen wir hier, möglichst keine Abstriche zu machen und mindestens zu einer RX580 mit 8 GByte zu greifen. Lieber spielt man einen oder zwei Monate mit einer kleineren Festplatte und investiert mehr in den GPU, als sich immer wieder über zu geringe Frame-Raten zu ärgern.

Spiele sind groß, entsprechend braucht man Platz. Die günstigste Option ist, eine schnelle SSD für das Betriebssystem einzubauen und die Daten für die Spiele auf eine große HDD auszulagern. Eine SSD mit 240 GByte bekommt man ab 25 Euro und für eine HDD ab 1 TByte fallen 35 Euro an.

Wer etwas mehr investiert, der kann statt der SSD zu einer schnellen NVMe greifen. Die Speicher im M.2-Format kosten für 256 GByte ab knapp 33 Euro. Wir tendieren dabei sogar eher zu einer M.2-SSD als einer SATA-SSD. Die länglichen Speicherriegel sitzen direkt am PCI-E- statt am SATA-Bus. Damit unterliegen sie nicht der SATA6-Begrenzung von (theoretischen) 600 MByte/s. Sie setzen aber einen M.2-Anschluss auf dem Mainboard voraus. Unsere Mainboard-Vorschläge haben diese an Bord, wer ein anderes Board auswählt, sollte das vorab kontrollieren. Eine Übersicht zu den verschiedenen Speichertypen zeigen wir im Artikel Ratgeber: HDD, SSD, NVMe – wer braucht was? und in unserer Themenwelt NVMe.

Wir raten dazu, Windows auf der SSD oder der NVMe zu installieren. Je nach Platz kann man auch die Spiele darauf ablegen. Hier ist man dank der Game-Launcher wie Steam, Uplay, Epic oder Origin flexibel: Spiele-Daten kann man problemlos von einem Speicher auf den anderen kopieren, solange sie in Ordnern landen, die im Launcher als Bibliothek hinterlegt sind. So kann man etwa Platzfresser auf die klassische Festplatte auslagern und nur dann auf die SSD kopieren, wenn man wirklich mit ihnen spielen will. Dazu kommt, dass sich Massenspeicher einfach aufrüsten lassen, man muss die neuen Speicher nur anstecken.

Beim Gehäuse ist das wichtigste Kriterium, dass die Grafikkarte genügend Platz hat – um alle anderen Punkte kann man herumarbeiten, um diesen nicht. Das knapp 19 Euro teure Inter-Tech B-48 nimmt Grafikkarten bis 35 cm Länge auf, hat also selbst für große Karten Platz. Dazu bietet es zwei USB-A-Steckplätze an der Front, sodass man flexibler bei den Anschlüssen ist. Zugegeben, es ist nicht viel mehr als ein schwarzer Kasten, aber bei dem Preis kann man wenig meckern.

Eine Alternative für ebenfalls unter 20 Euro ist das µ-ATX-Gehäuse Aerocool CS-102. Es nimmt zwar nur Grafikkarten bis maximal 24 cm Länge auf (hier sind passende RX-580-Karten im Geizhals-Preisvergleich), dafür hat es aber neben den beiden USB-2.0-Anschlüssen auch einen USB-3.0-Anschluss an der Front.

Beim Netzteil wirft uns der Power Calculator von Cooler Master einen Verbrauch von 405 Watt aus und empfiehlt mindestens ein Netzteil mit 455 Watt (es fließen die CPU, zwei 8 GByte RAM-Riegel, die GPU sowie zwei USB 3.0 und ein USB 2.0 Gerät plus Tastatur und Maus ein). Wir empfehlen mindestens ein 550 Watt Netzteil, das den 80+ Bronze Standard erfüllt. Dann bleiben Reserven für weitere Festplatten oder Lüfter.

Maus und Tastatur erwähnen wir hier nur am Rande. Wer keine besitzt und sich auch keine organisieren kann, dem raten wir zu einem simplen Set, etwa einem von Asus für knapp 10 Euro. Wobei wir hier auch eher dazu raten, alte Eingabegeräte weiterzunutzen und die 10 Euro lieber in eine größere SSD, RAM oder die Grafikkarte zu investieren. Maus und Tastatur lassen sich später problemlos nachrüsten.

Das größte Einsparpotential ist der eigene Zusammenbau. Das ist tatsächlich deutlich einfacher, als es von außen wirkt. Wer ein Lego-Modell zusammensetzen kann, der kann auch einen PC bauen. Wichtig ist nur, sauber zu arbeiten und genau nachzusehen, welche Komponenten wohin gehören. Idealerweise holt man sich Hilfe oder sieht sich ein paar Youtube-Videos an. Auch die Kollegen der c’t haben passende Workshops, etwa hier im Video oder im Heft „c't Wissen PC Selbstbau”.

