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Kaufberatung: Smartphones mit OLED und QHD unter 300 Euro

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LCD oder OLED? Full-HD, QHD oder UHD? Wir klären auf uns zeigen, dass Geräte mit guten Displays schon für wenig Geld zu haben sind.

Zum Glück sind die Zeiten vorbei, in denen Displays mit mieser Auflösung, schwachen Blickwinkeln und zu niedriger Helligkeit die Augen ärgerten. Heute ist Full-HD selbst bei Einstiegsgeräten Standard und sogar günstige LCDs setzen nicht mehr auf TN sondern auf IPS und bieten damit ausreichend stabile Blickwinkel. Mehr Infos zu TN- und IPS-Panels in unserem Artikel Ratgeber: Die günstigsten UHD-Monitore und ihre Haken.

LCD steht für Liquid Crystal Display, OLED für Organic Light Emitting Diode. In LCDs bilden Flüssigkristallen die einzelnen Bildpunkte, die sich jeweils aus drei Subpixeln der Farbe Rot, Grün und Blau zusammensetzen. Diese leuchten nicht selbst und benötigen entsprechend eine großflächige Hintergrundbeleuchtung sowie einen Polarisationsschicht.

OLED-Displays bilden Pixel ebenfalls durch die Kombination aus roten, grünen und blauen Subpixeln. Im Gegensatz zur LCD-Technik leuchten diese Pixel jedoch selbst, eine Hintergrundbeleuchtung ist nicht nötig. Das hat gleich mehrere Vorteile. Zum einen können sie dünner gefertigt werden und sind energiesparender, was sich im besten Fall positiv auf die Laufzeit des Smartphones auswirkt. Auch sind mit ihnen Always-On-Displays möglich, die im Standby-Modus zum Beispiel Uhrzeit und eingehende Nachrichten anzeigen. Ihr vielleicht größter Vorteil ist der perfekte Schwarzwert, den auch sehr gute LCDs nicht erreichen. Dadurch wirkt die Displaydarstellung kontrastreicher und brillanter.

Der von LG auf der CES 2019 vorgestellte rollbaren TV ist so nur dank der flexiblen OLED-Technik möglich.

Gerade für zukünftige Entwicklungen interessant: OLEDs sind flexibel. Nur mit ihnen sind Smartphones mit Faltdisplay wie das auf der CES 2019 vorstellte Royole Flexpai oder ausrollbare Fernseher möglich.

Beide Technologien teilen sich seit Jahren den Smartphone-Markt auf – auch wenn sich darauf deutlich mehr LCD- als OLED-Geräte tummeln. Immerhin holt OLED auf. Das liegt zum einen daran, dass nach und nach immer mehr Nachteile von OLED verbessert werden. Dazu gehörten in der Vergangenheit eine übersättigte Farbdarstellung, eine zu geringe maximale Helligkeit sowie ihre Lebensdauer. Zum anderen werden OLEDs immer günstiger. Der Preis war für die Gerätehersteller immer einer der wichtigsten Argumente für LCD-Panels. Einen Nachteil haben die OLEDs gegenüber LCDs nach wie vor: Sie neigen zum Einbrennen, was jedoch zumindest bei Smartphones selten ein Problem darstellt.

Unserer Erfahrung hat gezeigt, dass LC-Displays im direkten Vergleich mit OLED-Displays bezüglich ihrer Brillanz in den allermeisten Fällen den Kürzeren ziehen. Wer die Wahl hat, greift zu Geräten mit OLED. Das weiß auch Apple und verbaut in dem Modellen iPhone X, XS und XS Max erstmals OLED-Panels.

