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Kaufberatung UHD-TVs: 4K-Fernseher für jeden Geldbeutel

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Bild: CC0/Pixabay

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4K-Fernseher fallen weiter im Preis, inzwischen liegen die Preise unter 300 Euro für große TVs. Wir geben einen Überblick über Geräte, Betriebssysteme und Features.

Fernseher, die Inhalte in UHD-Auflösung darstellen, sind günstig wie nie. Nachdem die Technik inzwischen ausgereift ist, versuchen sich die Hersteller durch Marketing und hippe Abkürzungen voneinander zu unterscheiden. Diese Kaufberatung erklärt die Unterschiede, zeigt relevante Eckdaten auf und hilft bei der Auswahl des nächsten Fernsehers.

Der eigentlich richtige Begriff ist UHD (Ultra High Definition). Dieser beschreibt den neuen Standard, der auf Full-HD folgt. UHD liefert 3840 × 2160 Bildpunkte, das Vierfache von Full-HD; und Inhalte werden im Seitenverhältnis 16:9 angezeigt. 4K kommt aus der digitalen Kinobranche, es steht dort für eine Auflösung von 4096 × 2160 Pixel und ein Seitenverhältnis von 17:9. Weil 4K aber so schön griffig klingt, wurde und wird es im TV-Umfeld als Synonym für UHD genutzt. Weitere Informationen haben die Kollegen der c't in der FAQ: 4K oder UHD zusammengetragen.

Mit 8K steht der Nachfolger von UHD nicht mehr nur theoretisch bereit, immer mehr Hersteller liefern Geräte mit der Auflösung von 7680 × 4320. Dabei gehen sogar die Preise in vernünftige Regionen – auch wenn 8K immer noch sehr teuer ist. Samsung legt zum Artikelzeitpunkt den günstigsten TV vor, einen 55-Zoll QLED-TV mit 8K ab 2650 Euro. Zum Vergleich: Dafür bekommt man einen sehr guten OELD-TV mit 65-Zoll-Diagonale.

Wie steht es also mit 8K? Aktuell ist es eher was für Technik-Fans. Denn es fehlt einfach an Inhalten, selbst wenn die hochgerechneten Filme zumindest auf der IFA 2019 gut aussahen. Die Kollegen der c’t erklären im Artikel „8K-Fernseher kommen – doch wer braucht sie eigentlich?“ genauer, warum sich 8K-TVs zumindest aktuell nur für Liebhaber mit Adleraugen oder Unternehmen eigenen.

Samsung GQ55Q950R

Samsung GQ55Q950R, 8K, 55 Zoll

Sony KD-98ZG9

Sony KD-98ZG9, 8K, 89 Zoll

LG 75SM9900PLA

LG 75SM9900PLA, 8K, 75 Zoll

Sony KD-98ZG9

Sony KD-98ZG9, 8K, 98 Zoll

Das Betriebssystem eines TVs sollte mehrere Dinge erfüllen: Schnell starten, einfach zu bedienen und vor allem erweiterbar für neue Apps sein, etwa wenn neue Anbieter im Markt auftauchen. Wo es noch vor fünf Jahren einen Wildwuchs an Systemen und Eigenentwicklungen der Hersteller gab, scheint langsam eine Konsolidierung stattzufinden. Gewinner ist in erster Linie Google mit seinem Android TV.

Damit gibt es nicht nur einen quasi garantierten Zugriff auf Youtube oder Google Music, sondern auch auf den Google Play Store und dessen breites App-Angebot. Netflix & Co. sind eigentlich kein Problem. Eigentlich. Denn es kommt immer darauf an, wie der Hersteller sein Gerät zertifizieren lässt. Ein gutes Beispiel ist der von uns getestete Beamer von Xiaomi. Trotz Android TV ließ sich etwa Netflix oder Amazon Instant Video nicht aus dem Play Store herunterladen. Das klappt nur über Umwege, etwa, indem die APK-Datei installiert wird – nervig ist es dennoch. Eine weitere Funktion von Android TV ist Fluch und Segen: Die Geräte unterstützen in den meisten Fällen die Übertragung per integriertem Chromecast. Das ist zwar praktisch, öffnet das System aber auch für Hacks.