Ein paar wichtige Punkte aus dem Zusammenbau für diese Artikel:

  • Die Boxed-Version der AMD-CPU hat bereits eine Schicht Kühlpaste, sodass man diese nicht extra kaufen und auftragen muss.
  • Vorsicht, die Pins der CPU sind sensibel. Es gibt genau eine Position, in der sie einfach „hineinrutscht”, das sollte ohne großen Widerstand gehen. Hier sollte man in jedem Fall die Handbücher konsultieren.
  • Vor dem Einbau des Boards sollte man das Abdeckblech zu den Mainboard-Anschlüssen ins Gehäuse einsetzen. Aus Erfahrung findet man dieses meist erst, wenn alle anderen Komponenten fest verbaut wurden.
  • Bevor man das Board einschraubt, sollte man zwei Dinge prüfen: Sind alle Abstandshalter an der richtigen Position? Und wie wird der CPU-Kühler am Bord befestigt? Eventuell müssen hier einzelne Stege entfernt werden.
  • Beim RAM-Einbau müssen die seitlichen Laschen zuvor zurückgeklappt werden. Der Riegel hat einen Ausschnitt, der nur in einer Position in die Nut im Slot passt. Die Riegel werden mit leichtem Druck eingesetzt, bis die seitlichen Verriegelungen einschnappen.
  • NVMes werden teilweise unter der Grafikkarte verbaut, ausreichenden Platz dafür sollte man vorab prüfen.
  • Die Grafikkarte ist die schwerste Komponente, sie sollte am Rahmen gut gesichert sein. Auch hier hilft leichter Druck beim Einsetzen, bis die seitlich sichtbare Klammer am PCI-Slot einschnappt. Wer die Grafikkarte entfernen möchte, der muss diese Klammer vorsichtig zurückdrücken.
  • Vom Netzteil geht meist ein Kabel zur GPU (oft PCI-e beschriftet), eins zur CPU (CPU oder ähnlich) und ein breiter Stecker zum Mainboard. Es kann sein, dass der Stecker acht Pins hat, aber nur sechs auf dem Board sind – kein Problem, solange mehr Stecker am Netzteil sind als am Board oder der GPU, macht das nichts. Wenn der PC nicht anspringt, dann sollte man hier checken, ob wirklich alles korrekt verkabelt wurde. Im Zweifel helfen das Handbuch des Mainboards, der Grafikkarte und der CPU.
  • Die SSD und Festplatte sollte stabil im Gehäuse verschraubt werden, die Schrauben sollte man handfest anziehen. Die beiden Speichermedien werden jeweils mit einem SATA-Datenkabel und einem passenden Stromstecker angeschlossen. Diese passen nur in einer Position hinein.
  • Die Position der SATA-Datenanschlüsse ist egal, Windows und andere Betriebssysteme erlauben die Auswahl des jeweiligen Speichers beim Setup.

Das 1080p-System haben wir mit der Oculus Rift und dem Windows Mixed Reality Headset, dem Lenovo Explorer (Testbericht), ausprobiert. Beide Systeme haben sich mehr als bewährt. Spiele wie Beat Saber, Space Pirate Trainer oder Skyrim VR liefen bei beiden Headsets flüssig und ohne Probleme. Doom VFR sieht ebenfalls verdammt gut aus, hohe Grafikeinstellungen sind kein Problem. Dafür zickt es bei den Eingabegeräten, die Oculus Rift funktioniert damit nur über Umwege.

Tatsächlich waren wir fast überrascht, wie gut die Spiele und VR sogar mit „nur” 8 GByte RAM funktionieren. Die Grafikkarte liefert ordentlich Leistung, auch die CPU hat genügend Ressourcen. An die Grenzen kommt das System, wenn man Richtung 144fps oder 4K-Auflösungen geht. Gerade bei den hohen Auflösungen, also WQHD oder UHD, kann man mit den Texturen, Schatten oder ähnlichen Features spielen und sie schrittweise herabsetzen, um immer noch brauchbare Bildraten zu haben. Wer mehr Power braucht, der sollte sowieso zur GTX 1660 Ti von Nvidia greifen. Die Karte macht bei 1440p einen sehr guten Job und ist deutlich leiser als unsere Budget-Empfehlung, die viel ältere Radeon RX 580.

Einen Übersicht zu den aktuellen VR-Headsets und deren Anforderungen liefert unser Ratgeber Virtual Reality: Das braucht man für VR.

Ja, auch 550 Euro sind ein ordentlicher Batzen Geld. Dafür bekommt man aber ein solides Gaming-System, das mit alten und neuen Spielen locker mithalten kann. Wir spielen selbst Borderlands 3 mit diesem System, zumindest in Full-HD ist das kein Problem. Ja, die PS4 und ihr (gutes) VR-Headset (Testbericht) ist noch immer der günstigste Einstieg in die virtuelle Welt. Dafür hat man mit unserem Vorschlag alle Vorteile der PC-Welt: Unglaublich viele Spiele, Mod-Support für Beat Saber (wo läufts am besten?) und Skyrim, keine Online-Kosten und kein Problem mit der Abwärtskompatibilität.

Dazu kommt, dass der PC nicht nur VR beherrscht, sondern sich auch für normale Spiele nutzen lässt. Damit ist der oder die Zocker/in sowohl für aktuelle Spiele wie auch ältere AAA-Titel mehr als gerüstet.

Die erste Version dieses Artikels erschien im Januar 2019. Seitdem wurde er mehrfach aktualisiert, die aktuelle Version stammt vom August 2020.

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