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Für den Urlaub: Unterwasser-Actioncams bis 30 Euro

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Wer im Urlaub Videos am Strand und unter Wasser aufnehmen möchte, braucht keine teure Gopro kaufen. Günstige Actioncams mit Full-HD-Auflösung und einer ausreichenden Bildwiederholungsrate gibt es bereits für unter 30 Euro.

Wer im Urlaub Videos beim Schnorcheln, Tauchen oder im Pool machen möchte, kommt nicht um eine Actioncam herum. Zwar gibt es auch wasserdichte Smartphones, aber wer will schon sein teures Handy riskieren?

Für professionelle Tauchvideos braucht es neben der Kamera spezielle Rotfilter und zusätzliche Beleuchtung. Für Marken-Kameras wie die Gopro Hero 6 Black sind diese Extras problemlos verfügbar. Bei Noname-Kameras sieht es in Sachen Filter schon deutlich schlechter aus. Aufnahmen knapp unter der Wasseroberfläche funktionieren aber ganz ohne Zusatzequipment.

Bild: www.techstage.de Die wasserdichten Kameras eignen sich perfekt für Aufnahmen aus ungewöhnlichen Perspektiven.

Um Schäden auszuschließen, ist es bei Kameras aller Preisklassen wichtig, vor dem Abtauchen die Dichtigkeit zu überprüfen. Ein unglücklich eingeklemmter Fussel reicht aus und die Technik säuft ab. Sogar der Hersteller Gopro gibt keinerlei Garantie auf Wasserschäden. Wer seine Kamera im Salzwasser nutzt, sollte sie außerdem nach jedem Einsatz gründlich mit Süßwasser abspülen. Das schont die verbauten Gummidichtungen und schützt vor Kratzern auf Gehäuse und Objektiv.

Das Angebot an Actioncams ist unüberschaubar groß. Neben einigen bekannten Herstellern finden sich vor allem zahllose unbekannte China-Modelle. Vom Design orientieren sich die meisten Kameras an der Gopro-Hero-Reihe.

Bild: www.techstage.de Viele der günstigen Actioncams sehen aus wie die älteren Gopro-Modelle.

Neben der Auflösung ist vor allem die Bildrate entscheidend. Liegt diese bei weniger als 30 Bildern pro Sekunde (fps), ruckelt das Video und ist nicht zu gebrauchen. Für Strandaufnahmen oder Schnorcheltouren sind 1080p bei 30 Bildern pro Sekunde ausreichend. Für actionreiche Bootstouren und Aufnahmen mit schnellen Bildwechseln sollte die Bildrate bei 60 Bildern pro Sekunde liegen. Die billigsten Modelle mit 4K-Auflösung schaffen zum Teil nur 15fps bei höchster Auflösung – interessanter ist deshalb immer der Blick auf die Bildrate der Full-HD-Aufnahmen.

Während Noname-Modelle bereits ab 20 Euro über den Ladentisch gehen, kosten die Topmodelle 400 Euro und mehr. Ältere Markengeräte mit Full-HD-Auflösung oder das Gopro Low-Budget-Modell Hero 2018 (Testbericht) gibt es ab 200 Euro.

Übersicht günstige Actioncams
Hersteller Genius Networx A-Rival Braun AEE König Denver Elephone Easypix
Modell Life Shot FHD300 Tyson SDV-5291 Aqtioncam AQN6 Master II Lyfe Silver CSAC300 ACT-5020TW Explorer 4K GoXtreme
Videoauflösung 1080p/k.A.fps 1080p/25fps 1080p/30fps 1080p/60fps 1080p/60fps 1080p/k.A.fps 1296p/30fps 4K/30fps 1080p/30fps
Blickwinkel in Grad k.A. k.A. 140 170 140 100 120 170 120
Display - - 1,5" 2" 1,8" 2" 1,5" 2" 2"
WLAN - - -
Wasserdicht mit Gehäuse mit Gehäuse mit Gehäuse mit Gehäuse mit Gehäuse mit Gehäuse mit Gehäuse mit Gehäuse mit Gehäuse

Die technischen Daten der günstigen Actioncams klingen verlockend. Trotz Full-HD oder 4K-Auflösung sollte man trotzdem nicht zu viel erwarten. Die Bildqualität kann nicht mit Marken-Modellen wie Gopro oder Nikon mithalten. Für kurze Videosequenzen in Full-HD ist die Qualität für den Privatbereich trotzdem ausreichend. Besser und praktischer als Unterwasser-Wegwerf-Kameras sind die billigen Actioncams in jedem Fall.

Was auffällt, ist der unterschiedlich große Blickwinkel der Kameras. Während einige Modelle gerade einmal ein Sichtfeld von 100 Grad bieten, nutzen andere Hersteller extrem weitwinklige Objektive mit einem FOV von satten 170 Grad. Wie groß der Blickwinkel sein soll, hängt davon ab, was man filmen möchte. Je größer der Blickwinkel, desto mehr ist auf dem Video zu sehen – allerdings kommt es bei einem großen FOV auch zu deutlich stärken Verzerrungen und dem sogenannten Fischaugen-Effekt.

Bild: www.techstage.de Zwischen Gopro (links) und Noname-Kamera (rechts) sind deutliche Unterschiede zu erkennen.

Bei guter Ausleuchtung ist die Bildqualität ausreichend gut und etwa mit der von Mittelklasse-Smartphones vergleichbar. Bei wenig Licht kommen die Kameras allerdings schnell an ihre Grenzen und die Videos rauschen stark. Im Zweifel hat man nach dem Urlaub lieber ein verrauschtes Video von der Schnorcheltour, als gar keines.