Doch es gibt noch immer ein paar Alternativen zu Android TV. Da wäre etwa Web OS, älteren Lesern noch bekannt vom Palm Pre. Es kommt vor allem bei LG zum Einsatz. Beim Beamer HF85JS (Testbericht) konnte uns das Betriebssystem zwar nicht komplett überzeugen, auf TVs soll das Betriebssystem aber deutlich besser abschneiden, wie uns Bekannte und Freunde mit entsprechenden Geräten berichten.

Die nächste Alternative ist Firefox OS, das Panasonic für seine 4K-Fernseher nutzt. Firefox OS wurde bereits mehrfach für tot erklärt, taucht aber immer wieder quicklebendig auf. Im App Store gibt es mehrere 100 Apps, die sich auf dem Gerät installieren lassen. Dazu gehört auch eine UHD-fähige Viera-App für Netflix. Samsung kocht mit Tizen ebenfalls ein eigenes Süppchen. Das Betriebssystem kommt, kein Wunder, vor allem bei Samsung-TVs zum Einsatz. Tizen hat sich ebenfalls zu einem ordentlichen TV-Betriebssystem samt zahlreicher Apps gemausert.

Die Update-Prozedur beim Sharp wirkt nicht nur altmodisch, sie setzt den TV auch auf den Werkszustand zurück. Das geht inzwischen besser.

Gerade die Hersteller von günstigeren TVs wollen sich die Lizenzkosten für Android TV sparen und kochen ihr eigenes Betriebssystem zusammen. Das funktioniert meist gut, kann aber auch zicken. Zwei Beispiele aus der Praxis: Beim Update des 70-Zoll-TVs Sharp Aquos LC-70UI7652E sah es zunächst so aus, als würde der C64 das Upgrade durchführen. Dann, als die neue Version installiert war, stellten wir fest, dass sämtliche Daten gelöscht wurden und der Fernseher komplett neu eingerichtet werden musste. Ein anderes Beispiel kommt von einem günstigeren Medion 4K-TV. Da wollte die Smart-TV-Software, dass der Nutzer die AGBs akzeptiert – jedes Mal, wenn man den Smart-TV-Knopf auf der Fernbedienung drückte, nicht nur einmal.

Tatsächlich kann man dies aber verschmerzen. Denn es ist inzwischen nicht nur einfach, sondern auch billig, ein externes Gerät für die smarten Funktionen des TVs und den Fernseher nur als Wiedergabegerät zu nutzen. Der Amazon FireStick 4K (Testbericht), der Fire Cube (Testbericht), das aktuelle Nvidia Shield oder ein Raspberry Pi mit Kodi (heise-Artikel) sind exzellente Media-Center. Sie machen ein mieses Betriebssystem oft mehr als wett. Noch mehr Power und ein breites App-Angebot bietet die Xbox One (Ratgeber) und die PS4 (Ratgeber). Letztere hat zudem den großen Vorteil, dass man mit Playstation VR (Test) recht günstig ein VR-System nachrüsten kann.

Wer ein smartes TV im WLAN anschließt, dem muss klar sein, dass er im Endeffekt einen PC betreibt – einen PC, für den es nur selten Updates oder Bugfixes gibt. So ist es kein Wunder, dass immer wieder Hacks und Angriffe auf smarte TVs bekannt werden. Aktuell ist es etwa die Casthack-Attacke, bei der tausende von Chromcast-Geräten in Sticks und TVs übers Internet öffentlich erreichbar sind. Hacker nutzen dies, um ungefragt Videos zu streamen (Heise Meldung). Andere Attacken setzen auf bekannte Schwachstellen in den TV-Betriebssystemen, um die Systeme zu attackieren.

Die andere Bedrohung kommt aber von den Herstellern selbst. Es hat nicht lange gedauert, bis die ersten Anbieter die Daten der Kunden sammelten und zum Kauf anboten. Samsung oder Philips fielen negativ auf, weil sie mehr oder weniger offensichtlich den Kunden gezielte Werbung unterschieben wollten.

