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Günstige Android-Smartphones aus China im Vergleichstest

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China-Smartphones locken meist mit ordentlicher Hardware trotz niedriger Preise. Wir haben in den vergangenen Monaten sechs aktuelle solcher Handys getestet. In diesem Artikel stellen wir die Testkandidaten gegenüber.

Testkandidaten

Leagoo T5c (Testbericht)
Cubot X18 Plus (Testbericht)
Elephone U Pro (Testbericht)
Umidigi One (Testbericht)
Umidigi Z2 Pro (Testbericht)
Cubot H3 (Testbericht)

Von uns getestete China-Smartphones aus dem Vorjahr

Maze Alpha (Testbericht)
Vernee M5 (Testbericht)
Thor Plus (Testbericht)
Umidigi C Note (Testbericht)
Elephone C1 Max (Techstage)
Oukitel K6000 Plus (Testbericht)
Meiigoo M1 (Testbericht)
Umidigi S2 (Testbericht)
Kiicaa Mix (Testbericht)
Bluboo S8 (Testbericht)

Vorbei sind die Zeiten, in denen China-Smartphones meistens Verarbeitungsmängel aufwiesen und auch auf Softwareseite oft fehlerhaft waren. Aktuelle Handys bieten in der Regel ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis inklusive ansprechendem Design und hochwertigen Materialien. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Größter Ausreißer diesbezüglich in unserem Testfeld ist das Cubot H3, dessen Kunststoffrückseite ein wenig billig wirkt. Das Cubot X18 kommt zwar auch mit Kunststoffrückseite, die allerdings eine ganze Ecke wertiger wirkt. Beim Elephone U Pro sind wir uns nicht sicher ob der Rücken aus Glas oder Kunststoff besteht, das Telefon macht auf jeden Fall einen guten optischen und haptischen Eindruck. Das Leagoo T5c steckt einem Metallgehäuse, das uns im Test gut gefiel, Glas kommt beim Umidigi One und dem Umidigi Z2 Pro zum Einsatz. Alles in allem lässt sich sagen, dass der Begriff China-Smartphone mittlerweile nicht mehr für ein optisch und haptisch billig anmutendes Gerät steht, im Gegenteil.

Bild: Techstage Leagoo T5c

Preislich liegen die von uns getesteten Smartphones zwischen um die 150 und 440 Euro. Dementsprechend sind die Unterschiede bei der Hardware teils recht groß. Aber selbst in den günstigsten Geräten wie dem Leagoo T5c (Speadtrum SC9853i), dem Umidigi One (Mediatek Helio P23) oder dem Cubot X18 Plus (Mediatek MT6750T) kommen schon Octacore-Prozessoren zum Einsatz, allerdings etwas schwächer auf der Brust als beispielsweise beim knapp 440 Euro teuren Elephone U Pro (Qualcomm Snapdragon 660) oder dem 330 Euro teuren Umidigi Z2 Pro (Mediatek Helio P60). Wie die Systemleistung in der Praxis aussieht, steht jedoch noch auf einem anderen Blatt. Mehr dazu im Laufe dieses Vergleichstests.

Bild: Techstage Cubot X18 Plus

Auch der Arbeitsspeicher ist bei den günstigeren China-Smartphones schon recht ordentlich (Leagoo T5c 3 GByte, Cubot X18 Plus 4 GByte, Umidigi One 4 GByte, Cubot H3 3 GByte), während es des bei den beiden hochpreisigeren Handys Umidigi Z2 Pro und Elephone U Pro jeweils 6 GByte gibt. An internem Speicher bieten das Umidigi Z2 Pro und das Elephone U Pro jeweils satte 128 GByte und haben außerdem einen Micro-SD-Slot zur Speichererweiterung. 32 GByte Speicher gibt es beim Cubot H3 und dem Umidigi One und dem Leagoo T5, auch jeweils plus Micro-SD-Kartenslot. Einziges Handy mit 64 GByte internem Speicher und Erweiterungsslot ist das Cubot X18 Plus.

