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Die besten Bluetooth-Speaker bis 100 Euro

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Fetter Sound, Top-Verarbeitung und eine lange Akkulaufzeit: Gute Bluetooth-Lautsprecher gibt es schon unter 100 Euro. Wir zeigen die besten Modelle in fünf Kategorien.

Wer bis zu 100 Euro für einen Bluetooth-Lautsprecher ausgibt, der kann sich so richtig auf die Lieferung freuen. Denn die Modelle von Herstellern wie JBL, Ultimate Ears und Co. bringen zum Teil echten Stereo-Sound, eine ohrenbetäubende Leistung von 50 Watt und lange Akkulaufzeiten von über 15 Stunden. In verschiedenen Kategorien stellen wir euch besonders empfehlenswerte Bluetooth-Lautsprecher vor. Es geht aber auch deutlich günstiger, wie unsere Kaufberatung Günstig & gut: Vergleich von fünf Bluetooth-Speakern unter 50 Euro zeigt.

Allen voran steht dabei in jeder Kategorie ein Modell, das wir besonders empfehlen. Dieses haben wir mehrere Tage lang ausführlich getestet. Neben Musik haben wir dabei Podcasts gehört und Film-Sound abgespielt. Wer unsere Test-Playlist ausprobieren möchte, kann sich die Lieder mit einem Spotify-Account anhören. Zu jedem Bluetooth-Speaker empfehlen wir zudem einige Alternativen, falls Optik oder Funktionsumfang nicht gefallen.

Unsere absolute Empfehlung beim Sound ist der Dockin D Fine. Der große und mit fast zwei Kilogramm schwergewichtige Bluetooth-Speaker vereint vier Treiber mit insgesamt 50 Watt in einem wasserdichten Gehäuse aus Metall und Kunststoff. Das sorgt für eine hervorragende Lautstärke, die besonders bei den Bässen punktet.

Dabei setzt der Dockin D Fine nicht nur Schallwellen in Bewegung. Denn der schwere Speaker rüttelt Tische und Regale ordentlich durch. Dank zweier Gummileisten an der Unterseite bleibt er dabei fest auf seinem Platz stehen, könnte in Wohnungen aber zu Streits mit den Nachbarn führen. Besonders basslastige Musik macht so aber richtig Spaß und die Vibrationen gehen bis in den Körper. Dazu ist der Sound selbst bei hoher Lautstärke kristallklar. Hier hängt der Bluetooth-Speaker alle anderen Modelle im Vergleich ab.

Dockin D Fine (10 Bilder)

Dreht man die Lautstärke am Bluetooth-Gerät hoch, wird jeder Druck auf die Taste mit einem störenden Piepton kommentiert. Dazu arbeiten die Lautstärken des Speakers und die eures Bluetooth-Gerätes unabhängig voneinander. Für die höchsten Lautstärkestufen muss man aufstehen und die robusten Metallknöpfe des Speakers drücken.

Ebenfalls umständlich ist die Stromversorgung des Dockin D Fine, die nur über ein proprietäres Netzteil funktioniert. Aufgeladen zeigt sich der Lautsprecher mit knapp zehn Stunden Akkulaufzeit aber ausdauernd und über den USB-Anschluss auf der Rückseite kann man ein Handy aufladen.

Wenig überzeugend ist die Stimmwiedergabe des Dockin D Fine. Videos auf YouTube oder Filme klingen blechern, der Klang wirkt unecht. Als Partylautsprecher oder als Heimanlage können wir den Dockin D Fine aber sehr empfehlen. Im Internet wird der Dockin D Fine für Preise zwischen 90 und 100 Euro angeboten.

Anker Soundcore Motion+ (10 Bilder)

Als Alternative empfehlen wir den Anker SoundCore Motion+. Der Bluetooth-Speaker überraschte uns ebenfalls mit einem sehr hellen und klaren Klangbild, liefert im Vergleich aber weniger Bassleistung. Beim Bass könnte der Swisstone BX 580 womöglich mehr punkten, den der Hersteller ebenfalls mit 50 Watt Leistung ausstattet. Der Bang & Olufsen BeoPlay P2 mit 30 Watt erhält in Testberichten ebenfalls viel Lob für seinen Klang.

Bis zu 30 Minuten lang kann der Tronsmart Element Force laut Herstellerangaben unter Wasser verweilen und beweist dies mit einer IPX7-Zertifizierung gegen Staub und Wasser. Zusammen mit einer sehr guten Verarbeitungsqualität ist der Tronsmart Element Force dabei unser Tipp für Outdoor-Fans. Das liegt unter anderem an seinem großen Akku mit einer Kapazität von 6660 Milliamperestunden mit 15 Stunden Laufzeit.