Wer ein Smart TV anschafft, der muss sich dieser Punkte bewusst sein. Sobald Daten auf ein System fließen, kann es sein, dass sie nicht darauf verbleiben. Für die meisten Nutzer ist es das Risiko wert – dennoch sollte man darauf achten, wenn der eigene TV-Hersteller (oder Anbieter einer anderen Smart-Home-Lösung) in den Schlagzeilen auftaucht. Mehr zu diesem Thema haben die Kollegen der c’t im Artikel „Clever oder tumb“ zusammengestellt.

Vor dem Kauf sollte man sich die grundsätzliche Display-Größe überlegen. Diese ist nicht nur vom Budget beeinflusst, sondern auch davon, wie viel Platz zwischen TV und Zuschauer vorhanden ist. Als Orientierung kann man sagen, dass der Abstand zum 4K-TV-Gerät das 1,25-fache der Bildschirmdiagonale in Zentimeter betragen sollte. Damit sitzt man bei einem UHD-Fernseher näher dran als bei einem Full-HD-Gerät (dort gilt als Faustformel Display-Diagonale × 1,5). Wer sich ein Gerät mit 1,40 m (circa 55 Zoll) Bildschirm aussucht, sollte um die 1,75 m davon entfernt sitzen.

Allerdings kommt es in der Praxis darauf an, welche Inhalte man auf den Fernseher ansieht. Native UHD-Filme sehen großartig aus, selbst wenn man nahe davor sitzt. Wer Inhalte in Full-HD oder schlechter ansieht, der sollte zurückrutschen. Sonst entsteht schnell ein Pixelbrei, der wenig ansehnlich wirkt. Der Autor sitzt bei einem 55-Zoll-TV-Gerät knapp 1,80 m vom Bild entfernt. Das passt sowohl für Inhalte in Full-HD und auch für UHD gut.

Ein weiterer Punkt ist der Aufstellort des TV: Wer eine Schrankwand oder ähnliches hat, der ist durch deren Breite begrenzt. Wichtig hier: Die meisten TVs sind schmaler als ihre Diagonale. Ein TV mit 1,40 m Diagonale ist normalerweise um die 1,20 m breit.

Aufpassen sollten Freunde von Funktionen wie Ambilight. Dabei leuchten an den Seiten des TVs LEDs in den Farben, die jeweils auf dem Display präsent sind. Ob diese Funktion das Bild wirklich wie versprochen "vergrößert" ist umstritten, in jedem Fall ist es ein netter Effekt. Phillips-Fernseher bringen diese Funktion nativ mit, alternativ gibt es Bastellösungen für den Rasbperry Pi (c’t-Workshop) oder die App Hue Sync (Testbericht) für die smarten Hue-Leuchten von Phillips. Außerdem hat Hue eine Box vorgestellt, mit der alle Inhalte, die über HDMI zum Fernseher kommen, wie mit der Sync-App (zum Artikel) passend illuminiert werden können. Egal welche Lösung man nutzt, sie braucht seitlich und über dem TV Platz, um die Wand richtig ausleuchten zu können.

Um eine preisliche Einstufung zu liefern, listen wir TV-Geräte mit 40, 50, 55, 60 und 82 Zoll (ca. 2 m) sowie mit Ambilight auf.

Sharp Aquos 40AJ2E

40 Zoll: Sharp Aquos 40AJ2E

Medion Life X15080 (MD 31380)

50 Zoll: Medion Life X15080

Philips 55OLED803

Ambilight: Philips 55OLED803

Samsung UE55RU7179

55 Zoll: Samsung UE55RU7179

LG OLED 65C8LLA

65 Zoll: LG OLED 65C8LLA

Samsung UE82NU8009

82 Zoll: Samsung UE82NU8009

Ist die Größe klar, geht es zur nächsten Auswahl: Wie soll das Bild beleuchtet werden? Mit Ausnahme der OLED-Geräte setzen UHD-Fernseher auf LCD-Panels, deren einzelne Pixel entweder seitlich (Edge-Lit) oder direkt dahinter (Direct-Lit) von LEDs angestrahlt werden. Auch ein sogenannter LED-TV nutzt dabei ein LCD-Panel. Auch wenn es theoretisch noch LCD-Fernseher mit Kaltkathodenröhren statt LEDs gibt, so leuchten nahezu alle aktuellen TVs inzwischen mit LEDs.

