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Elf Outdoor-Smartphones im Vergleichstest (2018)

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Elf Outdoor-Smartphones haben in den vergangenen Monaten unseren Testparkour durchlaufen. Unser Vergleichstest präsentiert die Kandidaten und zeigt ihre Stärken und Schwächen.

Die von uns in den vergangenen Monaten getesteten Outdoor-Smartphones teilen sich grob in zwei Kategorien: Geräte bekannterer Hersteller wie CAT, Crosscall oder Samsung und China-Handys weniger bekannter Hersteller wie Ulefone oder Cubot. Letztere sind in der Regel um einiges günstiger, aber nicht zwangsläufig schlechter ausgestattet und weniger robust. Hier die von uns getesteten Smartphones im Überblick:

CAT S41 (Testbericht)
CAT S60 (Testbericht)
CAT S61 (Testbericht)
Crosscall Action X3 (Testbericht)
Cyrus CS40 (Testbericht)
Galaxy Xcover 4 (Testbericht)
Land Rover Explore (Testbericht)
Ulefone Armor 2 (Testbericht)
Ulefone Armor X (Testbericht)
Vernee V2 Pro (Testbericht)
Cubot King Kong (Testbericht)

Outdoor-Smartphones versprechen Robustheit und so sehen sie oft aus: Klobige und schwere Geräte die das Gefühl vermitteln, man könne mit dem Auto darüber fahren, ohne dass dabei Schäden entstehen. Als große Ausnahme präsentiert sich das Vernee V2 Pro (Testbericht) optisch als fast „normales“ Smartphone, kommt jedoch wie seine Konkurrenten im Testfeld mit IP68-Zertifizierung. Die erste Ziffer dieser Schutzklasse steht für „Staubdicht & vollständiger Schutz gegen Berührung“, die Zweite für „Schutz gegen dauerndes Untertauchen in eineinhalb Meter Tiefe“.

Bild: Techstage Crosscall Action-X3

Einige aktuelle Flaggschiff-Smartphones - wie beispielsweise das Samsung Galaxy S9 (Testbericht) – haben ebenfalls eine IP68-Zertifizierung. Wo liegt also der Unterschied zwischen einem waschechten Outdoor-Handy und einem High-End-Smartphone, das ebenfalls gegen Wasser und Schmutz in bestimmtem Maße geschützt ist? Vom Hersteller als Outdoor-Smartphone gekennzeichnete Geräte sind gegen Stöße und gegen das Herunterfallen um einiges besser geschützt als normale Handys.

Bild: Techstage Cyrus CS40

Eine so aussagekräftige Zertifizierung wie die IP-Schutzklasse gibt es dafür jedoch nicht. Bei manchen Smartphones ist schlicht davon die Rede, dass der Hersteller entsprechende Falltests durchgeführt hat, bei anderen kommt gerne mal die Militärnorm MIL SPEC 810G ins Spiel. Diese ist ohne weitere Informationen vom Hersteller jedoch nicht aussagekräftig. Zwar umfasst MIL SPEC 810G eine große Anzahl an Testmethoden – unter anderem extreme Temperaturen, Vibrationen und Beschleunigungskräfte betreffend. Welche Tests genau durchgeführt und bestanden wurden, verraten Hersteller in der Regel nicht.

Bild: Techstage CAT S41

Bei den von uns getesteten Smartphones mit angepriesener Militärnorm MIL SPEC 810G sagt beispielsweise die Bullit Group beim Land Rover Explore (Testbericht) genau, was Sache ist: Das Handy hält Temperaturveränderungen zwischen minus 30 und plus 65 Grad aus, ist vibrationsbeständig nach Kategorie 4 (die Fahrten im Gelände abdeckt) und beständig gegenüber Feuchtigkeit und Salznebel. Auch CAT macht bei seinen Smartphones etwas nähere Angaben zu den nach Militärnorm MIL SPEC 810G durchgeführten Tests, mehr dazu in den Einzeltests.

Bei unseren praktischen Tests haben wir die Kandidaten Schmutz und Staub in größerem Maße ausgesetzt, mehrmals längere Zeit in Wasser eingetaucht und mehrere Falltests auf Asphalt und Feldwegen durchgeführt. Keines der Handys nahm dabei ernsthaften Schaden, Kratzer und Schrammen bleiben bei mehreren Stürzen aus circa eineinhalb Meter allerdings natürlich nicht aus.

Keines der von uns getesteten Smartphones hat einen übermäßig starken Prozessor, trotzdem bieten die meisten Geräte eine zufriedenstellende Leistung. Ausnahmen sind das Ulefone Armor X (Testbericht) und das Galaxy Xcover 4 (Testbericht), bei beiden Handys läuft das ganze System spürbar zähflüssig. Interessanterweise bietet das Smartphone mit dem schlechtesten Ergebnis im Antutu-Benchmark noch eine recht ordentliche Performance: Beim Cubot King Kong (Testbericht) hat der Hersteller die Software anscheinend perfekt auf die Hardware angepasst. Die beste Systemleistung konnten wir beim Vernee V2 Pro (Testbericht), dem CAT S61 (Testbericht) dem und dem Land Rover Explore (Testbericht) beobachten. Von beiden Letztgenannten darf man das auch erwarten, es handelt sich um die teuersten der von uns getesteten Handys.

Bild: Techstage Ulefone Armor 2

Einige Outdoor-Smartphones warten mit ungewöhnlichen Features auf. Untypisch für ein solches Handy ist beispielsweise ein Fingerabdruckscanner, wie er beim Vernee V2 Pro (Testbericht) und dem Ulefone Armor 2 (Testbericht) vorhanden ist. Das Crosscall Action-X3 (Testbericht) hat ein interessantes Feature namens X-Link. Es handelt sich dabei um ein Magnetsystem zum Verbinden mit kompatiblem Zubehör. Auf der Rückseite des Smartphones gibt es eine entsprechende Magnetfläche, über die das Handy unter anderem mit einer Ladestation für Zuhause (X-Dock) und einer Autohalterung (X-Car) verbunden werden kann.