Tronsmart Element Force (10 Bilder)

Der Klang ist kraftvoll, wieder sind wir bei Hip-Hop und Techno überrascht von der großzügigen Bassleistung. Mit einer Ausgangsleistung von 40 Watt ist der Tronsmart Element Force zugleich einer der leistungsstärkeren Bluetooth-Lautsprecher unter 100 Euro. Um das Klangbild zu kontrollieren, sitzt auf der Oberseite des Lautsprechers eine EQ-Taste. Deren drei Modi eignen sich für ein schnelles Anpassen an den jeweiligen Titel sehr gut. Auf der Rückseite überrascht ein USB-C-Port und ein Steckplatz für Micro-SD-Karten, über den man ganz ohne Zusatzgerät Musik hören kann. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren Testbericht zum Tronsmart Element Force.

IP-Zertifizierungen gegen Spritzwasser und Staub finden sich bei vielen Bluetooth-Speakern. Allerdings bedeuten diese nicht unbedingt, dass die Lautsprecher gegen Stöße oder größere Belastung geschützt sind. In puncto Robustheit überzeugt der Anker Soundcore Motion+, dessen Speaker hinter robusten Metallgitter ruhen. Ähnlich sieht es beim PK5 von LG aus. Dazu installiert der Hersteller hier metallene Haltegriffe am Gehäuse.

Die UE Boom 3 ist unser Tipp in puncto Akkulaufzeit. Laut Ultimate Ears hält die dosenförmige Box 15 Stunden lang durch. Um derart lange Laufzeiten zu erreichen, sollte man die Lautstärke in der Praxis aber gering halten. Wie unser ausführlicher Testbericht zur UE Boom 3 zeigt, ist das nicht immer leicht. Denn der Speaker lädt zum lauten Musikhören ein.

Ultimate Ears UE Boom 3 (10 Bilder)

Mit 90 Dezibel bietet die UE Boom 3 auch für Partys eine beeindruckende Maximallautstärke. Mitten und Höhen gefallen uns, der Bass ist dafür recht schwach. Bei Hip-Hop-Titeln wie Eminems My name is fehlt es aber eindeutig am nötigen Druck. Durchaus geeignet ist der Sound aber beim Picknick oder beim Einsatz auf Tischen. Denn durch sein kreisrundes Design strahlt der UE Boom 3 seinen Klang 360 Grad zu allen Seiten ab.

Zusätzlich zur langen Akkulaufzeit bietet Ultimate Ears für seine Lautsprecher eine Ladestation an. Stellt man die Boom 3 darauf regelmäßig darauf ab, ist der Bluetooth-Speaker immer voll geladen. Für die Power-Up-Ladestation verlangt der Hersteller knapp 30 Euro. Allerdings gibt es kombinierte Angebote für unter 100 Euro.

Eine Alternative zu UEs Dauerläufer ist der LG PK5, der laut Herstellerangaben ebenfalls 15 Stunden lang Musik abspielt. Für 360-Grad-Sound und eine vergleichbare Akkulaufzeit ist der Anker Soundcore Flare+ eine Alternative.

Wer einen Bluetooth-Speaker zum Einsatz als mobiles Kino-Soundsystem sucht, sollte auf AptX achten. Dabei handelt es sich um eine Reihe an Codecs, die bei der Komprimierung und Dekomprimierung von Musikdateien besonders verlustfrei arbeiten. Darüber hinaus zeichnet sich AptX mit besonders geringen Latenzen, also einer geringen Verzögerung zwischen Quelle und Lautsprecher aus. Lautsprecher und Kopfhörer mit AptX (Ratgeber) werden auch von vielen Gamern bevorzugt eingesetzt.

Der Fender Newport unterstützt den AptX-Standard, bietet mit 30 Watt viel Leistung und ist für unsere Ohren wunderbar abgemischt. Die Maximallautstärke haben wir im Test nicht länger als ein paar Sekunden ausgehalten und über einen Zwei-Wege-Equalizer auf der Oberseite lassen sich Höhen und Bässe präzise und einfach steuern. In komplexen Titeln wie Frank Zappas Inca Roads lassen sich alle Feinheiten wiederfinden und Do It Again der Klangqualitäts-Fanatiker Steely Dan wird der Speaker gerecht. Obwohl Fender hauptsächlich Gitarrenverstärker herstellt, fanden wir auch bei Hip-Hop und Elektro Gefallen am Klang des Speakers.

