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Günstig und edel: Notebooks mit Alu-Gehäuse ab 300 Euro

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Es muss kein Macbook sein: Auch Acer, Asus, Huawei & Co. bieten stylische Notebooks mit Alu-Gehäuse. Wir zeigen, was man für 300 bis 700 Euro bekommt.

Günstige Notebooks mit Alu-Gehäuse gehen bei 300 Euro los. Mit etwas Glück findet man beispielsweise das Trekstor Primebook P14 (Testbericht) auch schon für 280 Euro.

Raum nach oben gibt es unbegrenzt, deshalb setzen wir einen Rahmen bis 700 Euro – knapp vor der Grenze der ersten Macbooks. Für 400 Euro gibt es schon ein Notebook von Lenovo.

Zuerst stellt sich die Frage, mit welchem Betriebssystem man arbeiten, surfen oder gelegentlich zocken will. Selbst auf schwach ausgestatteten Laptops ist Gaming kein Problem mehr – Cloud-Streaming-Dienste wie Google Stadia oder Shadow (Testbericht) machen es möglich. Beides läuft auf Chrome OS und Windows 10. Und beide Betriebssysteme bieten eine breite Palette von Software für den alltäglichen Gebrauch. Das haben wir zuletzt in unserem Ratgeber: Chromebook oder Windows-10-Notebook – das beste System unter 600 Euro gezeigt.

Hersteller wie Trekstor, Vorke und sogar Lenovo bieten Alu-Laptops ab 300 Euro an. Je nach Hersteller und Modell muss man bei diesem Preispunkt aber immer Abstriche machen; etwa bei Verarbeitungsqualität, Hardware, Eingabegeräten oder Akku.

Das günstigste Alu-Notebook ist das Trekstor Primebook P14 (Testbericht). Das Convertible mit Touchscreen gibt es bereits seit 2018 und ist in Rabattaktionen immer wieder für 280 Euro zu bekommen. Das neuere P15 liegt aktuell bei rund 400 Euro. Das Primebook P14 ist aber weiterhin attraktiv. Vor allem die gute Verarbeitung des Gehäuses sowie die Akkulaufzeit von bis zu acht Stunden haben uns im Test überzeugt. Abstriche muss man aber bei Tastatur, Webcam und Display machen. Tastatur und Touchpad funktionieren zwar einwandfrei, allerdings fehlt die Hintergrundbeleuchtung. Die Kamera nimmt Videos in niedriger Qualität auf und das Display kann weiße Bildelemente nicht gut darstellen – es hat einen Graustich.

Für gut 390 Euro gibt es das Vorke Notebook 15. Geekmaxi führt es bisher als einziger Händler in einem deutschsprachigen Shop. Das Gerät wurde uns von dort auch zur Verfügung gestellt. Mit dem Gutscheincode YEVnST4e kostet das Notebook nur noch 380 Euro. Der Anbieter aus Hong Kong wirkt vertrauenerweckend: Er verspricht den Versand aus einem EU-Lager sowie 24 Monate Garantie und hat ein Impressum. Beim Vorke Notebook ist vor allem das Full-HD-Display mit schlankem Rahmen und knackigen Farben überzeugend. Der Rest des Notebooks ist ausreichend bis mangelhaft: Der Lüfter ist zu laut, die Tastatur billig, das Touchpad falsch positioniert. Und das vermeintlich edle Alu-Gehäuse fühlt sich an wie eine stumpfe Nagelfeile.

Entsprechend nimmt man lieber nochmal 70 Euro mehr in die Hand und landet bei einem Chromebook von Lenovo als Convertible mit Touchscreen. Das C340-15 gibt es ab 449 Euro. Schaut man sich die Preisentwicklung an, dürfte es das Gerät in wenigen Monaten schon für unter 400 Euro geben – der Preis ist seit Anfang Februar bereits um 128 Euro gefallen. Das Lenovo Chromebook ist hervorragend verarbeitet, hat eine hochwertige Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung und einen hellen 15,6-Zoll-Bildschirm. Allerdings ist das Notebook nur zu Teilen aus Alu gefertigt. Lediglich die Bildschirmrückseite besteht tatsächlich aus Aluminium, der Rest kommt in identischer Farbe und Optik, ist aber aus Plastik.