Es ist nur wenige Jahre her, da boten selbst Flaggschiff-Modelle vergleichsweise geringe Auflösungen von 1280 × 720 Bildpunkten. Damit wirken selbst bei kleinen Displaygrößen von 5 Zoll oder weniger Schriften ausgefranzt und unscharf. Lesen macht hier keinen Spaß. Mittlerweile gehört Full-HD selbst bei sehr günstigen Modellen zum Standard. Folgende Auflösungen sind bei Android-Smartphones mit einem Seitenverhältnis von 16:9 am weitersten verbreitet:

  • HD 1280 × 720
  • Full-HD 1920 x× 1080
  • QHD 2560 × 1440
  • UHD 3840 × 2160

Mittlerweile entfernen sich die Gerätehersteller vom etablierten 16:9-Verhältnis und ziehen ihre Geräte weiter in die Länge. Das hat den Vorteil, dass die Hand das Smartphones auch bei größeren Displays noch sicher umschließt. Statt 16:9 findet man auf dem Markt nun vermehrt Displayverhältnisse von 18:9, 18,5:9, 19,5:9 oder gar 19,5:9. Hersteller kennzeichnen die neuen Auflösungen mit einem + und erweitern die Zeilenanzahl in der Länge, wobei die Zeilenanzahl in der Breite gleich bleibt. So wird aus einem Full-HD mit 1920 × 1080 Pixeln Full-HD+ mit zum Beispiel 2220 × 1080 Pixeln.

Bei sehr kleinen Schriften sieht man im vergrößterten Bild die Matrix des Full-HD OLED-Displays eines Huawei-Smartphones.

Deutlich aussagekräftiger als die reine Pixelanzahl ist ihr Verhältnis zur Displaygröße in Pixel pro Inch (ppi). Für die Berechnung stehen im Netz zahlreiche PPI-Rechner zur Verfügung. Als Faustregel gilt: Alles über 300 ppi ist gut. Damit reicht Full-HD auch bei richtig großen Smartphone-Displays aus. So kommt ein 6-Zoll-Smartphone mit Full-HD auf 367 ppi.

Es gibt aber durchaus noch Gründe für höhere Auflösungen. Denn wenn das Display sehr kleine Schriften darstellt, bemerkt man bei genauem Hinschauen durchaus einen Unterschied zwischen Full-HD und QHD. OLED-Panels nutzen im Gegensatz zu LC-Displays eine veränderte Matrix, die tendenziell höhere Auflösungen benötigen, um wirklich scharf zu wirken. Wer VR nutzt kommt ohnehin nicht an einer QHD- oder UHD-Auflösung vorbei.

Eine gute Kombination ist also ein OLED-Display mit QHD-Auflösung. Hersteller verbauen diese überwiegend in ihren Flaggschiff-Modellen, von denen einige Auslaufmodelle dank des Preisverfalls derzeit günstig zu haben sind. Folgende Geräte kosten momentan allesamt unter 300 Euro und bieten dennoch Displays der Oberklasse. Ein Klick in den Preisvergleich führt direkt zum Händler.

Samsung Galaxy S7 Edge G935F 32GB schwarz

Samsung Galaxy S7 Edge

Samsung Galaxy S7 G930F 32GB schwarz

Samsung Galaxy S7

Motorola Moto Z 32GB schwarz/silber

Motorola Moto Z

Motorola Moto Z2 Force Dual-SIM schwarz

Motorola Moto Z2 Force

Google Pixel XL  32GB schwarz

Google Pixel XL

ZTE Axon 7 grau

ZTE Axon 7

BlackBerry DTEK60 schwarz

BlackBerry DTEK60

(Kein Produktbild vorhanden)

Vodafone Smart Platinum 7

Auch für kleines Geld sind bereits Geräte mit brillanten QHD-OLED-Displays erhältlich. Doch Achtung: Teilweise sind die Geräte schon recht alt. So kann man zum Beispiel beim fast 3 Jahre alten Samsung Galaxy S7 Edge (Testbericht) davon ausgehen, keine Software-Updates mehr zu bekommen. Für günstige Smartphones mit aktuellem Android empfehlen wir unsere Marktübersicht: Android-9-Pie-Smartphones unter 300 Euro.

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