Bei TVs mit Edge-Lit sind die einzelnen LEDs seitlich am Rahmen angebracht und strahlen von außen nach innen. Die Vorteile: Die Geräte sind schmal und vergleichsweise günstig. Allerdings treten möglicherweise Fehler im Bild auf, wenn die Beleuchtung ungleichmäßig ist. Dann sind im Bild helle Flecken (Clouding) oder bei schnellen Kamerafahrten dunkle oder helle Streifen (Banding) zu sehen. Für solche Fehler ist eine schlechte Behandlung beim Transport ausreichend. Um ein neues TV auf Fehler zu checken, sollte man ihn bei kompletter Dunkelheit mit einem schwarzen Bild bespielen, etwa von einem Laptop. Treten hier allzu große Fehler auf, sollte man das TV umtauschen.

Die Alternative zu Edge-Lit ist Direct-Lit. Dabei setzen die Hersteller hinter das LCD ein Panel mit LEDs, die direkt nach vorne strahlen. Das verringert die Probleme mit Clouding oder Banding deutlich. Ein weiterer Vorteil ist, dass Direct-Lit-Geräte sehr viel genauer steuern, wo sie das Bild abdunkeln. Das sorgt für bessere Schwarzwerte und ordentliches HDR (siehe weiter unten). Die Geräte sind dafür tiefer und teurer. Ein gutes Beispiel dafür ist der Vergleich der beiden UHD-Fernseher Samsung GQ55Q7FN und Samsung GQ55Q9FN (Geizhals-Vergleich). Mit Ausnahme der Beleuchtung sind die Geräte identisch. Die Direct-Lit-Variante kostet aber 590 Euro mehr und hat einen höheren durchschnittlichen Stromverbrauch (196 kWh bei Edge-Lit, 215 kWh bei Direct-Lit).

Die Königsklasse bei TVs ist OLED. Bekannt von Smartphones hält diese Technik langsam Einzug in die breite Masse bei TV-Geräten. Der große Vorteil von OLED ist der echte Schwarzwert, an den kommen weder Edge-Lit noch Direct-Lit heran. Die einzelnen Pixel leuchten hier selbst, was zu einem absolut beeindruckenden Bild führt.

Der Nachteil: OLED-TVs sind noch immer teuer. Das liegt auch daran, dass es vergleichsweise wenige Hersteller gibt, die solche Panels fertigen. Ein weiteres Problem ist das Thema einbrennen. Standbilder oder auch Logos von TV-Shows an der immer gleichen Stelle können für hässliche Bildfehler sorgen. Unsere Kollegen der c’t zeigen das ziemlich eindrucksvoll im Artikel „Schatten im Bild”.

Eine Alternative zu OLED sind Fernseher mit Quantenpunkten – Samsung nutzt dafür den Marketingbegriff QLED. Stark vereinfacht erklärt nutzen diese TVs blau leuchtende LEDs. In Kombination mit speziellen Nanopartikeln im LCD des TVs werden dadurch besonders kräftige Farben möglich. Weitere Details zur Funktionsweise von Qled erklärt die c't-Display-Expertin Ulrike Kuhlmann in den Artikeln „Leuchtpünktchen – Quantenpunkte kontra OLEDs” und „Farbenspiele”.

Die aktuelle Gerätegeneration schlägt sich wacker. Wir haben den Samsung GQ65Q90R getestet, das Gerät hat uns vor allem durch seine hohe Helligkeit gefallen. Samsung hat das Problem des engen Blickwinkels besser in den Griff bekommen, doch kommt auch der GQ65Q90R nicht an den perfekten Blickwinkel eines OLED-TVs wie dem Sony KD-65AG9 (Testbericht) heran. Dafür haben sich die QLEDs preislich enorm zum Vorteil des Kunden entwickelt. Der getestete Samsung TV wurde im März 2019 noch mit knapp 3800 Euro gehandelt, inzwischen ist er für etwa 2499 Euro zu bekommen.

