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Elf Sportuhren im Vergleich: Das können Garmin, Fitbit & Co

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Wer eine Sportuhr sucht, der hat die Qual der Wahl. Wir vergleichen elf aktuelle Sportuhren von Garmin, Honor, Polar, Fitbit, Suunto und Huawei.

Wenn die Fitness-Tracker nicht mehr ausreichen, dann benötigt man eine richtige Sportuhr. Diese Geräte zeigen nicht nur die Zeit an, sie haben meist ausgefeilte Möglichkeiten, Trainings und Sport-Sessions aufzuzeichnen. Dazu sehen sie inzwischen aus wie eine Uhr und weniger wie ein Pulsmesser.

Im Update unseres Vergleichstests stellen wir elf Sportuhren von sechs Herstellern gegenüber.

Die Einzeltests zu den Uhren sind jeweils verlinkt, zudem finden sich alle Artikel in der Themenwelt Sportuhr. Wer dagegen eher eine Smartwatch für den Alltag sucht, der sollte den Artikel Zehn Smartwatches mit Wear OS bis 200 Euro lesen. Wer es etwas schmaler möchte, dem empfehlen wir einen Fitness-Tracker. Diese vergleichen wir im Ratgeber: Sportuhren oder Fitness-Tracker für Jogger.

Elf Uhren in der Übersicht
Produkt Watch GT Watch GT 2e 3 Fitness 7 Versa Versa 2 Vivoactive 3 Music Venu Vantage M Grit X Magic Watch 2
Hersteller Huawei Huawei Suunto Suunto Fitbit Fitbit Garmin Garmin Polar Polar Honor
GPS / WLAN ✔ / - ✔ / - -/- ✔ / ✔ - / ✔ - / ✔ ✔ / ✔ ✔ / ✔ ✔ / - ✔ / - ✔ / -
Display farbig farbig farbig farbig farbig farbig farbig OLED, farbig farbig farbig farbig
Brustgurtkompatibilität Bluetooth Bluetooth Bluetooth, Ant+ Bluetooth, Ant+ Bluetooth Bluetooth
Schlafüberwachung ++ ++ ++ mit Zusatz-App ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++
Musik lokal/ Streaming ✔ / ✔ ✔ / ✔ - - / ✔ ✔ / ✔ ✔ / ✔ ✔ / ✔ ✔ / ✔ -/- -/- ✔ / ✔
Funktionert ohne App nein nein ja nein nein nein nein nein ja ja nein
App braucht Account ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja
Schrittzähler ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++
Stockwerkzähler ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++
Bezahlfunktion nein nein nein ja ja ja ja ja nein nein nein

Moderne Sportuhren sehen aus wie, nun ja, Uhren. Das zeigen die Geräte von Fitbit, Huawei, Suunto oder Garmin. Gerade wenn man das mitgelieferte Armband gegen eins aus Metall austauscht, sind die Sportuhren mit klassischen Smartwatches (Themenwelt), der Apple-Watch (Themenwelt) oder einer klassischen, analogen Uhr vergleichbar. Da hilft es, dass nahezu alle Hersteller auf einen Schnellverschluss setzen und sich die Armbänder ohne Werkzeug wechseln lassen. Auf der anderen Seite gibt es immer noch Geräte, die auch nach Trainingshelfern aussehen. Die Polar-Uhren oder die Suunto 3 Fitness sind solche Beispiele. Hier kommt es auf den persönlichen Geschmack an. Beim Display setzen die Garmin Venu, die Honor Magic Watch 2 und die Huawei-Uhren auf OLED, alle anderen auf LC-Displays.

Sportuhren im Test (12 Bilder)

Huawei Watch GT 2

Die Huawei Watch GT 2 erinnert eher an eine echte Smartwatch denn an eine Sportuhr. Sie hat einen enorm großen Akku und hält fast zwei Wochen durch.

