TechStage
Logo Qwant

Ein Angebot von

Fünf Bluetooth-Kopfhörer für Sportler im Test

1
von  //  Twitter

Wir testen fünf Sportkopfhörer mit Bluetooth von Sennheiser, Bose, Anker, Aftershockz und Oneplus für Jogger, Läufer, Radfahrer und Co im Preisbereich von 65 bis über 150 Euro.

Kopfhörer für Sportler müssen mehrere Punkte erfüllen: Sie sollten Schweiß und Wasser abweisen, gut sitzen und einen ordentlichen Klang bieten. Bluetooth bietet sich an, da so beim Training keine Kabel herumbaumeln. Zudem sparen immer mehr Smartphone-Anbieter an der Klinkenbuchse und Trainingsgeräte wie Sportuhren (Übersicht) bieten teilweise ausgereifte Musik-Player.

Für diesen Vergleich haben wir die Bluetooth-basierten Sportkopfhörer von fünf Herstellern getestet. Folgende Produkte sind dabei:

Das ist natürlich keine abschließende Übersicht zu allen erhältlichen Produkten. Der Test deckt aber einen solide Preisspanne ab und zeigt gut die Unterschiede zwischen verschiedenen Herstellern und unterschiedlichen Kostenpunkten.

Die Kopfhörer von Aftershokz übertragen den Klang über vibrierende "Transducer" seitlich am Kopf, der Gehörgang bleibt frei.

Beim Design unterscheiden sich die Kopfhörer nur wenig, allerdings mit Ausnahme der Aftershokz Trekz Air. Diese sitzen nicht im Gehörgang, sondern setzen auf Knochenschall. Dazu werden sie seitlich oberhalb der Ohren getragen, der Klang wird über sogenannte Transducer und Vibration ins Innenohr übertragen. Der eigentliche Gehörgang bleibt frei. Die anderen vier Hersteller nutzen klassische Ohrstöpsel, die per Kabel mit dem Akku und miteinander verbunden sind. Mal ist das Kabel länger (Anker, Sennheiser), mal kürzer (Bose), mal geht es in ein Nackenband (Oneplus).

Von den normalen Kopfhörern unterscheiden sich die Sportkopfhörer durch zusätzliche kleine „Flügel”. Diese halten die Kopfhörer selbst bei stärker Aktivität in den Ohren. Jeder Hersteller liefert sowohl die Flügel wie auch die Silikonstöpsel in verschiedenen Größen mit, so dass sie für unterschiedlich große Ohren passen. Im Test hielten alle Kopfhörer bei Aktivitäten wie Radfahren oder Laufen stabil. Bei den Anker-Geräten muss man aber die Aluminiumkörper der Kopfhörer etwas drehen, da sonst eine kleine Plastiknoppe stört.

Bei den Oneplus Bullets Wireless steckt der Akku im langen Nackenband, zudem schalten sie sich ab, wenn die Kopfhörer magnetisch zusammengeklippt werden.

Die tatsächlich größte Auswirkung auf den Komfort beim Sport haben die Kabel zwischen den beiden eigentlichen Kopfhörern. Lange Kabel erlauben zwar mehr Flexibilität, stören allerdings. Bei den Sennheiser-Kopfhörern sollte man sie daher mit einem der mitgelieferten Clips fixieren. Die Anker-Kopfhörer lassen sich zwar einfach kürzen, allerdings ist die Kabelfernbedienung samt Akku auf einer Seite – das sorgt für ein Ungleichgewicht. Sennheiser löst das besser, hier sind Akkus auf beiden Seiten, was die Kabel ausbalanciert. Unsere Favoriten hier sind aber die Kopfhörer von Bose, die viel Technik in die Ohrstöpsel selbst verlegen, sowie die Kopfhörer von Oneplus, bei denen die Technik in einem breiten Silikonband steckt, welches sich um den Nacken legt.

Die Geräte von Aftershokz dagegen lassen sich bequem auf den Schläfen tragen, hier baumelt nichts herum.

Die Anker Soundcore Spirit Pro sind magnetisch, allerdings schalten sie nicht wie die Oneplus Bullets Wireless automatisch ab.

Der Klang eines Headsets ist am schwersten zu vergleichen. Klang ist enorm subjektiv, unsere Kollegen der c’t haben dazu einen ausführlichen Beitrag online. Um die Qualität vergleichbar beurteilen zu können, nutzen wir die gleiche Playlist für alle Kopfhörer. Sie kommt vom Lautsprecher-Hersteller Cambridge Audio, im Blog erklärt das Unternehmen, welche Titel sie warum gewählt haben.

Jeder der Kopfhörer schlägt sich im Test gut. Die Sennheiser CX Sport waren zu Beginn enttäuschend, doch die mitgelieferte App behebt diesen Nachteil eindrucksvoll. Dank des Equalizers sind die Geräte mit denen von Bose, Anker oder Oneplus gleich auf. Bose und Oneplus liefern einen kraftvollen Bass, ohne dass dieser überhandnimmt. Ähnliches gilt für die Kopfhörer von Anker, die einen schönen Sound übers komplette Spektrum liefern.