Bild: Techstage Elephone U Pro

Den dicksten Akku im Testfeld hat das günstige Cubot H3 (6000 mAh), gefolgt von dem Cubot X18 Plus (4000 mAh), dem Umidigi Z2 Pro (3550 mAh), dem Umidigi One (3550 mAh) und dem Elephone U Pro (3550 mAh). Das Schlusslicht bildet das Leagoo T5c mit einem 3000-mAh-Akku. Unterstützung für drahtloses Laden findet sich beim Elephone U Pro und dem Umidigi Z2 Pro und auch nur bei diesen beiden Geräten gibt es NFC. Auch aktuelle USB-Type-C-Anschlüsse finden sich nur bei diesen beiden Telefonen, bei den anderen Smartphones gibt es noch Micro-USB. Alle Testkandidaten unterstützen im mobilen Internet LTE inklusive des früher öfter mal bei China-Smartphones fehlenden Bands 20.

Die Displaydiagonalen und Auflösungen reichen in unserem Vergleichstest von 6,2 Zoll und 2246 × 1080 Pixel (Umidigi Z2 Pro) über 5,99 Zoll und 2160 × 1080 Pixel (Cubot X18 Plus), 5,99 Zoll und 2160 × 1080 Pixel (Elephone U Pro), 5,9 Zoll und 1520 × 720 Pixel (Umidigi One), 5,5 Zoll und 1920 × 1080 Pixel (Leagoo T5c) bis hin zu 5 Zoll und 1280 × 720 Pixel (Cubot H3). Was die Pixeldichte angeht, sind hier die Unterschiede also nicht so groß, wie teils bei den schon erwähnten technischen Spezifikationen.

Bild: Techstage Umidigi One

An keinem Handy hatten wir im Test bezüglich Schärfe und Farbdarstellung größer etwas auszusetzen. Bei zwei Handys fiel uns jedoch eine nicht funktionierende automatische Helligkeitseinstellung auf (Cubot H3 und Cubot X18 Plus). Beim Elephone U Pro, das ansonsten wohl aufgrund seiner satten, ins Auge springenden Farben den Preis für das beste Display abgeräumt hätte, gefiel uns die Blickwinkelstabilität nicht. Schon leicht geneigt erscheinen Farben verfälscht und das Display bekommt einen deutlich wahrnehmbaren Grünstich.

Bei allen von uns getesteten China-Smartphones gibt es eine Dual-Hauptkamera-Kamera, selbst bei den günstigsten der Handys. Die genauen technischen Daten in Bezug auf Megapixel, Blende und weiterer Kamera-Spezifikationen lässt sich den Datenblättern in den Einzeltests und der Vergleichstabelle in diesem Artikel entnehmen. Was den sogenannten Blur-Effekt (Unschärfe-Effekt) angeht, für den sich bei den meisten Dualkamera-Setups die zweite Linse verantwortlich zeigt, konnte in unseren Tests keines des Smartphones überzeugen. Selbst bei den hochpreisigeren Kandidaten wirkt dieser noch auffällig künstlich und lässt die Vermutung aufkommen, dass er oft softwareseitig realisiert wird – die zweite Linse eventuell sogar teilweise ein Fake ist und keinerlei Funktion besitzt.

Bild: Techstage Umidigi Z2 Pro

Was die prinzipielle Bildqualität davon abgesehen angeht, waren wir selbst bei den günstigeren China-Handys überrascht. Von „unterirdischer“ Bildqualität kann man bei keinem der Handys sprechen, im Gegenteil. Während die Geräte in der Preisklasse wischen 150 und 250 Euro verhältnismäßig gute Bilder liefern, empfanden wir den Unterschied zu den teuersten Handys im Testfeld, dem Umidigi Z2 Pro und dem Elephone U Pro, nicht so groß, wie wir erwartet hätten. In den Einzeltests der Smartphones findet sich jeweils eine ausführliche Bildergalerie mit Test-Fotos zur genaueren Ansicht und zum Vergleich.

In Smartphone-Tests verschiedener Bereiche in den vergangenen Monaten zeigte sich uns der Antut-Benchmark als gute Abbildung der realen Systemperformance. Ergebnisse dieser Messung entsprechen zwar nicht immer der auch empfundenen Systemperformance, aber in vielen Fällen. Unseren Erfahrungen zufolge läuft ein Handy ab einem Ergebnis von um die 40.000 Punkte zufriedenstellend flüssig, je mehr Punkte es erreicht, desto schneller geht alles vonstatten. In unserem Vergleichstest entsprechen die Antutu-Ergebnisse auch in etwa der realen Leistung der getesteten Handys. Den Anfang macht das Leagoo T5c mit knapp 40.000 Punkten, darauf folgen das Cubot X18 Plus mit 55.000 Punkten, das Umidigi One mit etwas mehr als 82.000 Punkten, das Elephone U Pro mit 140.000 Punkten und das Umidigi Z2 Pro mit ebenfalls knapp 140.000 Punkten. Beim Cubot H3 stürzte der Antutu Benchmark immer ab, wir konnten deshalb kein Ergebnis festhalten. In der Praxis zeigte sich das Handy als das Performance-schwächste Gerät.