Um ein Gefühl für den Preis zu bekommen, zeigen wir in dieser Liste zu jeder der Panel-Technologien ein Gerät mit 55 Zoll Bildschirmdiagonale. Die Geräte wurden nach Beliebtheit der Abrufe im Geizhals-Preisvergleich ausgewählt.

Samsung UE55NU7179

Edge-Lit: Samsung UE55RU7179

Sony KD-55XG9505

Direct-Lit: Sony KD-55XG9505

LG OLED 55C97LA

OLED: LG OLED 55C97LA

Samsung GQ55Q60R

QLED: Samsung GQ55Q60R

Nicht nur die Auflösung ist wichtig. Wer jetzt ein UHD-TV kauft, sollte auf das Thema High Dynamic Range (HDR) achten. Dieser Modus bietet einen enorm hohen Kontrast und lässt die Bilder deutlich besser aussehen. Dazu braucht es aber einen Zuspieler oder Inhalte, die HDR-tauglich sind. Zudem werfen die Hersteller hier mit Marketing-Begriffen nur so um sich. Die wichtigsten Begriffe in diesem Bereich sind:

  • HDR: High Dynamic Range. Die grundsätzliche Technik, um kompatible Inhalte im Hochkontrastmodus darzustellen. Wer ein neues TV kauft, sollte auf die Funktion achten.
  • HDR-10: High Dynamic Range, 10 Bit. Eine Weiterentwicklung von HDR, die mehr Helligkeitsstufen bietet. Setzt auf HDR auf und ist entsprechend zu dieser Technik kompatibel.
  • Dolby Vision: Ein Markenbegriff für HDR mit 12 Bit. Entsprechend sind noch mehr Helligkeitsstufen möglich als bei HDR und HDR-10. Auch diese Technologie ist abwärtskompatibel.
  • HLG: Hybrid Log-Gamma. Diese Technik unterscheidet sich vom normalen HDR. Entwickelt von der BBC und dem japanischen Sender NHK soll es Fernsehsignale HDR-tauglich machen. Der Vorteil: Es reicht, ein Signal auszusenden. Ist das Empfangsgerät nicht HLG-kompatibel, wird das normale Bild angezeigt. HLG wird sich auch für Live-Übertragungen eignen, ist aber jetzt noch in den Kinderschuhen. Derzeit unterstützt es kein deutscher Sender, wer ein neues TV sucht, kann die Funktion aber gleich mitnehmen.

Dire Crux ist dabei eine Technik namens Local Dimming. Die ist wichtig, damit der TV HDR nicht nur versteht, sondern auch auf dem Bildschirm umsetzen kann. Einfach gesagt: Bei Local Dimming kann der TV bestimmte Bereiche des Bildes heller oder dunkler darstellen. Am besten schaffen das die OLED-TVs oder UHD-Fernseher mit Direct-Lit, da hier jeder Bildpunkt angesteuert werden kann. Bei Edge-Lit-TVs ist es schon etwas schwerer. Da die Lichtquellen seitlich im Rahmen sitzen, muss der TV quasi in einem Streifen aufhellen. Das bedeutet, dass die aufgehellten Bereiche deutlich größer sind, als bei einem TV mit Local Dimming. Die dritte Option ist Global Dimming, bei dem, stark vereinfacht gesagt, das ganze Bild heller oder dunkler gestellt wird.

Wer HDR nutzen möchte, der sollte sich ein TV mit Direct-Lit-Technologie, Qled oder gleich OLED ansehen. Mehr Informationen dazu hat die c't im Artikel „Klassenkampf - Smart TVs mit OLED- und LCD-Panel” zusammengefasst.