Genius Life Shot FHD300

Life Shot FHD300

Networx Tyson (SDV-5291)

Tyson SDV-5291

a-rival Aqtioncam (AQN6)

Aqtioncam AQN6

Braun Master II (57510)

Master II

AEE Lyfe Silver

Lyfe Silver

Wie sich die günstigen Gopro-Klone in der Praxis schlagen, zeigt unser Vergleich zwischen der Gopro Hero 5 Black und einer billigen Noname-Kamera.

Einen Bildstabilisator hat übrigens keine der Budget-Kameras verbaut. Wer hohen Wert auf unverwackelte Videos legt, braucht also ein Markengerät. Wer nur über Wasser filmt, kann auch ein Gimbal zur Stabilisierung nutzen. Passende Geräte stellen wir im Gimbal-Vergleich vor.

Während die aktuelle Gopro von Haus aus bis zu einer Tiefe von 10 Metern wasserdicht ist, benötigen die billigen Kameras alle ein zusätzliches Unterwassergehäuse aus durchsichtigem Kunststoff. Bei den Modellen in der Übersicht gehört dieses zum Lieferumfang.

Bild: www.techstage.de Trotz mäßiger Bildqualität eine schöne Erinnerung.

Die aufgeführten Produkte haben mindestens über Full-HD-Auflösung mit 30 fps. Zur Steuerung und zur Überprüfung der Aufnahme ist, bis auf bei wenigen Ausnahmen, ein Display auf der Rückseite verbaut. Bei Aufnahmen am Strand ist dieses Extra praktisch, da die Videos nicht mal eben am Computer geprüft werden können.

Die meisten Actioncams haben außerdem eine WLAN-Schnittstelle. Diese ermöglicht eine komfortable Bedienung übers Smartphone und vereinfacht das Verschicken von Urlaubserinnerungen. Am Strand oder unter Wasser ist die Nutzung per Smartphone allerdings weitgehend uninteressant.

König CSAC300

CSAC300

Denver ACT-5020TW

ACT-5020TW

Elephone Explorer 4K (verschiedene Farben)

Explorer 4K

Easypix GoXtreme WiFi View (20111)

GoXtreme

Neben einem wasserdichten Gehäuse gehören auch verschiedene Halterungen zum Lieferumfang. Der Umfang ist von Hersteller zu Hersteller sehr unterschiedlich. Das Design der Teile orientiert sich bei allen Modellen am Zubehör vom Marktführer Gorpo. Wem das beigelegten Zubehör nicht ausreicht, der sollte sich ein günstiges Zubehör-Set zulegen.

Zum Schnorcheln bietet sich eine Tauchmaske mit integrierter Actioncam-Halterung an. Diese gibt es als Vollgesichtsmaske oder in Form einer klassischen Taucherbrille und man muss sich um nichts kümmern.

Rollei Actioncam Zubehör Set Wassersport (21638)

Zubehör Set

Rollei Actioncam Zubehör Set Sport XL (21643)

Zubehör Set

(Kein Produktbild vorhanden)

Zubehör Set

(Kein Produktbild vorhanden)

Actioncam Tauchmaske

(Kein Produktbild vorhanden)

Actioncam Tauchmaske

Etwas teurer, aber nachweislich gut, ist die Yi Discovery (Testbericht). Sie punktet im Test mit guter Bildqualität und einem fairen Preis von 47 Euro. Im Gegensatz zur Konkurrenz fehlt hier allerdings das Unterwassergehäuse im Lieferumfang. Dieses schlägt nochmal mit etwa 25 Euro zu Buche.

Wem 10 Meter Wassertiefe ausreichen, der sollte einen Blick auf die günstige Gopro Hero 2018 (Testbericht) oder die Nikon KeyMission 170 (Testbericht) werfen. Diese kosten mit knapp 200 Euro zwar deutlich mehr, dafür bieten sie eine hervorragende Bild- und Verarbeitungsqualität. Die beiden Kameras sind auch ohne Zusatzgehäuse wasserdicht. Wer tiefer tauchen möchte, bekommt passende Unterwassergehäuse.

Wer höchstmögliche Bildqualität sucht, sollte sich unseren Vergleichstest für Gopro-Kameras ansehen. Retro-Freunde bekommen auch heute noch die altbekannten Wegwerf-Kameras mit Unterwassergehäuse.

(Kein Produktbild vorhanden)

Yi Discovery

(Kein Produktbild vorhanden)

Yi UW-Gehäuse

Nikon KeyMission 170 schwarz (VQA030E1)

Keymission 170

GoPro HERO (CHDHB-501)

Gopro Hero 2018

Fujifilm Quicksnap Marine 800

Wegwerf-Kamera

Die China-Actioncams bieten ausreichend gute Aufnahmen für wenig Geld. Eine vergleichbare Bildqualität wie bei Markengeräten sollte man allerdings nicht erwarten. Für kurze Videoclips aus ungewöhnlicher Perspektive lohnt sich die Anschaffung auf jeden Fall.

Für uns sind die Actioncams bis 30 Euro am ehesten mit den analogen Wegwerfkameras vergleichbar. Dank dem Unterwassergehäuse und Low-Budget-Preis sind sie perfekt für Pool und Strand geeignet, ohne dabei die Urlaubskasse zu belasten.

Für professionelle Anwendungen ist die Bildqualität der Budget-Kameras allerdings nicht ausreichend. Wer sich hochwertige Aufnahmen wünscht, muss tiefer in die Tasche greifen und zu einem teuren Markenmodell greifen.

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