Bild: Techstage Cubot H3

Die beste Akkulaufzeit legte im Test das günstige Cubot H3 wenig überraschend mit seiner 6000-mAh-Batterie an den Tag. Bei allen anderen Handys gab es keine größeren Unterschiede, allerdings auch bei einer sich nicht größer unterscheidenden Akku-Kapazität zwischen 3550 und 4000 mAh. Bei reger Nutzung ist bei diesen Smartphones zumindest ein Tag problemlos drin.

Bis auf das Cubot H3 und das Leagoo T5c mit jeweils Android 7 Nougat laufen alle Handys unseres Testparcours mit Android 8 Oreo. Beim Umidigi One und dem Umidigi Z2 Pro handelt es sich um Version 8.1 Oreo, bei den anderen Handys um Version 8 Oreo. Fast alle Smartphones kommen ohne größere optische und softwareseitige Änderungen von Herstellerseite aus. Was zukünftige Updates angeht, darf man bei aktuellen China-Smartphones keine zu großen Erwartungen an höhere Versionssprünge haben. Auch die Sicherheitspatches sind oft schon älteren Datums und werden meist nur selten per Update auf den neuesten Stand gebracht.

Cubot H3 gold

Cubot H3

Umidigi Z2 Pro twilight

Umidigi Z2 Pro

Umidigi One twilight

Umidigi One

Elephone U Pro 128GB schwarz

Elephone U Pro

Cubot X18 Plus schwarz

Cubot X18 Plus

Leagoo T5c schwarz

Leagoo T5c

Produkt Cubot H3 Leagoo T5c Cubot X18 Plus Umidigi One Elephone U Pro Umidigi Z2 Pro
CPU Mediatek MT6737 Spreadtrum SC9853i Mediatek MT6750T Mediatek Helio P23 Qualcomm Snapdragon 660 Mediatek Helio P60
RAM 3 GByte 4 GByte 6 GByte
Performance + ++ ++ +++
Speicher 32 GByte 64 GByte 32 GByte 128 GByte
Micro-SD-Slot
NFC
USB Type-C
Optik und Haptik + ++ +++
Akkukapazität 6000 mAh 3000 mAh 4000 mAh 3550 mAh
Laufzeit ++ +
Drahtlos Laden (Qi)
Displaydiagonale 5 Zoll 5,5 Zoll 5,99 Zoll 5,9 Zoll 5,99 Zoll 6,2 Zoll
Auflösung 2246 × 1080 1520 × 720 2160 × 1080 1920 × 1080 2160 × 1080 2246 × 1080
Hauptkamera 13 MP + 0,3 MP 13 MP + 2 MP 16 MP + 0,3 MP 12 MP + 5 MP 13 MP + 13 MP 16 MP + 8 MP
Frontkamera 5 MP 8 MP 16 MP 8 MP 16 MP + 8 MP
Bildqualität + ++ + ++
Betriebssystem Android 7 Nougat Android 8 Oreo Android 8.1 Oreo Android 8 Oreo Android 8.1 Oreo

China-Smartphones stellen mittlerweile eine vor allem preislich interessante Alternative zu den Handys namhafter Hersteller dar. Zumal es viele Geräte der mittlerweile bekannteren „No-Name-Hersteller“ aus China schon kurze Zeit nach Erscheinen bei Amazon, Ebay und Co. mit Direkt-Versand aus Deutschland zu beziehen gibt. Und auch preislich sind sie dann oft nur unwesentlich teurer als über den Import-Weg durch China-Shops. Das beste Beispiel für ein richtig gutes China-Handy ist das Umidigi One (Testbericht), das gerade mal 160 Euro kostet, aber locker in der Smartphone-Mittelklasse mitspielen kann. Das ab circa 330 Euro erhältliche Umidigi Z2 Pro (Testbericht) hingegen kostet einen Mittelklasse-Preis, stellt aber eine Konkurrenz zu Oberklasse-Smartphones der bekannteren Konkurrenz dar.

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