Eine Schwachstelle vieler dünner TVs ist der Klang. Es fehlt meist einfach am Resonanzkörper. Zudem sind die Lautsprecher sowie die unterstützten Audio-Codecs oft ein Punkt, an dem die Hersteller Einsparpotential sehen. Die gute Nachricht: Wer mit dem Klang seines TVs nicht zufrieden ist, kann ihn mit einer Soundbar relativ einfach und günstig deutlich aufwerten. Soundbars mit Subwoofer gibt es bereits ab 55 Euro. In unserer Themenwelt Soundbar fassen wir Tests und Ratgeber zusammen.

Es gibt eine Reihe an unterschiedlichen Formfaktoren, etwa das Sounddeck Streaming von Teufel (Einzeltest), das unter einem Fernseher steht, aber einiges an Platz benötigt. Wer eine schmalere Lösung sucht, der kann eine klassische Soundbar nutzen, etwa die Polk Audio Signa S2 (Testbericht), die günstige LG SK6F (Testbericht) oder die kompakte Panasonic SU-HTB254 (Testbericht).

Was also kosten UHD-TVs aktuell? Das günstigste Gerät ist zum Zeitpunkt des Artikels der Jay-tech Nemesis UHD 4.3 , ein Edge-Lit-UHD-TV mit 43 Zoll Bildschirmdiagonale für 199 Euro. Das günstigste Direct-Lit-TV, ein ChiQ U40E6000 mit 40 Zoll Diagonale kostet 259,99 Euro. Bei OLED muss man deutlich tiefer in die Tasche greifen. Hier ist der Grundig 55 GOB 9990 für 999 Euro das billigste Gerät.

Da die Preise immer wieder schwangen, hier eine Reihe von Links, die direkt zum Preisvergleich der jeweiligen Geräteklasse bei unserer Partnerseite Geizhals führen. Wir haben die Ergebnisse nach Beliebtheit sortiert, wer die jeweils günstigsten Geräte sucht, muss dort auf „Bestpreis“ umstellen:

Richtig gelesen, es gibt inzwischen viele 4K-TVs für weniger als 300 Euro (Preisvergleich-Liste). Und das dauerhaft, nicht im Rahmen von irgendwelchen Preisaktionen. Allerdings ist die Auswahl vor allem bei der Größe limitiert. Maximal bekommt man 50 Zoll und auch das nur bei No-Name bzw. Medion-Geräten. Auch OLED gibt es in dieser Preisklasse noch nicht drin, LCD und LED sind die Leuchtmittel der Wahl. HDR dagegen ist durchaus realistisch, sogar Dolby Vision und HDR10+ sind vertreten.

Telefunken D43U472R4CW

Telefunken D43U472R4CW

Toshiba 43V5863DA

Toshiba 43V5863DA

Sharp 40BL2EA (4T-C40BL2EF2AB)

Sharp 40BL2EA

Philips 43PUS6504

Philips 43PUS6504

TCL U49C7006

TCL U49C7006

Zugegeben, der OLED Sony KD-65AG9 von Sony hat uns im Test mit seinem Bild ziemlich beeindruckt. Danach kam aber der riesige Aquos LC-70UI7652E von Sharp. Und auch wenn dessen Fernsehbild vor allem bei schwarzen Szenen nicht mit dem Sony mithalten kann, so hat er doch zwei krasse Vorteile: Der Preis und die Größe. 70 Zoll sind einfach Wahnsinn. Vor allem, wenn man auf dem Gerät vor allem spielt oder Filme ansieht, kann die große Bildschirmdiagonale beeindrucken.

Egal ob Brawlhalla oder Mario Kart 8 Deluxe – die Redaktion ist sich einig, dass mehr Platz bei mehreren Spielern die technischen Specs eines teureren TVs mehr als aufwiegt. Bei 70 Zoll TVs hat man unterhalb von 900 Euro bereits vernünftige Auswahl an Geräten. Wer einen 75-Zoll-TV haben möchte, der muss mit mindestens 895 Euro rechnen, bei 80 Zoll springen die Preise dann auf über 1800 Euro.

