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Kabellos Energie: Qi-Powerbanks ab 10 Euro im Vergleich

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Zunehmend nutzen Powerbanks die induktive und damit kabellose Ladetechnik Qi. Dabei fangen die günstigsten Modelle schon bei 10 Euro an. TechStage zeigt Vor- und Nachteile.

Zugegeben: Qi findet sich überwiegend in Premium-Smartphones jenseits der 400-Euro-Grenze. Ein paar wenige Modelle bilden die Ausnahme. Welche das sind, verraten wir im Beitrag Die besten Qi-Smartphones für kabelloses Laden bis 400 Euro. Theoretisch kann man schon für wenige Euro jedes Smartphone mit Qi nachrüsten. Warum man das lieber nicht machen sollte, erklärt der Beitrag Qi-Empfänger zum Nachrüsten: billig und brandgefährlich.

Stationäre Qi-Ladegeräte gibt es ab 10 Euro. Einige Modelle kosten aber auch 120 Euro. Wir haben viele Qi-Ladestationen durchgetestet. Die besten küren wir im Vergleichstest: Die besten Qi-Ladegeräte. Qi hält auch in auf den ersten Blick ungewöhnlichen Geräteklassen Einzug, wie unser Ratgeber: Drahtlose Gaming-Mäuse mit Induktionsladung zeigt.

Neben klassischen Qi-Ladestationen für den Gebrauch zu Hause gibt es am Markt zunehmend Qi-Powerbanks für die Nutzung unterwegs. Einige Modelle mischen die stationäre mit der mobilen Nutzung. Wir haben uns für die Kaufberatung Modelle zwischen 10 und 90 Euro angeschaut und zeigen, welche Features wichtig sind.

Grundsätzlich gilt es bei Qi zu beachten, dass es bei der induktiven Energieübertragung zu deutlich höheren Verlusten als bei einer kabelgebundenen Übertragung kommt. Wer also Wert auf eine hohe Energieeffizienz legt, sollte einen großen Bogen um Qi machen. Dafür gewinnt man an Bequemlichkeit: Statt ein Kabel anzustecken, legt man das Smartphone auf die passende Oberfläche und es lädt.

Xlayer hat ein breites Produktportfolio an Qi-fähigen Powerbanks. Wir haben uns die mit 12 Euro sehr günstige Xlayer Powerbank Wireless 4000mAh und die mit 33 Euro ebenfalls günstige Xlayer Powerbank Wireless Charger mit Dock 6000mAh genauer angeschaut.

Xlayer Powerbank Wireless 4000mAh (6 Bilder)

Die Xlayer Powerbank Wireless 4000mAh ist mit ihren Maßen von 12,6 × 7 × 1,5 Zentimetern und einem Gewicht von 140 Gramm bezogen auf ihre Kapazität von 4000 Milliamperestunden zu groß und zu schwer. Sie bietet einen USB-A-Port zum kabelgebundenen Laden von Geräten und einen Micro-USB-Port, um die Powerbank selbst mit Strom zu versorgen. Es ist möglich, die Xlayer Powerbank Wireless 4000mAh dauerhaft am Netzteil zu lassen und gleichzeitig Smartphones induktiv zu laden. Die Qi-Leistung der Powerbank beträgt 5 Watt.

An der Verarbeitung und den gewählten Materialien gibt es im Grunde nichts auszusetzen. Das Qi-Lade-Pad umgibt ein gummierter Ring, in dessen Mitte Käufer einen mitgelieferten Aufkleber mit sieben kleinen Saugnäpfen anbringen können. Dieser soll dann zum Beispiel ein zu ladendes Smartphone festhalten. Das funktioniert bei Bewegung aber nicht. Stecken wir Powerbank und Smartphone derart fixiert in die Hosentasche, lösen sich die Saugnäpfe mit der Zeit vom Smartphone und die Qi-Powerbank kann das Smartphone nicht mehr induktiv laden.

Die Xlayer Powerbank Wireless Charger mit Dock 6000mAh bietet mehr. Sie verfügt über eine etwas höhere Kapazität von 6000 Milliamperestunden, ist dafür mit ihren Maßen von 12,9 × 7 × 1,4 Zentimetern und einem Gewicht von 177 Gramm aber etwas zu massig. Ihre Verarbeitung ist gut. Drei gummierte Streifen auf der Front sorgen dafür, dass Smartphones beim Qi-Laden nicht versehentlich verrutschen. Auf ihrer Oberseite hat sie eine USB-A- und einen USB-C-Port.

Xlayer Powerbank Wireless Charger mit Dock 6000mAh (6 Bilder)

Im Zusammenspiel mit dem mitgelieferten Dock verwandelt sich die Qi-Powerbank in eine aufrecht stehende Qi-Ladestation für Nachttisch, Büro oder Homeoffice. Die Qi-Stromübertragung geschieht mit einer maximalen Leistung von 5 Watt, Smartphones werden in Landscape- oder Hochkant-Position geladen. Steckt die Qi-Powerbank im Dock, lädt sie parallel über die USB-Ports weitere Geräte.

Neben diesen beiden Qi-Powerbanks lohnt sich auch ein Blick auf den Xlayer Powerbank Plus Wireless Charger 2Way 10000mAh für 28 Euro und auf die mit 10 Euro besonders günstige Xlayer Powerbank Plus Wireless Discover 10000mAh, die dank transparenter Hülle den Blick auf das Qi-Lade-Pad freigibt.

