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Fünf Gopro Heros im Vergleich: Welche Actioncam kaufen?

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Gopro hat aktuell die Hero 2018, Hero 5, 6, 7 und 8 Black im Angebot. Wir zeigen die Unterschiede und erklären, welche Gopro man kaufen sollte.

Actioncams eignen sich nicht nur für spektakuläre Videos bei Extremsportarten – auch bei Familienurlauben oder Städtereisen sind sie ein kompaktes Werkzeug für schöne Aufnahmen. Folgende Kameramodelle des Marktführers Gopro haben wir getestet:

Wie sich das aktuelle Flagship-Modell im Vergleich zu Kameras von DJI und Insta360 schlägt, zeigt unser Vergleichstest der besten Actioncams.

Die Hero 2018 (Testbericht) ist das günstigste Modell der Gopro-Serie. Das Gehäuse ist wasserdicht bis zu einer Tiefe von zehn Metern. Videoaufnahmen sind mit bis zu 1440p bei 30 Bildern je Sekunde möglich. Das Bildverhältnis von 4:3 (1920 [×] 1440) ist im Profibereich nicht mehr zeitgemäß. Die Full-HD-Aufnahmen mit 60 fps sind dafür ruckelfrei und auch bei schnellen Bewegungen absolut flüssig. Die Videostabilisierung funktioniert gut und im Vergleich zu günstigen China-Actioncams sind die Videos deutlich ruhiger.

Die aktuellen Gopro-Hero-Modelle brauchen erst ab 10 Metern Tiefe ein zusätzliches Unterwassergehäuse.

Die Bedienung per App oder Touchscreen ist intuitiv und unkompliziert. Wer beim Filmen keine Hand frei hat, kann die Hero (2018) auch per Sprachsteuerung bedienen.

Zeitraffer-Filme nimmt sie zwar auf – allerdings nur mit einem Bildintervall von 0,5 Sekunden. Auch sonst sind die Einstellungsmöglichkeiten stark begrenzt. Gopro hat bei Ihrem Budget-Modell nicht nur einfachere Hardware verbaut, auch bei den softwareseitigen Optionen ist die Hero stark eingeschränkt. Fotos nimmt die Hero mit zehn Megapixeln auf. Im Serienbildmodus schafft sie bis zu zehn Fotos pro Sekunde.

Für den Preis von 200 Euro gibt es eine solide Actioncam mit ordentlicher Aufnahmequalität. Die 60 fps und die Videostabilisierung bieten einen deutlichen Mehrwert gegenüber günstigen China-Kameras. Das wasserdichte Gehäuse und die Sprachsteuerung sind zusätzliche Kaufanreize. Die wenigen Einstellungsmöglichkeiten schränken die kreativen Möglichkeiten allerdings extrem ein. Mit einem Firmware-Update für die Hero 2018 (Ratgeber) ist dieses Problem allerdings schnell gelöst.

Die Hero 5 Black (Testbericht) war 2017 das Top-Modell von Gopro. Das bis zu zehn Meter wasserdichte Gehäuse liegt dank gummierter Oberfläche angenehm in der Hand; für tiefere Gefilde gibt es ein spezielles Unterwassergehäuse.

Videos nimmt die Actioncam mit bis zu 4K-Auflösung bei 30 fps auf. Wer nur in Full-HD aufnimmt, kann die Bildrate auf bis zu 120 fps hochschrauben und die Clips in Zeitlupe abspielen. Die Videostabilisierung funktioniert bis zu einer maximalen Auflösung von 2,7K und sorgt für deutlich ruhigere Videoaufnahmen.

Raue Umgebung macht der Gopro-Hero-Reihe nichts aus.

Die Bildqualität der Fotos ist gut und profitiert vom großen Dynamikumfang. Die bis zu 30 Einzelbilder pro Sekunde haben eine maximale Auflösung von zwölf Megapixeln und sind knackig scharf. Wer die Fotos nachbearbeitet, profitiert vom Protune-Format (RAW-Bilder).

Die integrierte Sprachsteuerung und das berührungsempfindliche Zwei-Zoll-Display auf der Rückseite machen die Bedienung komfortabel. Die Steuerung per Smartphone klappt ebenfalls problemlos. Wer prüfen will, wo welche Aufnahmen entstanden sind, profitiert vom integrierten GPS-Empfänger. Der Akku hält im Test nur knapp über eine Stunde lang durch. Über einen Mikrofoneingang und einen Micro-HDMI-Ausgang verfügt die Kamera ebenfalls. Die Hero 5 Black ist noch immer eine ideale Actioncam für private Zwecke.

Das Design der Hero 6 gleicht dem Vorgängermodell. Technisch gesehen hat sich trotzdem einiges getan. Die Hero 6 Black (Testbericht) schafft in der 4K-Auflösung eine doppelt so hohe Bildfrequenz von 60 fps. Im Full-HD-Mode sind sogar 240 Einzelbilder pro Sekunde möglich. Aufnahmen in Zeitlupe sind so kein Problem und die Ergebnisse sehen wirklich beeindruckend aus.