Philips 70PUS6504

Philips 70PUS6504

Samsung UE70RU7099

Samsung UE70RU7099

Sharp Aquos LC-70UI9362E

Sharp Aquos LC-70UI936

Sony KD-75XG8096

Sony KD-75XG8096

LG 82UM7600PLB

LG Electronics 82UM7600PLB

Der schönste Fernseher nützt nichts, wenn es keine Inhalte gibt. Noch immer ist UHD bei der TV-Übertragung Mangelware. Selbst Sky sendet nur vereinzelt in der hohen Auflösung. Für Sportfans führt dennoch derzeit nichts an einem Sky-Abo vorbei, nur hier gibt es ausgewählte Spiele der Bundesliga und der Champions League in UHD. Sky-Kunden benötigen aber sowohl den Sky-Q-Receiver wie auch das entsprechende Abo, sonst bekommen sie die UHD-Inhalte gar nicht erst angezeigt.

Film-Freunde haben mehr Auswahl. Streaming-Dienste wie Netflix oder Amazon Prime Video erweitern ihr Portfolio an UHD-Inhalten langsam. Dafür sollte eine ordentliche Breitband-Internetleitung vorhanden sein, Filme mit HDR und UHD-Auflösung sind groß. Die meisten Fernseher bringen Apps für Streaming-Dienste mit, ansonsten kann man immer über Geräte wie den Fire Stick 4K (Testbericht) nachrüsten.

Wer sich nicht von Streaming-Anbietern und deren Katalogen abhängig machen möchte, kann auf UHD-Blu-Ray-Discs zurückgreifen. Diese haben den Film in der UHD-Auflösung an Bord, entsprechend muss nichts hochgerechnet werden. Es gibt allerdings ein paar Einschränkungen: UHD-Blu-Rays müssen speziell gekauft werden, sie sind deutlich teurer als die Full-HD-Filme. Zudem kann nicht jeder Player auch UHD-Discs wiedergeben. Wir stellen in unserem Vergleichstest vier UHD-Blu-Ray-Player ab 150 Euro vor.

Der dritte Punkt ist die Qualität: Nicht jeder Film sieht auf UHD zwingend besser aus. Oft hat man ein absolutes Aha-Erlebnis, aber wenn die Hersteller zu viel mit der Farbe spielen, wird das Ergebnis schnell seltsam. Sehr gute Anlaufstellen für die Qualität von UHD-Filmen sind die Webseiten von c’t-Redakteur Nico Jurran (Surround-Sound.info) und c’t-Autor Timo Wolters (Blu-Ray-Rezensionen.net). Weitere Informationen dazu gibt es auch im c’t-Plus-Artikel „Schöne Scheibenwelt”.

Sony UBP-X700 schwarz

UHD-Player: Sony UBP-X700 schwarz

Panasonic DP-UB154 schwarz

UHD-Player: Panasonic DP-UB154

Amazon Fire TV Stick 4K mit Alexa Sprachfernbedienung (53-008357)

Amazon Fire TV Stick 4K

Apple TV  4K 64GB (MP7P2FD/A)

Apple TV 4K 64GB

Google Chromecast Ultra

Google Chromecast Ultra

Microsoft Xbox One X - 1TB schwarz

Microsoft Xbox One X

Mit den richtigen Inhalten sind UHD-Fernseher eine Augenweide. Sie bieten ein scharfes Bild und tolle Farben. Wer ein UHD-TV hat, gewöhnt sich schnell an die hohe Auflösung, selbst bei normalem TV.

Besonders beeindruckend ist der Preisverfall. Gerade bei Geräten mit OLED oder Qled ist das schön zu sehen, innerhalb weniger Monate kosten diese nur noch die Hälfte. Film-Freunde sollten in jedem Fall so ein Gerät holen, die Farben wirken hier einfach intensiver. Aber auch andere Direct-Lit- und Edge-Lit-TVs können beim Bild und dem Preis beeindrucken.

Wer jetzt einen neuen TV anschafft, der sollte nicht mehr unter UHD gehen. Full-HD ist längst abgelöst, die 4K-Geräte sind erschwinglich und liefern deutlich bessere Bilder.

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