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Hands-On: Sonos Move und Sonos One im Vergleich

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Der Sonos Move ist im WLAN ein normaler Sonos-Speaker, spielt dank Akku und Bluetooth aber auch mobil Musik. Wir haben den Lautsprecher ausprobiert und vergleichen ihn mit dem Sonos One.

Der Move kann für Sonos durchaus als großer Schritt gewertet werden. Schließlich ist er der erste Lautsprecher des Unternehmens, welcher mit seinem Akku das stationäre Stromnetz verlässt und auch auf der Terasse, am Strand oder im Park funktioniert. Befindet er sich im WLAN, spielt er nahtlos die Musik weiter und reagiert auf Sprachbefehle.

Auch außerhalb der WLAN-Reichweite funktioniert er; wie ein Bluetooth-Lautsprecher nämlich. Das ist das nächste Novum: Der Move ist der erste Sonos-Lautsprecher mit Bluetooth. Zur IFA 2019 hatten wir die Gelegenheit, uns einen ersten Eindruck vom Lautsprecher zu verschaffen und ihn mit dem etablierten und nur halb so teuren Sonos One zu vergleichen.

Gleich zum wichtigsten Punkt: Der Sonos Move muss sich bezüglich seines Klangs nicht hinter dem Sonos One verstecken. Das gleiche gilt für die klanglich mit dem One vergleichbaren Sonos Play:1 und den Ikea-Sonos-Speakern Symfonisk. Ganz im Gegenteil, der Move bietet einen stärkeren Bass und fühlt sich dadurch nochmal etwas wuchtiger an. Das ist auch gut so, denn wenn der Move im Freien eingesetzt wird, ist dieses Extra am Bass für ein volles Klangbild wichtig.

Im Inneren strahlt ein Mitteltöner, der auch für den Bass verantwortlich ist, nach vorne ab. Im oberen Bereich des Gehäuses steckt ein nach unten abstrahlender Hochtöner, der den Klang in alle Richtungen verteilt. Dadurch entsteht im Gegensatz zum gerichteten Sonos One ein gewisser Rundumklang, der gerade für den Outdoor-Einsatz wichtig sein kann. Trotzdem wollen wir uns an dieser Stelle bezüglich der Klangbeurteilung noch nicht festlegen. Das geschieht dann im kommenden ausführlichen Test.

Der Move ist der erste Sonos-Lautsprecher, der automatisch sein Klangbild an die Umgebung anpasst. Sonos nennt das Auto Trueplay. Sensoren registrieren, sobald der Move einen neuen Standort einnimmt und pegelt sich ein. Bei der Demonstration stellte ein Sonos-Mitarbeiter den Move während der Musikwiedergabe in eine Schublade. Nach etwa 30 Sekunden drehte der Lautsprecher selbstständig den Bass zurück und minimierte so scheppernde Störgeräusche.

Auch der Sonos One kennt Trueplay, allerdings nur manuell mithilfe eines mobilen Smart-Devices. Laut Sonos ist es derzeit nicht geplant, Auto-Trueplay auf den Sonos One zu bringen, obwohl er dank seiner Mikrofone technisch dazu in der Lage wäre. Als Grund nannte Sonos, dass manuelles Trueplay bessere Ergebnisse erzielt und der stationäre Sonos One im Heim eher selten bewegt wird.

Optisch gliedert sich der zunächst nur in der Farbe schwarz erhältliche Move in das Design-Konzept anderer Sonos-Lautsprecher ein. Das mögen Fans gut finden. Allerdings gibt es auch Stimmen, die den sterilen Sonos-Look eher ablehnen. Zumindest passt er sich unauffällig in seine Umgebung ein.