Dank guter Stabilisierung gelingen ruhige Aufnahmen auch ohne Gimbal.

Die Stabilisierung ist nochmal spürbar besser als beim Vorgängermodell und funktioniert nun auch bei 4K-Auflösung bei bis zu 30 Bildern pro Sekunde. Bei maximaler Bildrate in Full-HD (240 fps) funktioniert die Stabilisierung allerdings nicht. Das Ergebnis ist sehr gut und erinnert an professionelle Aufnahmen mit Gimbal oder Steady-Cam.

Die Eckdaten für Fotos sind unverändert zum Vorgängermodell. Allerdings ist noch der HDR-Modus dazugekommen.

Anders als bei der Hero 6 Black oder der Hero (2018) ist nun auch das Einschalten per Sprachbefehl möglich. Wer seine Videos automatisiert am Smartphone schneiden möchte (QuikStories-Funktion), profitiert vom schnelleren 5-GHz-WLAN. GPS-Empfänger, Micro-HDMI-Ausgang, Mikrofoneingang sind ebenfalls wieder verbaut. Der austauschbare Akku hält, je nach Auflösung, zwischen einer und zwei Stunden durch.

Die Gopro Hero 6 Black ist immer noch eine sehr ordentliche Actioncam. Super-Slow-Motion in Full-HD-Auflösung und bis zu 60 fps bei 4K sprechen ganz klar für das Modell. Die hervorragende Bildstabilisierung, und die Möglichkeit, HDR-Fotos zu schießen sind zwei weitere Vorteile gegenüber der Hero 5 Black.

Optisch sind Hero 7 Black (Testbericht) und die Hero 6 Black bis auf den Aufdruck identisch. Dass der Hersteller Design und Form nicht veränderte, hatte vor allem funktionale Gründe: Das bereits auf den Markt existierende und von Kunden gekaufte Zubehör blieb kompatibel zur Hero 7.

Das Design der Hero 7 Black gleicht dem Vorgängermodell.

Die höchste Videoauflösung ist 4K UHD bei 60 Bildern pro Sekunde. Die höchste Bildwiederholrate beträgt 240 fps bei einer Auflösung von maximal 1080p. Die Videobitrate der Hero 7 Black beträgt 78 Mbit/s.
Die Hero 7 Black ist bei der Stabilisierung deutlich besser als das Vorgängermodell. Gopro nennt die neue Stabilisierungsfunktion Hypersmooth. Diese funktioniert gut, jedoch nur in heller Umgebung und bei konstanter Belichtung. In einigen Konfigurationen greift die Kamera auf eine einfache Bildstabilisierung zurück, die bereits aus der Hero 6 Black bekannt ist. Bei Dämmerung oder in der Nacht versagt sie komplett und führt zu Verzerrungen. Bei 4K-Videos sind mit Hypersmooth höchstens 60 fps mit dem Sichtfeld Wide möglich. Im Weitwinkelmodus Superview sind stabilisiert maximal 30 fps möglich. Während stabilisierte Videos bei Auflösungen unter 4K hervorragend aussehen, kommt die Funktion bei 4K ganz klar an Grenzen.

Foto- und Videoqualität der Hero 7 Black sind insgesamt sehr ordentlich und etwas besser als bei der Hero 6 Black. Insbesondere Aufnahmen mit Gegenlicht weisen bessere Kontraste auf. Bei Nacht und Situationen mit wenig Licht kommt es allerdings vermehrt zu Bildrauschen. Neu hinzugekommen ist das Aufzeichnen von Videos im vertikalen Format, ideal für kurze Instagram Stories oder Videos auf Tiktok. Wer das Geschehen vor der Kameralinse direkt ins World Wide Web übertragen möchte, für den steht nun eine Live-Streaming-Funktion zur Verfügung.

Eine coole Neuerung ist die Timewarps-Funktion. Dabei handelt es sich um stabilisierte Zeitraffervideos, die man auch unter dem Namen Hyperlapse von Instagram oder Microsoft kennt.

Mit der 7-Serie führt der Hersteller eine überarbeitete Bedieneroberfläche für den berührungsempfindlichen Bildschirm ein. Der Aufbau ist zwar intuitiv und leicht verständlich, allerdings ist die Reaktion der Kamera nicht immer flüssig. Manchmal reagieren Schaltflächen verzögert und manchmal gar nicht. Das größte Problem der Hero 7 Black ist die enorme Hitzeentwicklung bei 4K-Aufnahmen mit hoher Bildwiederholungsrate und bei Live-Streamings.

