Kaufberatung: Gadgets für Crossfit-Sportler | TechStage
TechStage
Logo Qwant

Ein Angebot von

Kaufberatung: Gadgets für Crossfit-Sportler

Bild: Meghan Holmes / Unsplash

von  // 

Technische Gadgets gibt es für Sportler zuhauf, auch für Crossfitter. Aber was hat wirklich einen Nutzen? TechStage geht dieser Frage in unserer Kaufberatung auf den Grund.

Wer sich vom Stress des Alltags abreagieren möchte und eine Abwechslung zu klassischen Ausdauersportarten sucht, stößt irgendwann auf Crossfit. Trainierende brauchen für Crossfit außer einer Mitgliedschaft in einer Box (den Fitnessstudios der Crossfit-Community) eigentlich nicht viel. Gerade in Zeiten von Covid-19 kann es sich aber durchaus lohnen, Workouts zu Hause zu absolvieren und zusätzlich Zeit in Recovery-Maßnahmen zu investieren. Wir haben deshalb eine Liste an nützlichen Gadgets zusammengestellt, die das Leben als Crossfitter einfacher und angenehmer gestalten.

Wir präsentieren in unserer Kaufberatung insgesamt fünf unterschiedliche Hilfsmittel, die beim Training in der Box und Zuhause unterstützen und die Leistungsfähigkeit langfristig verbessern können. Dabei gehen wir konkret auf das Anwendungsgebiet des jeweiligen Geräts ein und empfehlen ein bestimmtes Produkt, sofern es am Markt mehrere Anbieter derselben Hardware gibt.

Wer mit Crossfit weniger anfangen kann, dem empfehlen wir unsere Ratgeber zum Thema Daheim smart trainieren, Sportuhr oder Fitness-Tracker für Jogger, Sportuhren für Schwimmer oder unsere umfangreiche Kaufberatung zum Thema Fahrradhelme.

Egal ob EMOM, AFAP, oder Tabata-Training: Praktisch alle Workouts beim Crossfit erfordern einen Timer. Crossfit-Boxen besitzen dafür normalerweise eine oder mehrere große Uhren. Die eignen sich aber aus Platz- und Kostengründen kaum für den Heimgebrauch. Wer in der heimischen Box oder im Open Gym nach einem Kurs trainieren möchte, der sollte sich einen zuverlässigen Timer anschaffen.

Ein eigener Timer lohnt sich also für alle Crossfiteer, die auf eigene Faust trainieren möchten. Zwei Optionen stehen dabei zur Auswahl: eine Smartphone-App oder ein dedizierter Intervallzeitgeber. App-Nutzer haben den Vorteil, dass die App-Stores diverse kostenlose und einfach zu nutzende Varianten bieten. Der Nachteil einer App besteht aber darin, dass wir immer unser Handy dabeihaben müssen – und wer regelmäßig die eigenen Hände mit Kreide einreibt oder schonmal eine Lang- oder Kurzhantel hat fallen lassen, weiß, dass ein Crossfit-Workout nicht unbedingt eine sichere Umgebung für empfindliche Elektronik bietet.

Deshalb liefern tragbare Intervall-Timer eine kostengünstige Alternative. Diverse Anbieter verkaufen unterschiedliche Modelle, wir empfehlen aber die Geräte von Gymboss. Diese sind vergleichsweise günstig und punkten mit umfangreichen Funktionen sowie Stoß- und Wasserfestigkeit. Die normale Variante des Gymboss Timers kostet rund 20 Euro und ist mit Uhr- sowie Intervallfunktion, Ton- und Vibrationsalarm sowie einem Gürtelclip ausgestattet. Der Gymboss Plus Intervalltimer verfügt über einen lauteren Signalton und verbesserten Wasserwiderstand für Outdoor-Aktivitäten und kostet rund 25 Euro.

