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Kaufberatung: Smartphones mit OLED bis 300 Euro

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von und Matthias Sternkopf  //   //  Erstveröffentlichung:

OLED bietet zwar nicht nur Vorteile, punktet aber mit intensiven Farben, sattem Schwarz und perfekter Blickwinkelstabilität. Das muss nicht einmal teuer sein.

Moderne Displays bieten ordentliche Bildschärfe, stabile Blickwinkel und hohe Helligkeit. Zwar verwendet der Großteil aller Smartphones immer noch LCD als Display-Technik, doch OLED holt auf. Neben guter Darstellungsqualität spielt auch der gesunkene Preis für die organischen Panels eine große Rolle, inzwischen sind aktuelle Modelle sogar schon für weniger als 200 Euro zu bekommen. Wir zeigen empfehlenswerte Geräte bis 300 Euro. Aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen LCD und OLED?

LCD steht für Liquid Crystal Display, OLED für Organic Light Emitting Diode. In LCDs bilden Flüssigkristallen die einzelnen Bildpunkte, die sich grundsätzlich jeweils aus drei Subpixeln der Farbe Rot, Grün und Blau zusammensetzen. Diese leuchten nicht selbst und benötigen entsprechend eine großflächige Hintergrundbeleuchtung sowie eine Polarisations- und Farbschicht.

OLED-Displays bilden grundsätzlich Pixel ebenfalls durch die Kombination aus roten, grünen und blauen Subpixeln. Im Gegensatz zur LCD-Technik leuchten diese Pixel jedoch selbst, eine Hintergrundbeleuchtung ist nicht nötig. Das hat gleich mehrere Vorteile. Zum einen können entsprechende Panels dünner gefertigt werden und sind bei der Darstellung dunkler Inhalte energiesparender, was sich im besten Fall positiv auf die Laufzeit des Smartphones auswirkt. Auch sind mit ihnen Always-On-Displays möglich, die im Standby-Modus zum Beispiel Uhrzeit und eingehende Nachrichten anzeigen. Ihr vielleicht größter Vorteil ist der perfekte Schwarzwert und ein sehr großer Farbraum, den auch sehr gute LCDs nicht erreichen. Dadurch wirkt die Displaydarstellung kontrastreicher und brillanter.

Mehr Auflösung als 720p ist empfehlenswert

Ein weiterer Vorteil, der sich längst in herkömmlichen Smartphones wie dem Samsung Galaxy Note 10+ (Testbericht), aber auch in faltbaren Modellen wie dem Samsung Galaxy Fold (Testbericht) bemerkbar macht: OLEDs sind flexibel. Nur mit ihnen sind Smartphones mit Faltdisplay oder ausrollbare Fernseher möglich.

Beide Technologien teilen sich seit Jahren den Smartphone-Markt auf – auch wenn sich darauf deutlich mehr LCD- als OLED-Geräte tummeln. Immerhin holt OLED auf. Das liegt zum einen daran, dass nach und nach immer mehr Nachteile von OLED verbessert werden. Dazu gehörten in der Vergangenheit eine übersättigte Farbdarstellung, eine zu geringe maximale Helligkeit sowie ihre Lebensdauer. Zum anderen werden OLEDs immer günstiger. Der Preis war für die Gerätehersteller immer einer der wichtigsten Argumente für LCD-Panels. Einen weiteren Nachteil haben OLED-Hersteller mittlerweile im Griff: Einbrennen ist zumindest bei Smartphones kein Thema mehr.

Gute Blickwinkelstabilität ist Zeichen hochwertiger Displays

Unserer Erfahrung zeigt, dass LC-Displays im direkten Vergleich mit OLED-Displays bezüglich ihrer Brillanz in den allermeisten Fällen den Kürzeren ziehen. Das gilt zumindest für Multimediainhalte wie Fotos oder Videos. Weiß wird hingegen oftmals eher gelblich dargestellt. Zum reinen Website-Surfing oder Office-Arbeiten eignen sich OLEDs daher meist weniger. Inzwischen bieten aber fast alle OLED-Smartphones Einstellungs- und Anpassungsmöglichkeiten, um frühere Fehler wie Bonbonfarben und Farbstiche zur Not manuell ausgleichen zu können.

OLED muss nicht teuer sein, recht aktuelle Modelle gibt es schon unter 200 Euro. Die Auswahl ist hier natürlich stark eingeschränkt und die Ausstattung der Modelle eher einfach. Etwas störend ist hier vor allem die niedrige Auflösung der Displays, die oftmals nur HD-Auflösung beinhaltet.

Über 200 Euro finden sich eigentlich nur noch Modelle mit 1080p+ und entsprechend scharfer Darstellung. Auch die restliche Ausstattung ist teils spürbar besser - nicht ohne Grund empfehlen wir daher in unserem Ratgeber: Das kostet ein gutes Smartphone, einen Preis von rund 300 Euro anzuvisieren.

Selbst für kleines Geld sind bereits aktuelle Geräte mit brillanten OLED-Displays erhältlich. Die orientieren sich dann natürlich meist an der Einsteiger- oder Mittelklasse. Zwar fallen in den Preisbereich bis 300 Euro auch noch viele ältere Smartphones mit teilweise sogar etwas besserer Ausstattung, die erhalten aber oftmals keine Software-Updates mehr und sind daher in unseren Augen nur in Ausnahmefällen empfehlenswert.

Natürlich gibt es auch sehr gute Smartphones mit LCD. Die finden sich etwa in unserer Top-10 der besten Smartphones bis 200 Euro, unserem Ratgeber der besten Smartphones bis 400 Euro. Außerdem geben wir Tipps, was ein gutes Smartphones wirklich kosten darf.

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