Bild: Techstage CAT S60

Was ungewöhnliche Features angeht, stechen das Land Rover Explore (Testbericht) und das CAT S61 (Testbericht) deutlich aus dem Testfeld heraus. Beim Explore gibt es diverses Zubehör, das magnetisch an der Rückseite haftet. Unter anderem gibt es einen Zusatzakku, der zum Lieferumfang gehört und die Laufzeit des Gerätes signifikant erhöht. Die Zweitbatterie rüstet dann gleich noch eine stärkere GPS-Antenne nach. Das CAT S61 hingegen hat unter anderem ein Barometer, ein Thermometer, ein Hygrometer und einen Luftqualitätssensor eingebaut, außerdem hat das Handy einen Laser zur Distanzmessung. Das CAT S60 hat als Special Feature eine Wärmebildkamera.

In Sachen Akkulaufzeit punktet das Land Rover Explore mit seinem im Lieferumfang befindlichen Zusatzakku, mit dem der Nutzer einige Tage in der Wildnis fernab von Steckdosen verbringen kann. Alle anderen von uns getesteten Outdoor-Smartphones bieten im Durchschnitt eine Laufzeit von mindestens zwei Tagen bei reger Nutzung. Die Möglichkeit den Akku herauszunehmen und einen Zweitakku einzusetzen bietet nur das Samsung Galaxy Xcover 4 (Testbericht).

Land Rover Explore

Ein Ersatz für den Fotoapparat ist keines der von uns getesteten Outdoor-Smartphones. Was die Kameraqualität angeht, haben uns das Land Rover Explore (Testbericht) und das CAT S61 noch mit am besten gefallen. Die schlechteste Qualität bietet das Ulefone Armor 2 (Testbericht) und das Cubot King Kong (Testbericht).

Bild: Techstage Samsung Galaxy Xcover 4

Bezüglich Farbdarstellung und Blickwinkelstabilität bot keines der von uns getesteten Smartphones Anlass zu größerer Kritik. Was die maximale Helligkeit und die Auflösung angeht, gibt es jedoch größere Unterschiede. „Nur“ HD-Auflösung gibt es beim Crosscall Action-X3, dem Cyrus CS40, dem CAT S60, dem Samsung Galaxy Xcover 4, dem Cubot King Kong und dem Ulefone Armor X. Full-HD-Auflösung gibt es beim CAT S41, dem Ulefone Armor 2,dem Verne V2 Pro, dem CAT S61 und dem Land Rover Explore. Interessanterweise leuchten ebendiese höher auflösenden Handys deutlich stärker als die HD-Fraktion und eignen sich somit besser für die Nutzung in direktem Sonnenlicht.

Ulefone Armor X

Auf vielen der von uns getesteten Outdoor-Smartphones läuft mit Android 7 ein nicht mehr ganz taufrisches Betriebssystem. Dies ist beim Crosscall Action-X3, beim CAT S41, beim Ulefone Armor 2, beim Cyrus CS40, beim Galaxy Xcover 4 und beim Cubot King Kong der Fall. Das CAT S60 läuft sogar noch mit Android 6. Beim Land Rover Explore hingegen hat der Hersteller ein Update auf Android 8 Oreo versprochen, noch läuft auf dem Gerät Android 7. Mit recht aktuellem Android 8.1 Oreo sind das Vernee V2 Pro, das CAT S61 und das Ulefone Armor X ausgestattet.

Optisch und softwareseitig nimmt keiner der Hersteller größere Änderungen am Grundbestriebssystem von Goole vor. Bei einigen Smartphones gibt es spezielle Outdoor-App-Stores und teils spezielle Programme mit für den Outdoor-Einsatz besonders nützlichen Features. Einen wirklich großen Mehrwert sahen wir bei keinem der Handys aus unserem Testparkour.

Caterpillar CAT S41 Dual-SIM schwarz

CAT S41

Crosscall Action X3 schwarz

Crosscall Action X3

Ulefone Armor 2 schwarz/orange

Ulefone Armor 2

Ulefone Armor 2 schwarz/grau

Schwarz/Grau

Caterpillar CAT S60 schwarz

CAT S60

Samsung Galaxy Xcover 4 G390F schwarz

Galaxy Xcover 4

Ulefone Armor X schwarz/grau

Ulefone Armor X

(Kein Produktbild vorhanden)

Land Rover Explore

Cubot King Kong schwarz

Cubot King Kong

Caterpillar CAT S61 Dual-SIM schwarz

CAT S61

Vernee V2 Pro schwarz

Vernee V2 Pro

Cyrus CS40 schwarz

Cyrus CS40

Für ein brauchbares Outdoor-Smartphone muss man nicht übermäßig viel Geld auf den Tisch legen. Ein gutes Beispiel dafür ist das nur knapp 110 Euro teure Cubot King Kong (Testbericht), das schon die elementar wichtigen Kriterien eines Outdoor-Handys erfüllt. Wer ungewöhnliche Features wie einen andockbaren Akku mit zusätzlicher GPS-Antenne oder einen Luftqualitätssensor und einen Laser zur Distanzmessung möchte, der muss schon etwas mehr Geld in die Hand nehmen: Das Land Rover Explore (Testbericht) gibt es aktuell ab circa 640, das CAT S61 (Testbericht) ab knapp 820 Euro.

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