Smartwatches haben sich längst als Fitness-Gadget durchgesetzt, aber nicht jede Smartwatch, die mit umfangreichen Trainingsfunktionen aufwartet, eignet sich für das regelmäßige Crossfit-Training. Die meisten Smartwatches und Fitnesstracker richten sich explizit an Ausdauersportler und konzentrieren sich deshalb vor allem auf das Tracking von Sportarten wie Laufen, Radfahren und Schwimmen. Das Problem dabei: Während eine Smartwatch bei Ausdauertraining einen über längere Zeit gleichbleibenden Puls misst, muss sie beim Crossfit oft mit stark schwankenden Herzfrequenzen zurechtkommen. Das führt unter Umständen zu Messungenauigkeiten.

Darüber hinaus sollte eine Smartwatch, die bei Crossfit-Workouts zum Einsatz kommt, stoßfest sein und unempfindlich auf Schweiß und Staub reagieren. Die normale IP-Zertifizierung der meisten Smartwatches reicht deshalb für Crossfitter nicht aus. Eine Smartwatch fürs Training sollte folgende Kriterien erfüllt:

  • staub- und wassergeschützt (mindestens IPX7 oder 3ATM)
  • stoß- und kratzfestes Glas
  • genaues Tracking der Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität und Vo2-Max

Brauchbare Uhren sind dabei leider teurer. Die drei Modelle, die wir für Crossfit empfehlen, beginnen bei rund 200 Euro Straßenpreis:

Wer auf die meisten Funktionen einer Smartwatch während des Crossfit-Trainings verzichten und vor allem auf die Pulsmessung wert legt, dem empfehlen wir einen dedizierten Brustgurt. Damit bleibt das Handgelenk frei und Uhren können keine Schaden nehmen. Zudem liefern Brustgurte oft genauere Messdaten. Ein Bluetooth-tauglicher Gurt kann sich mit den meisten Smartphones verbinden und die Pulsdaten in entsprechende Sport-Apps liefern. Uhren von Garmin, Suunto oder Polar können sich ebenfalls mit externen Pulsgurten verbinden. Unser Favorit ist der Polar H10 Herzfrequenz-Sensor, der mit hohem Tragekomfort und besonders genauer Pulsmessung punktet.

Sportuhren im Test (12 Bilder)

Huawei Watch GT 2

Die Huawei Watch GT 2 erinnert eher an eine echte Smartwatch denn an eine Sportuhr. Sie hat einen enorm großen Akku und hält fast zwei Wochen durch.

Testbericht

Günstigsten Preis finden

Übrigens: Uhren, die eine automatische Trainingserkennung und Aufzeichnung von Sätzen beim Krafttraining versprechen, sollte man generell eher meiden oder die Kaufentscheidung zumindest nicht von diesem Feature abhängig machen. Denn die Technik der Uhren funktioniert noch nicht zuverlässig genug, als dass die Uhr die einzelnen Wiederholungen eines Trainingssatzes sensorisch wahrnehmen kann und eine genaue Aufzeichnung der jeweiligen Übungen möglich wäre, wie unsere Einzeltests zu Sportuhren (Themenseite) immer wieder zeigen.

Ein anstrengendes Workout oder eine harte Trainingseinheit verlangen nach ausgiebiger Erholung und aktiver Regeneration. Deshalb haben wir uns in unserer Kaufberatung auf einige Gadgets fokussiert, die beim Recovery-Prozess nach dem Crossfit helfen können. Die Theragun macht den Anfang.

Sie gehört zur Kategorie der sogenannten Massagepistolen, von denen es einige konkurrierende Modelle auf dem Markt gibt. Massagepistolen regen die Durchblutung an, bearbeiten Triggerpunkte, lockern Verspannungen und Steifheit und lassen sich zum Behandeln von Verletzungen und Verschleißerscheinungen wie Karpaltunnelsyndrom und Ellenbogen- oder Schulterproblemen einsetzen – quasi ein Selbstmassagetool für Zuhause.

Die Theragun gehört zwar zu den teuersten Modellen, kommt dafür aber in verschiedenen Varianten und arbeitet nicht nur besonders präzise, sondern auch angenehm leise. Die günstigste Version mit der Theragun Mini kostet 199 Euro, die Theragun Prime als normales Modell für Einsteiger schlägt mit 299 Euro zu Buche.

