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Das beste Redmi: Xiaomi Redmi 9A vs Redmi 9C vs Redmi 9

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Wer bei Xiaomi nach einem günstigen Einsteiger-Smartphone sucht, wird mit Redmi 9A, Redmi 9C und Redmi 9 gleich dreifach fündig. Wir erklären die Unterschiede.

Es gibt drei Redmi-9-Modelle. Offenbar will Xiaomi aber gar nicht, dass Kaufinteressenten leicht verstehen, was welches Gerät kann oder welches das Beste ist. Anders ist die Namensgebung der Smartphones nicht zu erklären. Denn während andere Anbieter einer weitestgehend logischen Nomenklatur folgen, scheint Xiaomi einen undurchschaubaren Wust an Zusatz-Buchstaben zu verwenden.

Redmi steht bei Xiaomi für günstig - so weit, so gut. Warum aber ein Gerät ohne Zusatzbuchstabe besser als ein Modell mit ist, bleibt ein Geheimnis des Herstellers. Zumal das bei den Redmi-Note-9-Modellen genau anders herum ist, wie wir in unserem Artikel Unterschiede: Xiaomi Redmi Note 9 vs Note 9S vs Note 9 Pro bereits ausgeführt haben.

Optisch ist der größte Unterschied die Platzierung der Kameras(s) auf der Rückseite. Beim Redmi 9A ordnet der Hersteller die Kameraeinheit hochkant in der oberen linken Ecke ein, beim 9C ist sie ebenfalls oben links, aber quadratisch und beim Redmi 9 (Testbericht) wieder länglich, aber mittig im oberen Bereich mit daneben liegenden Sensoren und LED-Blitz. Der Rest ist weitgehend identisch: Kunststoff statt Glas für die Rückseite, was in dieser Preisklasse völlig in Ordnung ist, Tropfen-Notch auf der Front und ähnliche Ausmaße sowie Gewicht.

Alle Bilder zum Xiaomi Redmi 9 im Test (17 Bilder)

Beim Display gibt es den ersten großen Unterschied. Zwar ist die Panel-Größe mit 6,53 Zoll in der Diagonale bei allen drei Modellen gleich groß, nur das Redmi 9 ohne Zusatz bietet aber Full-HD-+ (2340 × 1080 Pixel) und kommt so auf knapp 400 Pixel pro Zoll (PPI). Bei den ersten beiden Modellen mit nur 1600 × 720 Pixel sind es kaum mehr als 260 PPI. Ansonsten gibt es beim Redmi 9 noch Gorilla Glas 3, bei den anderen beiden Modellen schweigt sich der Hersteller zum Material aus. Der Rest ist gleich.

Bei der Hauptkamera gehen alle drei Modelle unterschiedliche Wege. Das günstigste Modell, das Redmi 9A bietet gerade einmal eine einzelne Linse mit 13 Megapixel und f/2.2-Blende. Beim Redmi 9C kommen Makroobjektiv und Tiefensensor mit 5 und 2 Megapixel hinzu und das Redmi 9 bietet darüber hinaus noch ein Weitwinkelobjektiv mit 8 Megapixel und f/2.2-Blende. Damit ist das teuerste Modell zumindest auf dem Papier am universellsten einsetzbar. Das klappt auch in der Praxis ganz gut, bei ordentlichen Lichtbedingungen überzeugt die Bildqualität im Test in Relation zum Preis auf ganzer Linie. Bei wenig Licht und für Videos sollten Interessenten aber lieber zu hochpreisigen Modellen greifen – das dürfte für alle drei Redmi-9-Geräte gelten. Bei der Frontkamera hat ebenfalls das Redmi 9 die Nase vorn. Die günstigeren Modelle bieten nämlich nur 5 Megapixel, beim 9er sind es 8.

Das Redmi 9 bietet die flexibel einsetzbarste Kamera

Auch beim Antrieb staffelt Xiaomi die drei Redmi-9-Modelle nach Preis. So kommt das 9A mit einem Mediatek Helio G25, das Redmi 9C mit einem Helio G35 und das Redmi 9 mit Helio G80 zum Kunden. Im Antutu-Benchmark ist der Chipsatz im Redmi 9 rund doppelt so stark wie der G25 im 9A-Modell, genauso wichtig ist außerdem die RAM-Menge. Denn während es Redmi 9A und 9C nur mit maximal 2 GByte gibt, wird das teuerste Redmi-9-Modell mit 3 und 4 GByte RAM angeboten. Das sollte auf längere Sicht insgesamt im Alltag spürbare Vorteile bieten, da das Redmi 9 nicht so schnell an seine Grenzen kommt. Das gilt auch für den internen Speicher. Alle drei Smartphones gibt es mit 32 GByte, vom Redmi 9 ist zudem eine Variante mit 64 GByte erhältlich.

Die stärkste Technik steckt im Redmi 9

Alle Versionen nehmen Micro-SD-Karten mit bis zu 512 GByte auf. Abgesehen von Chipsatz und Speicher ist das fehlende NFC in Redmi 9A und 9C der größte Unterschied – wer mit seinem Smartphone kontaktlos bezahlen will, kommt um das Redmi 9 nicht herum. Auch bei der Sicherheit spart Xiaomi beim günstigsten Modell: Es kommt als einziges Gerät in diesem Vergleich ohne Fingerabdrucksenor. Bei Redmi 9C und Redmi 9 ist er auf der Rückseite installiert. Alle drei Modelle kommen bereits ab Werk mit Android 10 und MIUI 11.

Beim Akku herrscht auf den ersten Blick Gleichstand: Alle drei Redmi-9-Modelle verfügen über einen Powerpack mit 5020 mAh. Dennoch dürften die Laufzeiten aufgrund der unterschiedlichen Display-Auflösungen und Chipsätze (alle 12 nm stark) variieren – wir tippen auf das Redmi 9 (Testbericht) als Schlusslicht, mangels Testgeräteverfügbarkeit der beiden billigsten Redmi-9-Modelle können wir diese Vermutung aber nicht untermauern. Allerdings zeigte das Redmi 9 im Testbericht mit rund 9 Stunden Dauernutzung einen soliden Wert, entsprechend sollten die beiden anderen Modelle noch besser abschneiden. Einen Unterschied gibt es bei der Ladegeschwindigkeit. Zwar kommen alle drei Modelle mit 10-Watt-Lader zum Kunden, die Ladezeit des Redmi 9 kann aber mit einem mindestens 18 Watt starken Ladegerät verkürzt werden.

Bei den Redmi-Note-9-Modellen haben wir in unserem Vergleichsartikel das mittlere Modell, das Redmi Note 9S, empfohlen, weil es unserer Meinung nach das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Bei den Redmi-9-Smartphones in diesem Artikel ist das anders, hier ist für uns klar das teuerste Modell, das Redmi 9 (Testbericht), die Nummer Eins. Denn es bietet als einziges der drei Smartphones ein scharfes Display, die universellste Kamera, den schnellsten Chipsatz mit dem größten Arbeitsspeicher, den größten internen Speicher und NFC. Sogar beim Akku gibt es einen kleinen Vorteil, zumindest bei der Ladegeschwindigkeit. Das alles macht das Redmi 9 zum besten der drei Redmi-9-Modelle – zumal es in der kleinen Speichervariante nicht teurer als das schwer zu bekommende Redmi 9C ist.

Wer nach Alternativen sucht, wird in unserer Ratgeber: Die zehn besten Smartphones bis 200 Euro fündig. Noch günstiger wird es in unserem Artikel So viel Smartphone gibt es bis 100 Euro.

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