Testbericht

Günstigsten Preis finden

Ein weiterer Punkt ist bei allen aktuellen Sportuhren inzwischen gleich: Ohne eine begleitende App auf dem Smartphone kann man nur einen Bruchteil der Funktionen nutzen oder die Uhr gar nicht zum Laufen bringen. Mit Ausnahme der Suunto 3 Fitness und der Polar-Uhren benötigt man die Begleit-App direkt nach dem ersten Start. Dort hinterlegt man etwa wichtige Daten wie Gewicht, Größe und Aktivitätsziele. Diese Daten zusammen mit den Aktivitäts- und Pulsinformationen der Uhren liefern dann den Überblick zur täglichen Fitness oder zur Schlafqualität.

Bei der Qualität der Aufbereitung haben uns alle Anbieter positiv überrascht. Jeder Hersteller greift die Daten ab und verwandelt sie in ein ansehnliches Dashboard. Huawei, Honor und Fitbit sind dabei etwas einfacher, bei Polar, Garmin und Suunto kann man richtig tief in die Daten eintauchen. Eine Ausnahme ist die Suunto 7. Die setzt auf Android WearOS, Googles Betriebssystem für Smartwatches. Suunto hat es zudem mit vielen Funktionen rund um Sporteinheiten angereichert. Das macht die Uhr vielseitig, allerdings benötigt man auch mehrere Apps, um wirklich alle Features nutzen zu können.

Garmin Venu: App (18 Bilder)

Details zu den jeweiligen Apps erklären wir in den Einzeltest zu den Geräten. Insgesamt kann man hier aber sagen, dass es keine schlechten Ansätze gibt. Wer einfache Daten bevorzugt, der sollte sich die Lösungen von Fitbit, Honor oder Huawei genauer ansehen. Wer eher längere Trainings plant oder ganze Trainingspläne erstellen will, der ist bei Garmin, Suunto oder Polar wahrscheinlich besser aufgehoben.

Ein wichtiger Punkt: Wenn sich die Uhr nicht mit dem Android-Smartphone automatisch synchronisiert, dann liegt das wahrscheinlich an den Einstellungen zum Stromsparen. Hier muss die jeweilige App wahrscheinlich manuell freigeben werden. Das ist nervig, hilft aber meist gegen Verbindungsabbrüche.

Diese beiden Punkte sind das Herzstück der Sportuhren und auch hier gibt es zum Glück keinen Verlierer. Alle Uhren haben einen integrierten Pulsmesser und können den Herzschlag dauerhaft durch die Haut am Handgelenk messen und aufzeichnen. Zusammen mit der Bewegung des Arms werden daraus die Daten für die täglichen Aktivitäten gewonnen. Ein reines Zählen der Schritte ist passé, stattdessen fließen mehrere Daten in die Berechnung ein (auch wenn es teilweise noch „Schritte” heißt). Im Detail unterscheiden sich die Geräte aber dann doch. So erinnern einzelne Uhren, dass man sich doch mal wieder bewegen könnte (etwa die Fitbit Versa oder die Polar Grit X), andere haben Übungen zur Atemtechnik mit an Bord.

Polar Grit X (8 Bilder)

Auf der anderen Seite sind die echten Sporteinheiten und hier findet man auch die größten Unterschiede. Das beginnt damit, dass die Uhren „klassischer” Sportartikelhersteller (Polar, Garmin, Suunto) etwa externe Sensoren wie Pulsgurte koppeln und die Daten auslesen können. Die Garmin-Geräte arbeiten mit verschiedenen Fahrradcomputern zusammen und können beispielsweise die Pulsdaten an diese Geräte schicken. Dazu kommen ausgefeilte Profile für verschiedenste Sportarten. Die Polar Grit X und die Suunto 7 lassen sich sogar mit Kartenmaterial für längere Touren versorgen. Alle, die längere Touren planen oder einen komplette Saison vorausplanen möchten, sollten also eher zu den Produkten von Garmin, Suunto oder Polar greifen.

Das bedeutet aber nicht, dass die anderen Uhren schlecht sind, im Gegenteil. Wer einfach nur regelmäßig Sport machen möchte und einfache Trainingseinheiten statt eines Trainings auf Langstrecken oder Multi-Sport-Wettkämpfe vorzieht, der kann zu jeder der Uhren greifen. Fitbit, Honor und Huwaei sind für die meisten einfachen Sportler ausreichend.