Die Bose Soundsport Wireless bieten als einzige im Testumfeld NFC.

Die Aftershokz Air Trekz sind eine Ausnahme. Da sie nicht im Ohr sondern auf den Knochen seitlich sitzen, fehlt der intensive Bass anderer Kopfhörer. Musik kann man auf diesen Geräten überraschend gut hören, sie versagen allerdings bei Podcasts oder Hörbüchern. Wer beim Laufen also lieber Texte statt Musik hört, sollte die Knochenschall-Kopfhörer ignorieren.

Sportkopfhörer mit Bluetooth
Produkt Trekz Air Soundcore Spirit Pro Soundsport Wireless Bullets Wireless CX Sport
Hersteller Aftershockz Anker Bose Oneplus Sennheiser
Tragekomfort *** ** *** *** ***
Klangqualität ** *** *** *** ***
Akkulaufzeit 6 Stunden 9:50 Stunden 5:15 Stunden 7:05 Stunden 5:20 Stunden
Schutzklasse IP55 IP68 keine genannt, Schutz gegen Schweiß/ Spritzwasser spritzwassergeschützt und wasserabweisend, aber nur unter „optimalen Bedingungen” keine genannt, Schutz gegen Schweiß/ Spritzwasser
aptX nein ja nein ja ja
NFC nein nein ja nein nein
Mehrere Verbindungen ja, 2 nein ja, 2 nein ja, 2
Ladeanschluss Micro-USB Micro-USB Micro-USB USB-C Micro-USB

Bei der Akkulaufzeit spannt sich das Feld zwischen mehr als neun Stunden (Anker Soundcore Spirit Pro) und knapp 5:15 Stunden (Bose Soundsport Wireless). Dazwischen siedeln sich die Sennheiser CX Sport (5:20 Stunden), die Trekz Air (6 Stunden) sowie Oneplus Bullets Wireless (7:05 Stunden an). In der Praxis kann man bei diesen Zeiten noch etwas drauflegen: Wir messen alle Headsets bei voller Lautstärke. Real nutzt man aber etwa 75 bis 80 Prozent des Pegels, so dass hier etwas mehr Laufzeit drin sein sollte. Geladen sind die Headsets in 40 bis 60 Minuten.Die Ausnahme sind die Oneplus Bullets Wireless: Da der Hersteller auf USB-C setzt, ist der Akku innerhalb von knapp 10 Minuten wieder voll.

Die Sportkopfhörer von Sennheiser CX Sport liefern guten Sound und bietet eine gute Balance beim Kabel.

Nicht nur das, mit einem USB-C-auf-USB-C-Kabel lassen sich die Kopfhörer auch vom Smartphone aus mit Saft versorgen. Ein weiterer Vorteil der Oneplus-Geräte ist der magnetische Schalter. Werden die Kopfhörer nicht gebraucht, lassen sie sich vor dem Körper wie eine Kette zusammenklippen, gleichzeitig schalten sich die Kopfhörer ab. Das sorgt im Alltag für eine deutlich längere Laufzeit.

AfterShokz Trekz Air blau

Aftershokz Trekz Air, blau

AfterShokz Trekz Air grün

Aftershokz Trekz Air, grün

Anker Soundcore Spirit Pro grau (AK-A34020F1)

Anker Soundcore Spirit Pro, grau

Bose SoundSport wireless schwarz (761529-0010)

Bose Soundsport Wireless, schwarz

Bose SoundSport wireless aqua (761529-0020)

Bose Soundsport Wireless, aqua

OnePlus Bullets Wireless schwarz

Oneplus Bullets Wireless, schwarz

Sennheiser CX Sport (508256)

Sennheiser CX Sport

Die gute Nachricht: Eigentlich kann man beim Kauf wenig falsch machen. Da die Kopfhörer allesamt nicht gerade billig sind, beruhigt das. Geht es nur um den Sound, tendieren wir zu den Bose Soundsport Wireless (Testbericht) und den Sennheiser CX Sport (Testbericht), auch wenn diese die kürzeste Laufzeit haben. Knapp dahinter kommen die Anker Soundcore Spirit Pro (Testbericht) und die Oneplus Bullets Wireless (Testbericht), wobei unserer Meinung nach die Oneplus-Kopfhörer aufgrund ihres automatischen Abschaltens und dem schnellen Laden per USB-C leicht die Nase vorne haben. Anker punktet bei der Akkulaufzeit. Die Aftershokz Trekz Air sind eher ein Spezialfall, wer aber beim Sport die Umgebung weiter mitbekommen möchte, für den sind die Geräte in jedem Fall interessant.

Ähnliche Artikel auf TechStage

Einloggen, um Kommentare zu schreiben

Anzeige