Für aktuell 500 Euro bekommt man das HP Chromebook 15. Schnäppchenjäger finden das Gerät immer wieder zu Preisen zwischen 450 und 470 Euro. Wie das Modell von Lenovo setzt das HP auf ein 15,6-Zoll-Display und eine Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung. Bei der Alu-Optik muss man aber Abstriche machen. Die Verkleidung des Bildschirms ist in Weiß gehalten und nicht aus Leichtmetall. Rein optisch verliert das HP-Chromebook damit am Edel-Faktor.

Bis 500 Euro finden sich weitere Notebooks mit ähnlicher Beschaffenheit und Kritikpunkten, egal ob man sich ein Modell von Teclast, Medion oder Chuwi anschaut. Plastik an verschiedenen Teilen des Gehäuses oder wackelige Elemente sind keine Seltenheit. Wer unter 400 Euro kaufen will oder muss, nimmt Nachteile in Kauf.

Ab 619 Euro gibt es von Huawei das Matebook D15 (2020). Das Laptop verzichtet auf einen Touchscreen, hat dafür aber ein knackig scharfes und weitgehend rahmenloses Display mit einer Diagonalen von 15,6 Zoll. Auch ist es das günstigste Modell mit Fingerabdrucksensor und mechanisch versenkbarer Webcam. Allerdings fühlt sich das Matebook D15 hohl an. Hier merkt man: Es wurde mehr Luft als Technik verbaut. Das spürt man auch beim einhändigen Aufklappen des Displays, denn dann bleibt der Teil mit Tastatur und Hardware nicht am Tisch, sondern hebt mit ab. Das Gerät wirkt insgesamt zu leicht. Drückt man auf eine der vier Ecken, hebt es die gegenüberliegende leicht in die Luft – wie bei einem wackeligen Tisch. Ungewöhnlich empfanden wir zudem die Beschaffenheit der Tastatur: Die Tasten aus Kunststoff sind angeraut. Das muss man mögen.

Das Huawei Matebook D15 sieht gut aus, ist aber wackelig

Für rund 650 Euro gibt es das Acer Chromebook 14 714. Es sieht allerdings so aus, als hätte es schon zehn Jahre auf dem Buckel. Die Displayränder sind oben und unten jeweils knapp zwei Finger breit. Das Touchpad klickt hohl bei der Bedienung und die Tastatur fühlt sich für den Preispunkt nicht sonderlich wertig an. Dafür stimmt die Leistung: Das Notebook gehört zur oberen Chromebook-Liga. Vor allem die Akkuleistung mit rund 8 Stunden und das scharfe Display mit Blaulichtfilter sind Highlights. Außerdem verfügt es neben den Matebooks als drittes Modell über einen Fingerabdrucksensor.

Wer nochmal 40 Euro drauflegt, bekommt von Asus das Chromebook Flip C434. Das fühlt sich nicht nur fantastisch an, sondern liegt auch hochwertig in der Hand. Gewicht und Verarbeitungsqualität stimmen komplett. Das Touch-Display mit einer Diagonalen von 14 Zoll ist optimal hell, allerdings anfällig für Fingerabdrücke.

Das Huawei Matebook D14 gehört zu den Top-Modellen mit Alu-Gehäuse bis 700 Euro

Letztes Gerät im Bunde ist das Huawei Matebook D14 (2020). Das schafft es mit aktuell 701 Euro gerade noch so in diese Übersicht. Denn: Das Matebook D14 ist einzige Modell dieses Beitrags, dass durch die Bank wie Premium aussieht und auch so arbeitet. Helles Display, schmale Ränder, hochwertige Tastatur und leises Touchpad sind die Highlights des Gerätes. Die Leistung des Notebooks entspricht der des D15, allerdings auf kleinerem Raum. Zudem gibt es einen größeren Speicher und eine Akkulaufzeit von gut zehn Stunden. Versenkbare Webcam und Fingerabdrucksensor sind ebenfalls verbaut.

Günstig und edel ist möglich, aber mit Abstrichen. Bei Notebooks unter 500 Euro fällt das besonders auf. Ja, ein Trekstor P14 sieht edel aus und ja, damit kann man gelegentlich auch surfen. Wirklich Freude bereiten solche Geräte auf Dauer aber nicht. Hier gilt: Für den gelegentlichen Einsatz kann man zuschlagen. Wer hingegen täglich an den Alu-Rechner muss, der sollte tiefer in die Tasche greifen. Das Huawei Matebook D14 ist so ein Modell. Hier stimmt alles in Hinblick auf Preis und Leistung.

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