Wie bequem wäre es, nur die Uhr einzupacken, die Bluetooth-Kopfhörer zu koppeln und das Smartphone einfach daheim zu lassen. Diesen Punkt erfüllen sechs Uhren, die Garmin Venu, die Garmin Vivoactive 3 Music, die Huawei Watch GT, die Huawei Watch GT 2e, die Honor Magic Watch sowie die Suunto 7. Sie besitzen ein integriertes GPS und können Musik auf die Uhr laden. Anschließend kann man einen Sportkopfhörer (Themenwelt) oder einen True-Wireless-Kopfhörer (Alle Tests) direkt mit den Uhren koppeln und kann das Smartphone beim Laufen zu Hause lassen. Es gibt aber ein paar Einschränkungen: die beiden Garmin-Uhren unterstützten verschiedene Streaming-Dienste (etwa Spotify oder Deezer), man kann aber auch Musik lokal auf der Uhr speichern. Die Suunto 7 kennt nur Spotify oder Google Music, kann aber Playlisten offline speichern. Die Geräte von Honor und Huawei haben ebenfalls eigenen Speicher (Huawei-Geräte etwa 2 GByte, Honor knapp 4 GByte) und kommen mit Streaming-Diensten zurecht.

Honor Magic Watch 2 (17 Bilder)

Honor Magic Watch 2

Testbericht

Wer Musik möchte und auf GPS verzichten kann, der kann zur Fitbit Versa und Fitbit Versa 2 greifen. Auch hier kann man eigene Musik aufspielen oder Spotify auf dem Smartphone steuern. Dafür besitzen sie kein integriertes GPS, für die Aufzeichnung der Strecke ist ein per Bluetooth verbundenes Smartphone notwendig.

Die Polar-Uhren auf der anderen Seite können nur GPS und andere Positionssysteme, dafür haben sie aber keinen Musikplayer.

Neben der Aktivität ist das Aufzeichnen des Schlafs eine enorm wichtige Funktion. Jeder der Uhren ist dazu fähig, die eigentlichen Werte können sich aber deutlich unterscheiden. Das liegt an mehreren Dingen: Zunächst sind die Werte immer eher Trends, wenig wirklich genaue Messungen. Dann kommt es auf die in der Uhr laufende Software und die Sensoren an. Im Test gefielen uns die Sleep Plus Stages der Polar Vantage M und der Polar Grit X mit am besten. Sie messen auch, wie gut man sich nachts erholt und wie fit man sein sollte. Garmin und Fitbit liegen auf Platz zwei, die anderen Uhren teilen sind ähnlich gleich auf. Wichtig ist hier, dass man eine Uhr findet, die man nachts tragen kann. Wer etwa kleinere Geräte bevorzugt, der sollte zu den Fitbit-Uhren greifen.

Suunto 7 (10 Bilder)

Suunto 7

Eine Sonderrolle hat die Suunto 7. Sie bietet keine integrierte Messung für den Schlaf, sondern setzt auf eine externe Android-App. Das kann gut funktionieren, mehrere Tester hatten aber unterschiedlich gute Erfahrungswerte. Dazu kommt eine vergleichsweise kurze Akkulaufzeit (siehe weiter unten), so dass man die Uhr abends wohl eher abnimmt und auflädt.

Apple hat es mit der Apple Watch vorgemacht, anderer Hersteller ziehen nach und liefern ebenfalls Zahlungs-Features für ihre Uhren. Garmin, Fitbit und die Suunto 7 integrieren eine virtuelle Kreditkarte in die Uhren, mit denen man an EC- und Kreditkarten-Terminals Einkäufe bezahlen kann. Die Crux dabei ist es, ein passendes Konto mit dem Gerät zu verbinden. Die Suunto 7 setzt auf Google Pay, dürfte damit also die breiteste Unterstützung an Banken haben. Fitbit hat mehrere Banken als Partner, bietet dazu aber auch eine eigene virtuelle Kreditkarte auf Visa-Basis an. Garmin kooperiert ebenfalls mit Banken und nutzt zusätzlich VimPay oder Boon von Wirecard. Damit bekommt man virtuelle Prepaid-Kreditkarten, die man aufladen kann.