Die aktuelle Hero 8 Black (Testbericht) sieht den Vorgängermodellen zwar sehr ähnlich, aber es gibt sichtbare Unterschiede. Neben einem leicht überarbeiteten Gesamtdesign und der Farbgebung fällt vor allem der ausklappbare Actioncam-Mount auf der Unterseite ins Auge. Dieser ermöglicht die Befestigung der Kamera auch ohne zusätzlichen Frame. Bei den älteren Modellen war dies immer wieder ein Grund für Kritik.

Die Befestigung eines Actioncam-Mounts klappt ohne zusätzlichen Rahmen.

Zu den technischen Neuerungen gehören eine nochmal verbesserte Videostabilisierung (Hypersmooth 2.0) und die Möglichkeit Videos mit bis zu 100 Mbit/s aufzuzeichnen. Die höhere MBit-Rate kommt vor allem Profis zugute. Für den Heimgebraucht ohne aufwendige Postproduktion macht es allerdings keinen spürbaren Unterschied. Die Stabilisierung funktioniert jetzt in allen Auflösungen und Sichtwinkeln. Wer die Gopro 8 Black auf Fahrrad oder Helm benutzt, kann zudem den sogenannten Hypersmooth-Boost verwenden. Dieser verengt zwar deutlich das Sichtfeld, die Aufnahmen sind dafür extrem stabilisiert.
Tonaufnahme und Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen sind nur minimal besser als beim Vorgängermodell. Die Bedienung funktioniert hingegen deutlich flüssiger und zuverlässiger als bei der Vorgängerversion. Auch die Hitzeentwicklung ist deutlich geringer als beim 7er-Modell.

Im direkten Vergleich der besten Actioncams (Vergleichstest) setzt sich die Gopro Hero 8 Black durch. Die derzeit beste Actioncam auf dem Markt trübt den äußerst guten Gesamteindruck lediglich durch ihren hohen Preis. Käufer sollten außerdem bedenken, dass Kameragehäuse oder Akkus der Vorgänger nicht kompatibel sind.

Wer eine gute und einfach zu bedienende Actioncam braucht und diese lediglich für kurze, stationäre Videoclips benötigt, sollte sich die Hero 2018 (Testbericht) kaufen. Wer keine Angst vor Garantieverlust hat, kann die technischen Möglichkeiten der Hero 2018 mit einem Trick deutlich erweitern (Ratgeber). Die Hero 2018 ist im Vergleich die ideale Budgetkamera.

Die Hero 5 Black (Testbericht) ist zwar theoretisch besser als die Hero 2018, durch ein im Netz verfügbares Firmwareupdate verspielt sie diesen Vorsprung allerdings. Das Hauptproblem ist der aktuelle Preis. Zum Zeitpunkt der Recherche kostet die Hero 5 nämlich mehr als das 6er-Modell.

Die Hero 6 Black (Testbericht) ist vor allem durch ihre hohen Bildrate (4K bei 60 fps, Full-HD mit bis zu 240 fps) und dem deutlich verbesserten Bildstabilisator besser als die Vorgängermodelle. Zudem ist sie aktuell nur etwa 30 Euro teurer als die Einsteigerkamera Hero 2018. Wer hohe Auflösung und hohe Bildraten nutzt, sollte auf jeden Fall zur Hero 6 Black greifen. Auch für Aufnahmen in Bewegung lohnt sich der Aufpreis. Dieses Modell ist unser Preis-Leistungssieger der Gopro-Hero-Serie.

Dank Hypersmooth-Bildstabilisierung und neuer Funktionen wie Hyperlapse-Aufnahmen, ist die Hero 7 Black (Testbericht) noch deutlich besser als die 6er-Reihe. Der Mehrpreis von derzeit knapp 60 Euro lohnt sich insbesondere bei der Aufnahme von Actionvideos auf Bike, Ski oder Drohne. Wer sich für die 7er entscheidet, bekommt allerdings auch Alternativen anderer Hersteller. Die DJI Osmo Action (Testbericht) ist aus unserer Sicht sogar minimal besser und zudem etwa 20 bis 30 Euro günstiger.

Aktuell ist die Gopro Hero 8 Black (Testbericht) das beste Modell für Profis und Nutzer mit sehr hohen Ansprüchen. Die beste verfügbare Bildstabilisierung, in Kombination mit einer hervorragenden Bildqualität, machen die Hero 8 Black zum Qualitätssieger im Actioncam-Segment. Im Vergleichstest der besten Actioncams lässt sie Konkurrenz von DJI und Insta360 hinter sich. Das hat allerdings seinen Preis. Mit derzeit knapp 370 Euro ist die Hero 8 Black um 100 Euro teurer als die nur minimal schwächer getestete DJI Osmo Action. Dieser Mehrpreis lohnt sich nur bei häufiger Nutzung und einem hohen Qualitätsanspruch.

Einen Vorteil haben alle Gopro-Hero-Modelle: Die Auswahl an erhältlichem Zubehör ist riesig.

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