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Blindtest: Wer ist der Foto-Primus?

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In Tests wird unter anderem die Fotoqualität von Smartphones seziert, aber stimmen die Expertenmeinungen im Alltag wirklich? Wir bieten den Blindtest für unsere Leser.

Update: Die Umfragen sind geschlossen, danke an alle Teilnehmer! Die Ergebnisse sind den einzelnen Grafiken zu entnehmen, das Abschlussdiagramm ist in orange gehalten. Darunter steht außerdem die Reihenfolge, in der die vier Vergleichsfotos jeweils angeordnet waren. Achtung: Die Reihenfolge variiert! Im Fazit haben wir das Ergebnis der Leserumfrage außerdem noch einmal zusammengefasst.

In all unseren Smartphone-Tests geben wir eine Beurteilung zu den Kameras ab, anhand dieser gesammelten Informationen haben wir unter anderem die besten Smartphone-Kameras des Jahres gewählt. Dass dabei nicht immer alle Leser zum gleichen Ergebnis kommen, liegt in der Natur der Sache – schließlich haben Nutzer unterschiedliche Ansprüche an die Kameras und setzen entsprechend andere Maßstäbe an. Außerdem lassen sich Menschen oftmals vom Namen beeinflussen: Natürlich muss ein iPhone gute Fotos knipsen und Samsung-Smartphones können gar nicht schlecht sein – ganz bestimmt!

Aber was passiert, wenn gar nicht bekannt ist, welches Smartphone die gezeigten Bilder geknipst hat? Um das herauszufinden haben wir Apple iPhone 11 Max Pro, Samsung Galaxy Note 10 Plus (Testbericht), Huawei P30 Pro (Testbericht) und Xiaomi Mi 9 SE (Testbericht) anonym gegeneinander antreten lassen. In diesem Artikel dürfen unsere Leser abstimmen, welches Bild der Hauptkamera auf der Rückseite ihnen zur jeweiligen Situation am besten gefällt. Am Ende gibt es dann einen Liebling der Herzen, den wir eine Woche nach Erscheinen des Artikels bekannt geben.

Die einfachste Disziplin für moderne Smartphone-Kameras sind Aufnahmen bei hellem Tageslicht. Dank Auto-HDR und künstlicher Intelligenz sind Überbelichtungen heute eigentlich kaum noch ein Problem. Stattdessen können so viele Informationen gesammelt werden, dass auch Bildrauschen kaum mehr auftritt. Wir haben alle Aufnahmen aus freier Hand und im Automatikmodus gemacht, denn das ist genau das Szenario, das am häufigsten zur Anwendung kommt. Kleine Ungenauigkeiten, etwa bei der genauen Platzierung des Fokus, nehmen wir dabei in Kauf, sie spielen aber ohnehin eine untergeordnete Rolle, da gute Smartphones das längst im Griff haben und Ungenauigkeiten kompensieren sollten.

Endstand. Reihenfolge der Bilder: iPhone, P30 Pro, Note 10+ und Mi 9 SE

Anschließend haben wir uns den Zoom angeschaut. Die meisten Smartphones beherrschen heute zweifache optische Vergrößerung durch Verwendung einer zusätzlichen Linse mit abweichender Brennweite. Um kein Modell zu bevorzugen, haben wir ausschließlich bei allen Modellen optischen Zoom verwendet.

Endstand. Reihenfolge der Bilder: P30 Pro, Note 10+, Mi 9 SE und iPhone

Schwieriger wird es schon bei Innenraumaufnahmen, bei denen normalerweise entweder weniger, und/oder Kunstlicht vorherrscht. Hier schleichen sich schnell Bildrauschen und abnehmende Bildschärfe ein, außerdem wird ein gut funktionierender Weißabgleich für passende Farben wichtig. Die ehemaligen Topmodelle in diesem Vergleich sollten aber auch damit keine Schwierigkeiten haben.

Endstand. Reihenfolge der Bilder: Note 10+, Mi 9 SE, iPhone und P30 Pro

Die Königsdisziplin sind Aufnahmen bei wenig Licht. Bestes Beispiel sind Nachtaufnahmen. Hier gehen schnell Detailinformationen verloren, Bildrauschen nimmt Überhand und die Bildschärfe versagt. Auch der Weißabgleich sitzt dann häufig nicht, wodurch Lichtquellen teils zu gelb, teils zu bläulich aussehen. Wir haben auch hier alle Aufnahmen aus freier Hand gemacht und, so vorhanden, einen Nachtmodus verwendet.

Endstand. Reihenfolge der Bilder: iPhone, P30 Pro, Note 10+ und Mi 9 SE

Wie fein werden kleinste Details aufgenommen? Stimmen Farben noch? Was ist mit der Bildschärfe? Nervt Bildrauschen? Darauf kommt es bei Makroaufnahmen an – hier erschwert durch Aufnahme in Innenräumen. Welches Bild gefällt am meisten?

Endstand. Reihenfolge der Bilder: Mi 9 SE, iPhone, P30 Pro und Note 10+

Das günstigste Modell im Vergleich ist das Xiaomi Mi 9 SE (Testbericht), das es aktuell für wieder angestiegene 400 Euro mit 64, besser aber mit 128 GByte internem Speicher gibt. Das Huawei P30 Pro (Testbericht) ist inzwischen ab 533 Euro zu haben, das Samsung Note 10 Plus (Testbericht) kostet immer noch rund 800 Euro. Am teuersten ist das iPhone 11 Pro Max, in unserem Preisvergleich ist es für mindestens 1140 Euro gelistet.

Ist zumindest beim Thema Kamera der jeweilige Preis gerechtfertigt? Das durften unsere Leser entscheiden. Dabei ist das Ergbnis in einigen Bereichen durchaus überraschend. So liegt das Huawei P30 Pro bei Tageslichtaufnahmen mit und ohne Zoom sogar hinter dem viel günstigeren Xiaomi Mi 9 SE und das Samsung Galaxy Note 10+ steht in beiden Fällen an der Spitze. Eher den Erwartungen entsprechend gewinnt das Huawei-Modell die Leserwertung bei Aufnahmen, bei denen die Motive schlechter ausgeleuchtet werden. Das betrifft sowohl die Innenraumaufnahmen, als auch Nachtaufnahmen. Bei Nahaufnahmen in Innenräumen, die mit Zoom geknipst wurden, gewinnt hingegen erstmals das iPhone, das P30 Pro landet nur auf dem zweiten Platz.

Zusammenfassend darf festgestellt werden, dass Samsung in dieser Leserwahl der Tageslicht-König ist, Huawei knipst die besten Aufnahmen bei wenig Licht und Apples Stärke liegt bei Aufnahmen in mittlerer Beleuchtung. Das Xiaomi Mi 9 SE liegt fast immer hinten in der Lesergunst, allerdings war der Vergleich allein aufgrund der hohen Preisdifferenz zu den drei anderen Smartphones auch nicht ganz fair. Für sich betrachtet werden vermutlich nur wenige Leser von wirklich schlechter Bildqualität des SE-Modells sprechen – vor allem in Hinblick auf den vergleichsweise niedrigen Preis.

Zum Abschluss wollen wir von unseren Lesern wissen: Sollen wir mit diesem Format weitermachen? Falls ja: Was ist am interessantesten - Einstiegsklasse, Mittelklasse oder Topmodelle? Oder soll es gar ein übergreifender Vergleich sein? Platz für Vorschläge zu einzelnen Handymodellen, die unbedingt in einen entsprechenden Vergleich reinmüssen, haben wir außerdem gelassen.

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