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Kaufberatung: Gimbals für GoPro Hero5 Black im Vergleich

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Die Kameras von GoPro hatten schon immer eine gute Bildqualität. Sie sind klein, robust und mittlerweile überall einsetzbar – zum Beispiel für Sportaufnahmen oder im Alltag. Und Zubehör gibt es auch sehr viel. Zum Beispiel Gimbals, die die Videoaufnahmen in drei Achsen stabilisieren und für ein ruhiges Kino-artiges Bewegtbild sorgen. Wir haben uns drei gängige Modelle angeschaut und fassen sie zusammen.


Den Start machen wir mit dem Karma Grip von GoPro selbst. Das Handgerät ist entweder im Lieferumfang der Karma-Drohne dabei oder kann einzeln für rund 330 Euro gekauft werden. Mit einer optional erhältlichen Aufhängung ist der Gimbal auch mit älteren Modellen kompatibel. Im Test haben wir durchgehend die neue Hero5 Black (Testbericht) genutzt.

Gut gefallen hat uns die Verarbeitung des Karma Grip. Das Material ist zwar aus Kunststoff und auch sonst gibt es keine Besonderheiten, aber billig fühlt es sich nicht an. Es ist spritzwasserfest und obendrein noch stark gummiert. Das sorgt für einen festen Halt. Der integrierte Akku soll 110 bis 120 Minuten erreichen. Wir haben's lediglich auf 95 Minuten geschafft. Danach wird der Gimbal über USB Type C aufgeladen.

Ein Vorteil des Karma Grip ist seine Integrität zu einer Hero5 Black: Über eine Taste lässt sich ein Highlight-Punkt setzen. Der markiert eine besondere Stelle, die später in der Videobearbeitung von der Software automatisch hervorgehoben wird. Beim Durchsichtigen ist das eine große Hilfe. Nun aber zu der eigentlichen Funktion: Der Karma Grip hat eine gute Stabilisierung, wenn es auch noch Verbesserungsbedarf gibt. Die Aufnahmen sind flüssig, aber es kommt oft zu einer Schieflage, die nur durch Ein- und Ausschalten wieder nivelliert werden kann.

GoPro Karma Grip (AGIMB-002)

GoPro Karma Grip

GoPro Karma Copter Light Kit (QKWXX-015)

GoPro Karma Drohne

GoPro Karma Copter Kit (QKWXX-511)

GoPro Karma Drohne Set

Der nächste Kandidat heißt Feiyu G5 und kommt von dem gleichnamigen Hersteller Feiyu Tech, dessen Schwerpunkt seit Jahren schon Gimbal-Systeme sind. In dem Vergleichstest ist es von allen das Kompakteste und Leichteste. Darüber hinaus hat es sich von allen Seiten äußerst positiv gezeigt. Das beginnt beispielsweise mit der Verarbeitung: die ist aus Metall gemacht und wird ergänzt durch gummierte Kontaktflächen für die Hand. Die Optik ist schwarzmatt, wie bei allen anderen Gimbals auch.

Auch der Feiyu G5 ist mit vielen Actionskameras kompatibel, man muss lediglich auf die korrekte und ausgelichene Balance achten, hierfür gibt es einen Metallring zum Anbringen. Überrascht waren wir von der Akkulaufzeit: Die austauschbaren Energiespeicher halten über 5 Stunden. Aufgeladen wird direkt über eine microUSB-Schnittstelle am Handgerät. Auch die angeschlossene Kamera wird mit Strom versorgt, wie bei allen Gimbals im Test. Die Stabilisierung des Feiyu G5 ist klasse, auch wenn die drei Motoren im Vergleich zu anderen Wettbewerben etwas schwächer sind. Die unerwünschten Bewegungen werden schnell ausgeglichen. Das ist vor allem in Sport-Situationen vorteilhaft.

Für die Bedienung hat Feiyu Tech eine Applikation zur Verfügung gestellt. Sie verfügbar für Android als auch Apple iOS. Viel kann sie nicht, lediglich eine Fernsteuerungs- und Update-Möglichkeit. Ansonsten gibt es am Griff einen Joystick sowie der Knopf zum Wechseln der Modi. Der spritzwassergeschützte Feiyu G5 kostet rund 230 Euro, er ist kompakt und deshalb ideal zum Mitnehmen in den Urlaub. In Sachen Kompatibilität und Akkulaufzeit ist er besser aufgestellt, als der Karma Grip. Zudem ist er günstiger.

Der letzte Gimbal positioniert sich im Bereich der semiprofessionellen Anwendung. Nach dem Motto: Mit Kanonen auf Spatzen schießen. Der Crane-M kommt ebenfalls von einem Gimbal-Spezialisten, nämlich Zhiyun Tech.

Beim in die Hand nehmen fällt auf: Seine massige Dimension, sein Gewicht und seine exzellente Metallverarbeitung. Das ist kein Spielzeug, sondern ein Gimbal mit starken Motoren für Kameras mit bis zu 650 Gramm, zum Beispiel die Alpha 5100 von Sony. Eine GoPro Hero5 Black mit 114 g ist da schon unter dem Mindestgewicht von 120 Gramm. Im Test führte das oft zu einem Zittern. Die präzise Kalibrierung der Gelenke konnte dem entgegenwirken.

Neben seiner erstklassigen Stabilisierung überzeugt der Crane-M mit seinem Lieferumfang. Er kommt in einem kleinen Koffer mit viel Zubehör für unterschiedliche Kameras daher. Einerseits macht ihn das so unglaublich vielfältig, andererseits ist das nichts für eben mal so in den Urlaub oder Kurztrips mitnehmen.
Die beworbene Akkulaufzeit beträgt 12 Stunden. Im Test schaffte er aber 10 Stunden. Das ist der Bestwert in diesem Vergleich. Die Akkus sind austauschbar und werden extern in einer Ladestation aufgeladen. Gut gefallen hat uns die Performance: Wie gesagt, die Motoren sind stark, aber gleichzeitig doch leise und damit nicht störend bei Videoaufnahmen.

Mit 400 Euro ist der Crane-M von Zhiyun Tech der teuerste Gimbal. Er ist nicht spritzwasser geschützt, wie die Produkte von Feiyu Tech und GoPro. Auch hier gibt es eine App zum Feinjustieren der Motoren. Das Aktualisieren des Firmwares ist ebenfalls drahtlos möglich.

Das sind die drei aktuellen Gimbals für Actionkameras: Karma Grip, Feiyu G5 oder Crane-M. Der herstellereigene Gimbal profitiert seiner Integrität. Der Crane-M ist unserer Meinung nach zu viel des Guten, wenn es nicht um die kommerzielle Nutzung geht. Der Gewinner für uns ist der Feiyu G5 von Feiyu Tech. Er ist handlich, kompakt, einfach zum Mitnehmen, bietet eine starke Verarbeitung und kostet gerade einmal 230 Euro.

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