Der Move ist mit 240×160×126mm ein ganzes Stück größer als der Sonos One mit 119×161×119mm. Auch bringt er mit 3 statt 1,8kg mehr auf die Waage und vermittelt einen durchweg robusten Eindruck. Sonos verspricht, besonderen Wert auf eine massive Bauweise zu legen. Tatsächlich vermittelt er genau diesen Eindruck. Alles wirkt wie aus einem Guss und als ob er auch mal einen Sturz aushält. Sonos spricht davon, dass er Stürze aus gut 70 cm auf harten Untergrund unbeschadet übersteht. Auch Wasser uns Staub soll ihm dank IP56-Zertifizierung wenig anhaben können.

Eindringendes Wasser fließt durch kleine Öffnungen wieder ab.
Der Akku des Sonos Move ist wechselbar.

Zugegeben: Der Mobilitätsvergleich hinkt. Schließlich hängt der Sonos One an der Stromstrippe und ist nicht für den mobilen Einsatz vorgesehen. Er steht vornehmlich in Räumen und fällt dort dank seines minimalistischen Designs und der geringen Größe kaum auf. Auch der Sonos Move integriert sich genauso wie jeder andere Sonos Lautsprecher in das Sonos-Setup. Dafür steht er vornehmlich auf einer ringförmigen, mitgelieferten Ladestation. Einmal am praktisch designten Tragegriff herausgehoben, wechselt er nahtlos in den Akku-Betrieb, einen Musikabbruch gibt es nicht – vorausgesetzt er befindet sich nach wie vor im WLAN. Der 2500-mAh-Akku mit 36,5Wh soll dann für zehn Stunden Musik sorgen. Hier sind wir auf unsere eigenen Testergebnisse gespannt.

Zum Musikabbruch kommt es zwangsläufig, wenn der Move die WLAN-Reichweite verlässt. Wer das zum Beispiel im heimischen Garten verhindern will, dem empfehlen wir unsere Ratgeber besseres WLAN: Repeater oder WLAN-Mesh? Außerhalb des WLANs verbindet sich der Move (oder auf Wunsch auch zwei als Stereo-Paar) über Bluetooth mit AAC-Codec-Unterstützung mit mobilen Endgeräten. Die Sprachsteuerung über die vier integrierten Mikrofone geht dann nicht mehr. Sollte ihm mobil der Saft ausgehen, kann über USB-C nachgeladen werden. Voraussetzung ist das mitgelieferte Netzteil oder ein Alternatives beziehungsweise ein Akkupack (Übersicht) mit einem unterstützten Ausgangspegel von 12V/3A, 15V/3A oder 20V/2,25A.

Der Sonos Move kommt am 24. September zu einer Preisempfehlung von 399 Euro auf dem Markt. Der Sonos One ist mit einem Preis von 200 Euro nur halb so teuer. Der ältere aber klanglich fast identische Sonos Play:1 kostet 150 Euro.

Noch bis zum Sonntag kostet bei Saturn der Sonos One Gen 2 184 Euro. Der Lautsprecher war laut Geizhals Preisverlauf bisher nie günstiger.

Sonos One Gen 2 schwarz

Sonos One Gen 2 schwarz

Sonos One Gen 2 weiß

Sonos One Gen 2 weiß

Sonos Play:1 schwarz

Sonos Play:1 schwarz

Sonos Play:1 weiß

Sonos Play:1 weiß

Der Move könnte der Lautsprecher sein, auf den Sonos-Kunden gewartet haben. Im Alltag integriert er sich wie gewohnt ins Sonos-Setup. Jedoch kann man ihn mit einem Griff auf die Terrasse mitnehmen und dort seine WLAN-Musik weiterhören. Auch außerhalb des WLANs tönt der Move dank Bluetooth munter weiter. Dabei klingt er sogar nochmal etwas wuchtiger als der Sonos One. Wer dagegen lediglich im trauten Heim Sonos nutzen will oder ohnehin schon einen guten Outdoor-Bluetooth-Lautsprecher (sieben im Vergleichstest) besitzt, für den lohnt sich eher der Kauf eines oder mehrerer Sonos One, Play:1 oder Symfonisk.

Auch außerhalb von Sonos gibt es sehr gute Multiroom-Systeme. Erst kürzlich schauten wir uns die folgenden Vertreter an:

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