Wenn man erst einmal eine passende Karte gekoppelt hat, ist das eigentliche Bezahlen kein Problem. Es funktioniert gut, man muss aber im Zweifel darauf achten, dass man genügend Guthaben vorab auflädt. Wir sehen diese Funktion eher als nette Dreingabe denn als wirklich essenzielles Feature.

Huawei Watch GT 2e (10 Bilder)

Die Huawei Watch GT 2e, eine Smartwatch für Sportler.

Testbericht

Uhren sollten länger durchhalten als Smartphones – aber nicht alle im Vergleich schaffen das. Das Schlusslicht ist die Suunto 7. Sie leidet an WearOS und seinem Stromhunger, ein Problem, dass alle Google-Smartwatches plagt. Nach spätestens zwei Tagen ist der Saft aus. Auf der anderer Seite der Skala ist die Huawei Watch GT 2e und die Honor Magic Watch 2. Zehn Tage und mehr sind hier drin, selbst, wenn man alle Funktionen anschaltet. Die restlichen Uhren laufen 3 bis 7 Tage, je nachdem, wie oft man Funktionen wie GPS oder Bluetooth nutzt. Geladen sind die Uhren in jeweils maximal 90 bis 120 Minuten. Leider nutzt kein einziger Hersteller eine Standard-USB-C-Kabel, jeder kocht sein eigenes Süppchen. Das bedeutet, dass man im Urlaub oder auf Reisen immer ans Kabel denken sollte – sonst hat man nur einen nutzlosen Schmuck am Arm.

Die Sportuhren teilen sich grob in zwei Kategorien ein: Unter 200 Euro und darüber. Gerade für die High-End-Modelle von Garmin, Polar oder Suunto wird da durchaus mehr Geld fällig. Wer aber mit ein paar Abstrichen leben kann, der findet auch Geräte unter 150 Euro.

Es ist schwer, einen eindeutigen Sieger zu bestimmen. Unserer Meinung nach liefert die Garmin Venu (Testbericht) mit ihrem tollen OLED-Display und ihrem Feature-Paket das beste Gesamtpaket ab, das allerdings ordentlich kostet. Der Preis-Leistungs-Sieger geht an die Honor Magic Watch 2 (Testbericht). Für knapp 140 Euro bekommt man eine vernünftige Sportuhr, die noch dazu eine unglaubliche Akkulaufzeit hat.

Die Suunto 7 (Testbericht) lockt mit WearOS und seiner App-Vielfalt. Dazu kommen gute Sport-Features sowie eine sehr gute Integration in Android. Wer es einfacher mag und im Zweifel (fast) ohne Smartphone-App auskommen will, der kann zur günstigeren Sunnto 3 Fitness (Testbericht) greifen.

Huawei zeigt mit der Huawei Watch GT 2 (Testbericht) und der Huawei Watch GT 2e (Testbericht), dass es nicht nur bei Smartphones, sondern auch bei Sportuhren einen sehr guten Job machen kann. Die Uhren sind etwas größer und erinnern weniger an Sportuhren, so dass man sie gut im Alltag tragen kann.

Fitbit liefert mit der Fitbit Versa (Testbericht) und der Fitbit Versa 2 (Testbericht) ebenfalls gute Sportuhren ab, die aber eher auf Sport im Alltag und allgemeines Wohlbefinden zugeschnitten sind als auf Hardcore-Training. Hier sind neben den Features vor allem die sehr guten Armbänder ein Argument, damit kann man auch die im Alltag problemlos tragen.

Die Garmin Garmin Vivoactive 3 Music (Testbericht) schließlich muss sich ebenfalls nicht verstecken. Sie kommt zwar nicht ganz an die Eleganz der Venu heran, ist aber dennoch eine brauchbare Sportuhr, die allerdings immer noch ihren Preis kostet.

Auf der anderen Seite sind die Polar Vantage M (Testbericht) und die Polar Grit X (Testbericht). Diese richten sich eher an Sportler, die mehr wollen, als abends eine halbe Stunde joggen. Sie bieten ausgefeilte Trainingspläne und eignen sich auch für Multisport-Trainingseinheiten. Dazu kommt ein sehr guter Software-Support – dafür sieht man den Geräten aber an, dass sie für den Sport gemacht sind.

Sportuhren im Test (0 Bilder)

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