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Kaufberatung: Apple-Watch-Klone ab 30 Euro

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Apple-Watch-Klone sind günstig, schick und können viel. TechStage wirft einen Blick auf die Xiaomi Amazfit GTS, Amazfit Bip, Fitbit Versa 2 und ihre Alternativen.

Die Apple Watch gilt als beste Smartwatch. Das verdankt sie ihrer gefälligen Optik, der hochwertigen Verarbeitung und vor allem dem hohen Funktionsumfang. Ihr Problem: Sie kosten in der aktuellen Version mindestens 400 Euro und arbeitet nur mit iOS-Geräten zusammen.

Doch es gibt Alternativen. Allen voran macht Huami dem Apple-Konzern im Wearable-Bereich gehörig Konkurrenz. Die Xiaomi-Tochter ist erst etwa fünf Jahre alt und verkaufte 2018 bereits die meisten Wearables weltweit. Das verdankt sie auch ihrer Xiaomi-Mi-Band-Reihe. Bei uns im Test überzeugen das Xiaomi Mi Band 3 (Testbericht) und das Xiaomi Mi Band 4 (Testbericht) mit ihrer starken Hardware und dem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis. Beim 3er bemängelten wir noch die schlechte Lokalisierung, das 4er macht dagegen alles richtig und erhält folgerichtig mit der Note Sehr Gut unsere klare Kaufempfehlung.

Auf der IFA 2019 zeigte Huami einen Apple-Watch-Klon, der es in sich hat. Die Amazfit GTS ähnelt optisch stark dem Apple-Vorbild, bietet eine sehr gute Verarbeitung mit Metall-Rahmen, eine Wasserdichtigkeit bis 50 m und ein sehr schönes, helles und farbenfrohes 1,65-Zoll-OLED-Touch-Display mit einer Auflösung von starken 442×348 Pixeln, welches auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar ist. Dabei schafft es die Amazfit GTS sogar, das Gewicht sowie die Maße der Apple Watch zu unter- und die Akkulaufzeit zu überbieten. Huami gibt hier zehn Tage an. In der Praxis sind es sogar deutlich mehr Tage.

Huami Amazfit GTS (7 Bilder)

Bezüglich ihres Funktionsumfangs muss man im Vergleich zu einer Apple Watch Abstriche in Kauf nehmen. Trotzdem verrichtet die Amazfit GTS sowohl als Fitness- und Schlaf-Tracker als auch als Smartwatch einen sehr guten Dienst. Sie unterstützt zwölf Aktivitäten, unter anderem Gehen, Laufen, Fahrradfahren, Schwimmen, Klettern und Skifahren. Dabei zeichnet sie auch GPS-Daten auf und zeigt die zurückgelegte Strecke in der App an. Der Sportler sieht seinen aktuellen Puls jederzeit auf dem Display der Amazfit GTS. Eingehende Nachrichten zeigt das Display zuverlässig an, der Vibrationsalarm ist stark. Bilder und Emojis sind jedoch außen vor und auch zum Beantworten muss das Smartphone herhalten.

Die Amazfit GTS kostet gut 100 Euro. Ein fairer Preis.

Die Amazfit Bip ist der Vorgänger der GTS. Auch sie ähnelt optisch der Apple Watch, ist mit aktuell 55 Euro aber sogar nur halb so teuer wie dir Amazfit GTS. Dafür löst ihr Farbdisplay mit 127×127 Pixel deutlich geringer auf, das Display ist mit 1,28 Zoll auch viel kleiner und damit die Displayränder dicker. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff. Wasserdicht ist die Bip dennoch und auch GPS ist mit an Bord. Was die Akkulaufzeit betrifft, überflügelt die Amazfit Bip die meisten Konkurrenzmodelle um Längen. So soll der kleine 190 mAh-Akku die Uhr 45 Tage lang am Laufen halten. Ein Wert, den viele Tester bestätigen. Auch sie bietet viele Fitness- und einige Smartwatch-Funktionen. Nutzer bemängeln ihre teilweise schlechte Lokalisierung. Allerdings ist das Preis-Leistungs-Verhältnis unschlagbar, hier können sicher viele Käufer über den ein oder anderen Mangel hinwegsehen.

Die Fitbit Versa 2 (Testbericht) und auch deren Vorgänger Fitbit Versa (Testbericht) sehen in weiten Teilen aus wie die Apple Watch. Im Folgenden beschreiben wir die Versa 2, zu der wir bei Kaufinteresse raten. Sie kostet etwa 30 Euro mehr als ihr Vorgänger, bietet aber unter anderem standardmäßig die Bezahloption Fitbit Pay über NFC, ausgereiftere Fitness-Optionen und das deutlich schönere Display. Dieses ist 1,4 Zoll groß, löst 300 × 300 Pixel auf und nutzt OLED-Technik, deren perfekter Schwarzwert bei einer Smartwatch besonders beeindruckt. Vor allem schont OLED den Akku, da schwarze Pixel keine Energie umwandeln. Dieser hält bei normaler Nutzung etwa fünf bis sechs Tage, bei aktiviertem Always-On-Display halbiert sich die Zeit.

Gut gefällt uns die Integration der Sprachassistentin Alexa, welche man über die seitliche Taste aktiviert. Das ganze funktioniert trotz WLAN-Option allerdings nur, wenn das verbundene Smartphone in der Nähe ist. Die App der Versa 2 ist sehr gut. Lediglich ein paar mehr Watchfaces hätten wir uns gewünscht. Auch speichert die Uhr lokal nur eines, das ist nicht mehr zeitgemäß.

Für alle die beim Sporteln das Smartphone zu Hause lassen wollen, bietet Fitbit die Option, MP3-Dateien auf der Versa 2 zu speichern. Fitbit verrät nicht, wie groß der Speicher ist, er soll aber für 300 Songs reichen. Sie besitzt allerdings kein eigenes GPS, sodass man ein verbundenes Smartphone benötigt, um die Streckendaten sauber aufzuzeichnen.

Mit etwa 70 Euro ist die HolyHigh etwas teurer. Sie bietet ein farbiges Touchdisplay, GPS, Herzfrequenzmessung und Voreinstellungen für 17 verschiedene Aktivitäten. Auch sie stellt eingehende Nachrichten im Volltext dar. Ihre Akkulaufzeit gibt der Hersteller mit 7 Tagen an. Ist GPS dauerhaft eingeschaltet, verringert sie sich auf etwa acht Stunden.


Die Amazfit GTS ist eine der sehr attraktive Smartwatch. Dass sie sich bezüglich ihres Designs aber auch bezüglich der Watchfaces schamlos an der Apple Watch bedient, dürfte wohl nur die wenigsten Käufer stören. Denn eine derart hohe Verarbeitungsqualität in Verbindung mit einem wunderschönen Display, vielen Funktionen und langer Akkulaufzeit dürften wohl nur die wenigsten Smartwatches für 130 Euro bieten.

Wer noch weniger ausgeben will, sollte sich die Amazfit Bip für unter 60 Euro anschauen. Auch sie sieht auf den ersten Blick wie eine Apple Watch aus, bietet jedoch mit 45 Tagen eine fast schon unerreicht lange Akkulaufzeit.

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