Fender Newport (10 Bilder)

Bei Filmen und Videos glänzt der Newport mit einer natürlichen Stimmwiedergabe und besonders geringen Latenzen. Alles in allem ist der Fender Newport ein sehr guter Bluetooth-Speaker. Als Negativpunkte müssen wir aber den proprietären Ladeanschluss kritisieren. Auf Reisen muss man also an das Ladekabel des Fender Newport denken, könnt lädt der Lautsprecher aber per USB ein Smartphone auf.

Der AptX-Codec findet inzwischen in immer mehr Bluetooth-Speakern Einzug. Als Alternativen für synchronen Filmgenuss bieten sich wieder der LG PK5, die Canton Musicbox XS und der Creative Soundblaster Roar Pro an. Auch unser Sound-Tipp Dockin D Fine arbeitet mit AptX. Hier ist die Stimmwiedergabe aber nicht optimal, fürs Heimkino raten wir daher vom Kauf ab. Für ein bisschen mehr Geld gibt es hochwertige Soundbars (Kaufberatung), die neben geringen Latenzen virtuellen Raumklang oder einen externen Subwoofer bieten.

Als Allrounder bewerten wir Bluetooth-Speaker, die man am liebsten immer dabei haben würde. Hierfür müssen sie eher kompakt und robust sein, statt einen richtig guten Klang zu bieten. Genau das gilt für die Flip-Serie von JBL. In einem ausführlichen Testbericht haben wir den JBL Flip 4 ausprobiert und waren vor allem von seiner kompakten Größe und seiner Einfachheit angetan.

JBL Flip 4 (11 Bilder)

Der Klang ist dabei in den meisten Situationen ausreichend und dank seiner Robustheit samt IPX7-Zertifizierung wirft man ihn sorglos in Rucksäcke oder platziert den Speaker in Flaschenform im Getränkehalter seines Fahrrads. Die Bedienung über große Tasten ist selbsterklärend und die Akkustandsanzeige will man nach einiger Zeit nicht mehr missen. Das Klangbild findet ein gutes Mittelmaß zwischen Bässen und Höhen, wodurch der JBL Flip 4 sich für alle Genres gleichermaßen eignet. Aufgrund der geringen Größe sollte man vom JBL Flip 4 aber keine Wunder erwarten. Die Akkulaufzeit von zwölf Stunden ist bei der kompakten Bauform sehr gut.

Wenn der Klang des JBL Flip 4 nicht ausreicht, könnte das Nachfolgemodell, der JBL Flip 5, passen. Hier hat JBL die Ausgangsleistung von 16 auf 20 Watt erhöht. Der Preis ist inzwischen unter 100 Euro gefallen. Kompakte Allrounder gibt es aber schon im Preisbereich unter 50 Euro. Hier zeigen wir euch die besten Bluetooth-Speaker unter 50 Euro in einem gesonderten Artikel.

Zusammengenommen punktet der Tronsmart Element Force (Testbericht) in den meisten unserer Kategorien. Der Lautsprecher ist robust, hält 15 Stunden lang durch und liefert einen guten Klang mit einer hohen Ausgangsleistung von 40 Watt. Dabei ist der Lautsprecher mit nur knapp über 50 Euro sogar der günstigste im Vergleich. Der USB-C-Ladeanschluss an der Hinterseite sollte unserer Meinung nach in deutlich mehr Lautsprechern Einzug finden.

Wer seinen Bluetooth-Speaker überwiegend zu Hause einsetzen will, der sollte aber auf alle Fälle zum Dockin D Fine greifen. Der große Lautsprecher schlägt alle anderen Modelle dieses Artikels in puncto Soundqualität um Längen. Dabei ist der Speaker ein sehr guter Ersatz für Stereoanlagen oder wertet den Klang eures Fernsehers auf. Für Käufer mit ein bisschen Kleingeld im Sparschwein kommt eventuell schon der Dockin D Fine+ infrage. Das Nachfolgemodell hält vier Stunden länger durch und kostet dafür knapp 30 Euro mehr.

Worauf man ganz allgemein beim Kauf eines mobilen Lautsprechers achten sollte, zeigt unsere Kaufberatung Bluetooth-Lautsprecher: Satter Sound. Outdoor ist der Haupteinsatzzweck? Dann empfehlen wir unseren Vergleich von elf Outdoor-Lautsprecher mit Bluetooth.

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