Eine Faszienrolle hat vermutlich jeder Crossfitter schon mal benutzt oder nutzt sie womöglich sogar regelmäßig. Sie ist als Regenerationstool praktisch unerlässlich und gehört mittlerweile zu fast jeder Trainingseinheit dazu. Neben der normalen analogen Variante gibt es am Markt elektrische Faszienrollen mit Vibrationsfunktion. Diese Foam-Roller haben den Vorteil, dass die Vibrationen für eine intensivere Massage sorgen als die bloße Bearbeitung mit der Schaumstoffrolle.

Leider gilt auch hier: Brauchbare Faszienrollen mit elektrischer Vibrationsfunktion kosten ordentlich. Wir empfehlen konkret drei Modelle im Preisbereich zwischen 60 und 200 Euro:

Beim Kauf einer solchen Rolle ist es wichtig, dass das Gerät über unterschiedliche Vibrationsstufen verfügt. Außerdem sollte die Rolle mindestens 30 Zentimeter breit sein, damit sie ausreichend Platz für die Rückenmassage bietet.

Wir widmen uns zum Abschluss unserer Kaufberatung noch einem dritten Regenerationstool, den Geräten zur Elektromuskelstimulation (EMS). EMS gibt es als eigene Trainingsform in dedizierten Studios, allerdings verkaufen diverse Fitnesshersteller auch EMS-Geräte für den privaten Gebrauch, die sich für die muskuläre Erholung nach dem Crossfit-Training eignen.

EMS-Tools eignen sich sowohl zur Massage als auch für die Schmerztherapie und Muskelstimulation. Manche Geräte verfügen zusätzlich über eine Wärmefunktion zur Linderung von Verspannungen und Muskelschmerzen. EMS-Tools erfüllen also eine große Bandbreite an unterschiedlichen Funktionen und eignen sich deshalb sehr gut, um regelmäßiges Crossfit-Training zu ergänzen.

Damit sich ein EMS-Gerät zur Stimulation und zur Entspannung eignet, sollte es eine möglichst große Bandbreite an verfügbaren Programmen und Anwendungen besitzen. Mindestens vier Elektroden (besser sechs oder acht) sind ebenfalls Pflicht, damit das Gerät seine Wirkung vollumfänglich entfalten kann. Im Vergleich zur vibrierenden Faszienrolle und der Massagepistole hat ein EMS-Gerät zwei Vorteile: Der Preis für Einsteigermodelle ist vergleichsweise niedrig und es lässt sich passiv benutzen, das heißt: Wir müssen nach dem Anschließen der Elektroden nichts mehr tun und können die Massage im Liegen oder Sitzen genießen.

Wir können euch je nach eurem individuellen Bedarf und Budget folgende EMS-Geräte empfehlen:

  • Beurer EM 49 Digital TENS/EMS (ab 45 Euro, mit Wärmefunktion 80 Euro)
  • Omron E3 Intense (ab 50 Euro, mit Wärmefunktion 120 Euro)
  • PowerDot 2.0 (ab 300 Euro, inklusive sechs Elektroden und Smartphone-Anbindung)

Diese Gadgets sind kein Muss fürs Workout, klar. Sie machen aber das Training und vor allem die Erholung danach aber einfacher und angenehmer. Wir hoffen, dass unsere Kaufberatung zum Thema Crossfit-Gadgets einen hilfreichen Überblick über sinnvolle Trainingshilfen gibt. Ansonsten gilt: Wir sehen uns in der Box!

Wer mit Crossfit weniger anfangen kann, dem empfehlen wir unsere Ratgeber zum Thema Daheim smart trainieren, Sportuhr oder Fitness-Tracker für Jogger, Sportuhren für Schwimmer oder unsere umfangreiche Kaufberatung zum Thema Fahrradhelme.

Einloggen, um Kommentare zu schreiben