Die Anker Powercore 10.000mAh Wireless Powerbank ist trotz ihrer hohen Kapazität mit Maßen von 13,8 × 6,7 × 1,6 Zentimetern und einem Gewicht von 211 Gramm recht kompakt und leicht. Kabellos überträgt sie Energie mit einer Leistung von 5 Watt, gleichzeitig auch kabelgebunden über die beiden USB-A- und einen USB-C-Port mit maximal 12 Watt. Sie beherrscht Charge Through, kann also etwa auf dem Nachttisch am Netzteil angeschlossen liegen und lädt gleichzeitig Smartphone und Kopfhörer auf. Ein Netzteil liegt ihr nicht bei.

Anker Powercore 10.000mAh Wireless Powerbank (5 Bilder)

Die Verarbeitung ist Anker-typisch hochwertig. Die Anker Powercore 10.000mAh Wireless Powerbank besteht überwiegend aus einem leicht angerauten Kunststoff. Die Qi-Ladefläche umfasst ein gummierter Ring, der dafür sorgt, dass zu ladende Geräte nicht versehentlich herunterrutschen. Ein kleiner Knopf an der Seite aktiviert die Ladestandsanzeige in Form von vier LEDs.

Die Qi-Powerbank von Anker gefällt uns vor allem dank ihrer hohen Kapazität im kompakten und hochwertigen Gehäuse. Auch ihre Charge-Through-Fähigkeit werden viele Käufer zu schätzen wissen. Dazu ist sie mit aktuell 30 Euro günstiger als viele andere Marken-Qi-Powerbanks. Schade finden wir lediglich die geringe Qi-Leistung von nur 5 Watt.

Pitaka Magez Juice (Amazon-Kauflink) vereint eine Qi-Ladestation elegant mit einer Qi-Powerbank. Im stationären Modus steckt die Qi-Powerbank hochkant in einem Dock, welches sie über einen USB-C-Port mit Strom versorgt. Auf der Unterseite der Qi-Ladestation sorgt eine große, abwaschbare Gelfläche für einen festen Halt. Als Gegenstück für das Smartphone liegt der Packung ein Klebe-Pad mit zwei eingearbeiteten Metallplättchen bei. Dieses sorgt dafür, dass das Smartphone am Qi-Ladegerät hält und sich genau ausrichtet. Das geht nur im Hoch-, nicht jedoch im Querformat.

Der Clou verbirgt sich in der entnehmbaren Ladefläche, die sich solo in eine Qi-Powerbank verwandelt. Sie ist mit den Maßen von 10,5 × 5 × 1,2 Zentimetern angenehm kompakt, jedoch mit 159 Gramm recht schwer. Ihre Kapazität beträgt 2000 mAh. Ein kleiner Druckknopf lässt die vierstufige LED-Ladestandsanzeige der Qi-Powerbank aufleuchten.

Pitaka Magez Juice (7 Bilder)

2000 mAh reichen in etwa, um ein iPhone XR 60 Prozent kabellos zu laden. Bei einem Samsung S20 Ultra (Testbericht) lädt es kabellos nur etwa 30 Prozent. Den Wirkungsgrad kann man etwas verbessern, wenn statt des induktiven Qi-Standards ein USB-C-Kabel die Energieübertragung übernimmt. Die Leistung des Pitaka Magez Juice ist mit 5 Watt gering.

Das aufgeklebte Pad mit dem Metallplättchen sorgt im Zusammenspiel mit den in die Qi-Powerbank eingebauten Magneten dafür, dass sie an der Rückseite des Smartphones hält. Das funktioniert gut. Wer sie zusammen in die Hosentasche steckt, sollte das jedoch mit Bedacht machen. Ab und an rutschen sie doch auseinander und die Qi-Powerbank lädt das Smartphone nicht weiter.

Insgesamt sind wir überrascht von der hochwertigen und durchdachten Umsetzung des Konzepts. Das lässt sich Pitaka mit etwa 90 Euro für die Magez Juice teuer bezahlen. Wer statt des Klebe-Pads lieber eine Hülle mit integrierten Metallplättchen bevorzugt, zahlt für entsprechende Aramid-Faser verstärkte Hüllen des Herstellers zusätzlich etwa 50 Euro. Ziemlich ernüchternd ist die geringe Kapazität der Qi-Powerbank von nur 2000 mAh bei gleichzeitig hohem Gewicht.

Die induktive Ladetechnik Qi ist bei Smartphones noch der Oberklasse vorbehalten. Ausnahmen gibt es, wie unser Ratgeber Die besten Qi-Smartphones für kabelloses Laden bis 400 Euro zeigt. Bei Powerbanks sieht das ganz anders aus. Bereits in sehr günstigen mobilen Energieriegeln stecken Qi-Lade-Pads. Noch ist hier bei den Billigheimern allerdings Luft nach oben. Denn meist bieten diese lediglich eine maximale Qi-Leistung von 5 Watt. Stationäre Qi-Ladestionen schaffen teilweise viel mehr, wie unser Vergleichstest: Die besten Qi-Ladegeräte zeigt.

Besonders den Ansatz, die Qi-Powerbank über ein Dock sowohl stationär als auch mobil zu nutzen, finden wir sehr spannend. Hier sind die Hersteller gefordert, sich sinnige Konzepte zu überlegen, wie die Qi-Powerbank auch unterwegs am Smartphone hält, ohne zu verrutschen und damit die Energieübertragung zu stören. Saugnäpfe funktionieren eher schlecht. Die Magnetlösung von Pitaka hält schon deutlich besser.

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