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Huawei CV80: Der günstigste & beste Zink-Fotodrucker im Test

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Der Huawei CV80 druckt vom Smartphone kleine, selbstklebende Fotos aus. Dabei ist er nicht nur günstiger, sondern wie der Test zeigt auch besser als seine Konkurrenz.

Kleine Fotodrucker können richtig Spaß machen. Sie sind winzig, dank Akku mobil und drucken unkompliziert sowie sauber in Windeseile selbstklebende Fotos aus. Der Huawei CV80 nutzt dafür das Zink-Druckverfahren. Wir testeten bereits vier Konkurrenzdrucker, die auf dem gleichen Verfahren basieren. Diese vier sowie einen OLED- und einen Thermosublimationsdrucker packen wir in unseren Vergleichstest: Sechs mobile Mini-Fotodrucker. Diesen Beitrag und alle Einzeltest sammeln wir auf unserer Themenseite zu Fotodruckern.

Schon die Zink-Fotodrucker HP Sprocket Plus (Testbericht), Canon Zoemini (Testbericht) und Polaroid Zip (Testbericht) gefallen uns bezüglich ihrer Optik und ihrer Verarbeitung richtig gut. Der Huawei CV80 Photo Printer mit den Maßen 120 × 80 × 22 mm und einem Gewicht von 189 g setzt da noch einen drauf. Er besteht rundum aus einem matten, fingerabdruckabweisenden Kunststoff. Durch seine leicht aufgeraute Oberfläche fühlt er sich sehr wertig an und rutscht so schnell nicht aus der Hand.

Huawei setzt beim Design des CV80 auf Minimalismus. Auf seiner Oberseite sitzt dezent in hellgrau gehalten das Huawei-Logo. Außerdem findet man dort noch einen kleinen Pfeil, der die Öffnungsrichtung der Klappe angibt. Auch dieser ist hellgrau und fällt so kaum auf. Links, rechts und unten verzichtet Huawei auf jeglichen Aufdruck oder Knopf, sie sind schlicht weiß.

Auf der Rückseite verbirgt sich der einzige Knopf des Fotodruckers zum Ein- und Ausschalten. Der Knopf leuchtet grün bei ausreichender Akkuladung. Leuchtet er rot, sollte man den CV80 über den Micro-USB-Port, der ebenfalls an der Hinterseite sitzt, aufladen. Mit einer Akkuladung druckt er 15 bis 20 Bilder aus. Ebenfalls auf der Rückseite signalisiert eine kleine LED, dass der Drucker sich im Kopplungsmodus befindet.

Auf der Vorderseite befindet sich der Auswurfschlitz für die gedruckten Fotos. Diesen hat Huawei rot eingefärbt und setzt damit den einzigen und damit besonders wirkungsvollen Farbakzent des Druckers. Insgesamt ist das Design des Huawei CV80 sehr gelungen. Auch macht er den Eindruck, als würde er den ein oder anderen Sturz unbeschadet überstehen.

Die Schritte bis zum ersten Druck sind einfach: Die App Huawei Print aus Googles Play Store oder Apples App Store laden und öffnen, anschließend einigen Berechtigungen wie den Zugriff auf die Bilder des Smartphones zustimmen und über die App einen neuen Drucker hinzufügen. Nun schaltet man den CV80 an. Schon findet die App den Drucker via Bluetooth und verbindet sich mit ihm. Anschließend öffnet man eine der fünf dem Huawei CV80 beiliegenden Packungen mit je zehn Fotopapierbögen, hebt den Deckel des Druckers an und legt sie ein. Dabei sollte das blaue Papier mit dem Barcode ganz unten liegen. Es wird mit dem ersten Druck ausgeworfen und dabei gescannt. Das soll den Drucker kalibrieren.

Die App selbst passt zum minimalistischen Stil des CV80. Sofort fallen die vielen Weißflächen auf, so wirkt das User-Interface locker und übersichtlich. Einen Dark-Mode gibt es nicht. Die obere Bildschirmhälfte ziert ein Foto des Druckers, die Mitte stellt den Verbindungsstatus zum Drucker sowie dessen Akkuladestand dar. Im untern Drittel verbergen sich die eigentlichen Funktionen des Druckers hinter sechs abstrahierten Symbolen im Flat-Design.

Im Test nutzten wir vor allem die Druckfunktion über das erste Symbol mit der Bezeichnung Galerie. Dort kann man ein Bild knipsen oder eines aus dem internen Speicher wählen. Sehr schön: Dort finden sich ohne zusätzlichen Log-In auch alle Bilder aus Google Fotos mit den dazugehörigen Ordnern wie Messenger, Screenshots, Whatsapp und so weiter. Nur eigens in Google Fotos angelegte Ordner tauchen nicht auf. Zusätzliche Fotodienste wie Flickr und Instagram unterstützt die Huawei-App nicht. Wir finden das nicht schlimm, Google Fotos ist wohl für die meisten (Android-)Nutzer der wichtigste Cloud-Dienst zum Archivieren ihrer Bilder.

Hat man sich für ein Bild entschieden, kann man es vor dem Druck bearbeiten. Dazu gehört das Zuschneiden und neu Ausrichten, einen Filter darüberlegen oder das Bild mit Rahmen, Sticker und Schrift verzieren. Die Anzahl der Rahmen sowie Sticker sind begrenzt und nicht erweiterbar. Allerdings gefällt uns die Auswahl, hier könnte der ein oder andere glücklich werden.

Außerdem bietet die App an, eine Collage zu erstellen. Das funktioniert erstaunlich gut. Die Möglichkeit, eine Visitenkarte zu drucken, werden wohl nicht allzu viele in Anspruch nehmen. Aber es geht – und das gar nicht schlecht. Wer ein Passbild ausdrucken möchten, kann das unter dem Punkt ID-Foto machen. Hier blendet die App für die richtige Größe einen virtuellen Rahmen für den Kopf ein. Dieser ist dann beim fertigen Druck nicht mehr zu sehen.

Stolz ist Huawei auf den sogenannten AR-Druck. Wir empfinden das jedoch als unnötige Spielerei. Hier kann man einen Ausdruck mit einem Video hinterlegen. Das Video wird dann im Smartphone wiedergegeben, wenn man das ausgedruckte Bild mit dem App-Menüpunkt AR-Scan vor die Kamera hält.

Uns gefällt die App. Dass es auch viel schlechter geht, zeigt die App des Polaroid Zip (Testbericht). Denn obwohl sie recht viele Funktionen bietet, hapert es an mehreren Stellen. Das fängt bei der mangelhaften Lokalisierung an, geht weiter mit der unnötigen Abfrage des Geburtsdatums, der ungenauen Druckvorschau sowie fehlerhaften Optionen und hört mit Bugs und häufigen Abstürzen nicht auf.

Das Übermitteln der Bilddaten an den Drucker dauert etwa zehn Sekunden, der eigentliche Druck dann nochmal gut 40 Sekunden, in denen das fertige Bild mit dem Maßen 5 × 7,6 cm leise surrend aus dem roten Schlitz fährt.

Interessanterweise macht Huawei bei der Qualität der Ausdrucke einen besseren Job als die anderen von uns getesteten Zink-Fotodrucker HP Sprocket Plus (Testbericht), Canon Zoemini (Testbericht), Polaroid Zip (Testbericht) und Prynt Pocket (Testbericht) obwohl sie auf der gleichen Technik basieren. Mehr Informationen zum Zink- und zu weiteren Druckverfahren finden sich im Vergleichstest: Sechs mobile Mini-Fotodrucker.

Auf dem Ausdruck des Huawei CV80 oben links sind vor allem in den dunklen und hellen Bereichen noch die meisten Details zu erkennen.

Wir drucken mit allen Zink-Druckern die gleichen Bilder aus, um sie anschließend miteinander zu vergleichen. Dabei fällt auf, dass es der Huawei-Drucker sowohl in den dunklen, als auch in den hellen Bereichen schafft, mehr Details darzustellen als seine Konkurrenz. Außerdem bildet die Software bei Farbunterschieden einen weichen Übergang. Insgesamt sind die Farben kräftig, nur bei wenigen Ausdrucken ist in hellen Bereichen ein leichter Rotstich zu sehen.

Der Huawei CV80 druckt im Vergleich zu den anderen Zink-Druckern die schönsten Bilder. Das heißt aber nicht, dass sie auch objektiven Maßstäben genügen. Im Vergleich zu professionellen Ausdrucken, aber auch im Vergleich zum OLED-Verfahren des Fujifilm Instax Share SP-3 (Testbericht) und des Thermosublimationsverfahrens des Canon Selphy CP1300 (Testbericht) können die Bilder des Huawei CV80 nicht mithalten. Sie sind verwaschener, dunkler und weniger knackig.

Der Huawei CV80 kostet zum Testzeitpunkt (03/20) etwa 70 Euro. Das ist sehr wenig, die Konkurrenzdrucker fangen bei etwa 100 Euro an. Ihm liegen außerdem 50 Bilder bei. Kauft man die Bilder einzeln, zahlt man knapp 50 Cent pro Blatt. Dabei ist es erst einmal egal, ob auf der Verpackung des Fotopapiers die Marken HP, Canon oder Polaroid aufgedruckt sind, sie stammen ohnehin allesamt vom Unternehmen Zink Zero Ink – sie funktionieren alle. Wir haben jedoch festgestellt, dass es durchaus leichte Unterschiede in der Qualität der Ausdrucke geben kann.

Huawei CV80 ZINK Photo Printer, weiß

Huawei CV80 Photo Printer

HP ZINK 2x3\

HP Zink Photo Paper, 20 Blatt

Canon ZINK ZP-2030 2x3\

Canon Zink Photo Paper, 20 Blatt

Polaroid Premium ZINK Papier 2x3\

Polaroid Zink Papier, 50 Blatt

Der Huawei CV80 Mini-Fotodrucker ist der beste bisher von uns getestete Zink-Drucker. Dabei drucken alle auf dem gleichen, selbstklebenden Zink-Stickern, die in ihrer Anschaffung mit knapp 50 Cent pro Bild zu Buche schlagen. Glücklicherweise liegen dem 70-Euro-Fotodrucker CV80 bereits 50 Bilder bei, die sonst alleine bereits etwa 25 Euro kosten.

Dabei merkt man dem CV80 seinen günstigen Preis nicht an. Er ist topp designt und prima verarbeitet. Auch die App macht richtig Spaß. Sie läuft nicht nur stabil, sie ist auch übersichtlich und bezüglich der Nutzerführung durchdacht.

Überrascht sind wir von der guten Qualität der Bilder. Sie können zwar nicht mit anderen Drucktechniken wie dem Thermosublimationsverfahren mithalten, sind aber besser als die Ausdrucke aller bisher von uns getesteten Zink-Drucker.

Wer sich allgemein für Fotodrucker interessiert, sollte auf unserer Themenseite Fotodrucker vorbei schauern. Außerdem empfehlenswert ist unser Vergleichstest: Sechs mobile Mini-Fotodrucker.

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